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Wie immer wird auch dieser 9/11 um 24:00 Uhr enden. Wissen Sie, was sich dann ereignet haben wird?
Noch ist er jung, dieser Tag, zu dem wir hierzulande wieder einmal zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen worden sind. Wie oft, kann an den ersten Einträgen einer beliebten Suchmaschine aus dem www hintereinander weg gelesen werden: Vor 22 Stunden, vor einem Tag, am 18. August, am 24. November 2010.
Ja, es ist tatsächlich so, heute könnte wieder etwas passieren – Stromboli und Ätna spucken derzeit Glut und Asche, irgendwo kentert ein überladenes Schiff, die nächsten 500 Flüchtlinge werden in Lampedusa erwartet, der sonntägliche Rückreiseverkehr wird seinen üblichen Tribut an Opfer verlangen. Und ja, es könnte wieder jemandem mit Lust und Laune auf Martyrium, Heldenmut oder sonstiges tödliches Rollenspiel einfallen, willkürlich (mit) in den Tod zu reißen. Worauf sich, das sei der Vollständigkeit halber angemerkt, die Raison nicht nur einzelner Machthaber in irgendeinem Bananistan gründet.
Die Determination, mit der gegen Lebensrisiken vorgegangen wird (das größte ist ziemlich sicher der Tod), weist dabei zunehmend einen als Fürsorge verkleideten Willen auf, die Haftung auf die Allgemeinheit auszudehnen. Ein sehr treffendes Sittengemälde hat dazu gestern Soren Seelow in Le Monde geliefert. Unter „Certaines libertés ont aussi disparu le 11 Septembre 2001“ (dt.: Mit dem 11. September 2001 sind auch bestimmte Freiheiten verschwunden) schreibt er bezogen auf die Situation in Frankreich:
„Erinnern Sie sich. Es gab eine Zeit, als kein Militär auf dem Vorhof von Notre-Dame de Paris patrouillierte, als Ihre Emails nicht dem Risiko ausgesetzt waren, abgefangen zu werden, da Ihre peinlich berührte Miene auf dem Weg zum Büro nicht jeden Tag von Dutzenden Kameras verewigt wurde.“ Um dann im Detail aufzuzählen, wie die staatlichen Präsenzen, vor allem deren obrigkeitlichen Ausformungen in der Zeit ab 9/11 im „Land der Freiheiten“ unübersehbar geworden sind. „Ausnahmemaßnahmen wurden generalisiert und damit die urbane Landschaft und das Strafrecht umgestaltet“.
Vieles von dem, was eine seit 1995 ununterbrochene Präsidentschaft bestimmter Couleur in Frankreich vermochte, hat sich in Deutschland noch nicht durchsetzen können. Die Etappen werden freilich immer sichtbarer.
Der Einsatz von Militär im Inneren unterliegt hierzulande zweifacher Stoßrichtung. Einerseits die Umstellung auf eine Freiwilligenarmee – nicht mehr spätere Bäcker, Professoren oder Journalisten werden da dienen, sondern solche, denen das Gehorchen zum ureigenen Berufsethos gehört. Andererseits der wiederholte Anlauf, derartiger Auffassung von bewaffneter Gewalt die innere Sicherheit des Landes anheim zu stellen wie mit der jüngsten Klage Bayerns gegen das Luftsicherheitsgesetz.
Die Rasterfahndung im Netz, zu deren Grundpfeilern die Vorratsdatenspeicherung erkoren ist, wird demnächst wieder in Gesetzesform gegossen werden. Im Augenblick wird nur noch über die Länge der Aufbewahrungsfrist der Daten verhandelt und ist damit ein Abbild der Diskussion auf Ebene der Europäischen Union.
Die Vorverlegung der Strafwürdigkeit menschlichen Verhaltens auf sogenannte Vorbereitungshandlungen ist die deutsche Antwort auf „Antiterrorgesetze“ französischer Machart und hat hierzulande ebenfalls zu einem Novum geführt. Heribert Prantl (SZ vom 10.09.2011, „Staat mit starken Stacheln“) zu dem 2009 neu eingeführten § 89a StGB: „Die Vorschrift, eine der längsten, die es im Strafgesetz gibt, dient weniger der Verfolgung und Aburteilung von Tätern, als der Ermöglichung umfassender Ermittlungsmaßnahmen. Weit vor dem echten Verdacht, noch im Vorfeld einer Tat, soll mit dem Instrumentarium der Strafverfolgung zugegriffen werden können - auch gegen Leute, die nicht irgendeinem Netzwerk zuzuordnen sind.“
Die Hinlenkung der Aufmerksamkeit der Menschen auf bestimmte Quellen von Unsicherheit, deren gebetsmühlenartige Wiederholung, ist ein bisher probates Mittel, sie genau von den Eckpfeilern der Demokratie abzuziehen, zu deren Verteidigung die angeblichen Streben eingezogen werden, während sie sie tatsächlich unterminieren. Am Ende steht in Deutschland zunehmend nur noch ein Verfassungsgericht, dessen Kompetenz aber im gleichen Maß mit fragwürdigen Personalien wie die eines ehemaligen Ministerpräsidenten belastet wird.
