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Ein etwas launiger, dennoch mit viel Wahrheit durchzogener Beitrag zum bekannten Internet-Troll 2.0 erschien kürzlich in der SZ. Hass und Dummheit, so der Autor, ein schwedischer Print- und Internetredakteur, äußern sich oft in Rassismus, in Fremdenfeindlichkeit, Minderheiten gegenüber negativ eingestellt - in der Regel aus der Anonymität heraus; versteht sich...
Notizen aus der Web 2.0 Provinz, jenseits eines Qualitätsjournalismus, der nach wie vor Top-Down funktioniert, schlimmstenfalls und weil die quantitativen Nutzerzahlen sinken, die christlich-abendländische Hofberichterstattung im Hinblick auf den gebetsmühlenartig wiederholten Terminus des alternativlosen Sachzwanges nicht mehr so wirklich "unten" ankommt, nach Staatshilfe ala GEZ ruft.
Gerade Medien mit einem leidlich intellektuellerem Anspruch versuchen diesen bereits seit Jahren anhaltenden Leser- bzw. Abonnentenschwund mit einer Kommentarmöglichkeit unter den Beiträgen, mit persönlichen Bereichen, Gästebüchern für registrierte Nutzer oder gar mit der Bereitstellung einer in Grenzen individuell nutzbaren Blogarea halbwegs auszugleichen. Es geht daher, und das mögen die einleitenden Sätze angedeutet haben, weder dem SZ-Autor noch mir in meiner Schreibe hier um einen eher Faxen machenden Spaßtroll, der schlimmstenfalls nervt. Es geht schon um - wie auch immer geartete, zu benennende - Inhalte.
Mit dieser Entwicklung einher geht somit eine über den herkömmlichen Leserbrief hinausreichende, erweiterte Machtbasis der Nutzer und - der sich dahingehend entwickelnden Rechtsprechung geschuldet - die Notwendigkeit einer Moderation einschließlich der damit zwangsläufig anfallenden Kosten. Wobei das Verstecken hinter Rechtspositionen nur die halbe Wahrheit ist, jedes (Qualitäts)medium auch auf einen gewissen (eigenen bzw. formalen) Stil achten wird, potentielle Werbekunden nicht verschrecken wollte. .
Man kann die Nutzer, die Trolle - wie Bernd Graff in der SZ vom 07.12.2007 - als moderne Idioten bezeichnen; schlußendlich dann doch wohl eher harmlos. Meine Erfahrung, gerade von der SZ in 2007 über allfällige Nachfolgeforen bis in die Jetztzeit und dem Registrieren sog. "Hatesites", deren primäres, wenn nicht alleiniges Ziel es ist, andere Einzelpersonen oder Gruppen mit beinahe endlosem Hass zu verfolgen, meine Erfahrungen unterscheiden sich etwas von dem, was Bernd Graff in einem schon elitär zu bezeichnenden Duktus dort vorbringt. Waren für mich "Rechte" bis dato eher intellektuell unterbelichtete, mit Springerstiefeln bekleidete Glatzen, so musste ich als primär beruflich-technisch geprägter (Gut)mensch jetzt um- bzw. dazulernen; sind nun Carl Schmitt oder Helmut Schelsky nicht die einzigen "Leitbilder" intellektueller Trolle, geht das Niveau je nach Eloquenz des Schreibenden auch schon mal runter zu den offen menschenverachtenden Basics eines vulgären Rassismus oder Sozialdarwinismus.
Und genau da scheint mir der Autor des aktuellen SZ-Beitrages ansetzen zu wollen:
Wer ein Troll ist, und wer ein gewöhnlicher anonymer Kommentator, ist nicht leicht zu sagen. Der Troll selbst ist davon überzeugt, dass er oder sie ein mutiger Verfechter der Wahrheit ist, innerhalb einer Gesellschaft, die nach falschen Kompromissen strebt, in einer medialen Welt, die von "Feministinnen", "Gutmenschen" oder "Zionisten" beherrscht wird, die - natürlich - insgeheim von den "Muslimen" übernommen werden.
Und ja, auch diese Wesensbeschreibung mag zutreffen:
Der Troll ist nicht immer ein Internet-Nerd. Er kann ein Frührentner auf dem Land sein. Oder ein pensionierter Diplomat mit einer beachtlichen Karriere. Oder eine erfolgreiche, eher melancholische Geschäftsfrau. Mehr als durch Klassenzugehörigkeit oder Geschlecht zeichnen sich die Trolle dadurch aus, dass sie traurig und einsam sind.
