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Ein Mensch, der das Bedürfnis hat zu schreiben, wird vermutlich noch immer von der alten Frage nach dem: Warum? Wieso? und Weshalb? angetrieben. Denn noch sind die Antworten nach dem: Woher kommen wir? Und: Wohin gehen wir? nicht beantwortet. Und doch, wer wollte sich da nicht vor der letzten Wahrheit drücken?
Dann sitze ich stundenlang wortlos hinter meinem Schreibtisch wie in einer Kirchenbank. Dieser Zustand beruhigt mich, denn in dieser Zeit kann ich in meinem Leben nichts falsch machen. Denn ich weiß noch immer nicht, was das ist – richtig leben.
Und die professionellen Antworten der Menschen, die die Religionen verwalten, können mich auch nicht überzeugen. Da bleibe ich lieber ein Autodidakt, der immer zu wenig weiß, aber gerade deswegen vielleicht nie seine Neugierde verliert. Einerseits bewegten sich meinen Gedanken immer zwischen Himmel und Hölle. Aber gleichzeitig verlor ich nur selten den festen Boden unter meinen Füssen. Auch dann nicht, wenn mein Kopf über den Wolken schwebte.Da ich aber in einem Land ohne Schulpflicht aufwuchs, brauchte ich ein halbes Leben, um meine Sprachlosigkeit zu formulieren. Und irgendwann war die Welt der Worte meine Heimat, aus der ich nicht mehr vertrieben werden wollte.Nur hier lässt sich für mich die verwirrende Vielfalt des Lebens, denen der Mensch ausgeliefert ist, ertragen.Inzwischen weiß ich, das war zwischen dem ersten Schrei und dem letzten Atemzug vermutlich der Plan B in meinem Leben. Denn immerhin, auch ich bin kein Mensch, der wie ein Meteorit vom Himmel fiel.
Und wenn schon „das Wort“ bei Gott war, warum sollte ich mich da nicht dieser Worte bediene?
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Mein lieber dr.knoll, deine B. Harrlichkeit verdient mehr als Ann R. Kennung.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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