Sie galten immer als ausgesprochene Traditionalisten, die Collas aus Alba. Ihre Weine aber wurden in den letzten Jahren immer moderner: fruchtbetont, elegant und zugänglich>> mehr
Wanderer, kommst du nach Franken...dann trink Silvaner! Die alte Rebe bringt den Winzern am Main nun wieder ertragreiche Ernten und Renommier-Weine ein>> mehr
Wenn sich ein deutscher Weinmacher in England und Neuseeland Meriten verdient, wie schmecken dann seine deutschen Weine? Großartig, jedenfalls wenn der Mann Johner heißt>> mehr
Es gibt Themen, von denen glaubt man, zu ihnen sei alles gesagt, und verspürt wenig Lust, sich immer wieder mit ihnen auseinanderzusetzen. Dann aber liest man Texte, wie den, der jetzt auf diesen Seiten erschien, und die man einfach nicht so ste...>> mehr
Dass viele Printmedien in der Krise sind, ist heutzutage fast eine Binse. Weinblogger Mario Scheuermann hat das gerade erst wieder in seinem drinktank für die Weinzeitschriften festgestellt, und dem ist an sich nicht viel hinzuzufügen. Was jedoch kei...>> mehr
Die EU-Weinmarktsreform bedroht unsere Steillagen? Das behaupten jedenfalls Deutschlands Weinbaufunktionäre und -politiker. Eine Gruppe von Moselwinzern zeigt jetzt, dass deutsche Winzer offenbar deutlich aufgeschlossener, moderner, kurzum schlauer sind a...>> mehr
Fast wäre mir die Mitteilung in die News auf ENO WorldWine gerutscht, bis ich - sozusagen in letzter Sekunde - merkte, dass sie dort nichts zu suchen hatte. "Italiens Schaumweine überholen die Champagne" lautete der Titel eines Artikels, den ich in e...>> mehr
Heute erhielt ich einen kleinen Umschlag, der etwas zu voluminös wirkte, um nur eine der üblichen Weihnachtskarten zu enthalten. So war meine Verblüffung auch erst einmal gar nicht so groß, als mir ein kleines, schwarzes Säckchen entg...>> mehr
Mal abgesehen davon, dass dieser gesamte Glaubenskrieg Tradition vs. Moderne heutzutage ziemlich lächerlich klingt, verstehe ich auch nicht im Mindesten, warum Conterno immer als Zeuge für den unbedingten Traditionalismus angeführt werde. Habe gerade mal in der Enzyklopädie des Italienischen Weins von 1995 nachgeschlagen: "Trotz dieser Beharrlichkeit haben sich auch in diesem Betrieb über das vergangene Jahrzehnt hinweg Neuerungen eingeschlichen. Die Weine Conternos werden heute von Donato Lanati analysiert und betreut, einem der besten Önologen Italiens. Mit ihm kamen temperaturkontrollierte Stahltanks für die Gärung, kleinere Holzfässer für die Farbstabilisierung, und vor allem wurden unter ihm die gelegentlichen, kleinen Schönheitsfehler wie flüchtige Säure oder Auszehrungserscheinungen eliminiert, die die Weinqualität in der Vergangenheit manchmal beeinträchtigt hatten. Die verschiedenen Barolo Conternos wurden dabei sauberer und fruchtiger, ohne ihre legendäre Kraft, Intensität und Langlebigkeit zu verlieren. " Die Wahrheit ist eben doch nie schwarz-weiß, wie ich schon an anderer Stelle betont habe: www.enobooks.de/aktuell/blog/vom-sterben-grosser-weine-und-des-gesunden-menschenverstands
Mal abgesehen davon, dass dieser gesamte Glaubenskrieg Tradition vs. Moderne heutzutage ziemlich lächerlich klingt, verstehe ich auch nicht im Mindesten, warum Conterno immer als Zeuge für den unbedingten Traditionalismus angeführt werde. Habe gerade mal in der Enzyklopädie des Italienischen Weins von 1995 nachgeschlagen: "Trotz dieser Beharrlichkeit haben sich auch in diesem Betrieb über das vergangene Jahrzehnt hinweg Neuerungen eingeschlichen. Die Weine Conternos werden heute von Donato Lanati analysiert und betreut, einem der besten Önologen Italiens. Mit ihm kamen temperaturkontrollierte Stahltanks für die Gärung, kleinere Holzfässer für die Farbstabilisierung, und vor allem wurden unter ihm die gelegentlichen, kleinen Schönheitsfehler wie flüchtige Säure oder Auszehrungserscheinungen eliminiert, die die Weinqualität in der Vergangenheit manchmal beeinträchtigt hatten. Die verschiedenen Barolo Conternos wurden dabei sauberer und fruchtiger, ohne ihre legendäre Kraft, Intensität und Langlebigkeit zu verlieren. " Die Wahrheit ist eben doch nie schwarz-weiß.
