dschun

Blog von dschun

27.03.2010 | 13:13

Utopia - Anfang und Ende einer Welt

 

Wenn ich daher alle die Staaten, welche heutzutage in Blüthe stehen, durchnehme und betrachte, so sehe ich, so wahr mir Gott helfe, in ihnen nichts Anderes, als eine Art Verschwörung der Reichen, die unter dem Deckmantel und Vorwande des  Staatsinteresses lediglich für ihren eigenen Vortheil sorgen, und sie denken alle möglichen Arten und Weisen und Kniffe aus, wie sie das, was sie mit üblen Künsten zusammen gerafft haben, erstens ohne Furcht es zu verlieren, behalten, sodann wie sie die Arbeit aller Armen um so wenig Entgelt als möglich sich verschaffen mögen,  um sie auszunutzen.

Utopia
Thomas Morus [1478 - 1535]

 

Wenn wir nun das Wort "Staat" durch "Konzern" ersetzen, nun, dann ist zu befürchten, dass sich in den letzten 500 Jahren nichts, aber auch gar nichts verändert hat. Trotz Humanismus, Bildung und Aufklärung. Ja, das Geld (besser: der Drang es zu besitzen, der Wunsch es zu mehren) hat das Hässlichste im Menschen hervorgekehrt. Deshalb wird auch das Geld-System schlussendlich kollabieren (Stück für Stück). Die Frage ist, was folgt danach? In welchem System möchten wir leben? Darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor es andere für uns tun und die Richtung vorgeben. Eine Richtung, in die wir vielleicht nicht wollen.

 

 
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Kommentare
archinaut schrieb am 27.03.2010 um 17:13
........zum Glück ist ja gerade mächtig viel Geld verschimmelt:-))
dschun schrieb am 28.03.2010 um 22:13
So viel Geld kann gar nicht verschimmeln, als da fröhlich gedruckt aus dem Banken-Boden sprießt :-)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.03.2010 um 17:17
Aktualisierung der emanzipatorischen Tradition: ich mache mit!
dschun schrieb am 28.03.2010 um 22:14
Coolio. Stell dir vor, alle machen mit, aber keiner geht hin ;-)
luggi schrieb am 27.03.2010 um 21:09
Also, ich will in die Richtung: Jeder nach seinen Bedürfnissen. Da könnte ich follower brauchen, Hunderte, Tausende, Millionen...Geld wird dann historisches Museumsstück.
dschun schrieb am 28.03.2010 um 22:17
"Und hier sehen Sie einen sogenannten Konto-Auszug von 2010 ... das kleine Zeichen vor dem Betrag nannte man damals Minus "
"Ist das nicht egal, ob Minus oder Plus?"
"Also, da streiten sich noch die Historiker ... die einen meinen, es sei vernachlässigbar, die anderen glauben, dass es einen großen Unterschied machte ..."
Lee Berthine schrieb am 28.03.2010 um 22:22
"Ist das nicht egal, ob Minus oder Plus?" -

es gehört doch schon zum "guten Ton" in der Weltgemeinschaft, in Millionen- oder Milliardenhöhe staatsverschuldet zu sein.
wechselseitig, beieinander und gegeneinander.
Das ist globales geselliges Beisammensein.
Irgendeiner wird schon zahlen...
dschun schrieb am 29.03.2010 um 10:38
Japan hat es geschafft, 180% seines BIP an Schulden anzuhäufen. Mehr hat nur Zimbawe (300%) und vermutlich Griechenland.

Und wie man an Griechenland sehen kann, gehört es "zum guten Ton" seine Schulden zu zahlen. Und richtig, irgendeiner wird schon zahlen ... ("Ober, zahlen!")
dschun
Weil wir alle eine koole Kumunity und kein seriöses Kaffeekränzchen sind, sollten wir doch bitteschön per DU untereinander sein. Einwände?
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