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Und es sollte zukünftig wichtig werden, ausländische Medien zu konsultieren. Auch ohne den Maulkorb der (kleiner 10%) Linke werden die der Staatsraison unterworfenen, sich sehr freiwillig unterwerfenden Medien hierzulande bestenfalls tendenziös berichten; im Allgemeinen und auch im Speziellen, dem hier kurz zu thematisierenden Fall.
derStandart.at berichtet sehr sachlich, informativ und ohne provozierende Häme. Vielleicht, gerade als Deutsche sollte man sich zurückhalten mit Teilnahme und/oder Kommentierung, oder? Aber was würde Hannah Arendt zum Beispiel sagen, einem (unseligen) Korpsgeist jeglicher Art eher unverdächtig und gar mit dem Vorwurf eines "grundsätzlichen Antizionismus" konfrontiert? Die Banalität des Bösen qua Staatsraison in das Gegenteil zu verkehren, Abweichler zu diffamieren und dem großen Rest Absolution zu erteilen wäre mit Sicherheit keine Option für selbstbewußte Menschen, weder für Hannah Arendt noch für Moshe Zuckermann.
Zu letzterem sein hingewiesen auf einen Text im Freitag, dem ich mich - gestern gerade das Buch erhalten - zukünftig und nach entsprechender Lektüre noch einmal nähern wollte. Welche Optionen im konkreten Fall bestehen, ob ein "binationales Palästina auf der Grundlage nicht-nationalistischer Politik" (Arendt), oder die Zweistaatenlösung (Zuckermann) sei dahin gestellt, die (ergebnis)offene Diskussion darüber ist jedoch legitim; auch für Deutsche!
Als (nochmalige) Einstimmung auf "Antisemit!" möge hier der Autor selbst zu Wort kommen.
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welche formen die unterwerfung unter die staatsraison annehmen kann, ist beispielhaft hier
www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/seeblockade-gaza-interview nachzulesen und hier www.mideastfreedomforum.org/index.php?id=333 ebenfalls (leider bei schlechter tonqualität) zu beobachten. |
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Dieses Zeit-Interview scheint genau das Postulat einer Staatsraison zu sein, die sich jeweils auf die Seite der Stärkeren schlägt, die "hinterher" ihr tiefstes Bedauern zelebriert und ansonsten unbestreitbare "Alltagsqualitäten" besitzt.
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ganz so einfach ist es nicht. es muß schon der richtige stärkere sein - mal gucken, ob ich zur näheren erläuterung einen passenden text finde...
das verzwickte ist nämlich auch, dass er es für den umgekehrten fall der blockade (Gaza blockiert Tel-Aviv) so nicht erklärt hätte. |
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Die Analyse von Moshe Zuckermann ist sehr aufschlussreich. Vielen Dank für das Einstellen des Interviews!
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Ja Danke,
man muss sich die Zeit nehmen bis zum Ende und dieses schlußendliche "Im Konsens treiben wir dem Abgrund entgegen" ist nicht zuletzt der Hinweis auf diesen unseligen Korpsgeist (auch Staatsraison genannt). |
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Wie im Blogbeitrag geschrieben, ist Lesen jenseits des hiesigen, korpsgeistbeseelten medialen Mainstream mehr als angesagt:
----- Did we know in 1967, in 1948, that it would come to this? Some did. Some knew even then that a society built on conquest and dispossession would have to dehumanize the conquered in order to continue to dispossess and oppress them. A 1948 letter to the New York Times signed by Albert Einstein and Hannah Arendt, among others, foretells much of the future. Let us note that some Israeli Jews do stand up and protest. There are soldiers who refuse to serve, journalists who highlight injustice, and human rights organizations, activist groups, information centers. In a sense, all of us seeking justice have been on a virtual boat to Gaza all these decades. We have been trying to break through the Israeli blockade, in its many incarnations. We wish to say to the Palestinians that, yes, there are people in Israel who know that any viable future for the Middle East must be based on a just peace... ----- www.latimes.com/news/opinion/commentary/la-oe-borer-gaza-blockade-20110626,0,3515948.story |
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nur am rande: Einstein war angetragen worden, staatspräsident zu werden. hat er abgelehnt. das faksimile war mal in einer ausstellung im centrum judaicum zu sehen, wenn ich mich richtig erinnere.
