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Leipziger Buchmesse 2010. Halle 2. Stand G209.
A., der das Gehabe und das Aussehen eines in die Jahre gekommenen langhaarigen Rockstars hat, sieht sich meine ausgestellten Bücher an. Mit einem Nicken liest er sich die Klappentexte durch. Er blickt auf.
"Wenn du möchtest, geb ich das Tarantino. Ich kann nichts versprechen, aber ich sage ihm, dass das was für ihn sein könnte."
Ich kneife ein Auge zusammen. A. kommt näher.
"Du glaubst, ich verarsch dich, was? Ich habe mit Tarantino Golf gespielt ... und David Lynch kenn ich auch, vielleicht wär das ja was für ihn ..."
A. steckt sich die drei Bücher ein. What the fuck, denke ich. Andererseits, einen ganzen Lottoschein ausfüllen kommt mir auch nicht billiger.
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Weil Lee Berthine so freundlich ist, eventuell eines meiner Bücher zu besprechen (oder zu verreißen, je nach dem), dachte ich mir, es wird mal wieder Zeit, hier einen Blog-Beitrag zu fabrizieren. Nach dem ja nichts aus dem Freitag-Café in Berlin geworden ist (in Leipzig hab ich auch keines gesehen), versuche ich mal wieder, das Blog ordentlich anständig zu befüllen. Gehört sich so.
Was bisher, seit den Tagen der Frankfurter Buchmesse geschah: Ich habe meine Krimikomödie Schwarzkopf wegen des großen Erfolges in einer zweiten Auflage (“Black Edition”) veröffentlicht, konnte an der Wiener Kriminacht teilnehmen (die Autorenkollegin Eva Rossmann, die beim Gruppenfoto neben mir stand, konnte sich in Leipzig an meinen Namen partout nicht mehr erinnern), wurde im Forum der Österreichischen Krimiautoren mit offenen Armen aufgenommen um mich nur wenige Tage später wieder höflich auszuladen (Eigenverleger, you know!), die FALTER Buchbeilage attestierte meinem Buch “einen gewissen Charme”, die Literaturkritikerin der Leipziger Volkszeitung hat sich sogar “schlapp gelacht”, der Rezensent der krimicouch wiederum fand das Buch “beschissen” und stampfte es regelrecht in den Boden (über sein Buch, das er geschrieben hat, will ich hier besser kein Wort verlieren, sonst artet es in eine Schlammschlacht aus – und so eine matschige Keilerei macht nur Sinn, wenn es sich um zwei attraktive Frauen handelt).
Back to Back: Zur Leipziger Buchmesse erblickte endlich mein neues Kriminalstück und sicherlich als meisterliches Werk zu bezeichnende BROUILLÉ (sprich: Brüje) das Licht der literarischen Welt (“Uh, ziemlich grell!”). Am Dienstag von der Druckerei geliefert, am Mittwoch im ICE er 1. Klasse nach Leipzig (man gönnt sich ja sonst nichts) und am Donnerstag bereits im Regal des Messestandes. Das nenn ich timing. Übrigens, der Kaffee schmeckt weder in der 1. Klasse, noch in der 2. Klasse nach Kaffee. Gut möglich, dass die Leutchen die ausgelaufene Bremsflüssigkeit aufsammeln. Ich denke, die DB und die ÖBB sollten wenigstens den literarischen Zuggästen einen ordentlichen Kaffee servieren. Ansonsten ist es fraglich, ob in einem Zug jemals Weltliteratur geschrieben werden wird.
Gut, gut. Sollte der geneigte Leser es noch immer nicht wissen: Ich bin Eigenverleger. Das heißt, in der Buchbranche rangiere ich etwa knapp nach dem Zuschussverlag und teile mir den vorletzten Platz mit den Book-on-demand-Verlagen. Warum? Nun, weil man der Ansicht ist, dass nur ein seriöser Publikumsverlag in der Lage ist, die schreibende Spreu vom verlegten Weizen zu trennen. Das mag sicherlich stimmen. Aber wenn man bedenkt, was einem da so unter das lesende Näschen gehalten wird, also, das lässt nur den Schluss zu, dass es mehr Schrott gibt, als die Menschheit braucht und die Verlage beinahe jeden Schrott unter das zahlende Publikum wirft, in dem man diesen vorgaukelt, dass sie Gold in Händen halten (“Heureka!”). Entsetzlich, entsetzlich! Aber was red ich?