So kleidet sich das heutige staatliche Selbstverständnis in den in allen Sprachen harmlos klingenden Satz: Sie haben ja nichts zu verbergen. Und täuscht darüber hinweg, dass Freiheit mindestens eine vor Verdächtigungen ist. Sie zu begründen wird immer mehr Aufgabe einer juristischen Fachsprache, die zu kompliziert ist, um allgemein verständlich zu sein. Womit Freiheit, diese immer wieder hart errungene Prämisse von Demokratie, zu einem Diskurs unter Spezialisten verkommt. Der Rest, einschließlich Denkmäler, ist fürs Volk. e2m
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Tja, wenn man etwas immer und immer wieder sagt wird es eben gelaubt. Einfach aber wirksam.
Ich habe nichst zu verbergen und Sie? Bei solch lautem gerede für Demokratie sollten Sie auf Ihre mails aufpassen und ja nicht mit zu vielen Leuten in kontakt stehen sonst enthüllen Sie Ihr Netztwerk noch...;-) |
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schrieb am
11.09.2011 um 12:11
"Ich habe nichst zu verbergen und Sie?"
Deswegen schreiben Sie hier unter Ihrem realen Namen? |
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@ Lara
Na wen haben wir denn da? Wie süss..;-) Sonst nichts zu sagen? Die Ironie schon wieder die sich doch immer so böse einschleicht!!! Wenn man sie nur verstehen könnte wäre das Leben leichter. Einen dicken schmatzi zum schluß ♥ |
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schrieb am
11.09.2011 um 16:25
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ich finde, der Beitrag bringt es auf dem Punkt, und noch mehr, wenn ich daran denke, daß ich noch dieses Jahr einen neuen Personalausweis benötige, mir dafür Fingerabdrücke abnehmen lassen muß ...
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Das tut praktisch nicht weh und ist völlig farb- und geruchlos: Die Abdrücke werden direkt von den Fingern eingescant. Ist das nicht Fortschritt?
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Es gibt nicht zu verbergen.
James Bamford:Post-September 11, NSA ‘enemies’ include us "Around the country, in tall, windowless telecom company buildings known as switches, NSA technicians quietly began installing beam-splitters to redirect duplicate copies of all phone calls and email messages to secret rooms behind electronic cipher locks.There, NSA software and hardware designed for “deep packet inspection” filtered through the billions of email messages looking for key names, words, phrases and addresses. The equipment also monitored phone conversations and even what pages people view on the Web — the porn sites they visit, the books they buy on Amazon, the social networks they interact with and the text messages they send and receive." Es gibt viel zu verbergen: “ It actually gave at a lower floor, not the floor where the plane hit, because we originally had thought there was like an internal detonation explosives because it went in succession, boom, boom, boom, boom, and then the tower came down.“ [Feuerwehrmann Edward Cachia] “ Somewhere around the middle of the World Trade Center, there was this orange and red flash coming out. Initially it was just one flash. Then this flash just kept popping all the way around the building and that building had started to explode. The popping sound, and with each popping sound it was initially an orange and then a red flash came out of the building and then it would just go all around the building on both sides as far as I could see. These popping sounds and the explosions were getting bigger, going both up and down and then all around the building.“ [Karin Deshore, Captain] "Amid the chaos, Ms. Davoren didn’t fully know what she’d been through. „She saw the first plane go in, but she never knew about the second plane,“ said Ms. Terry. „They were just running for their lives.“ Three footnotes: Ms. Terry added this: „Last week the FBI was all over the Trade Center. They were parked in our spot. They knew something was up.“ Quellen |
