Easty

Beerenbulle

27.01.2010 | 09:19

Matsch und Brei - Suhrkamp zeigt sein neues Domizil im Prenzlauer Berg

Die vielleicht wichtigste Nachricht zum Suhrkamp-Umzug nach Berlin: es gibt echten Schoppen, also Apfelwein, in der Pappelallee! Sogar in direkter Nachbarschaft zum neuen Verlagssitz in der Pappelallee 78 bis 79. Im „Lorberth“ steht der Bio-Ebbelwoi von der Kelterei „Matsch und Brei“ aus dem hessischen Dorf Speckswinkel ganz vorn auf der Getränkekarte. Das Café-Restaurant besteht erst seit Mai 2009, darf sich jetzt aber über jede Menge Mittagsgäste aus dem Verlagshaus freuen. Mittags einen „Gespritzten“ aus dem gerippten Glas und eine „hessische Bratwurst mit Drillingen“, da fühlt man sich als Exil-Frankfurter doch gleich nicht mehr so fremd. Die beiden Betreiber Adrian und Markus Lorberth stammen aus Hessen, wußten aber nicht, daß eine komplette Ladung an „Hesse-Köpp'“ ins Nachbarhaus einziehen würde. Eine Errungenschaft sollten sie jedoch auf die Lorberth-Karte aufnehmen in diesen Tagen: den hessenweit erprobten „heißen Äppler“ mit Nelke und Zimt. Speziell für kältegeplagte Suhrkamp-Autoren und -Mitarbeiter.

 

Suhrkamp ließ seine Gäste am Dienstagmittag nämlich erst mal frieren. Im Hof waren zwei Zelte für die Prominenz aufgebaut. Drei Heizpilze waren nutzlos bei Minus 10 Grad. Erst nach Wowereits Begrüßungsrede („Ich kann nachvollziehen, daß meine Kollegin Petra Roth Ihnen nachtrauert...“) öffneten sich die Pforten des ehemaligen Finanzamtes Prenzlauerberg. Die Prominenz ströhmte direkt ins schön beheizte sechste Obergeschoß, um die Aussicht über den gesamten Helmholtzkiez samt Mauerpark und Gethsemanekirche zu genießen. Ulf Poschard ließ sich von Rainald Goetz zusammen mit Hans Magnus Enzensberger fotografieren. Nebenan parlierte Martin Walser mit Thea Dorn. Im Treppenhaus entstand ein Stau. Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz kam kaum hinterher.

 

Nebenan im „Lorberth“ wurden schon die ersten Abtrünnigen des Suhrkamp-Empfangs erwartet. Weck un' Worscht, Matsch und Brei – alles da, alles viel szeniger und cooler als im Frankfurter Westend. Dort sah man die Lektoren jahrezehntelang ins plüschig-spießige Café Laumer an der Bockenheimer Landstraße pilgern. Suhrkamp-Autor Andreas Maier („Wäldchestag“) wird sein „Stöffche“ allerdings weiterhin im „Gemalten Haus“ in Frankfurt am Main zu sich nehmen. Auf dieses „Apfelweinschnarchnest“ (Maier) läßt er nix kommen.

 

 
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Kommentare
ich schrieb am 27.01.2010 um 11:30
"... öffneten sich die Pforten des ehemaligen Finanzamtes Prenzlauerberg."

Hab' jar nich mitjekriegt das die jetzt inner Storkower sind.
Mir gruselt's.
Isch glob isch fang scho ma an Schwäbisch zu lerne.
Easty
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Logbuch
17:08
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:06
freedom of speech? hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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antares56 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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tlacuache hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Untitled hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
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