Nun, wie man es auch dreht und wendet – ich könnte hunderte Male darauf hinweisen, dass ich Grafiker, Lektoren, Korrektoren beschäftige und mit Herzblut und Fanatismus (Buch-Dschihadismus, sozusagen) nach der ultimativen Qualität trachte (kann man diese jemals erreichen? Nein! Aber man sollte es wenigstens versuchen), so ernte ich bei den Profis (HÄH? Nur weil einer seit Jahren immer den selben Mist verzapft und dafür fürstlich entlohnt wird, nennt man ihn Profi? Verkehrte Welt, nicht?) zumeist nur ein mitleidiges Lächeln. Freilich, kaum einer macht sich die Mühe, auch nur eines meiner Bücher zu begutachten oder hineinzublättern (“Bedaure!”). Das ist es eigentlich, was mich so krawutisch macht, mich ärgert. Sodala. Genug geraunzt. Andererseits, ist ja mein Blog. Da kann ich fluchen und schimpfen, wie es mir passt. Ja, ja. Ein Heimspiel, sozusagen.

Zurück zum Start: ich kann es jedermann und jederfrau empfehlen, ihren Klein(st)-Verlag auf der Messe zu präsentieren. Am besten, so wie ich es gemacht habe: man teile oder drittel sich den kleinsten Stand. Das ist einigermaßen bezahlbar und hat den Vorteil, etwaige Synergie-Effekte nutzen zu können. So kann man sich mit den anderen Verlegern vulgo Mitstreiter, absprechen, wer den nun den Stand “bewacht” und wer sich daran machen darf, Kontakte zu knüpfen (“Darf ich Sie mit meinem Verlagsprogramm nötigen?”) Mit einer günstigen Unterkunft (WohnGemeinschaft) und einem erschwinglichen Zugticket (Sparschiene) ist die Buchmesse also auch für Kleinstverleger finanziell erschwinglich – im Gegensatz zur Frankfurter Buchmesse, wo die Preise astronomische Höhen erklommen haben.
Meine beiden Stand-Kollegen kamen einerseits aus Lüneburg: Daniel Habenichts vive!-Verlag, andererseits aus Mainz: Miriam Spies’ gONZo-Verlag. Man sollte vielleicht festhalten, dass unsere Verlagsprogramme recht unterschiedlich ausfallen und so gar nicht zusammen passen. Aber dafür harmonierte die menschliche Seite umso besser – abgesehen vielleicht vom “Kabinenkoller”, der einen schon überfallen kann, wenn man sich auf ein paar Quadratmetern den ganzen langen und lieben Tag ständig auf die Füße steigt (“AUA”). Ich teilte mir nicht nur den Stand, sondern auch das WG-Zimmer mit der gONZo-Verlags- und Autorentruppe. Stefan Gaffory, einer der Autoren, kam übrigens väterlicherseits aus Korsika – er machte aber keine Anstalten, die Leipziger Völkerschlacht neu auszufechten, ganz im Gegenteil. Hunter S. Thompson, der Begründer des Gonzo-Journalismus (stimmt das?) hätte sicherlich seine Freude an dieser WG-Literaten-Schar gehabt.
Überhaupt, diese besonderen Erlebnisse, sie werden sicherlich einmal Eingang in eine meiner zukünftigen Erzählung finden: das unabgewaschene Geschirr in der WG-Küche türmte sich zu einem Klischeeberg, aus dem die modernen Post-Märchen sind. Zu mitternächtlicher Stunde bevölkern viele junge Leute die Küche. Es wird geraucht, getrunken, gegessen und gequatscht. Die Reihenfolge ist beliebig gewählt. Wer Lust hat, nimmt Freunde (oder Fremde) mit. Man teilt, so lange etwas im Kühlschrank ist. Zigaretten werden herumgereicht. Der Autor dieser Zeilen beobachtete in kurzen Intervallen dieses Prozedere und begnügte sich mit Stichproben – zu viel tabakinöser Qualm macht ihm sehr zu schaffen. Und Alkohol, nun, das ist auch nicht unbedingt sein Plaisir. Warum dann, wird sich der geneigte Leser fragen, muss er sich dann ausgerechnet in eine WG einmieten? Darauf gibt es keine Antwort. Man könnte sagen: es hat sich einfach ergeben.