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Israel bemüht sich, die Berichterstattung über die Flotilla möglichst zu behindern - und Journalisten einzuschüchtern. Es war zu lesen, dass man bei einer Attacke auf die Flotilla keinen Unterschied zwischen Passagieren, Mannschaft und Journalisten machen werde.
Zudem droht nun jedem Reporter, der auf einem der Flotilla-Schiffe mitfährt, ein Israel-Verbot für zehn Jahre. www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-warns-foreign-journalists-joining-gaza-flotilla-is-illegal-1.369684 "Letter from head of Israel's Government Press Office warns that taking part in convoy of boats sailing to Gaza could result in being barred from Israel for 10 years." Mir stellt sich die Frage, was den israelischen Journalisten bei ihrer Heimkehr droht. Bislang ist mir bekannt, dass diese drei sich auf die Fahrt vorbereiten: Joseph Dana - The Nation Mya Guarnieri - Maan Amira Hass - Haaretz Auf meinem Palästina-Blog sammele ich seit Tagen Artikel - für die, die es interessiert. Allerdings bislang nicht aus der deutschen Presse. |
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Hallo @Alien59,
dieses (Ver)schweigen im medialen Mainstream dieses unseres Landes war ein Anlaß für diesen Blog. Eine Art von Zensur, die schlimmstenfalls noch durch die schlußendlich erwartbare, tendenziöse Berichterstattung ergänzt werden wird. Kullernde Krokodilstränen ob der unter Umständen zu konstatierenden Opfer - die ja im Grunde selbst schuld sind - werden das bigotte Credo darstellen. Inhaltlich ist dabei (aus meiner Sicht) noch relativ wenig gesagt, verstecke ich mich erst einmal hinter Hannah Arendt und Moshe Zuckermann... |
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Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, du hast dich erst angemeldet, als der Kampf um meinen Flotilla-Blog schon vorüber war. Letztes Jahr war es ähnlich - nur war ich da etwas früher dran.
Inzwischen habe ich die deutsche Presse so gut wie aufgegeben. Die Flotilla kämpft bereits mit der heftigen Abwehr der Israelis. Deren Druck auf Griechenland, die Abfahrt der dort startenden Schiffe zu behindern, scheint immens zu sein. Gleichzeitig blamieren sich einige Regierungen, die ihre Staatsbürger vor der Teilnahme warnen, anstatt Israel vor einem Angriff auf Zivilisten. Rühmliche Ausnahme: Irland. Die USA wollen nicht nur ihre Staatsbürger von einer Teilnahme abhalten - n.B.: ein Viertel der Mitreisenden auf dem US-boat for Gaza sind amerikanische Juden - sondern drohen ihnen noch mit Verfolgungsmaßnahmen. Aber all das wird dem deutschen Leser bzw. Fernsehzuschauer erst mal nicht mitgeteilt. |
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aus den 15-uhr-nachrichten bei dlf
"Israel warnt ausländische Reporter vor Teilnahme an Gaza-Flotte Die israelische Regierung warnt ausländische Journalisten davor, an der geplanten Solidaritätsflotte für den Gazastreifen teilzunehmen. Andernfalls drohe ein zehnjähriges Einreiseverbot für Israel, heißt es in einer Erklärung. Der Auslandspresseverband des Landes verurteilte dies. Die Gaza-Hilfsflotte soll kommende Woche starten. Vor einem Jahr hatten Aktivisten bei einer ähnlichen Aktion versucht, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Israelische Soldaten stürmten eines der Schiffe. Dabei wurden neun Türken getötet. " das interview mit dem see-kriegs-rechtler bei ZO kam ja nicht von ungefähr - er hat schließlich den schußwaffengebrauch (mindestens) legitimiert und es geht lustig weiter bei ZO www.zeit.de/2011/26/Antisemiten |
