Dreizehn

Blog von Dreizehn

25.01.2012 | 11:15

Sprache im Alltag fortges.

Maschinen können funktionieren, habe ich gelernt. Oh! oh! was ist denn das: funktionieren? Nein jetzt nicht nachblättern fungor functus: verrichten verwalten besorgen ausführen leisten.

Na klar, Fremdwort. Die eigene Sprache weigert sich, ein Wort für die Tätigkeit von Maschinen herzugeben. Verstehen wir gut und schätzen unsere Sprache dafür.

Aber, nochmal, was ist denn das: funktionieren? There is no alternative, nicht wahr? Entweder es funktioniert, oder es funktioniert nicht und alles bricht jämmerlich zusammen, mindestens droht es erstmal jämmerlich zusammenzubrechen, genau: der Finanzmarkt, unsere Banken, Griechenland sowieso, na gut Griechenland ist keine Maschine. Kann ja sein, es ist nur eine Funktion ausgefallen, und trotzdem: Das wird aber teuer.

Nein die Dinge funktionieren nicht. So funktionieren sie nicht. Das Leben ist anders, es kennt seine eigenen Regeln, kennt Vielfalt, Nischen, Facetten, zum Glück, und siedelt nicht auf dem primitiven Niveau von Maschinen oder Finanzmärkten.

Und komm jetzt bitte keiner mit sowas wie eingeschränkter Nierenfunktion. Das wäre ein Beispiel für den imperialistischen Charakter technisch-naturwissenschaftlichen Denkens [Mary Midgley, Science and Poetry, London 2001] und ist noch nicht dran.

 

 
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