Der Querulant

Blog von Der Querulant

Blogbeiträge

11.05.2012 | 17:44 Der Querulant

Sozialleistungen und was davon zu halten ist. Teil II

Es ist wirklich dreist, wie die Politik hier die Tatsachen verdreht und mehr als traurig, daß ihr dabei nicht ernsthaft widersprochen wird. Aber es kommt noch dicker. Als wäre diese versteckte oder verdeckte Umverteilung von unten nach oben, die ein... >> mehr
11.05.2012 | 17:42 Der Querulant

Sozialleistungen und was davon zu halten ist. Teil I

Neben der ehemaligen Sozial- und Arbeitslosenhilfe, heute SGB XII, der Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, dem sozialen Netz, wurden in der Bundesrepublik Deutschland im Laufe der Zeit noch etliche weitere so genannte Sozialleistungen eing... >> mehr
22.02.2012 | 00:17 Der Querulant

Gibt es ein Recht auf Leben ohne Arbeit?

Die Frage mag zunächst seltsam anmuten, daher zunächst etwas Begriffliches. Unter Arbeit verstehe ich an dieser Stelle jede Tätigkeit, die von Dritten bezahlt oder anderweitig vergütet wird. Das Recht auf Leben dürfte generell unstreit... >> mehr
21.02.2012 | 18:34 Der Querulant

Meine Erwartungen an den designierten Bundespräsidenten Gauck

Ob Gauck mein Bundespräsident wird, wird davon abhängen, ob und wie er sich zu folgenden Themen äußert. Sein Verhältnis zu Der Linken. Das Pamphlet des Sarrazin. Das Verhältnis Ost/West, ungleiche Löhne etc. Der Sozial... >> mehr
16.02.2012 | 23:43 Der Querulant

Das bedingungslose Grundeinkommen - Eine Fehlkonstruktion

Mittlerweile ist es wieder etwas ruhiger um das Thema des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) geworden. Vielleicht macht es nun Sinn, die gemeinsame Schwachstelle aller Spielarten eines BGE aufzuzeigen. Am besten läßt sich das am Beispiel der Reg... >> mehr
bge
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Kommentare

Kommentar zu

Ist die Linke am Ende?

