dr.knoll

Blog von dr.knoll

16.03.2010 | 21:50

Nachtgedanken: SCHREIBEN

Ich wollte immer einen Brotberuf haben, um nicht von meiner Leidenschaft, dem Umgang mit dem Wort, abhängig zu sein. So ersparte ich mir in meinem Leben den Spagat zwischen - wem oder was auch immer. Zumindest aus physiologischer Sicht hatte ich immer einen festen Standpunkt.
Meine Worte aber sollen zwischen dem, was ich sehe und dem, was ich denke, eine Verbindung herstellen. Und wenn sich dann die Buchstaben aneinander reiben, höre ich plötzlich eine Melodie, deren Noten ich verfolge, um eine längst vergessene Atmosphäre einzufangen. Und schon sehe ich die entsprechenden Bilder dazu, die ich glaubte vergessen zu haben. Nur so kann ich meinem Kain ein Buch hinterlassen, damit er seinen Abel besser versteht.

Aber gleichzeitig möchte ich Geschichten erzählen, als säße ich in einem Kino, um mich in ein anderes Leben entführen zu lassen. Und oft denke ich, es müsste wunderbar sein im Dunkeln schreiben zu können, um sich dann selbst endgültig zu verlieren

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 16.03.2010 um 23:57
Viel und leicht bist Du, noch schreibend, auf dem Pfad, weg von der Schriftkultur, hin zur schriftlosen Sprechkultur, Deinem Bruder Abel ungeahntes Leben einzuhauchen, damit auch Kain sich in manchen Srechgesängen seines Bruders Abel, bevor er diesen erschlug, wenigsten einmal als Opfer, nicht als Täter erleben kann?

tschüss
JP
dr.knoll
schreibender Hausarzt
Mitglied seit:
2 Jahre 3 Wochen
Zuletzt aktiv:
20.03.2011
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 200
Kommentare: 28
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
21:12
Georg von Grote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:08
cuchulainn hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:06
hardob hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:06
golem hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:03
jemseneier hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Liebeshandlung - Eugenides

Berlinale

Freitag_Salon

PortletSalon_120216.png

Christian Kracht Imperium Kiepenheuer & Witsch 2012

256 Seiten. Gebunden.

18,99
 
In seinem neuen Roman erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans spielt - und erschafft so zugleich eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns >> mehr
Occupy

portlet_occupy.png

Rote Perlen

wir müssen reden

IGEL

portlet_IGEL.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Café Moskau

Ausgabe 07/12
16.02.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_05_06.jpg

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG