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Ich wollte immer einen Brotberuf haben, um nicht von meiner Leidenschaft, dem Umgang mit dem Wort, abhängig zu sein. So ersparte ich mir in meinem Leben den Spagat zwischen - wem oder was auch immer. Zumindest aus physiologischer Sicht hatte ich immer einen festen Standpunkt.
Meine Worte aber sollen zwischen dem, was ich sehe und dem, was ich denke, eine Verbindung herstellen. Und wenn sich dann die Buchstaben aneinander reiben, höre ich plötzlich eine Melodie, deren Noten ich verfolge, um eine längst vergessene Atmosphäre einzufangen. Und schon sehe ich die entsprechenden Bilder dazu, die ich glaubte vergessen zu haben. Nur so kann ich meinem Kain ein Buch hinterlassen, damit er seinen Abel besser versteht.
Aber gleichzeitig möchte ich Geschichten erzählen, als säße ich in einem Kino, um mich in ein anderes Leben entführen zu lassen. Und oft denke ich, es müsste wunderbar sein im Dunkeln schreiben zu können, um sich dann selbst endgültig zu verlieren
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Viel und leicht bist Du, noch schreibend, auf dem Pfad, weg von der Schriftkultur, hin zur schriftlosen Sprechkultur, Deinem Bruder Abel ungeahntes Leben einzuhauchen, damit auch Kain sich in manchen Srechgesängen seines Bruders Abel, bevor er diesen erschlug, wenigsten einmal als Opfer, nicht als Täter erleben kann?
tschüss JP |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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