Die Anonymität ist dabei ein gnädiger Begleiter, sorgt sie doch für verbale Entfaltungsmöglichkeiten, die im realen Leben aus den verschiedensten Gründen nicht, oder zumindest nicht so expressiv auszuleben sind. Was vielleicht weniger die sog. Communities der bekannten Medien, eher die verschworenen Clans dieser Hate-Foren betrifft, ist eine beinahe en passant gegebene Möglichkeit, die Einsamkeit virtuell zu überwinden. Korpsgeist und herdentriebiges Verhalten, die gemeinsame Hetzjagd auf selektiv erwählte "Feinde" ist beinahe ein Happening, die Jäger eskalieren sich, jeder darf einmal eine Mutprobe absolvieren, zeigen, was er/sie so "d'rauf" hat.
Diesen Faden weiter zu denken, geht der schwedische SZ-Autor abschließend auf aktuelle Ereignisse ein, in der Regel - oder gerade - in einem weitestgehend als "rechts" anzusiedelnden Umfeld, dort wo das "second life" in das reale Leben umschlagen kann. Die politischen oder auch publizistischen "Hintermänner" halten sich bedeckt, sind dahingehend zu intelligent, zu vorsichtig, kaum zu belangen. Ob "früher, entschlossener zensieren", wie der Autor dies vorschlägt, sinnvoll ist, das sei dahin gestellt. Ein Fakt und mehr noch die eigene, gefühlte Tatsache ist in jedem Falle das Folgende an Erkenntnis und Selbstbeschränkung:
Manchen, beinahe allen Anonymen, Fundamentalisten, Dogmatikern, Allwissenden, Unfehlbaren, verbal sich an die Brust trommelnden Affen, in der Regel weissen (jüngeren) Männern und ihren Zombiearmeen möchte man in der Realität eher nicht begegnen; ihnen dennoch ein gnädiges Regulativ wünschen - im Interesse Unbeteiligter, wohl aller Menschen.
Parallel veröffentlicht im eigenen Blog
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Was @GEBE von mir ausdrücklich akzeptiert wird, haben wir alle unsere "dark sides", wird es kaum eine ernsthafte Untersuchung von Quantität und Qualität intellektueller Trolle geben können, sind die Grenzen absolut verschwommen.
Dennoch, der deutlich erkennbare Tenor dieses schwedischen Journalisten deckt sich (gefühlt) mit meinen Erfahrungen. |
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@ebertus
Manchen, beinahe allen Anonymen, Fundamentalisten, Dogmatikern, Allwissenden, Unfehlbaren, verbal sich an die Brust trommelnden Affen, in der Regel weissen (jüngeren) Männern und ihren Zombiearmeen möchte man in der Realität eher nicht begegnen... Deshalb ist es gut, immer Mainstream zu sein, also angepasst und "ideologiefrei" den Tatsachen ins Auge sehend. |
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Richtig @Achtermann,
daher hatte ich (auch hier) bereits einmal laut über den Extremismus der Mitte, die Banalität (sorry), Normalität des Bösen nachgedacht; insbesondere, was die verrohende Mittelschicht der Bildungsbürger, das Reservoir intellektueller Trolle betrifft, und wie es wohl auch der schwedische Autor des SZ-Beitrages so sieht. Ein Blick in den Spiegel -den an der Wand - könnte vielleicht helfen, ist jedoch aus meinem sicher beschränktem Blickwinkel betrachtet jedoch keinesfalls mainstream-kompatibel. Als hier (ebenfalls) bekennender Depublizist kann ich daher nur auf den diesbezüglich weiterhin existierenden Text auf meiner Website verweisen. notina.net/10 |
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Ich nehme hier mal als Erkenntnis mit:
Das Nichtidentische, Nichtpassende, Inkommensurable, Unbegriffene, Wurzellose, Kosmopolitische, Unauthentische, Künstliche, Wurzellose, Volksferne, Undeutsche -- also: der "Troll" -- stört den vorgesehenen Gang des Geschäfts- und Betriebsdinge, will sagen: das kleinbürgerlich-faschistoide Zombie-Idyll der Friedhofsruhe, und er muß deshalb: "raus", so wie in Deutschland immer alles "raus" muß, was nicht in Reih' und Glied kommandiert werden kann; am besten: sofort. Also, Kameraden: 1. Deutsche Foren reinhalten! 2. Keine Toleranz mit Schmierfinken und Querulanten! 3. Für einen Aufstand der Anständigen, d.h. für einen Abstand zu den Unanständigen, d.h. für eine Ausschaffung der nicht ins Ganze Integrierbaren! 4. Nicht vergessen: Feind hört mit! Und ab! |
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Hallo @j-ap,
nehme mal an, Sie haben den SZ-Text des schwedischen Autors gelesen, sehen mich dahingehend lediglich als pointiert zeichnenden Überbringer der Botschaft. Btw. Ihren vier abschließenden Punkten spedieren Sie erkennbar eine Aura der Ironie; sachichma. Oder stehen sie wirklich dahinter...? |
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Ich stehe grundsätzlich zu und hinter allem, was ich hier (und anderswo) schreibe; übrigens: auch mit meinem Namen.
