"Der kommende Aufstand" - Sechster Kreis. Die Aufgabe der Grünen in der Postmoderne der nächsten Dekade(n) kapitaler Endzeit als Rollback, als Farce. ----- All dies ist zwanzigstes Jahrhundert - aber zwanzigstes Jahrhundert in der Perspektive des neunzehnten, dem das Grauen der faschistischen und der nachfaschistischen Periode noch fremd ist. Dieses Grauen erfordert eine Korrektur der einleitenden Sätze des "Achtzehnten Brumaire": die weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen, die sich sozusagen zweimal ereignen, ereignen sich das zweite Mal nicht mehr als Farce. Oder vielmehr: die Farce ist furchtbarer als die Tragödie, auf die sie folgt. ----- Herbert Marcuse
Dem grundsätzlich Negativen der im Artikel erkannten Tendenz ist nicht zu widersprechen. Und an einem "Beispiel" muss man das wohl auch festmachen, oder? Nun rufe nun niemand "China!" et al. unter einem gern blauäugig dargebotenen Unwissen. In dem Artikel hier kommt nach meiner Auffassung zuviel "Iran" vor, zu wenig "christliches Abendland" mit seiner subtilen, gleichwohl hochtechnisierten Zensur- und Überwachungsinfrastruktur. Hierzulande (heutzutage!) wartet nicht die nächste Laterne, der nächste Baum auf den Delinquenten, auf die finale Vernichtung der Existenz wenn der "Feindsender" gehört wird. Ein stattdessen der aufgeklärten Moderne geschuldetes Diffamieren, die ökonomische Infragestellung via Abmahnindustrie, Klassenjustiz etc. sind gängige "Tools", das Wohlverhalten einzufordern. Und wo das nicht mehr "hilft", weil viele schon immer weniger bis nichts zu verlieren haben, so ist der direkte Eingriff, die (staatliche) Repression nicht weit. Entsprechende Diskussionen und Forderungen im Zuge der englischen Riots machten die absolut seriöse Bigotterie deutlich, hatte man doch entsprechende Eingriffe nordafrikanischer Potentaten in die Kommunikationsinfrastruktur gerade erst (gespielt) entrüstet kritisiert.
Eine wichtige Betrachtung so finde ich, wie "das Wissen der Menschheit" privatisiert wird und damit anders als in früheren Zeiten der plakativen, der direkten Repression die Herrschaft der Wenigen über die Vielen beinahe subtil, vollkommen marktkonform und absolut legal ausgeübt und gefestigt wird.
Wer am 15.02. (nächsten Mittwoch) in Berlin ist, abends Zeit und am Thema Interesse hat: Texte von Robert Kurz, dem Vordenker der Theoriezeitschrift "Exit" zu Occopy, den NGOs, den soziale Bewegungen und dem Versagen der globalen Linken in der heraufziehenden "Klimax des Kapitalismus" stehen zur Diskussion und (zumindest meinerseits) in der Kritik. notina.net/3c
Jeder hat so seine Erfahrungen... Anonymität, gern bewußt gewählte Anonymität ist wichtig und richtig und eine zumindest implizit gegebene Verantwortung, gar eine gewisse Integrität des Plattformbetreibers sollte man voraussetzen können; diese Umgebung ansonsten meiden. Die Gründe für (selbstgewählte) Anonymität mögen vielfältig sein, sie sind nach meinem Dafürhalten jedoch immer passiv zu verstehen, als eine Schutzfunktion. Anonymität, um offen "die Sau raus zu lassen", verbal aggressives Verhalten dahingehend abzusichern, Fantasien vom "Vernichten" und "Fertigmachen" anderer frei ausleben zu können, Nichtanonyme schon mal subtil mit rechsrelevanten "Konsequenzen" zu bedrohen, das alles ist aus meiner Sicht eine nicht zu akzeptierende Anonymität; das Gegenteil von passiver Schutzfunktion. Mal abgesehen von sog. Hate-Sites, welche (fast) auschließlich von männlich-weissen Figuren mit oft latent rassistischem Gestus frequentiert werden, so ist ein derartiges Verhalten nach meinen Erfahrungen durchaus auch in Diskussionsforen mit eher intellektuellem Anspruch zu beobachten. Gerade die dort eher vertretenen Frauen haben oft sehr reale Gründe für Anonymität; outen sich im Einzelfall sehr bewußt nicht einmal im Hinblick auf das Geschlecht; wird dies dann in hitzigen, in kontroversen Diskussionen manchmal nur "zufällig" erkannt. Ein letztes vielleicht noch und zudem sehr subjektiv zu verstehen, gar persönlich grundiert. Gerade aus der beruflichen Historie ist mir bekannt, welche Interaktionen oder subtile Kommunikation auf der Metaebene stattfindet; man darf sich dabei gern an Paul Watzlawick zu erinnern. Gleichzeitig und programmiertechnisch dem Interface zwischen Mensch und Maschine nicht fremd, so ist Joseph Weizenbaums ELIZA gern auf die Jetztzeit, das hier angesprochene Thema zu übertragen. Wer mag wirklich, auch unter aktuell weit fortgeschrittenen und wesentlich dialogfähigeren Rechenleistungen, mit einer anonymen Maschine kommunizieren. Das kann bestenfalls funktionieren, ein Stück weit formal fruchtbar sein, wenn jegliche persönliche, menschliche Regung hinten an stehen muß; wenn sich zwei Maschinen unterhalten...
