Dr. Rolf Froböse

Wissenschafts-News

28.11.2010 | 09:48

Terrorgefahr - wie gut ist Deutschland vorbereitet?

Die ungeschützte Republik

 

Vor zwei Tagen erhielt ich ein brandaktuelles Buch, das sich konkret mit der realen Anschlagsgefahr in Deutschland auseinandersetzt. In diesem Buch, das ich den Lesern nicht vorenthalten möchte, kommen die Autoren nach einer gründlichen Recherche zu einem ernüchternden Ergebnis: Das Anschlagsrisiko ist hoch, und Deutschland ist auf den Worst Case nur mangelhaft vorbereitet.

 

Inhalt: Radioaktives Uranhexafluorid lagert in Fässern und wird quer durch die Republik befördert – Tausende von Tonnen wären jährlich ein leichtes Angriffsziel. Hochpathogene Erreger führen zu Laborunfällen, schon ohne jeglichen terroristischen Hintergrund. Die elektronische Kommunikation und Steuerung wichtiger Industrieanlagen lässt sich hacken – sogar die Energieversorgung scheint in Gefahr. Nur wenige verheerende und konzertierte Anschläge würden zu einer Implosion der Wirtschaft führen. Dem Werk zufolge machen Gesetzeslücken und die fehlende Präsenz ernstzunehmender, bewaffneter Sicherheitseinheiten an den vitalen Punkten der Bundesrepublik die Ausführung von Anschlägen zum Kinderspiel. „Die derzeit gezeigte Polizei-Präsenz an Flughäfen oder Bahnhöfen ist zwar medial wirksam und mitunter nötig - aber für die Verteidigung des Landes vor Anschlägen praktisch wertlos“, kommentieren die Autoren die derzeitige Taktik der Bundesregierung.

 

Info zum Buch: Marita Vollborn und Vlad Georgescu. Terrorland - Die ungeschützte Republik. Verlag: BoD, Norderstedt
ISBN 978-3-8391-9014-2, Paperback, 112 Seiten, Euro 13,50. Jetzt im Handel.

 
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Kommentare
goch schrieb am 28.11.2010 um 14:11
@Dr.Rolf Froböse:
Inhalt: Radioaktives Uranhexafluorid lagert in Fässern und wird quer durch die Republik befördert – Tausende von Tonnen wären jährlich ein leichtes Angriffsziel. Hochpathogene Erreger führen zu Laborunfällen, schon ohne jeglichen terroristischen Hintergrund
Richtig der Ernstfall ist der ganz "normale" Umgang mit gefährlichen Stoffen durch die Industrie etc.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 28.11.2010 um 14:17
Inszenierung von "Terrorgefahren" durch deutsche "Sicherheitsdienste"?

De Maizière schließt nicht aus, dass der verdächtige Koffer in Namibia möglicherweise von den deutschen Sicherheitsbehörden selbst dort platziert wurde. "Ich halte das für sehr unwahrscheinlich", sagte er am Freitag in Hamburg. Aber auch das werde "selbstverständlich" Gegenstand der Ermittlungen sein. Derartige Koffer würden dazu verwendet, Sicherheitsmängel aufzudecken.

Die Journalisten stellten viele Fragen. "Gehen Sie davon aus, dass ich diese Fragen auch stelle. Und dass ich alles dran setzten werde, dass diese Fragen beantwortet werden", sagte er. Er halte keine Informationen, die ihm vorlägen, zurück.

Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele hatte de Maizière zuvor vorgeworfen, das Parlament unzureichend über die Hintergründe seiner am Mittwoch ausgesprochenen konkreten Terrorwarnung zu informieren - und äußerte sich im Hessischen Rundfunk skeptisch zur Glaubwürdigkeit der Warnung. In den vergangenen Jahren seien schließlich immer wieder derartige Warnungen herausgegeben worden, begründete er seinen Zweifel. Vielmehr habe er den Verdacht, die Bundesregierung verstärke die Terrorangst, um die Sicherheitsgesetze zu verschärfen und die Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen.

Deutschland ist ein asozialer Unrechtsstaat!

www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,730074,00.html
Ehemaliger Nutzer schrieb am 28.11.2010 um 14:18
Nein, was für eine Überraschung!

Hätte ich gestern nur einen Dummen gefunden, der mit mir gewettet hätte, dass diese "Terrorwarnung" doch wieder nur missbraucht wird um die Grundrechte aller Menschen hier in Deutschland einzuschränken - ich hätte Geld damit gewinnen können.

Leider waren in meinem Bekanntenkreis alle skeptisch (oder soll man sagen: erfahren) genug um nicht auf diese Wette einzugehen.

Ein Bitte an die Redakteure dieser Zeitung, analog zur Aufforderung von gestern: kehren Sie bitte zur Kritik zurück und hinterfragen Sie solche abstrakte Drohungen wie die gestrige sofort, am besten direkt auf der Pressekonferenz.

Es tut einfach weh zu sehen für wie blöd man von den Politikern gehalten wird, und es tut genauso weh zu sehen, dass Sie als Journalisten sich zu simplen Überträgern dieser Verdummung degradieren lassen.

www.zeit.de/politik/deutschland/2010-11/terrorwarnung-vorratsdatenspeicherung?commentstart=9#comments
Dr. Rolf Froböse
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