Und nein, Ihre salvatorische Klausel vom "wertfreien" Überbringer einer Nachricht sticht hier nicht, weil Sie ja nicht einfach nur eine Botschaft übermitteln, ohne etwas hinzuzusetzen oder auszusparen, sondern sie mit Zutaten versehen hier darbringen als Inhalt und Ergebnis Ihrer Überlegung. Die habe ich hier nur radikalisiert in der Absicht, Ihnen damit etwas begreiflich zu machen. |
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Ich hoffe @j-ap, bereits weiter oben mit meinem
"als pointiert zeichnenden" konnte ich Ihnen doch halbwegs begreiflich machen, das dieser mein Text nicht vollkommen wertfrei zu verstehen ist. |
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Na, das nicht, aber immerhin konnten Sie mir mit Ihrem
"als pointiert zeichnenden" halbwegs begreiflich machen, daß Sie diesen Ihren Text selbst nicht vollkommen verstehen. |
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Bingo @j-ap,
wir nähern uns auf der nach unten offenen Trollskala nun wohl dem, worum es hier im Großen und Ganzen (positiv gedacht) wohl geht. Vor dem vollkommenen Abdriften könnte lediglich (Ihrerseits) noch "Butter an die Fische" helfen; aber dann bitte im Detail und sehr konkret benennend, in einer für Normalsterbliche (like me) verständlichen Sprache. |
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Zwar ist mir diese Depotenzierung der (destruktiven, negativen) Kritik zur (konstruktiven, positivistischen) Richtigkeit schon seit jeher zuwider, aber gut, wenn Ihnen soviel daran liegt, dann "erkläre" ich halt mal. Da ich übrigens nicht weiß, worauf sich Ihre Nachfrage bezieht, erkläre ich alles und fange dabei, mit Rücksicht auf die hiesigen Sitten, unten, d.h. mit meinem letzten Kommentar, an.
1. Daß Sie weder Ihren eigenen Text verstanden haben noch den, den Sie dabei rezipiert haben wollen, zeigen die paradoxen Formulierungen, hinter denen Sie das alles verschanzen. "... nehme mal an, Sie haben den SZ-Text des schwedischen Autors gelesen, sehen mich dahingehend lediglich als pointiert zeichnenden Überbringer der Botschaft", schreiben Sie. Im Klartext heißt das, daß Sie zwar den Text aus der SZ gelesen haben, ihn aber erst für Ihre ganz eigenen und anderen Zwecke zurichten müssen, weswegen Sie ihm kurzerhand eine Botschaft unterziehen, die er ursprünglich gar nicht enthielt. Für den Inhalt dieser -- Ihrer! -- Botschaft wollen Sie allerdings nicht höchstpersönlich zur Verfügung stehen, deshalb setzen Sie sich einerseits als bloßen "Überbringer"; andererseits wissen Sie aber sehr nur zu genau, daß Sie die Botschaft gar nicht "überbringen" können, weil sie von keinem Dritten, sondern von Ihnen stammt. Daher kommt die schlichtweg paradoxe Formulierung: "pointiert zeichnender Überbringer", die selbstverständlich schon logisch unmöglich ist, denn ein Überbringer dürfte nichts "zeichnen", sondern nur rein und ohne jede Zutat übermitteln, während jemand, der "zeichnet" -- od nun "pointiert" oder nicht, ist wurscht -- gar kein "Überbringer" wäre. Am Ende sitzen Sie als das Weltenkind und Theologe in eigener Sache in aller Mitte und haben zwar Ihre Botschaft vermittelt, können aber bei jedem Widerspruch darauf verweisen, daß Sie schließlich nur einen Text aus der SZ "weitergegeben" haben, obwohl es sich dabei um nichts anderes als Ihre Halluzinationen handelt. 2. Die tatsächliche Verbindung zwischen dem, was Sie Ihren Lesern hier mal gesagt haben wollen, und dem Text aus der SZ ist folgender letzter Satz aus dem SZ-Artikel: "Persönlich verstärkte das Massaker in Norwegen mein Gefühl, gescheitert zu sein. Nicht weil ich "zensierte". Sondern weil ich es nicht früher und entschlossener tat." Das ist das Einfallstor sowohl für Ihre wirkliche Botschaft als auch die Regression, aus der Sie sie ziehen: Sie beschwören eine Figur, nämlich: den "Troll", dem die zuschlagende Hand des Administrators zurecht gelten soll. Ihr ebenso undogmatischer wie "irgendwie"-linker Duktus des Meinungspluralismus übersetzt sich hier in die ganz unbedingte Pflicht, die je eigene Meinung am Ende schon nur in einem vorab definierten Zielbereich stattfinden zu lassen; wer dort nicht landet und aufschlägt, der ist zum Ausschuß zu sortieren und es geschieht ihm völlig recht, daß die strafende Hand ihn aus dem Lokal schmeißt. Dieses autoritäre Strafbedürfnis ist es, was Sie zum einem Apologeten der Macht werden läßt, denn: "... weil ich es nicht früher und entschlossener tat", das Zensieren, ist die Sache selbst wieder einmal auf Abwege geraten, haben die "Trolle" die ganzen schönen, konstruktiven "Diskurse" und "Debatten" übernommen, sehr wahrscheinlich gar in spalterischer Absicht, woraus sich unmittelbar der Imperativ zur dauernden Wachsamkeit an die Insaßen dieser Debattenzirkel ergibt, nur ja nicht zu säumen beim Schichtdienst in der virtuellen Kiezmiliz. Ich schlage vor, Sie ergänzen Ihr Profil: "sich nur vor Ärzten krumm machend" -- ja, und vor der Macht, denn die ist es, die Sie anbeten. |
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Hallo @j-ap,
und ohne jede Schärfe, ohne jede Ironie. Genau dafür bin ich hier, für dieses ernsthafte Bemühen und Verstehen, das Akzeptieren der von Ihnen vorgenommenen Fokusverschiebung, die ich ursprünglich - zugegeben - nicht "so" verstanden haben wollte; jedenfalls nicht in der Schärfe und machtbetont, wie Sie dies hier darstellen. Das zu Ihrem 1. lasse ich einfach mal weg, das sind Wortspielereien, im einfachsten Falle lediglich irgendwie und wenigstens formal "recht haben" wollen, Unterstellungen mal eingeschlossen - das kann ich ab. Zu 2. jedoch, möchte ich ein gewisses Akzeptieren, weiteres nachdenken signalisieren; und dies trifft mich umso deutlicher, weil die von Ihnen genannte "tatsächliche Verbindung" für mich selbst beim Lesen des SZ-Textes und beim Schreiben meiner poinierten Zeichnung nicht wirklich ein leitendes, das primäre Kriterium darstellte; jedenfalls nicht bewusst. Der schwedische Autor wird in seinen letzten beiden Absätzen sehr konkret, von mir mit dem ""früher, entschlossener zensieren" auch entsprechend zitiert. Meine Reflektion war jedoch - nein, Sie müssen das nicht unbedingt nachvollziehen können - etwas niedriger angelegt, näher bei dem seit 2007 registrierten Umfeld an (gern rechten), intellektuellen Trollen, von denen meines Wissens noch keiner im realen Leben zum Terroristen und Mörder geworden ist. Mir scheint, sich diese Jacke überstreifen zu wollen, ist im einfachsten Falle eine vordergründige Entrüstung. Mit Ihrem Vorwurf eines "Apologeten der Macht" werde ich daher leben können und müssen. Gerade mein letzter Absatz, das dort erwähnte, gnädige Regulativ ist doch der Normalfall einer hinreichend gelungenen Sozialisation; was beispielsweise mich "damals" davor bewahrt hat, den Irrweg der RAF auch nur ansatzweise mitzugehen. Einen schönen Abend wünsche ich. |
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@ ebertus
...was beispielsweise mich "damals" davor bewahrt hat, den Irrweg der RAF auch nur ansatzweise mitzugehen. Auch dieser von dir sogenannte Ansatz hat es verdient, nachvollzogen zu werden, da sich in ihm Kritik manifestiert, die das übliche Spektrum, das die Bürgerlichen als Politik akzeptieren, entgrenzt. ![]() |
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@Achtermann,
ja, sehr richtig. Von dem, was beispielsweise Ulrike Meinhof - und eben vor ihrem Weg in den Terrorismus - an gesellschaftspolitischen, an sozialkritischen Texten, Theaterstücken etc. artikuliert hat, davon wäre Einiges neu aufzulegen, zu reflektieren. Und wird gar, wenn man den entfesselten Neoliberalismus, den als harzigen Sachzwang regierungsamtlich dargebotenen Sozialdarwinismus betrachtet, beinahe täglich aktueller. Meine, sehr subjektive Erinnerung! |
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@ ebertus schrieb am 23.09.2011 um 20:53
"Wortspielereien" sind das keineswegs, verehrter ebertus. Ein Text besteht, ebenso wie ein Gedanke, aus nichts anderem als aus Sprache (i. e. "Form"). Es gibt keinen gesonderten Inhalt, der sich von dieser seiner Form abziehen ließe; der Inhalt eines Textes ist die Sprache, die Sprache ihrerseits Ausdruck, also Ver-wirklichung eines Gedankens. Deshalb ist ja Sprachkritik so wichtig! |
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@ j-ap schrieb am 24.09.2011 um 12:17
>>>Es gibt keinen gesonderten Inhalt, der sich von dieser seiner Form abziehen ließe; der Inhalt eines Textes ist die Sprache....<<< Zu jedem Text gibt es einen Kontext. Dieser Kontext ist zum Verständnis des Inhaltes manchmal wichtiger als der Text. Das demonstrieren Sie selbst gerade in Ihrem Blog: www.freitag.de/community/blogs/j-ap/was-die-national-zeitung-so-beschaeftigt#comment-316181 Das Eigentümliche daran ist es, dass sich dies einer Sprachkritik entzieht. |
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Wo wäre da was der Kritik "entzogen", Rapanui?