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The South Tower (WTC2) of the World Trade Center begins to "collapse", 56 minutes and 2 seconds after the impact of Flight 175. Most observers think a new explosion or impact has produced smoke and debris that now obscures the South Tower, but once the wind clears the smoke it becomes clear that the building is no longer there.(Wikipedia) Vor dem qualmenden WTC1 steht das WTC7, dass am Nachmittag des 11.9.2001 nahezu symmetrisch, innerhalb von 7 Sekunden, in z.T. freier Fallgeschwindigkeit kollabierte. Über den dritten Turm berichtete die Washington Post: "Architect Richard Gage is particularly disturbed by Building 7, a 47-story skyscraper, which was not hit by an aircraft, yet came down in “pure free-fall acceleration.” He also says that more than 100 first-responders reported explosions and flashes as the towers were falling and cited evidence of “multi-ton steel sections ejected laterally 600 ft. at 60 mph” and the “mid-air pulverization of 90,000 tons of concrete & metal decking." SPON schrieb 2010:"Ende dieses Monats werden die Ermittler des NIST den seit langem erwarteten Bericht laut BBC voraussichtlich vorstellen – und vermutlich mitteilen, dass normale Feuer in mehreren Etagen den Zusammensturz des dritten Turmes verursacht haben. Damit wäre es weltweit das bisher einzige Hochhaus aus Stahl, das infolge eines Brandes eingestürzt ist."2007 noch erklärte NIST:"We are unable to provide a full explanation of the total collapse. Der Tagesanzeiger:" Nach meiner Meinung ist das Gebäude WTC 7 mit grosser Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden", sagt Hugo Bachmann, emeritierter ETH-Professor für Baustatik und Konstruktion. Und auch Jörg Schneider, ebenfalls emeritierter ETH-Professor für Baustatik und Konstruktion, deutet die wenigen vorhandenen Videoaufnahmen als Hinweise, dass "das Gebäude WTC 7 mit grosser Wahrscheinlichkeit gesprengt wurde." |
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@Gold Star For Robot Boy schrieb am 11.09.2011 um 19:50
Sie glauben diesen Mist echt, gell? |
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Das hat nichts mit Glauben sondern mehr mit Physik zu tun. Aber wenn SIE glauben, dass eine massive 47-stöckige Stahlkonstruktion aufgrund von Feuern, innerhalb weniger Sekunden, in z.T. freier Fallgeschwindigkeit, nahezu symmetrisch zu Boden rauscht, obwohl es von keinem Flugzeug getroffen und vergleichsweise leicht beschädigt wurde,bitte erklären Sie mal wie das funktioniert.
7 Facts about Building 7: 1) If fire caused Building 7 to collapse, it would be the first ever fire-induced collapse of a steel-frame high-rise. 2) Building 7’s collapse was not mentioned in the 9/11 Commission Report. 3) According to a Zogby poll in 2006, 43% of Americans did not know about Building 7. 4) It took the federal government seven years to conduct an investigation and issue a report for Building 7. 5) 1,500+ architects and engineers have signed a petition calling for a new investigation into the destruction of Building 7, specifying that it should include a full inquiry into the possible use of explosives. 6) Numerous witnesses say the possibility of demolishing Building 7 was widely discussed by emergency personnel at the scene and advocated by the building’s owner. 7) Building 7 housed several intelligence and law enforcement agencies, and the NYC Office of Emergency Management’s Emergency Operations Center, more commonly known as “Giuliani’s Bunker”. |
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Das hat nichts mit Glauben sondern mehr mit Physik zu tun. Aber wenn SIE glauben, dass eine massive 47-stöckige Stahlkonstruktion aufgrund von Feuern, innerhalb weniger Sekunden, in z.T. freier Fallgeschwindigkeit, nahezu symmetrisch zu Boden rauscht, obwohl es von keinem Flugzeug getroffen und vergleichsweise leicht beschädigt wurde,bitte erklären Sie mal wie das funktioniert.
7 Facts about Building 7: 1) If fire caused Building 7 to collapse, it would be the first ever fire-induced collapse of a steel-frame high-rise. 2) Building 7’s collapse was not mentioned in the 9/11 Commission Report. 3) According to a Zogby poll in 2006, 43% of Americans did not know about Building 7. 4) It took the federal government seven years to conduct an investigation and issue a report for Building 7. 5) 1,500+ architects and engineers have signed a petition calling for a new investigation into the destruction of Building 7, specifying that it should include a full inquiry into the possible use of explosives. 6) Numerous witnesses say the possibility of demolishing Building 7 was widely discussed by emergency personnel at the scene and advocated by the building’s owner. 7) Building 7 housed several intelligence and law enforcement agencies, and the NYC Office of Emergency Management’s Emergency Operations Center, more commonly known as “Giuliani’s Bunker”. |
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Ich fragte mich sehr lange, ob ich der Story derjenigen glauben sollte, die damals im Weißen Haus saßen.