Zwei Nächte durfte ich dann in der saubersten und aufgeräumtesten Wohnung Leipzigs die (ausziehbare) Couch beschlafen. Was für ein herrliches Gefühl. Alleine in einem Zimmer. Alleine mit der Couch. Obwohl die Matratze in der WG so schlecht nicht war, zugegeben. Mein Couch-Vermieter war ein ausgesprochen smarter Typ. Alex, so sein Name, ist Doktor der Informatik, werkelt am Max-Planck-Institut (wenn ich mich recht entsinne) und gehört zur Spezies der entspannten und ausgeglichenen Menschen. Einzig, dass ich vielleicht um 6h30 an seine Türe klopfte, als ich von der Messe-Party (besser: vom nächtlichen Spaziergang) kam, dürfte ihm den Schlaf geraubt haben. War doch seine Verlobte diesmal auch zu Hause (sehr nett, das Mädel). Jedenfalls schlich ich durch die geöffnete Türe und versprach, alsbald zu gehen, nur duschen und mich umziehen zu wollen. Was ich auch tat. Was nun folgt, ist einer klassischen Komödie entlehnt: Ich schreibe einen kleinen Zettel, dass er mich anrufen könne, wenn er wüsste, ob ich die Couch für die Nacht wieder haben könnte (es herrscht ein reges “ich-lade-mir-Gäste-auf-meiner-Couch-ein”-Treiben), öffne die Wohnungstür, gehe hinaus und will sie wieder schließen. Geht nicht. Ich ziehe. Ich ziehe. Mit aller Kraft (immer die Befürchtung, die Türe würde ins Schloss krachen). Ich ziehe. Ich ziehe. Nichts. Ich probiere dies und das. Nichts. Sie lässt sich nicht von außen zumachen. Zähneknirschend klopfe ich an die Schlafzimmertüre. Alex nickt, als er mich durch seine verschlafenen Augen in der Türe stehen sieht, weil er ja weiß, dass man die Eingangstüre von außen ohne Schlüssel nicht zumachen kann. Ei, das war mir dann doch ein wenig peinlich. Weil ich so gerne den coolen Abgang gemacht hätte (“Er hat nur diese Notiz für uns hinterlassen! Man merkt, er ist Schriftsteller …”).
Die Lesung von Model Daniela Kögler in der Frauenbibliothek war ziemlich konträr zur Lesung von Iko in der versteckten Kneipe. Dort ein rotes Sofa, Kerzenlicht, Blumen, Bücher. Eine Wohlfühloase der besonderen Sorte. Da eine verrauchte, verqualmte, versiffte Kneipe, in der sich das junge Volk sichtlich wohl fühlte. Die Regelung in der Kneipe besagt, wer einmal einen Zug frische Luft machen möchte, der solle doch bitteschön vor die Türe gehen. Überhaupt, das Gequalme. Welch Paradies, wenn man Lokalitäten betritt und nicht einen Tabaknebel. In Wien – der kaiserlich-sozialistischen Regierung sei Dank – darf überall auf Teufel komm raus geraucht werden. Sogar in der Ausbildungsstätte Justitias, wo jene Anwälte und Richter und Juristen ausgebildet werden, um früher oder später den Rechtsstaat zu wahren, wird das Rauchverbotsschild geflissentlich “übersehen” und beinahe mit einer frechen Kaltschnäuzigkeit gequalmt (“Mein Papa ist Staatssekretär … ich darf rauchen, wo ich will!”). Das wollte ich nur schnell hingerotzt haben.
Dass Kleinverleger während der Messe ihre Bücher nicht verkaufen dürfen (erst am Sonntag, zwischen 15 und 18 Uhr), ist eigentlich ein Skandalon. Gut, man möchte die Buchhändler schützen, das mag schon sein, aber wer schützt die Kleinverleger? Ich denke, man sollte das Prozedere noch mal überdenken. Gerade für jene Verlage, deren Bücher in keiner der Buchhandlungen aufliegen und die auch nicht gerade gerne vom Herrn oder Frau Buchhändler bestellt werden (“Da müsste man ja beim Verlag direkt ordern … also, das get gar nich!”). So macht es auch keinen Sinn, eine Unzahl an Büchern auf die Messe mitzunehmen, wenn man sie doch nur verschenken kann.