Das Gegenteil ist der Fall! Kritisieren Sie -- genau das wäre ja der Zweck der Sache! Legen Sie los! |
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Hallo @Rapanui,
und Danke, dass Sie hier mal reinschauen, darüber hinaus zu erkennen geben, dass Sie (like me) bei @j-ap auch gern einmal mitlesen. Eben jenseits eines (von mir auch im Beitrag hier angesprochenen) sog. Hate-Blogs angesiedelt. Die Inhalte möge man sehr kontrovers beurteilen, das Akzeptieren des Gegenüber dennoch Grundlage jeder Kommunikation sein; oder diese Kommunikation eben einstellen. Btw. der bei @j-ap vorher erschienene Artikel veranlasste mich zu einer Reflektion auf dem eigenen Blog. Was neben anderen "side effects" dazu führte, dass "die" Kommentatorin dort unter j-ap's Blog - und nun auf ihrem eigenen Blog - mir gegenüber zwar die persönliche Keule auspackte, inhaltlich jedoch nichts (in Worten "null") zur der von mir kritisch behandelten Thematik beisteuern konnte oder wollte. Hier also ergänzend der Link: notina.net/x |
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Btw. Ich meine natürlich die "eigene" Website von@j-ap, nicht den (was ich ebenfalls ab und zu tue) parallel auf dem Freitag veröffentlichten Blogbeitrag.
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@ j-ap schrieb am 24.09.2011 um 13:16
Ich kann an der Sprache Ihres Blog-Textes www.freitag.de/community/blogs/j-ap/was-die-national-zeitung-so-beschaeftigt#comment-316181 nichts kritisieren. Bis auf einen kleinen Text ist es ja gar nicht Ihre Sprache. Ihr tatsächlicher Blog ist insofern der reine Kontext. |
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"Ihr tatsächlicher Blog ist insofern der reine Kontext." -- So ist es! Früher nannte man dieses Verfahren Kritik durch Darstellung.
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@ J-AP schrieb am 24.09.2011 um 13:53
Das Problem ist, dass der Kontext Ihres Blogs nicht erkennbar ist. Damit entzieht er sich jeder Kritik, oder soll ich mich in Vermutungen ergehen, was Sie gemeint haben könnten? |
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@ j-ap 23.09.2011 19:20
Ich möchte hier einmal den Hut ziehen, denn ich liebe es, Ihrer Sprachbegabung zu folgen. Gleichzeitig hoffe ich, sollte ich dereinst den Mut finden, selbst zu bloggen, dass Sie lesen mögen. Wenn Sie dann kommentieren würden, wäre ich hocherfreut, erst recht, wenn ich fähig sein werde, die Schläge Ihrer Schlagfertigkeit zu erkennen. Das bleibt so manch Anderem hier ja erspart. Zum Thema: Lagercrantz hat selbst zugegeben, dass er so einiges von dem, was die 'Trolle' von sich gaben, als richtig anerkennen musste. Nichtsdestotrotz sind die Themenwahl als auch das Standing der 'Trolle' oft nicht PC. Vor allem aber sind sie eins: unbequem und lästig. Und da benötigt der Ich-bin-besser-als-Trolle eine Waffe, die Zensur. Mich würde interessieren, wo überall im Leben dann diese Zensur anzusetzen sein wird, wenn als ausschlaggebende Argumente unbequem und lästig ausreichen. Gesellschaftspolitisch rechts passt evtl. auf einen Teil der 'Trolle', weit öfter sind Destruktionswille und Langeweile der Motor der Blog-Zerschießung, nach dem Motto: auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Hauptsache beschäftigt. Ganz allgemein gehalten empfiehlt sich für manchen Blogger ab und zu ein Urlaub vom Netz, Rehabilitation für Relativität. Gruß SuzieQ |
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Hallo @SuzieQ,
mitgenommen habe ich aus dem Text von Leo Lagercrantz, dass es ihm primär um die Thematisierung (meine Formulierung) intellektueller Trolle geht, weniger um die "einfachen Fälle" von Destruktionswillen, Langeweile als der Motor einer Blog-Zerschießung, nach dem Motto: auch negative Aufmerksamkeit. Die von Ihnen genannte Quantifizierung "weit öfter" ist wohl stark abhängig von der Intention der Plattform, der Zielgruppe an potentiellen Teilnehmern, wobei es natürlich immer Ausnahmen geben wird, auch hier gegeben hat. |