Ich weiß heute für mich - damals vermutete ich das lediglich - , das waren und sind ausgemachte Verbrecher (für Meister: z. B. G. W. Bush, D. Rumsfeld, D. Cheney, auch T. Wolfowitz, um nur wenige illustre Namen zu nennen). Sie , Daniel Meister, glauben also eher den Interpretationen solcher Verbrecher als ihrem Verstand und eventuellen eigenen physikalischen Denkanstrengungen zu trauen? Passt das zu Ihnen? Ich befürchte es fast. Sie haben demnach fach sehr große Angst vor Realitäten. Deshalb flüchten Sie sich in die Ideologien, die Sie hier unermüdlich wiederkäuen und propagieren. Wie lange das wohl noch tragen mag? |
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@Gold Star For Robot Boy schrieb am 11.09.2011 um 20:59
Das sind doch keine Fakten. Diese Verschwörungstheorie wurde zigmal widerlegt. Deshalb "glauben". Sie wollen IHRE Wahrheit, wie ein religiöser Fanatiker. Argumente helfen da wenig. Und da Sie wohl Experte sind: - wer hat Kennedy ermordet? - war die Mondlandung echt? - Pearl Harbor? - der Yeti? |
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@FOXEL
Sie haben keinen Anstand und bezeichnen immer dann Andersdenkende Politiker als "Verbrecher", wenn IHNEN die Realität nicht passt. Ich bin kein Freund der Linken, aber würde mich Hüten, Gysi oder Chavez einen Verbrecher zu schimpfen. |
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@FOXEL
Sie haben keinen Anstand und bezeichnen immer dann Andersdenkende Politiker als "Verbrecher", wenn IHNEN die Realität nicht passt. Ich bin kein Freund der Linken, aber würde mich Hüten, Gysi oder Chavez einen Verbrecher zu schimpfen. |
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@Daniel Meister
Es gibt nur EINE Verschwörungstheorie, die offizielle Version der Vorgänge um den 11. September. Dabei handelt es sich um perfekte Propaganda. Wer auch nur die Grundzüge der Physik verstanden hat, der weiß, dass kein Gebäude mit Stahlkonstruktion dieser Welt in nahezu freier Fallgeschwindigkeit in sich zusammenbricht, wenn dieser Vorgang nicht mit gezielten an sensiblen Stellen der Konstruktion mit Sprengladungen unterstützt wird. Im Übrigen: wenn ein Flugzeug das WTC 2 und 3 zum Einstürzen brachte, was die Erbauer und Architekten des WTC im Gegensatz zum NIST ausschlossen, da das Gebäude von ihnen so konstruiert und gebaut wurde, dass es den Einschlag eines Jumbo(!)-Jets (Boeing 747) hätte überstehen können, dann bleibt immer noch die Frage, warum das WTC 7 in gleicher Weise in sich zusammenstürzte: Zwei Flugzeuge, drei Gebäude! Im Übrigen: Weder vor, noch nach 9/11, ist je ein Hochhaus durch den Ausbruch eines Feuers in sich zusammengebrochen. Wer sich also für die wissenschaftliche Darstellung der Vorgänge interessiert, der schaue bitte hier: Ein Vortrag zum Thema von Prof. Dr. Niels Harrit, gehalten am 10.04.2011 in Hamburg, Teil 1 und 2. |
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...und die beiden Verkehrsmaschinen hat man "geopfert",klar....Manchmal denkt man,man schreibt hier mit 16jährigen
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schrieb am
12.09.2011 um 07:46
@Gero:
offizielle Version für Normbürger: A: "Also die Darstellung, dass die Hochhäuser bis auf das Fundament in sich zusammenfallen, wenn Flugzeuge in den oberen Teil prallen, ist ja physikalisch sehr unplausibel." B: "Nein, die sind ja nicht einfach zusammengefallen, sondern abgebrannt". A: "Durch ein Feuer, das sich von oben nach unten ausbereitet, und in Hochhäusern aus Stahlbeton? Oder waren die aus Holz gebaut worden und die Flugzeuge sind in die unteren Stockwerke gekracht?" B: "Hm. Ich glaub, die haben sich da schier unglaubliche Schlampereien bei der Aufklärung geleistet" A: "Ja, da hams wohl recht, das sind lauter Deppen." B: "Prost, Deppen sans, freilich, das erklärt alles!" A: "Prost" |
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@Meister DAniel der Pumuckl.
