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Die meisten Eltern wünschen sich vermutlich aus Bequemlichkeit brave Kinder. Aber gleichzeitig behaupten diese Eltern auch keine Marionetten aufziehen zu wollen, die immer nur das denken sollen, was die Erwachsenen von ihnen erwarten. Aber gesunde Kinder, auch wenn sie noch nicht wissen, ob sie „Fisch“ oder „Fleisch“ sind, sperren sich ohnehin gegen derartige Erwartungshaltungen. Einerseits verlieren sie sich in ihrer Kinderwelt und doch wollen sie schnell erwachsen werden, weil sie vermutlich ahnen, dass sie bisher nur ein „Entwurf“ ihrer Zukunft waren. Und schon will ein Kind kein Kind mehr sein. Deshalb fühlt es sich in seiner Ehre gekränkt, wenn es dann noch immer wie ein Kind behandelt wird, während gleichzeitig das Erwachsenendasein als eine Art Vertreibung aus dem Kinderparadies dargestellt wird. Da entwickelt sich so manches Kind zu einem Zauberer, der seine überraschten Eltern zurück in ihre Kindheit versetzt, während er, der Zauberer, in der Generation der Jungen der Älteste ist, der sich vermutlich aus Bequemlichkeit ab heute nur noch brave Eltern wünscht.
Wenn aber die Kinder und die Eltern die Erwartungen, die man in sie steckt, nicht erfüllen, dann gute Nacht!
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Stimmt. Erziehung ist eine Gratwanderung. Ich habe eine Tochter, welche gerade am Anfang der Pubertät steht....
Ich versuche einfach, ihr eine gute Mutter zu sein. Und ich hoffe, bei der Erziehung nicht allzu viel falsch zu machen :) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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