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Zu der von @j-ap angesprochenen Frage der Macht:
Nun ist diese "Macht", die Ausübung von Macht im hier behandelten Kontext wohl äußerst relativ zu sehen, aus subjektiver Empfindsamkeit oder dem möglicherweise selektiven Hineininterpretieren. Ein Internet-Forum, ein Blog, ein Kommentarbereich ist keine Agora, keine Hyde-Park Corner und erst recht kein, von irgend einem Gesetz zwecks Möglichkeit der Ausübung einer wie auch immer gearteten Meinungsfreiheit geschützter Raum. Es ist ein privat oder geschäftlich orientiertes Hausherrenmodell No Excuses, und der Hausherr bestimmt, was dort geht; oder eben nicht. Der jeweils geltende, rechtliche Rahmen ist dabei lediglich ein Aspekt, wenn er auch gern als Drohpotential verwendet, sich schon mal dahinter versteckt wird. Insofern ist Machtausübung in diesem Bereich das legitime Recht eines Besitzers an seinem Eigentum, was doch gerade aus liberaler, aus neoliberaler Sicht beinahe das Credo einer zurecht bestehenden Verfügungsgewalt darstellt, oder? Das im Grundgesetz sehr allgemein definierte "Eigentum verpflichtet" greift hier nicht, ist es doch - und zumindest hierzulande - jedem Menschen freigestellt, sich auf derartigen Plattformen zu tummeln, in eher hippen Communities gar seine persönlichen Daten zum Markte zu tragen, gibt es dahingehend keine Monopolstellung, nirgends. Schlußendlich, und wer so viel zu sagen hat, die Welt mit "seiner" Wahrheit beglücken wollte, der möge doch ein eigenes Blog mit dann per se umfassend gegebenen Rechten (und Pflichten) installieren, statt sich über Machtausübung zu beklagen. Die Kosten tendieren gegen null und die bei privaten Blogs wohl in beinahe jedem Fall sinnvolle, heute im Grunde gängige Vorabprüfung anonymer Kommentare sichert nicht zuletzt den Hausherren vor rechtlichem und anderem Ungemach. "Macht" als beinahe dämonische Begrifflichkeit scheint mir daher eine etwas zu große Keule. |
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Nein @SuzieQ,
es geht weder mir - und inhaltlich wohl auch diesem schwedischen Redakteur - nicht um eine "Allzweckwaffe" gegen Trolle. Es geht um diese Gratwanderung einer "Zensur" bei Texten von erkennbar gebildeten, eben halbwegs intellektuellen, (vermeintlich) zu Differenzierung fähigen Kommentatoren. Nicht dass ich (beispielsweise) einen Thomas Hobbes wegen seiner Gedanken und Thesen verurteilen wollte, aber für mich ist das Menschsein eben das, was uns vom Tierreich unterscheiden sollte. Sozialdarwinismus als alternativlosen Sachzwang hinzunehmen, das können Wölfe besser; mit Sicherheit. |
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Nein @ ebertus
Du gibst dem Kind nur einen anderen Namen: "gnädiges Regulativum","die Notwendigkeit einer Moderation einschließlich der damit zwangsläufig anfallenden Kosten", gleichbedeutend mit Zensur. Das 'Schöne' daran ist, dass dir als "als primär beruflich-technisch geprägtem (Gut)menschen" da keine Gefahr droht. Oder wie? Wer definiert 'Troll'? Der Hausherr/ die Hausfrau? |
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@SuzieQ schrieb am 24.09.2011 um 14:11
Ja, eindeutige Antwort im Sinne meines Textes zur Macht: "Der Hausherr/ die Hausfrau" egal, ob als Privatmensch, als Institution oder generell "in Vertretung"; welchen rechtlichen Status das Blog, das Forum, der Kommentarbereich auch innehaben mag. Was nicht ausschließt, dass es irgendwann, irgendwo eine Agora, einen öffentlichen Platz geben mag, auf dem von einer höheren, einer durch die später am Diskurs Teilnehmenden vorab legitimierten Macht die Regeln gesetzt werden. Aber genau diese Regeln müssen ja dann wieder auf Einhaltung kontrolliert werden; mit Macht... |