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Der Hinweis im ersten ZEIT-Kommentar auf diese
"deutsche Gruppe, die sich einen jüdischen Namen gibt, will sich wohl eine Identität aneignen, die ihr das Recht auf gnadenlose Inquisition (sogar gegen kritische Juden) zu geben vermeint und sie von der Auseinandersetzung mit eigenen (ererbten) Schuldgefühlen befreit." ist schon interessant, weil hier im Kreisler-Blog von mir eher unbedarft und beinahe fassungslos registriert und konstatiert als: "Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus..." [sic] Und wie @sachichma weiter unten schreibt, "bei solchen Freunden" ist unter Umständen auch PI-News nicht weit; gruselig... |
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»Gleichzeitig blamieren sich einige Regierungen, die ihre Staatsbürger vor der Teilnahme warnen, anstatt Israel vor einem Angriff auf Zivilisten.«
Verstehe: die Angreifer sind also die Israelis und nicht etwa die daherschippernden Blockadebrecher, die sich schließlich nur verteidigen (zu genau diesem Zweck der Verteidigungsprovokation laufen die Schiffe ja auch aus, wenn ich das richtig verstanden habe), und Regierungen, die ausnahmsweise mal genau das machen, wozu sie immer und überall (oder jedenfalls dann, wenn es gerade mal wieder um Libyen, Syrien, Iran, Irak oder Afghanistan geht) aufgefordert werden, sich nämlich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen, sind diesmal nicht etwa wie sonst die Guten, sondern auf einmal die Blamierten. Und diese Art Propaganda wird hier in diesem Blog zur seriösen Berichterstattung gezählt, deren Fehlen man im natürlich zensierten »mainstream« (scheinbar ein später Wiedergänger der früheren »jüdischen Hetzpresse«) beklagt. Reife Leistung! |
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@j-ap "...im natürlich zensierten mainstream"
ist Ihre Interpretation wobei meine Wenigkeit bereits mehrfach und in verschiedenen Blogs auf Chomskys Propagandamodell hingewiesen hat; eben "nicht verschwörerisch". Ebenso seriös ist doch wohl mein Hinweis auf die Berichterstattung im "standard" bzw. der "latimes" als wohl unbestrittene Mainsreammedien; nur eben keinem unseligen (deutschen) Korpsgeist aka Staatsraison unterworfen. |
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Nö, das ist nicht Interpretation, schon gar nicht meine, sondern wortwörtlich das, was Sie weiter oben geschrieben haben:
»dieses (Ver)schweigen im medialen Mainstream dieses unseres Landes war ein Anlaß für diesen Blog. Eine Art von Zensur, die schlimmstenfalls noch durch die schlußendlich erwartbare, tendenziöse Berichterstattung ergänzt werden wird.« Chomskys Propagandamodell halte ich für weitgehend nutzlos, weil es 1. unterbestimmt ist, will sagen: man mit ihm alles und nichts und sogar das jeweilige Gegenteil »erklären« kann und 2. es rein gar nichts erklärt, was nicht schon weit besser bei Marx und Adorno nachzulesen ist. Korpsgeist ist übrigens etwas anderes als Staatsraison und wie Sie überhaupt auf die raison d'état in diesem Zusammenhang kommen, ist mir völlig schleierhaft, weshalb ich den Eindruck (!) habe, als benutzten Sie diese Vokabeln einfach nur völlig begriffslos, um sie mal wieder irgendwo untergebracht zu haben. |
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Das Propagandamodell ist "eine Art Zensur", aber eben nicht verschwörerisch; man kennt sich, hat gemeinsame Interessen...