Pearl Harbour Inzwischen wurden Dokumente freigegeben, nach über 50 Jahren. Es ist offizielle bestätigt, daß die US genau wußten, daß ein japanischer Angriff bevorstand. Der Stützpunkt wurde eigens geschaffen, um die Japaner zu provozieren. Die Bürger der US wollten sich nicht um den Krieg kümmern, nicht gegen Japan einschreiten. Also brauchte es einen Grund, um sie umzustimmen. Sicher kann man den Militärs nicht vorwerfen, die Japaner provoziert zu haben, die waren damals aggressive Eroberer. Aber sie haben den Angriff mit Absicht nicht unterbunden, damit die Verluste hoch genug sind, um die Menschen der US aufzustacheln. Insbesondere haben sie also eigene Leute geopfert. Während der Kuba-Krise wurden ernsthaft Pläne diskutiert, eine Passagiermaschine über Kuba zu sprengen und damit einen Abschuß vorzutäuschen. Kennedy lies sich nicht dazu treiben, aber CIA und andere Berater prüften ernsthaft solche Aktionen. |
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@Richard der Hayek schrieb am 12.09.2011 um 11:54
So nicht. Sie verfälschen Geschichte, geben Halbwahrheiten und Vermutungen als Fakten aus! Provokation der Japaner? Die USA hatten wohl jedes Recht auf Ihrem ureigensten Territorium einen en Flottenstützpunkt zu errichten. Zudem war er durchaus notwendig, wenn man denn ungeheueren Expansionsdruck Japans bedenkt. "Den Angriff nicht unterbunden"! Sie unterstellen, dass ABSICHTLICH Menschen geopfert wurden, um das Volk "aufzustacheln"! Wahnsinn. Back to school. Lesen Sie mal richtige Bücher und weniger Verschwörungsreißer! |
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@Richard der Hayek schrieb am 12.09.2011 um 11:54
So nicht. Sie verfälschen Geschichte, geben Halbwahrheiten und Vermutungen als Fakten aus! Provokation der Japaner? Die USA hatten wohl jedes Recht auf Ihrem ureigensten Territorium einen en Flottenstützpunkt zu errichten. Zudem war er durchaus notwendig, wenn man denn ungeheueren Expansionsdruck Japans bedenkt. "Den Angriff nicht unterbunden"! Sie unterstellen, dass ABSICHTLICH Menschen geopfert wurden, um das Volk "aufzustacheln"! Wahnsinn. Back to school. Lesen Sie mal richtige Bücher und weniger Verschwörungsreißer! |
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Eine Frage an die Verschwörungsdiskutanten: Wann ist eigentlich der Moment erreicht, da Verschwörungstheorien zum Gegenstand von Verschwörungstheorien werden?
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q ed2murrow schrieb am 12.09.2011 um 01:02
Eine Frage an die Verschwörungsdiskutanten: Wann ist eigentlich der Moment erreicht, da Verschwörungstheorien zum Gegenstand von Verschwörungstheorien werden? Das geschieht von Seiten der Herrschenden immer dann, wenn die kritische Verschwörungstheorie der ersten Ebene sich als gesellschaftliche Praxis erster Ordnung herausgestellt hat. |
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Wenn ich richtig orientiert bin, gibt es mittlerweile pro/contra 4 Standardwerke zu 9/11. Ungefähr so viele wie zur Landung auf dem Mond. Nun werden Sie mir gleich erklären, welche "von Seiten der Herrschenden" stammen.
Btw: www.sueddeutsche.de/politik/krude-theorien-um-verschwoerungsglaube-eine-ideologie-aus-der-mitte-der-gesellschaft-1.1141196 So laufen Verortungen, nicht wahr? |
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Die Seite der Herrschenden:
"Let us never tolerate outrageous conspiracy theories concerning the attacks of September 11th – malicious lies that attempt to shift blame away from the terrorists themselves, away from the guilty.(…) As I told the American people, freedom and fear are at war. We face enemies that hate, not our policies,-but our existence – the tolerance and openness and creative culture that define us.(…) We know that evil is real, but good will prevail against it.“ (GW Bush 2001) "Das Schöne ist: Auch die offizielle Version ist die Geschichte der Verschwörung einiger Al-Kaida-Mitglieder um Osama bin Laden – und damit wissenschaftlich gesehen eine lupenreine Verschwörungstheorie." (Lucas Martin/t-online Nachrichten) "Cass Sunstein has long been one of Barack Obama’s closest confidants. Often mentioned as a likely Obama nominee to the Supreme Court, Sunstein is currently Obama’s head of the Office of Information and Regulatory Affairs where, among other things, he is responsible for „overseeing policies relating to privacy, information quality, and statistical programs.