Wochenthema | 10.05.2012 | 07:00 Jana Hensel
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11.05.2012 | 12:49 Der Querulant
Vermutlich ja. Das hat aber weniger mit Oskar Lafontaine zu tun, als Jana Hensel denkt. Denn, alle etablierten Parteien sind ähnlich undemokratisch strukturiert und haben dieselben Probleme, was die Protagonisten in den Spitzenpositionen betrifft. Ein Problem, das die anderen Parteien nicht haben, ist das Erbe der Partei. Die Vergangenheit Der Linken wird ihr nicht nur von den etablierten Parteien ständig vorgehalten, sondern auch von den Medien. Auch die abfällige Bezeichnung als Linkspartei sowie die permanente Kommunismuskeule machen es Der Linken nicht leichter. Steter Tropfen höhlt den Stein. Aussagen der Mitglieder zur SED, zur Mauer und zum Unrechtsstaat DDR machten es auch nicht unbedingt leichter und besser. Es ist Der Linken nicht gelungen, ihre Darstellung in der Öffentlichkeit positiv zu gestalten. Zu diesen negativen Aspekten kommt dann noch hinzu, daß man sich nicht deutlich genug gegen die Agenda 2010 wandte, sich am Streit über die Höhe der Regelsätze beteiligte, statt diese und insbesondere deren statistische Festsetzung generell abzulehnen. Oder die Haltung der Partei zu den Bundeswehreinsätzen, ihr Verhältnis zu zweifelhaften Regimen etc. pp. All das mag einzeln betrachtet nicht besonders in's Gewicht fallen, in der Gesamtheit aber ist so etwas tödlich. Auch bewies Die Linke nicht die soziale Kompetenz, die von ihr erwartet werden muß und darf. Gerade Die Linke hätte konkrete Vorschläge für einen Umbau des Systems in Richtung einer gerechten und solidarischen Gesellschaft freier Menschen machen müssen. Doch außer Reichensteuer usw. kam da nicht viel. Das auch in Der Linken von den Mitgliedern und Sympathisanten viel diskutierte, wenn auch unzureichende BGE ließ die Partei kalt. Selbst das Verhältnis zu den Gewerkschaften ist kein wirklich gutes. Die Wähler können nicht erkennen, wohin Die Linke wirklich steuert. All das trägt dazu bei, daß Die Linke kaum Stimmen aus dem Lager der Nichtwähler mobilisieren kann. Wähler wie Nichtwähler, zumindest im Westen, trauen Der Linken nicht mehr zu, jemals in Regierungsverantwortung kommen zu können, als Koalitionspartner beteiligt zu werden und somit politische Veränderungen bewirken zu können. Die Ablehnung der etablierten Parteien und der Medien gegenüber Der Linken in Verbindung mit fehlenden konkreten sozialen Inhalten und einer völlig desolaten Selbstdarstellung hat letztlich nun zur objektiv vorhersehbaren Ablehnung durch die Wahlberechtigten geführt. Die Ursache lediglich bei Oskar Lafontaine zu suchen, das greift eindeutig zu kurz. Der Weg der Piratenpartei dagegen, ist ein völlig anderer. Eine basisdemokratische Partei hat das Potential, zur Lobbyistin der Bürger, zur Stimme des Volkes zu werden, dem Volk politische Macht zu verleihen. Wer weiß schon, wie viele politische Entscheidungen aussähen, würden sie wirklich demokratisch getroffen. Die Möglichkeit der Mitbestimmung reizt die Menschen und macht die Partei unangreifbar durch andere Parteien und Medien. Die Piratenpartei ist die richtige Antwort auf den politischen Dilettantismus, den der Bürger Tag für Tag miterleben muß. Direkte Demokratie, technisch heute realisierbar, ist das einzig geeignete Mittel, Frustration und Resignation der Menschen zu überwinden, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber selbsternannten Eliten, Experten und Leistungsträgern zu beseitigen, die fortschreitende Spaltung der Gesellschaft zu beenden. Bleibt nur zu hoffen, daß die Piraten das auch durchhalten und nicht so enden wie die Grünpartei.
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Demokratie ist das, was wir daraus machen