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@ ebertus 24.09.2011 16:38
Das nennt man nicht irgendwann, irgendwo, sondern heute und hier und viel kürzer: Vorratsdatenspeicherung im weitläufigsten Sinn. Passt ja dann schön gegen "die erweiterte Machtbasis der Nutzer und - der sich dahingehend entwickelnden Rechtsprechung geschuldet - die Notwendigkeit einer Moderation einschließlich der damit zwangsläufig anfallenden Kosten. Wobei das Verstecken hinter Rechtspositionen nur die halbe Wahrheit ist, jedes (Qualitäts)medium auch auf einen gewissen (eigenen bzw. formalen) Stil achten wird, potentielle Werbekunden nicht verschrecken wollte." s.o. Artikel von dir Immer schön praktisch denken. Die Agoraphobie scheinst aber eher du zu entwickeln, selbst wenn ein Gesetz dich vor allen Trollen der Welt schützen sollte. Zumindest sind sie dann ermittelbar, bestrafbar, mit Allmacht. Da kann man dann mit den gesammelten Daten jonglieren bis es passt, und was (noch) nicht passt, wird passend gemacht? Halleluja, Gott schütze das Internet., würde der Papst evtl. sagen. |
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Hallo @SuzieQ,
das mit den "gesammelten Daten" hatte ich ja weiter oben bereits ein wenig adressiert. Mein Hinweis auf diese "hippen" Communities betrifft nicht nur die Kiddies; hier ziehen sich auch schon mal gesetztere Menschen selbst aus, andere aus. Vielleicht diskutieren wir ein wenig auf unterschiedlichen Ebenen bzw. mein Fokus im Rahmen dieses Blogbeitrages - von @j-ap schon mal aus seiner Sicht verortet - liegt auf einem anderen Schwerpunkt, liegt nicht zuletzt bei denen sog. "Hate-sites", wie das von mir immer mal thematisierte Taboulywood. Dessen Zellteilungen wirklich nur die hier illustre, wenigstens Insidern bekannte Oberfläche darstellen. Daher vielleicht nochmal einen Schritt zurück in der Perspektive, der Betrachtung überregionaler "right wing" (Hate)-Sites und deren Diskussionen in einer (mein Dafürhalten) absolut skurrilen, aus historischer Sicht fröstelnd machenden Art von Kumpanei, die eben bereits Avi Primor - einen ehemaligen israelischen Botschafter in Deutschland - zu beinahe makabrem Fatalismus treibt: notina.net/12 |
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"...liegt auf einem anderen Schwerpunkt, liegt nicht zuletzt bei denen sog. "Hate-sites", wie das von mir immer mal thematisierte Taboulywood. Dessen Zellteilungen wirklich nur die hier illustre, wenigstens Insidern bekannte Oberfläche darstellen."
Super, da steig ich dann aus, weil ich nix verstehe! Aber erklär doch bitte mal "Hate-sites", wer hasst da wen? Die Blogger einander, die Blogger gemeinsam jemand anderen? "...das von mir immer mal thematisierte Taboulywood" und dessen Zellteilungen (??). "right wing" ist jetzt leicht missverständlich formuliert. In Zusammenhang mit Hate-site, politisch rechts angesiedelt, eindeutig, aber right bedeutet auch richtig, ??? Also mal ganz ehrlich, deine Texte muss ich immer erst durch die Mangel drehen, um am Ende zu sehen, was dabei rauskommt, ist schon recht mühsam. Und "notina" ist jetzt deine homepage? Primär Selbstreflektiv? Ich bekomme grad Pflaumenkuchen mit Sahne, bis denne mal, mach mal bitte nen Schritt vor, nicht wieder zurück, danke SQ |
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achso, Quizfrage: Was ist der Unterschied zwischen Relativität und Relation? ;)
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schrieb am
25.09.2011 um 16:30
......selbst gegen Omas Apfelkuchen (mit Eierlikör und Schlagsahne) hat "ebertus's" verklausuliertes Kauderwelsch nicht den Hauch einer Chance.