Wichtig sind natürlich Multiplikatoren (Journalisten, Blogger, Twitterer, Studenten in Kommunities, usw.) – ohne diesen geht gar nichts. Dumm, dass diese im Normalfall nur auf der Suche nach berühmten literarischen Häppchen sind. Kleinverleger, die mit keinem Skandal (“Das Buch ist abgeschrieben? Das macht doch bitteschön bereits jeder, ja?”) oder exquisiten Besonderheit (kopulierende Pandabären) aufwarten können, sind raus, aus dem Spiel. Anmerken sollte man, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise Zeitungen, Zeitschriften und Online-Magazine heftig durchbeutelt. Damit sind diese noch mehr gezwungen, in den Tenor des Bekannten einzustimmen, um nicht durch die Konkurrenz ins Abseits gedrängt zu werden. Da müssen schon die Regional-Zeitschriften herhalten. So geschehen, als eine Dame unverblümt fragte, was es denn auf diesem Stand denn so gebe und sie auf der Suche nach Unverbrauchtem wäre. Ich war, kurzfristig, sprachlos (was natürlich auch damit zusammen hängt, dass sie eine ARTE-Tasche trug und ich mir bereits innerlich gratulierte, in der nächsten Kultur-Ausgabe von ARTE zu erscheinen). Wie sich später herausstellte, war sie die Herausgeberin eines Magazins aus der Gegend von Bielefeld. Ich gab ihr ein Exemplar “Schwarzkopf” mit auf den Weg. Ich hoffe, sie weiß etwas damit anzufangen (falls nicht, hier das Rezept; erstens: lesen! zweitens: lustig finden! drittens: darüber schreiben!).

Auf der Messe kostet alles extra. Stühle kann man sich bitteschön nur stundenweise mieten und schlagen mit 14,- exkl. MWSt. zu Buche, wenn ich mich recht entsinne. Ich schätze, nur im Rotlichtviertel zahlt man für die Stunde mehr (wo ist das überhaupt in Leipzig?). Das Mikrofon samt Lautsprecher-Verstärkung – für die Lesung am Stand – macht 10,- pro Stunde. Überhaupt ist das Lesen in den kleinen Kojen nur bedingt ein Spaß. Rundherum laufen und stolpern und albern die Besucher. Aus unmittelbarer Nähe erklingen Trommeleinlagen, dann der Applaus zu einer Performance-Einlage. Ohne Mikrofon ist eine Lesung gänzlich sinnlos. Es sei denn, man bildet eine verschwörerische Gruppe und rückt näher. Kuscheldistanz, sozusagen. Um die Kosten zu minimieren, haben wir uns gedacht, wir bringen zwei Klappstühle aus der WG einfach mit. Diese wurden im Schweiße meines Angesichts hin- und hergeschleppt.Beim Rücktransport dachte ich schon, mir würde die Hand abfallen.
Überhaupt, so eine Messe ist eine einzige Plackerei. Man sollte sich alsbald um willige Sklaven (wo gibt’s in Leipzig die S/M-Clubs?) umschauen, die sich freuen, wie ein Packesel an der Leine und durch Leipzig zu laufen (“Geht das nicht schneller?”). Neben den vielen Büchern gilt es ja noch Unmengen Werbe- und Dekomaterial und, auch nicht unwichtig, Proviant für die ganze Mannschaft, mitzunehmen. Zwar sind die Preise fürs Essen – im Gegensatz zu Frankfurt – recht moderat, aber immer noch ganz schön happig. Und weil uns der Onkel Doktor empfohlen hat, viel zu trinken, müssen wir auch ne Menge Flaschen mitnehmen (oder man schnorrt sich durch die Verlagskojen). Dass die Klimaanlage manch einem sensiblen Organismus nicht bekommt (missmarple76 verlor ihre Stimme) sollte bedacht werden. Eventuell die Gebärdensprache erlernen. Oder eine kleine Tafel mitnehmen. Kreide nicht vergessen!