“ In 2008, while at Harvard Law School, Sunstein co-wrote a truly pernicious paper proposing that the U.S. Government employ teams of covert agents and pseudo-“independent“ advocates to „cognitively infiltrate“ online groups and websites — as well as other activist groups — which advocate views that Sunstein deems „false conspiracy theories“ about the Government. This would be designed to increase citizens’ faith in government officials and undermine the credibility of conspiracists.(…) What is most odious and revealing about Sunstein’s worldview is his condescending, self-loving belief that „false conspiracy theories“ are largely the province of fringe, ignorant Internet masses and the Muslim world. That, he claims, is where these conspiracy theories thrive most vibrantly, and he focuses on various 9/11 theories — both domestically and in Muslim countries — as his prime example."(Salon) Und so trollen haufenweise Sockenpuppen durchs Netz, säubern Wikipedia Artikel, infiltrieren Diskussionen, Journalisten löschen ganz einfach was nicht in die offizielle VT passt und wenn gar nichts mehr geht wird der Pauschalvorwuf des Antisemitismus, Antiamerikanismus erhoben oder über die Mondlandung schwadroniert. Schöne neue Welt. ![]() machtelite.wordpress.com/2011/08/31/der-zehnte-jahrestag-der-anschlage-vom-11-september-2001/ |
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@ ed2murrow schrieb am 12.09.2011 um 01:23
Nun werden Sie mir gleich erklären, welche "von Seiten der Herrschenden" stammen. Nö, warum müsste oder sollte ich? Ich hatte nur einen kleine logische Figur gezeichnet, für Inhalte haben sie die Hoheit in Ihrem Blog, wenn ich das richtig beobachte. No offence meant. Carry on, ed2murrow! |
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@ed2murrow
Meinung und Macht können manchmal eine unheilige Allianz bilden. Dabei verdrängt das Gefühl der Macht sehr schnell das Bewußtsein der Verantwortung. Es gibt nur eine offiziell anerkannte Verschwörungstheorie, nämlich die offizielle Version der Vorgänge um den 11. September. Lesen Sie in George Orwells „1984“ noch einmal etwas über Newspeak, Doublethink, Big Brother, Thought Police, Records Department, Fiction Department nach. "Doublethink: To know and not to know, to be conscious of complete truthfulness while telling carefully constructed lies, ... to repudiate morality while laying claim to it, to believe that democracy was impossible and that the Party was the guardian of democracy: to forget whatever it was necessary to forget... WAR IS PEACE FREEDOM IS SLAVERY IGNORANCE IS STRENGTH" Vielleicht ist die Erkenntnis, dass die Drahtzieher und Verantwortlichen dieses Verbrechens niemals vor dem Internationalen Gerichtshof von Den Haag landen werden, genauso zutreffend wie die, dass die meisten Menschen lieber ihre Illusion von Freiheit genießen wollen, statt einsehen zu müssen, dass ihre Freiheit auch eine Illusion ist. |
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@ Uwe Theel
Meine bescheidenen Deutschkenntnisse reichten gerade noch, lieber Uwe Theel, um auch ohne englische Versicherung verstanden zu haben, dass Sie nicht angreifen, sondern eine Gleichung hinstellen wollten. Dazu hatte ich Ihnen eine andere Auffassung durch Verlinkung auf einen SZ-Artikel angeboten. Was ich an derartigem Aneinander-vorbei-Schreiben immer wieder bedaure: Vor lauter Theorie kommt das Thema der ganz praktischen Umsetzung von "Antiterrormaßnahmen" unter die Räder. Dabei hat Deutschland solche verheerenden Anschläge wie in den USA, GB oder Spanien noch nicht einmal erlebt (es aber auch müßig wäre, den hypothetischen Diskussionsverlauf unter solcher Prämisse zu ventilieren). |
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@ ed2murrow schrieb am 12.09.2011 um 01:02