Ok, dann vielleicht mal etwas nicht so Schleierhaftes. Die von Ihnen hier zitierte und kritisierte "Propaganda" einer Kommentatorin deckt sich nach meinem Verständnis sowohl grundsätzlich als auch in der Tendenz und im Hinblick auf die erwartbaren Weiterungen mit dem, wofür meine Links auf den "standard" und die "latimes" stehen. Wenn also weder Korpsgeist noch Staatsraison das (schweigende) Verhalten der hiesigen Mainstreammedien zielführend beschreiben, so tät ich doch um eine genehmere Interpretation bitten. |
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j-ap, netter Versuch, aber verdammt durchsichtig.
"jüdische Hetzpresse"? Nee, deutsche Feigheit. Ich zitiere ständig Joseph Dana - was ist der, Salafi?^^ Mya Guarnieri dito. Selbst in der Haaretz - die ich ebenso oft verlinke - gibt es bessere Infos als in der deutschen Presse. DAS meine ich mit dieser Zensur. palestinenenews.wordpress.com/2011/06/21/flotilla-news-die-flotilla-sammelt-sich/ palestinenenews.wordpress.com/2011/06/23/flotilla-news-2-verschiedenes/ palestinenenews.wordpress.com/2011/06/25/flotilla-news-die-abfahrt-ruckt-naher/ |
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Liebe Alien59, meine Bemerkung von oben bezieht sich nicht auf die Provenienz der jeweiligen Medien, sondern auf die Funktion, die die Beschwerde über eben diese Medien erfüllt.
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tja, jüdische nicht-hetzpresse ist halt informativer. wie das bei nicht-hetzpresse so der fall ist.
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Ja, ja, Norman G. Finkelstein, Alain Finkielkraut, Avram Noam Chomsky und all die anderen vielen konstruktiven Kritiker, das sind alles Antisemiten und Geert Wilders, der kürzlich nicht nur die Erweiterung der Siedlungspolitik Israel forderte, sondern auch die Stationierung von mehr Armee in den besetzten Gebieten ist der Gute. Also bei solchen Freunden sollten sich manche in Israel mehr vor ihren vermeintlichen Freunden in Acht nehmen als vor ihren Kritikern.
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"Bei solchen Freunden...",
erinnert mich an diese Dokumentation mit Robert Jay Lifton, wo dieser unter anderem von seinen Gesprächen mit einem KZ-Arzt berichtet, der vollkommen ohne Unrechtsbewußtsein sofort wieder "losgemacht" wäre; diesmal mit denen, die er vorher in die Gaskammern geschickt hatte - und nun eben gegen die Araber. "Alltagstauglich" und banal eben...als "Verantwortung" innerhalb hierarchischer Strukturen im Diskurs der abendländischen Ethik und sehr frei nach Max Weber. www.youtube.com/watch?v=3K_NqIiakfs |
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schrieb am
26.06.2011 um 18:07
Es gab doch genug KZ Ärzte die sofort einen neuen Job bei der Operation "Paperclip" bekamen und der folgte dann bekanntlich das Project MKULTRA und das ist ja wirklich keine Idee von Orwell.
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Besonders große Probleme scheint derzeit das amerikanische Schiff zu haben. Dessen Ladung besteht aus Passagieren und Briefen - die Passagiere nicht unbedingt in kampffähigem Alter, gelinde gesagt.