Lieber Herr Supp, wir sind uns vielleicht einig, dass es große, gute und andererseits mittelmäßige wie schlechte Weine gibt, dass Möglichkeiten existieren, zwischen diesen Weinen Unterschiede auszumac...
Hallo Herr Kosok,
danke für die ausführliche Antwort.
Ich lasse Nebensächlichkeiten einmal beiseite, wie etwa Ihr Betonen der Tatsache, dass bestimmte Begriffe und Formulierungen gar nicht von Ihnen selbst stammten. Meine Kritik bezog sich darauf, dass Sie sich diese Punkte offenbar zu eigen machten.
Einen einzigen Punkt möchte ich noch einmal aufgreifen. Sie kontern auf meine Anekdote von der missglückten Identifizierung moderner und traditioneller Weine im Rahmen einer Blindverkostung mit einer Behauptung der Stiftung Warentest, die man erstens getrost bezweifeln kann und die zweitens mit der Debatte nichts zu tun hat. Wenn Sie - wiederum im Zusammenhang mit einem Zitat, das Sie zustimmend und bestimmt nicht kritisch verwenden, behaupten, die Weine der Modernisten schmeckten nach Vanille (und sonstwas), aber nicht nach Barolo, dann heißt das doch, wenn ich der deutschen Sprache noch mächtig bin, dass man die Stilrichtung der Weine AM GESCHMACK erkennen kann. Anders kann ich diese Behauptung nicht erklären. Und der einzige valide Beweis für eine solche Behauptung liegt in dem, was auch in der Wissenschaft in solchen Fällen praktiziert wird. In einer Probe OHNE KENNTNIS des Erzeugers oder Weinnamens. Wenn ihre geschmacklichen Unterschiede nur in offener Probe, also in Kenntnis von Erzeuger und seiner Stilrichtung, wahrnehmbar sein sollten, dann halte ich das für schlichtweg irrellevant. Wie schon der alte Émile Peynaud sagte: "Ein eingebildetes Aroma ist bereits halb wahrgenommen", und das heißt - und das habe ich selbst bei unendlich vielen Gelegenheiten festgestellt -, dass bestimmte Barolos für bestimmte Menschen nach Vanille schmecken (oder auch nicht), WEIL sie wissen, von wem der Wein stammt und wie er gemacht wurde.
Auch Ihre Replik bezüglich der Aussage von Henri Jayer ist nicht zielführend, denn ich habe ausdrücklich von "großen" Rotweinen gesprochen. Das nicht jede dünne Plörre den Ausbau im Barrique verträgt, brauchen wir nun wirklich nicht zu diskutieren.
Lieber Eckhard Supp, italienische Dinge deutsch durchzudeklinieren ist immer ein riskantes Unterfangen. Das ist dann wie beim Morellino: Der wird klein geredet, weil Grosseto nicht der Rede wert ist....
Danke, dass Sie diese Karte gefunden haben, auf der ganz perfekt sichtbar wird, dass zwischen der Provinz Grosseto und der Region Umbrien im Norden die Provinz Siena, im Süden das Latium liegt.
Lieber Eckhard Supp, italienische Dinge deutsch durchzudeklinieren ist immer ein riskantes Unterfangen. Das ist dann wie beim Morellino: Der wird klein geredet, weil Grosseto nicht der Rede wert ist....
Es wird immer wirrer! Nein, die Provinz Grosseto grenzt nicht "unmittelbar an die Region(en) Umbria" an, dazwischen liegt die Provinz Siena. Und selbst wenn es so wäre, hätten Sie mit ihrer Aussage, dass der Morellino aus dem Grenzgebiet zu Umbrien kommt Unrecht, denn, wie Sie selbst schreiben, darf Morellino "nur innerhalb einer begrenzten Zone der Provinz Grosseto angebaut werden", und diese begrenzte Zone liegt zwar ziemlich nahe an der tyrrhenischen Küste, aber ziemlich weit von Umbrien entfernt. Aber wahrscheinlich sind Ihnen Fakten ("Neuere Daten, das gebe ich gerne zu, habe ich nicht.") ohnehin genauso egal, wie dem Autor des Artikels, den ich kritisierte. Damit belasse ich es dann mal.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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