Vermutlich ist die Frage zwar nur halb ernst gemeint und bleibt damit ohne Not unter ihren Möglichkeiten, aber man kann mit hinreichender Sicherheit davon ausgehen, daß ein Großteil der kurrenten Theorien über das Geschehen vom 11. September 2001 von interessierter Seite angefüttert worden ist. Wäre ich, sagen wir: CIA-Chef, würde ich jedenfalls genau so handeln: Wirf den interessierten Spiel- und Rummelplätzen rationalisierungssüchtiger Intelligenz etwas zu beißen hin und sie ist, wie man in diesen Tagen sehr eindrücklich sieht, mindestens eine Dekade lang damit beschäftigt, "Fakten", "Hintergründe", "Vorgeschichte" und "Motive" hin- und her- und totzuwälzen und in dieser Zeit schlicht zu beschäftigt, um auf blöde Gedanken zu kommen, die irgendeinem besetzten Stuhl gefährlich werden. Und das funktioniert ja auch ganz prächtig, oder? Immerhin ist die demokratische Öffentlichkeit es seit beinahe 200 Jahren gewohnt, das Treiben "ihres" Herrschaftspersonals aus der Kammerdienerperspektive und mit altehrwürdigen Verfahren der Hofastrologie daraufhin zu befragen, ob es sich auch nur ja in Übereinstimmung mit individuell zustimmungswürdigen Moralprinzipien befinde. Und das ist dann auch schon der ganze Inhalt dieser "Kritik", die niemandem weh tut und gerade deshalb so überaus fungibel ist auf dem Markt der ideologischen Wellnessangebote. Während also ganze Heerscharen von Freizeitermittlern rund um den Globus damit beschäftigt sind, auch den allerletzten "Widerspruch" der regierungsamtlichen Erklärungen aufzudecken, kommt kein Mensch auf die Idee, daß das alles nur die Schauseite eines gesellschaftlichen Verhältnisses sein könnte, das in der Tat Kritik verdiente: Das Recht der offiziellen Staatsgewalt, inoffizielle Angreifer rest- und ausnahmslos zu Humus zu verarbeiten, ist allemal so selbstverständlich geworden und jedem Staatsbürger dieser Welt so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, daß es ihm gar nicht erst einfällt, genau da den Boschhammer anzusetzen und nicht etwa ganze Regalmeter Literatur darüber zu verfassen, ob der Anlaß zu dieser hoheitlichen Maßnahme überhaupt einer war! Und so kann sich aus diesem gut sortierten Gemischtwarenladen ein jeder nehmen, was ihm zusagt: die einen den intellektuellen Schauder beim Studium solch hervorragender kriminalistischer Feinmechanik, die einmal mehr sich an irgendwelchen "Ungereimtheiten" in der offiziösen Darstellung gütlich tut; die andern das kleinbürgerlich-faschistoide Ressentiment, daß "die da oben" ja ohnehin allesamt Halunken, Betrüger und Halsabschneider sind und allesamt unter einer Decke stecken, auf die nach der Wachablösung die nächste "starke Hand" gescheit draufhauen möge, weil es bekanntlich keinen Falschen erwischt. |
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Josef, dass ist ein starker Kommentar.
"Das Recht der offiziellen Staatsgewalt, inoffizielle Angreifer rest- und ausnahmslos zu Humus zu verarbeiten, ist allemal so selbstverständlich geworden und jedem Staatsbürger dieser Welt so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, daß es ihm gar nicht erst einfällt, genau da den Boschhammer anzusetzen und nicht etwa ganze Regalmeter Literatur darüber zu verfassen, ob der Anlaß zu dieser hoheitlichen Maßnahme überhaupt einer war!" DAs sehe ich genauso. Es geht doch gar nicht um die "Halunken da oben", sondern darum, welchen Weg, oder welche Form der Propaganda man gewählt hat, um die Veränderung der Freiheitsrechte der "unwissenden Herde", wie sie Chomsky charakterisierte, in der westlichen Welt durchzudrücken. Eine derartige Beschneidung der Freiheitsrechte in den Staaten der westlichen Welt wäre ohne dieses inszenierte Menetekel gar nicht möglich gewesen. Wir werden alle Augenzeugen einer Vorstellung, eines Zaubertricks, der genauso real ist, wie die schwebende Jungfrau und leiten daraus ab, wie wir demnächst unsere Nächte im Zelt auf dem Campingplatz verbringen. Schwebend natürlich. Und jeder der sagt, dass es sich dabei um einen Trick handelt und gar nicht real sei, und wir lieber wieder auf Klappbetten schlafen sollten, der wird verlacht, weil ALLE haben ja gesehen, dass die Jungfrau schwebt. Wir unterscheiden nicht mehr zwischen Anlass und Ursache für den Krieg im Irak, für Nacktscanner, für die Erhebung biometrischer Daten, für das Mitnahmeverbot von Nagelscheren im Handgepäck. Es ist noch schlimmer. Wir verwechseln Anlass und Ursache. |