Aber gerade die US-Regierung tut ihr Möglichstes, dieses Schiff zu behindern. Dazu ynet (israelische Website, also nicht an meinen Quellen meckern^^): "Passengers on the ship are asking Greek government officials to clarify whether the boat they are leasing is being blocked from leaving Greece because of the anonymous request or whether a political decision has been made by the Greek government in response to US and Israeli government pressure. "Israel has said openly that it is pressuring governments to try to stop the flotilla, and clearly Greece is a key government since several of the boats plan to leave from Greece. It is unconscionable that Israel would take advantage of the economic hardship the Greek people are experiencing to try to stop our boat or the flotilla," passenger Medea Benajmin said. "The Americans are worried that a ship carries 60-70 passengers, 30% of them Jewish, would be attacked. They don't know what they would do under such circumstances, so they are trying every trick in the book to stop us. But it won't do them any good – the ship will sail," Fyler added. "We have no doubt that Israel and the US are in cahoots here, and that the Greek government, which is weak, is capitulating to pressure," he added. "In any case, this will not deter us. We'll find a way to fix the problems and be on our way." Israeli Foreign Ministry spokesman Yigal Palmor dismissed the allegations suggesting Israel had something to do with Athens decision: "These are paranoid and crybaby allegations, which goes to demonstrate the organizers infantile viewpoint and just how far detached they are from reality." www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4087062,00.html Als letztes Jahr Furkan Dogan, der neben der türkischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hatte, erschossen wurde, kam von Amerika - nichts. Eine Schande für ein Land, das sonst wegen jedes seiner Bürger... ach nein, da vergesse ich ja glatt die "Liberty". Aber nun wäre es wirklich ein Problem für Washington, würde eine israelische Kugel einen dieser jüdischen amerikanischen Staatsbürger zu Tode bringen. Da behindert man dann lieber die eigenen Staatsbürger, statt die potentiellen Angreifer in die Schranken zu weisen. |
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Mein primärer Ansatz hier im Blog, und das sei nochmals betont, ist das weitgehende Schweigen der sog. Mainstreammedien dieses Landes. Das Schweigen zu einer internationalen Aktion der Solidarität, mit Teilnehmern aus rund zwanzig Ländern der Erde. Und welche historischen Bezüge möglich, vielleicht gar nötig sind, zeigt dieser kleine Text:
----- "The boat that will carry 50 people from Spain - including this reporter - was named Gernika and will carry to Gaza a loose interpretation by Basque Country artists of the famous painting that Pablo Picasso painted in 1937 after German and Italian forces bombed the Basque village of Gernika (or Guernica) in northern Spain." ----- english.aljazeera.net/indepth/features/2011/06/2011623152134419503.html |
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Grassroots-Information, Telepolis bietet eine kurze Zusammenfassung in deutscher Sprache:
www.heise.de/tp/artikel/35/35009/1.html |
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Mit Sicherheit Antisemiten, selbsthassende Juden etc. und dennoch wider dem Korpsgeist der hierzulande veröffentlichten Meinung, oder?
www.juedische-stimme.de/?p=381 |
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Es ist zu hoffen, dass es "allerseits" bei symbolischen Agieren bleibt:
----- "But the Israeli government imputes far greater significance to symbols than it does to wise policy. The government seems to be as frightened of the flotilla as one would think it would be of an attack by an armed naval fleet. It is preparing to keep the ships from reaching the Gaza coast as though it were preparing to fight an enemy seeking to infringe on Israeli sovereignty." [...] "It appears that even though a year has passed since the first flotilla fiasco, Israel is showing that it has learned just one lesson: the military lesson. [...] "From Israel, we can at least demand that it let the flotilla get through to the Gaza Strip without once again endangering the country's position in the world." ----- www.haaretz.com/print-edition/opinion/let-the-flotilla-go-1.369774 Btw. Für die Verwaltung meiner Lesezeichen unter Firefox und auf mehreren Maschinen nutze ich Xmarks. Im Hinblick auf etablierte, aber auch neue Medien war und ist der Blog hier sehr aufschlußreich, werden weitere Seiten zukünftig von Interesse sein. |