Wer einen kleinen Stand hat, muss für Auflauf sorgen. Bei drei Verlagen mit unterschiedlichen Autoren und gefürchteten HandlangerInnen ist das gar nicht so ein Problem. Das Problem ist dann eher, wie bekommt man die eigenen Leutchen wieder aus dem Stand und die interessierten Kunden in den Stand. Überhaupt, diese Hemmschwelle! Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, diese Messe-Kojen-Ausstellungs-Taktik zu überdenken? Nur weil es einfach ist, so eine Koje aufzubauen und zum Nachbarn hin abzugrenzen (“meins, meins, meins”) heißt es nicht, dass es auch Sinn macht. Man sollte die Leutchen ja einladen, sie nicht vergrämen oder verängstigen. Die schlimme Befürchtung des Besuchers, genötigt zu werden, einen netten Kommentar zu einem Buch abzugeben, dass man – gelinde gesagt – zum Wegwerfen findet, ist allgegenwärtig spürbar. Natürlich will sich jeder vorerst einmal nur umsehen, sich einen ersten Überblick verschaffen. Deshalb ist es ja eine Messe und keine Buchhandlung. Warum könnte man es nicht so machen, dass man einfach eine große Buchhandlung simuliert? Nach Themengebieten geordnet. Oder nach Autorennamen. Oder nach was-weiß-ich. Und falls sich jemand für ein Buch interessiert und näheres wissen möchte, dann bittet er jemanden um Rat. Ist ja keine Hexerei, oder? Damit würden natürlich die Bücher für sich stehen. Hui. Das geht natürlich nicht. Wenn der Inhalt matt ist, muss man ja dafür sorgen, dass das Rundherum glänzt und gleißt, nicht? Denn, worum geht es schlussendlich bei einer Messe? Bei einer Buch-Messe? Um Bücher! Hmm. Wenn dem so wäre, müsste man ja jedem Buch die gleichen Chancen einräumen. Tut man aber nicht. Also geht es primär um die Verlage. Warum nennen wir das Ganze nicht Verlags-Messe? Schließlich stellen sich ja die Verlage mit ihren Büchern vor. Und nicht umgekehrt.
Die offizielle Messe-Party darf man sich als Aussteller natürlich nicht entgehen lassen. Schlappe € 35,- kostet der Spaß ab 22 Uhr. Will man bereits um 20 Uhr Einlaß finden, so sind € 45,- zu berappen. Literarische Gogo-Tänzer findet man für den Preis aber keine vor. Dafür gab’s Essen und Getränke bis zum Abwinken (also, ein Glaserl geht noch, ja?) und ne Band, die sich bemühte, die Stimmung anzuheizen (mutet es nicht merk-würdig an, wenn eine illustre Ansammlung an verkopften Buchmenschen zu Michael Jacksons “Beat it” abtanzt?). Die Band war gar nicht mal so schlecht, aber meine Begleitung zog die zweite Tanzfläche vor. Da war eindeutig weniger los. Die Akustik war jedoch, gelinde gesagt, unter jeder Sau, aber wenn die reizende Tanz-Begleitung sich so hinreißend im Takt bewegt, ist es eigentlich egal, wie es da aus den Boxen plärrt.
Wenn man mich jetzt fragt, wen ich auf dieser so wichtigen Party kennen lernen durfte, nun, dann
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Hallo Richard Breuer,
ich kenn zwar nicht den Tarantino, dafür aber Stephen Spielberg, und werd mal schauen, was ich für dich und deine Bücher tun kann. Nein Spaß beiseite, ich bin sehr gespannt aufs “Rotkäppchen” und wenns die Zeit zulässt, dann möchte ich auch Tiret und Brouillé lesen. Und dann auch was drüber berichten. Übers Lesen. Und – natürlich bin ich eine “ganz eine Nette” !!! |
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Interessanter Bericht - erschlägt mich fast mit der Fülle der Informationen.
Leipziger Nahverkehr - da hör ich jeden schimpfen. Du bist da nicht allein. |
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Nach meinen Erfahrungen ist der Nahverkehr immer dort am schlechtesten, wo man ihn gerade benutzen möchte. Besonders nachts und draußen.
Laut Online-Auskunft der LVB verkehrt die Tram 11 Mo-Fr ab ca. 4:45 zunächst halb-, dann viertelstündlich, Samstag, Sonntag durchgängig halbstündlich... |
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Na, erschlagen will ich bitteschön niemanden. Ich habe nun den Text besser organisiert. Die Informationsflut sollte jetzt leichter bewältigbar sein. Und Fotos gibt's auch zum Gucken. Coolio, ha?
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Amüsanter Bericht. - Ich bin gerade dabei, meine Existenz als Krimi-Leser aufzugeben, ich finde keine lesbaren mehr. Ein Fehler?