18.04.2012 | 21:38 Angelia
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19.04.2012 | 15:44 Der Querulant
Guter Beitrag. Es dürfte allerdings schwerfallen, Menschen, die durch ihre persönlichen Erfahrungen mit dem System zunächst frustriert waren und dann resigniert haben, noch zu motivieren. Wie sonst wäre es zu erklären, daß Millionen von in vielfältiger Weise betroffenen Menschen nichts unternehmen. Wem permanent vorgehalten wird, selbst für seine Lebensumstände verantwortlich zu sein, seines Glückes Schmied zu sein und seine Chancen im Rahmen vorgeblicher Chancengleichheit nur nicht genutzt zu haben, dem ist das irgendwann so in Fleisch und Blut übergegangen, daß er es nicht mehr infragestellt und sich in sein vermeintliches Schicksal ergibt. Nicht zuletzt sind es die Medien, die die Menschen aktiv und passiv in diese Richtung manipulieren. Und solange es noch für ein Dach über'm Kopf, den Fernseher, die Pulle Bier und Kippen reicht, wird es auch zu keiner Revolution mehr kommen. Nicht in Deutschland. Aber bei etlichen unserer Nachbarn brodelt es schon ganz gewaltig. Die sind anders als die deutschen Untertanen. Und spätestens, wenn uns der EURO um die Ohren fliegt, dann könnte das der Tropfen sein, der auch in Deutschland das Faß zum Überlaufen bringt. Wie es dann weitergehen soll, darüber sollten wir Heute schon beginnen, ernsthaft nachzudenken.
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22.02.2012 | 11:19 GEBE
Tja, was soll ich zu diesem Blog nur sagen. Gut, ich könnte ihn ernst nehmen dergestalt, daß ich nachfragen könnte, was denn Arbeit überhaupt sei usw. Damit aber würde ich aber auch zugleich einen Uns...
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23.02.2012 | 11:42 Der Querulant
Es wird Sie sicher nicht überraschen, daß ich Ihre Ansicht über meine Beiträge nicht teile. Allerdings ist es ein generelles Problem rein schriftlicher Kommunikation, daß dabei Verständigungsprobleme auftreten. "Der Querulant" wurde von mir durchaus mit Bedacht gewählt. Hätten Sie bei wikipedia weitergelesen, wären Sie auf Folgendes gestoßen: "Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschied 1967, dass ein Querulant partiell prozessunfähig sein kann und dass diese Prozessunfähigkeit ausnahmsweise ohne Zuziehung eines Psychiaters vom Gericht festgestellt werden kann. Auf der anderen Seite tragen Querulanten durchaus zur Verbesserung des Rechtssystemes bei. Es wird zum Beispiel geschätzt, dass 80 % der höchstrichterlichen Entscheidungen auf Querulanten zurückgehen". Der Duden schreibt dazu: "Jemand, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein [vermeintliches] Recht pocht. Professor Joachim Hellmer, seit 1966 Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Kiel und 1971 Direktor des Kriminologischen Instituts dieser Universität, schrieb dazu einen treffenden Aufsatz, den ich hier abschließend zitieren möchte:" Gutachten als Waffe gegen "Querulanten" Es gibt eine ausgedehnte Praxis, "Querulanten" und andere unliebsame Personen mit Hilfe des ärztlichen Sachverständigen mundtot zu machen. Berühmt-berüchtigt sind zum Beispiel die Zwangspensionierungen von Beamten, die den Staat - aus berechtigten oder unberechtigten Gründen - unbequem , vielleicht sogar (wegen des behördeninternen Wissens ) gefährlich geworden sind. Gehen diese gegen Ihre Entlassung gerichtlich vor, was Ihr gutes Recht ist, rettet sich der Staat vor einer Nachprüfung seiner Entscheidung nicht selten durch Einschaltung eines ärztlichen Gutachters, der entweder Dienstunfähigkeit attestiert oder gar Querulantenwahn diagnostiziert wobei schon Aberkennung der Prozeßfähigkeit genügt um den Beamten unschädlich zu machen. Es muß Ihm dann ein Pfleger (nach heutigem Recht ein Betreuer) bestellt werden der von sich aus entscheidet ob die Klage erhoben oder weiterverfolgt wird. Vielleicht widerspicht schon das leicht zerbrechliche Institut der Prozeßfähigkeit dem Grundsatz von der Würde des Menschen und der Gleichheit aller vor dem Gesetz. Das eigentliche Übel liegt aber in der Unkontrollierbarkeit und jedem Mißbrauch zugänglichen Aussage des Sachverständigen. Hier werden unter dem Anschein objektiver Tatsachen oft reine Meinungen geäußert, die zudem nach in der Regel höchst umstritten und beliebig manipulierbar sind. Am gefährlichsten ist die immer wieder auftauchende Bezeichnung "Querulant" (oft in Verbindung mit "progressivem Wahn" oder "Pschychopathie", um dem Meinungsurteil einen wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen). Querulanz ist weder eine Geisteskrankheit noch ein die Geschäfts-, Prozeß- oder Zurechnungsfähigkeit berührender Zustand, sondern die hartnäckige Kritik