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Ein Thema vielleicht für @Knüppel hier und gar noch in diesem (halbwegs?) seriösem Medium diskutiert:
www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/did-netanyahu-s-office-distribute-a-fake-video-against-gaza-flotilla-1.370030 Homosexualität, ähnlich dem Antisemitismus als Kampfbegriff, als Herrschaftsinstrument immer für eine Diffamierung, mindestens Diskreditierung gut. |
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auch für Knüppel
www.haaretz.com/print-edition/news/israel-refuses-citizenship-for-gay-man-married-to-jewish-immigrant-1.369936 (OT - aber: wer weiß?) |
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»Interessant« sind die Kommentare ebendort:
»1. Gewöhnt euch endlich daran: Israel darf im Ausland morden, spionieren, sabotieren. Und alle müssen dies akzeptieren und schweigen, denn offenbar dient es einem höheren Zweck, den bloss noch niemand erkannt hat.« »4. Tja.... ...die Früchte der Demokratie. In dieser dürfen bestimmte Leute alles. Es darf darf auch jeder mal raten, wer 1929 die Große Depression mit ungedeckten Leerverkäufen ausgelöst hat? Die Chuzpe, die auch keine Hilfsorganisation bedrohter Menschen bereitstellt...« Und diesen Scheißdreck muß man gleich morgens auf ZEIT ONLINE lesen. Das klingt wie früher bei Adolf Hitler, der immerhin schon in »Mein Kampf« über die Juden und ihren Staat zu sagen wußte: »Sie denken garnicht daran, in Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen, um ihn etwa zu bewohnen, sondern sie wünschen nur eine mit eigenen Hoheitsrechten ausgestattete, dem Zugriff anderer Staaten entzogene Organisationszentrale ihrer internationalen Weltbegaunerei; einen Zufluchtsort überführter Lumpen und eine Hochschule werdender Gauner.« |
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muß mann?
das zitat find ich übrigens 'hübsch'. |
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Was muß eigentlich am Speersort passieren, damit so ein Faschogesindel rausfliegt?
Anschlußfrage: War Adolf Hitler ein Antisemit? Oder nur ein Antizionist? Oder gar ein legitimer Israelkritiker? |
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hm. solange so ein faschogesindel
www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/Wilders-Niederlande-Freispruch www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/gert-wilders-reaktionen nicht rausfliegt, wird das faschogesindel nicht rausfliegen. anschlußantwort: ist H.v.H. ein seeexperte, ein kriegsexperte oder gar ein rechtsexperte? |
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Die Scientific Vita von Wolff Heintschel von Heinegg jedenfalls kann man auf den entsprechenden Seiten der Viadrina einsehen. Er ist jedenfalls ordentlicher Professor für Öffentliches Recht, insbesondere Völkerrecht.
Und, nebenbei, böhmischer Briefadel. |
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so so. böhmischer briefadel. da kann hitler schlecht gegen anstinken, wallah.
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Wieso? Wer Regierungsrat in Braunschweig wird, der muß sich wenigstens von Dir nicht ständig nach seiner Venia fragen lassen, denn bekanntlich gibt in Deutschland Gott noch immer jedem auch Verstand, dem er ein Amt gibt.
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Ob Adolf Hitler ein Antisemit, oder nur ein Antizionist, der gar ein legitimer Israelkritiker war, das sollte primär von historischem Belang sein. Entscheidender ist die Frage, wer dies alles - oder einiges davon - heute ist, wen man damit halbwegs treffend beschreibt oder via Herrschaftsinstrumentarium diffamiert.
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aber von böhmischem briefadel oder sonst von 'saubleed' (pfiat di Franz!) kommt schon besser.
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«primär von historischem Belang« schreiben Sie, ebertus.
Hat denn nach Ihrer Auffassung die Historie irgendwo irgendwie und sowieso oder überhaupt etwas mit hier und heute zu tun oder ist das einfach Schnee von gestern, den der bekannte Schlußstrich vom Heutigen trennt? |
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Ist das eine eher philosophische Frage @j-ap?