@Gold Star For Robot Boy "WUMM! BUMM!WUMM! Die Einschläge kommen nicht nur immer näher, sondern schlagen voll ins Wulffs Kontor. Es wird bereits in den Stuben neben den Amtsstuben von Bundespräside...
Also da wollte ich, obwohl als (ebenfalls) bekennender Depublizist hier nur noch selten "zugange" dem @JP meine vollste Unterstützung, gern von Mann zu Mann zukommen lassen. "Wulffschanze" ist sowas von "Geflecht", keinesfalls schlimm, albern oder gar dumm, eher der absolut treffende Terminus einer Realsatire, der wir (fast) alle und gesamtgesellschaftlich unterworfen sind.
Gedanken, wie von mir bereits vor einigen Tagen auf dem eigenen Blog niederscheschrieben wurden, sich eben auch musikalisch ein Stück weit verstehen und nachvollziehen lassen. Sorry daher, für die (ledigliche) Verlinkung: notina.net/5q
Ehrlich gesagt tangieren mich solche Meldungen nur noch peripher oder auf gut deutsch, sie gehen mir am A... vorbei. Ich war jetzt nun schon so oft in Israel, dass auch ich langsam begriffen habe, wi...
Nun bin ich mir ja formal immer noch etwas unsicher; wegen der Wiedergeburt und so... Aber inhaltlich @Georg von Grote ist es wohl leider so. Die Rechten, die vordergründig Religiösen, die Fundamentalisten, die Durchgeknallten dort in Israel und anderswo wie bei dieser "Atlanta Jewish Times" arbeiten hart daran, die Prophezeiung von der Diaspora (4. Buch Mose, Kapitel 23, Vers 9) Wirklichkeit werden zu lassen. notina.net/1f
Habe ja hier zum "Thema" in den letzten Wochen hier nicht wirklich mitgelesen; aber hoppla... Werden jetzt die doch nun wirklich erwartbaren Selbstverständlichkeiten im Tenor von "grüne Wahlbetrüger" oder "vollmundige Duckmäuser", gar "willige Bauvollzieher" konstatiert? Behalte meine eigene, als Berliner gern solidarische Teilnahme, die Gespräche dort, den abendlichen Schloßgarten dennoch in guter Erinnerung: notina.net/2a
Vor rund einem Jahr, vom "Thema" kaum tangiert, so wäre mir eine derartige Meldung im einfachsten Falle ein Achselzucken wert gewesen; durchgeknallte, aber schlußendlich und in der Regel dann doch har...
Ja, gern "zitierfähig" @Alien59 An "Haaretz", an "origin" Juden wie Moshe Zuckermann oder Tom Segev traut sich der gemeine Antideutsche nicht wirklich heran, wäre wohl um Nummern zu groß für die Sektierer, bleibt im Normalfall den "guten Achsen" überlassen. Dafür wird schon mal der (ggf. deutsche, gern Linke) Überbringer der Botschaft virtuell geköpft; das geht gerade noch. Aber selbst "das" wird schwieriger... Angebliche Vergleiche des heutigen Israel mit dem Deutschland des NS, unterstellte Zuschreibung eines "Apartheidstaat Israel" als Keule, als Herrschaftsinstrument wird zunehmend konterkarriert durch orthodoxe Juden in Israel, welche kürzlich genau diese Vergleiche zogen, durch in bestimmten Stadtvierteln bereits real gelebte Apartheid, wie man nicht zuletzt und gerade via Haaretz lesen konnte: notina.net/4l
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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