und furchtloser Widerspruch gegen irgendwelche Zu- oder Mißstände, meistens besonders intelligenter und sensibler Menschen, gewiß oft überzogen und eskalierend bis zum Exzeß. "Querulant" war z.B. Michael Kohlhaas, "Querulanten" waren aber auch Luther, Voltaire, Galilei und Giordano Bruno, Fritz Reuter, Heinrich Mann. "Querulanten" sind Martin Niemöller, Sacharow und Solchenizyn. Wenn es keine Querulanten gäbe, wäre die Welt ärmer. Das weiß auch unser Staat, der Querulantentum allgemein gewähren läßt, vor allem aber die vielen kleinen, Behörden und Justiz arg belästigenden Querulanten. Nur wenn gegen den Staat selber geklagt wird, wenn seine eigenen Entscheidungen, seine eigene Praxis überprüft werden sollen, dann ist seine Liberalität, sein Rechtsstaatsverständnis zu Ende, dann entpuppt er sich plötzlich als legitimer Nachfolger jenes preußischen Staates, in dem Querulantentum unter Strafe stand (Preußische Gerichtsordnung von 1795). Der Begriff "Querulanz" sollte aus dem Vokabular der Sachverständigen ein für alle Male gestrichen werden. Wo dieser Begriff in einem Gutachten vorkommt, sollte man gleich wissen, daß gegen den Beurteilten nichts Fundiertes vorzubringen ist, daß kein wirklich krankhafter Befund vorliegt, geschweige denn eine Geisteskrankheit, sondern eine gesunde , aber unbequeme Person zum Schweigen gebracht, statt Freiheits- oder Geldstrafe eine "Äußerungsstrafe" verhängt werden soll. Medizinische Gutachten werden vom Staat auch noch auf anderen Gebieten als Waffe eingesetzt. Es ist Bekannt, daß er jede Person, die er einzustellen gedenkt, auf Ihre Gesundheit untersuchen läßt. Statt der Privatwirtschaft mit gutem Beispiel voranzugehen, betätigt er sich aber als sozialpolitischer Bremser. Einmal stellt er bei weitem nicht die vorgeschriebene Zahl von Behinderten ein und zahlt lieber die dafür vorgesehene Ausgleichsabgabe (was den öffentlichen Haushalt zusätzlich belastet), ferner läßt er - mit Hilfe ärztlicher Gutachter - die dennoch Eingestellten als Widerrufsbeamte oder Angestellte arbeiten, also mit geringerem Kündigungsschutz, niedrigerem Gehalt und geringeren Aufstiegschancen. Sie sind obwohl sie das gleiche tun wie Beamte, Staatsdiener zweiter Klasse und könne auch nichts dagegen unternehmen, weil ja ärztliche Gutachten nicht und nur unter unverhältnismäßigen Anstrengungen korrigierbar sind. Vor kurzem bot der Staat einem Wissenschaftler nach zwanzigjährigem Angestelltenstatus schließlich doch noch die Verbeamtung an! Der Gutachter, der bei der Einstellung vorzeitige Dienstunfähigkeit vorausgesagt hatte, war seinem Irrtum unterlegen. Das ärztliche Gutachten ist - solange diese Praxis nicht allgemein durchschaut ist - eine Waffe, die durch wissenschaftliche Herkunft den Anschein von Unanfechtbarkeit besitzt. Sie ist praktisch unanfechtbar, aber nicht durch den Wahrheitsgehalt, sondern durch Fehlen einer unabhängigen Instanz, die dem Sachverständigen - und damit der öffentlichen Gewalt, die sich seiner bedient - auf die Finger klopft. Die deutschen Gerichte sind - trotz ermutigender Ausnahmen - noch weit davon entfernt eine solche unabhängige Instanz darzustellen." Auf diesen Aufsatz wird in der ZPO, Baumbach-Lauterbach-Hartmann-Albers, 46. Aufl, Einl III, 6 A. , Rn 67; so auch 51. Aufl, 6 B. Rn 66 hingewiesen.
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22.02.2012 | 10:45 Abraham Scythe
Es gibt mehrere Dinge die hier nicht bedacht werden: Zuerst einmal ist es so, das man als Teil der arbeitenden Gesellschaft auch Vorteile genießt, die ausserhalb dieser Gesellschaft nicht möglich sin...
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23.02.2012 | 10:48 Der Querulant
Nun denn. Dennoch vielen Dank für Ihre Beiträge.
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22.02.2012 | 05:37 Alien59
Interessanter Ansatz. Vielleicht könnte man hinterfragen, ob jemand, der sich mit dieser Gesellschaft nicht identifizieren kann, wirklich fragt (fragen will), ob er sein Zelt irgenwo aufstellen, eine...
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23.02.2012 | 10:41 Der Querulant
Nun, das ist ein Verständnisproblem des Begriffes "Recht". Recht entsteht eben nicht dadurch, daß etwas als Recht bezeichnet wird. Der Begriff "Dürfen" beinhaltet schon ein Indiz des Unrechts, da das Dürfen quasi ein Akt der Großzügigkeit ist. Und darum handelt es sich in Fragen des Rechts eben ganz sicher nicht. Aber ich dachte, das sei schon durch meine letzte Antwort deutlich geworden. Auch ohne direkte Nennung des Dürfens.
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Der Querulant
Ein Querulant wird oft verkannt. ;-)
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