Guten Appetit. |
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Hallo @SizieQ,
Hallo @der menschen einer, und kennen wir uns nicht irgendwoher, anonymer, unbekannter Weise? Verfolgungswahn, Verschwörungstheorie? Und nun hatte ich wirklich gedacht, im nächsten Leben mit dem Schreiben mein Geld verdienen zu können. Für dieses (Leben) hat es nur zum Verständnis von Edgar F. Codd gereicht, dessen Theorien via SQL in vorbeischwebende Programmierumbgebungen oder Scripte einbetten zu können. Aber der Verdienst war schon ok, mindestens - Dienstwagen, Einzelbüro sowie andere Gimmicks noch oben drauf. Darüber hinaus auch noch "gut" schreiben können wäre ja dann beinahe die von @goreflex (sic) immer mal genannte Hochbegabung, wobei ich noch nicht wirklich verstanden habe, wo da der jeweilige Bezug liegen mag; in diesem Zombieumfeld. Man muss also, und wie immer mal angedeutet, das nicht alles so ernst sehen/nehmen, ob nun dieses reflexhafte: "Beitrag entfernt" (FvG), oder eben späteres Depublizieren. Schließlich "leben" wir doch sowieso in einer Simulation dritter Ordnung (Jean Baudrillard) und Trolle - soweit sie nicht hassen, mit dem spitzen Holzpflock ruhig gestellt werden müssen - sind doch die eher realen Lebewesen; wusste schon Roman Polanski. So, war das jetzt mal verständlich ? Bzw. und ansonsten gehe ich noch zwei Links raussuchen, stelle die dann später mit etwas (unverständlichem) Text vielleicht hier noch ein. |
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@ ebertus
"Verfolgungswahn, Verschwörungstheorie?" Oracle? Sollte das eine Antwort auf meine Frage nach 'Hate-sites', 'right-wing' und 'Taboulywood' sein? Verstehe ich nicht. 'Gut' schreiben würde ich jetzt übersetzen mit 'verständlich' oder 'nachvollziehbar' schreiben, aber ich hab heute schon in einem anderem blog gelernt, dass es nicht möglich ist, narrensichere Texte zu verfassen. Hat jedenfalls nichts mit Wertung zu tun, für mich. Dass es mühsam ist, manche Texte so lesen zu können, wie sie gemeint sind, und das auch zu äußern, finde ich erstmal eher hilfreich, für den Schreiber. Du willst Trolle töten? Nicht mit Spray verjagen, sondern mit spitzem Holzpflock mitten ins Herz? Wie die Vampire bei Polanski? Damit auch jede Rückkehr verhindert ist? Verständnisproblem? Bei mir? Bei dir? Im Ernst, ich bin mir nicht sicher, dass ich dazu auch noch zwei links brauche, mit etwas (unverständlichem) Text. Mein Bedarf ist schon gedeckt. ;) |
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Religious Right-Wing Zionists
Nun sind es doch drei Links geworden, statt der angekündigten zwei. Das Video als Ergänzung wurde mir zwischenzeitlich via einem anderen Blog bekannt. Dennoch, noch mal von vorn und der von mir poiniert reflektierte SZ-Beitrag bleibt die Basis. Gerade in den letzten Absätzen dort (von @j-ap messerscharf erkannt, von mir eher unbewußt) kann man die Ereignisse von Norwegen in einen größeren Zusammenhang einordnen, auch in den intellektuellen Rahmen, den der schwedische Autor bei einer Mehrzahl der von ihm skizzierten Trollen wohl verorten wollte. Zu 1: Dieser diffuse, möglicherweise historisch besetzte Begriff von der "Vienna school", ergänzt und um den des "Integralist Conservatism" sehr konkret aktualisiert machen im ersten Link deutlich, worin eben diese Integration liegt, zwischen den eher "origin" Rechten, welche primär den herkömmlichen Faschismus repräsentieren und eben den rechten Zionisten, ungeachtet der historischen Tatsache, dass die geistigen Vorfahren ersterer, die Vorfahren letzterer schon mal einem industriellen Massenmord unterzogen haben. Der verrohende Bildungsbürger hierzulande darf sich wiederfinden, wobei weitergehende, möglicherweise die Gene adressierende Thesen (Biological racism is invariably rejected) von diesem neuen Weltbild her wohl eindeutig abgelehnt werden. Zu 2: Für sich genommen, und aus der Distanz betrachtet, den in China sprichwörtlich umfallenden Sack Reis als Maßstab unterstellt, wäre das Ganze sowohl von der Zahl der beteiligten, der tangierten Menschen wie Staaten begrenzt; gar auch als Brennpunkt eher regional angesiedelt. Wenn da nicht ein möglicherweise zukünftig zur Führung legitimierter, parlamentarischer Arm wäre, der hier im zweiten Link thematisiert wird. Aufhänger ist das auch hierzulande beispielsweise von FAZ-Herrausgeber Schirrmacher zelebrierte Erschrecken über die Geister, die man rief, deren Kontrolle sich nun aber einer erhofften, einer notwendigen Rationalität zu entziehen scheint. Zu 3: Ja und abschließend eben das erwähnte Video, von dem ich mir bislang lediglich den ersten Teil angesehen habe, dabei registrieren konnte, dass der "Discovery Channel" als wohl Herausgeber nicht unbedingt in Sektennähe anzusiedeln ist, dennoch von den "passenden" Hat-Blogs incl. deren Zellteilung(en) ohne Zweifel entsprechend diskreditiert werden kann. Hingewiesen sei in dem Zusammenhang beispielsweise auf den Brief von Hannah Arendt, Albert Einstein und anderen, jüdischstämmigen Intellektuellen an die New York Times, in dem bereits damals, am 04.12.1948 auf diesen destruktiven, rechten Zionismus hingewiesen wurde. So have a look... 1: notina.net/13 2: notina.net/9 3: notina.net/14 |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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