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Hast du schon in "Brouillé" geblättert? Gibt ne Leseprobe. Vielleicht wäre das etwas für einen (reifen) Krimi-Leser. Falls Interesse besteht, können wir uns da sicherlich einig werden ;-)
Wegen LVB, also, ich kann nur sagen, was an der Anzeige stand. Gut möglich, dass zwischenzeitlich auch eine Tram verkehrte, die nicht aufschien. Und ja, ist mir am Sonntag auch aufgefallen, dass die Tram in den frühen Morgenstunden nur halbstündlich durch die Stadt zuckelt. Ist wohl auch sehr bescheiden. |
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Die Leseprobe hab ich mir jetzt mal angesehen, na ja, schnell durchgeblättert. Was mir auf jeden Fall schon mal gefällt sind Titel, Layout und Typografie.
Ist die Geschichte was für Freunde das französischen Kostümfilms? :) |
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Die Geschichte ist ein lehrreiches Kriminalstück, das im Jahre 1789 spielt. Ich denke, es sollten zahlreiche französische Kostüme vorkommen.
Kommentare meiner beiden Lektorinnen: "dieser postmoderne historische Roman ist sehr, sehr witzig; bissiger Erzählstil und gut gezeichnete Figuren!" und "sorgfältige Recherche, feine Zeichnung der Figuren und der Atmosphäre, eine gesunde Prise der so typischen komischen Überraschungsmomente, Spannung und Alltägliches im Wechsel bis zum großen Showdown!" |
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Ui, war das jetzt nicht Eigenwerbung?! - Na, schön, kann durchaus sein, dass die bookdealerin meines Vertrauens demnächst in die Spur geschickt wird.
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Hallo Goedzak,
falls du Interesse hast, z.B. Brouillé oder Tiret zu lesen, können wir uns die Aufgabe des kritischen "Verrisses" ja teilen - du ein Buch und ich ein Buch. Was sagst du? |
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Also goedzak, falls du dich für "Brouillé" erwärmen kannst, dann gib mir Bescheid. Als Eigenwerber hab ich gute Kontakte zum Eigenverleger. Sehr vertrauensvoll, der Kerl ;-)
Die gute Lee Berthine wird sich vornehmlich mit "Rotkäppchen 2069" befassen und vermutlich später zur französischen Historie dazustoßen. |
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@LeeB & dschun
Lust hab ich ja, ist ja auch langweilig, immer nur Telefonbücher zu zerreißen. - Es gibt da jedoch ein gewisses Zeitproblem, so dass ich Schwierigkeiten hätte, Termintreue zu versprechen. |
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Termintreue? Davon war doch nie die Rede.
Ich habe dem dschun auch schon mitgeteilt, dass es etwas dauern könnte. Ich muss mir zwischendurch auch mal die Haare waschen und kämmen, und da sie ziemlich lang sind...;) Nee, ich hab auch einiges andere zu tun, auch zu lesen und deshalb fände ich eine Art "Arbeitsteilung" natürlich nicht schlecht. Aber fühl dich bitte nicht unter Druck gesetzt! ![]() |
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AUA!
Also, unter Druck setzen wir höchstens einen Kochtopf (auf kleiner Flamme schmoren?), aber keine(n) Telefonbuch-zerreißende(n)-goedzak. LeeB rapunzelt vor sich her. Amüsant :-) |
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ACHTUNG! DIE AKTUELLSTE VERSION MIT FOTOS und ALLEM DRUM und DRAN IST HIER ZU FINDEN: 1668cc.wordpress.com/2010/03/24/lbm2010/
Schaut so aus, als hätte ich das FREITAG-Limit von 30.000 Zeichen überschritten. Tja. |
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Im obigen Text ist der Abschnitt, der so beginnt:"Bücher kann man sich getrost zum Stand schicken lassen." zweimal drin. Vielleicht lags daran.
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Nö, es lag daran, dass die überarbeitete Version rund 37.000 Zeichen hat. Einfach zu viel für den durchschnittlich lesewilligen Freitag-Leser.
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Wohin verschwinden bitteschön meine Kommentare? Zum Krawutisch werden!
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Moin Richard,
sehr schöner Bericht. Allerdings ist unser Verlagsprogramm nicht so querbeet, wie es für Dich schien. Eine kleine Ergänzung gibt es unter www.vive-verlag.de/2010/03/26/mangas-mangas-mangas-–-die-leipziger-buchmesse/ Was ist mit BuchBasel? Grüße Daniel |
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Die Schweizer haben ne Buchmesse? Man lernt nicht aus ;-)
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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