digitus

Wetterfichte

07.02.2009 | 12:21

BLÖD - "Die Linke" macht Öffentlichkeitsarbeit

Heute fällt mir aus der taz eine Beilage entgegen, die mit "Zocker sollen Zeche zahlen" immerhin einen halbwegs gelungenen Stabreim auf der Titelseite hat, aber im Übrigen im Habitus einer großen deutschen Boulevardzeitung daherkommt.
Merkwürdig: War die Bild-Zeitung nicht jahrzehntelang das Feindbild der Linken (wobei ich jetzt nicht die Partei, sondern die Bewegung meine)? Und jetzt kommt die Öffentlichkeitsarbeit einer Partei, die gerne das Sammelbecken aller Linken wäre, im fast identischen Outfit daher? Sollte mir irgendeine feine Ironie, ein Anklang von Satire entgangen sein? Nein, ich glaube "die Linke" meint das ernst ...
Selbst wenn manche Verlautbarungen dieser Partei (solange sie nicht von Oskar Lafontaine kommen) ganz vernünftig sein mögen, mit ihrem Bild-Zeitungs-Klon dürfte sie sich bei Teilen ihrer potenziellen Wählerschaft nachhaltig disqualifizieren.
 
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Kommentare
verqueert schrieb am 07.02.2009 um 15:34
Aber nicht doch, das ist "Volksnähe". Da dies nicht die erste zeitung dieser machart ist, unterstelle ich auch keine Experimentierfreude, sondern Dummheit. Dann lohnt es sich auch nicht, sich darüber aufzuregen.
tosid schrieb am 01.03.2009 um 23:30
Es gibt die Theorie vom der Hufeisenform des Parteienspektrums: Am rechten und linken Rand sind beide garnicht mehr soweit voneinander entfernt. Begriffe wie "ausländische Fremdarbeiter" gehen sowohl dem Parteivorsitzenden der Partei die Linke als auch dem rechten Spektrum locker über die Lippen. Warum sollten sie dann nicht auch in der gleichen Form Propaganda machen?
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fahrwax hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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