Entscheide mich mal für die pragmatische Antwort: Historie, Geschichtsschreibung ist in der Regel die große Erzählung der Sieger! Keine Vernuftwahrheit sondern Tatsachenwahrheit, wie bei Hannah Arendt nachzulesen und in deren Person, deren Werk mit oft sehr kontroversen Auseinandersetzungen erkennbar; auch via meinem dahingehend und bislang eher bescheidenen Zugang bzw. Verständnis. |
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»Ist das eine eher philosophische Frage @j-ap?« — Nein, eine eher kritische, ebertus. Eine philosophische Frage wäre beispielsweise, ob auf das Wörtchen via nun der Akkusativ oder der Dativ folgt. ;-)
»Historie, Geschichtsschreibung ist in der Regel die große Erzählung der Sieger!« — Sind Sie denn der Ansicht, daß man von daher notwendigerweise die Geschichte einer gründlichen Revision unterziehen müsse, um zur 'Wahrheit' durchzudringen? |
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Wäre @jap spontan für den Dativ (meinem); sollte bis dahin also Ok sein!? Und dann...?
Vielleicht mal @sweatheart fragen, von der kann man dahingehend ebenfalls viel lernen; das hat sie mir hier vor ihrer Sperre schon mal bewiesen; ist essentiell wegen dem Qualitätsnievauu in derartigen Foren! Obwohl...Könnte damit ja auch meinen Jugendfreund belasten. Der ist Lehrer für Musik und Deutsch an einem netten Gymnasium hier im Süden des alten West-Berlin, wo doch bereits unser Regierungs-Wowi die Schulbank drückte. Ich treffe den aber erst heute Abend beim Italiener; den Freund nicht den Wowi... Zum Inhaltlichen gern etwas später, nach dem erquickenden Mittagsschlaf ist erst mal Kaffeetrinken angesagt. |
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Der Vollständigkeit halber,
und Tatsachenwahrheiten brauchen Zeugen, Indizien, Berichterstattung, Aufarbeitung im Diskurs und sind damit anfällig für Fälschung bzw. Relativierung. Insofern ist Revision der Geschichtsschreibung ein permanenter Prozess, der selbst bei lang zurück liegenden Ereignissen eher nur beschreibend denn wertend sein darf. Der (schulische) Unterricht und die verwendete Literatur zur Geschichte wird in den sog. "neuen Bundesländern" heute mit Sicherheit andere Inhalte und Wertungen haben, als bis 1989/90. Ein Aspekt war ja gerade wieder einmal "sehr schön" zu beobachten: Der kürzlich sich jährende Überfall auf die Sowjetunion zeigt sehr gut diese Relativierung. Die Berichterstattung in den großen Medien hierzulande hatte einen gefühlten Stellenwert, der kaum höher war als jener, des sich ebenfalls jährenden 17. Juni - obwohl ersterer und ohne vordergründigen "bodycount" in beinahe industriellen Massenmord, dem millionenfachem Leid und Elend eher mit dem Holocaust zu vergleichen wäre. Darüber hinaus wird der Blick auf "die Schuldigen" beinahe verklärend relativiert. Primär pathologisch zu begreifende Individuen wären schuld, wo doch ausschließlich die Mächtigen, die Besitzenden, die wissenschaftlichen Eliten hierzulande die notwendigen Ressourcen bereitstellen konnten, eine derartige Kriegs- und Vernichtungsmaschinerie in Gang zu setzen und über Jahre aufrecht zu erhalten. Und wenn Hannah Arendt richtigerweise schreibt, dass "sensible Tatsachenwahrheiten wie der Holocaust" eines juristischen Schutzes bedürfen, so gilt dies in gleichem Maße für den Überfall "Deutschlands" auf die Sowjetunion und nicht dem bedauerlichen Handeln einiger "Irrer" zuzuordnen sei, einem ominösen Nazi-Deutschland, welches sich wie durch Geisterhand, auf Knopfdruck in beinahe ausschließlich Gutes verwandelt hat. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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