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Als Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg seinen Job als Wirtschaftsminister hatte ich hier noch gelästert. Aber er hat (auch wenn mir die Linie seiner Partei überhaupt nicht passt) mit der Zeit bei mir durchaus Punkte gemacht, weil er auch unpopuläre und nicht auf Pateilinie liegende Positionen bezog und gut vertreten konnte.
Seine Haltung zu einer möglichen Opel-Insolvenz war nicht politically correct, aber zumindest realistisch (und angesichts des noch nicht abgeschlossenen Gezerres um die Zukunft des Autobauers durchaus eine ernstzunehmende Alternative). Auch dass er im Bezug auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr das erste Mal von "Krieg" bzw. "kriegsähnlichen Zuständen" sprach, hat mir imponiert. Guttenberg wirkte verlässlich und ehrlich (soweit man, wenn man es im Politikgeschäft zu etwas bringen will, überhaupt ehrlich sein kann).
Deswegen verstehe ich das Geeiere nicht, das von Guttenberg aktuell vollführt und mit dem er sich (zumindest erscheint es dem interessierten Zuschauer so) immer weiter reinreitet. Manche mögen froh sein, dass der fränkische Shooting-Star jetzt auf ein Normalmaß zurechtgestutzt wird ... Vielleicht, auch das munkeln manche Kommentatoren, wurde er auch mit Bedacht auf den Schleudersitz des Verteidigungsministers gesetzt, um anderen in der Regierung nicht gefährlich zu werden.
Auch wenn ich in vielen Punkten dezidiert anderer Meinung bin als der Freiherr, tut es mir doch leid, dass hier ein politisches Talent (und derartige "Lichtgestalten" fehlen in der aktuellen Situation lagerübergreifend) verheizt wird, selbst wenn er zumindest teilweise Mitschuld trägt.
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Ich sehe das anders: Scheitern kommt vor dem Fall. Hoffentlich.
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Der zukünftige, ehemalige Verteidigungsminister K.-T. F. v.und z. G. hat bei mir auch Punkte gesammelt; aber Minuspunkte; und das bereits als Generalsekretär dieser Seehofer-Partei.
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schrieb am
27.02.2010 um 18:27
@ luggi Du bist zu hart. Ist der Vorgänger nicht im Vollrausch nach einem Puffbesuch mit seinem Dienstwagen über einen Fiat 500 gebrettert? Ausserdem, wenn die Bayern Franken einfach so eingemeinden müssen sie auch mal ein paar von denen zum Zug kommen lassen!
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"Lichtgestalt"?
Ich fühle mich geblendet ... :-) |
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@ Dictus, auch wenn ich erst spät auf Deinen Beitrag stiess: Gleiches hätte auch von Steinbrück gesagt werden können. Der Aufstieg des Herrn Guttenberg, und genau dies hat er gemeinsam mit Steinbrück, ist die importierte Semantik einer scheinbaren Demokratie. Wer in den USA sich bei einer Lüge erwischen lässt gilt als schwach. Süssholz raspeln aber ist erlaubt. Aber seit seinem gestrigen "Kinderstuben-Kommentar" ist der Grund für das "Geeiere" wohl klar. Auf seinen jugendlichen Schmiss fallen nur noch redaktionelle, interviewgeile Sesselpupser herein, die anderen werden entweder Neo-Nazis oder kaufen sich ein HD TV und werden mit der Fernbedienung vom Sofa aus aktiv.
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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