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@ Gold Star For Robot Boy schrieb am 12.09.2011 um 09:21 Die von Ihnen untereinander gestellten Zitate haben einen inneren Zusammenhang und erfüllen offenkundig zwei Zwecke. Der innere Zusammenhang wäre der einer Perpetuierung von Macht, um deren Erhalt Willen Präsidenten der USA unabhängig von ihrer Biographie, politischen Provenienz und ausgedrückten Überzeugung die öffentliche (und veröffentlichte) Meinung manipulierten. Der erste Zweck ist, Editierungen in ZEIT-online als Kniefall vor derartiger Politik zu demonstrieren. Der zweite wäre, Menschen, die eine andere Auffassung zu dem Thema haben, mit Blick auf Aldous Huxley als „trollende Sockenpuppen“, die mit „Pauschalvorwürfen … schwadronieren“ zu etikettieren. Ich meine: Öffentliche Meinung zu beeinflussen ist das zweitälteste Gewerbe in der Demokratie. Ich kann keine allgemeingültige Antwort darauf geben, (ab) wann, wie, womit dies zu einer Verschwörung auswächst. Das von Ihnen angeführte Beispiel taugt aber, so viel steht für mich fest, dazu nicht. Denn der von Ihnen zitierte (und von mir sehr geschätzte, weil des Schreibens wirklich Kundige) Glenn Greenwald aus salon.com beruft sich in seinem Artikel „Obama confidant's spine-chilling proposal“ vom 15. Januar 2010 erkennbar auf eine am 17. Januar 2008 erstmals veröffentlichte Thesis zu „Conspiracy Theories“ von Cass R. Sunstein. Nota bene: Veröffentlicht. Und weil das so ist, also klar im Licht der Schreibtischlampe gelesen werden kann, ist es weder Verschwörung noch Theorie, sondern ganz praktische Evidenz. In dem Zusammenhang räumt Greenwald ein: „There's no evidence that the Obama administration has actually implemented a program exactly of the type advocated by Sunstein.“ So dass er sich darauf beschränken muss, darüber zu schreiben, welche „Mentalität“ in Sunstein stecke, was es angesichts der „Nähe zum Präsidenten wert“ sei. Wie groß diese „Nähe“ tatsächlich ist, ist ebenfalls kein Fall für Spekulation und/oder Verschwörung, sondern die Frage nach der Rolle des Office of Information and Regulatory Affairs, dem Sunstein vorsitzt. Hierzu (link) und zum Executive Order 12866 (link) empfehle ich die Selbstlektüre. Das ist Teil offener politischer Diskussion. Der Brückenschlag bis zur Moderation bei ZEIT-online ist also ziemlich weit, sozusagen weltumspannend: Die große planende Hand, die sogar Kommentare aus einem Leserforum ausradiert. In ihrem eigenen (verlinkten) Artikel nennen Sie die Menschen, die Ihrer Erkenntnis nicht folgen, „Bildungsferne US-Schüler und von Guido Knopp indoktrinierte Coach Potatos“ sowie „politisch Verantwortliche aller Parteien gefolgt von diversen Lohnschreibern der sog. Vierten Gewalt“, die „einem kollektiven Blackout anheim“ fallen. In Erwiderung auf meine Frage, ab wann „Verschwörungstheorien zum Gegenstand von Verschwörungstheorien“ würden, haben Sie mit den eingangs zitierten Etikettierungen reagiert. Ich finde, auf Ihre Art haben Sie meine Frage nicht nur beantwortet, sondern ganz praktisch die Genese von Verschwörungstheorien veranschaulicht. Es fehlt nur noch die Empathie der 9/11-Truther. |
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Ich korrodiere den ersten Satz wie folgt:
"Josef, das ist ein starker Kommentar." Alle weiteren Richtschreibfehler bitte ich zu überlesen. |
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@ GeroSteiner schrieb am 12.09.2011 um 12:09 und am 12.09.2011 um 13:18 Nach GSFRB’s Huxley nun das zweite Standardwerk des Zukunftspessimismus. Dabei verrätst Du doch mit „Meinung und Macht können manchmal eine unheilige Allianz bilden“ kein Geheimnis; im Gegenteil, Du verniedlichst damit sogar einen klaren Befund. Animal Farm (1945), 1984 (1949) und A brave new world (1938) waren Reaktionen auf Erlebtes, Gelesenes, Rezipiertes. Das geht (willkürlich aneinander gereiht) von der Lobrede auf Rom des Aelius Aristides über Machivellis Il Principe, diversen Chroniken bis hin zum Reichspropagandaministerium, dem Kriege herbei schreibenden Hearst, um schließlich jüngst bei Murdoch zu landen. Einige der effektivsten Schriften in der Hinsicht werden „heilig“ genannt. In der Hinsicht ist das Konzil von Nicäa nach wie vor lehrreich. In einem vorhergehenden Beitrag hatte ich eine Sendung bei ARTE empfohlen (New York tomorrow) und bemerkt „als Kontrastprogramm zum Gedenken, das rückwärtsgewandt begangen wird“. Wenn ich also die heute geltenden Gesetze in Deutschland deute, dann mache ich einen Kontext auf, der unmittelbar und jeden betrifft. Und es bleibt jedem unbenommen, sich deren Weiterungen auszudenken. Du hast recht, vor dem Haager Tribunal werden die Verantwortlichen nicht stehen: Sie sind entweder tot oder werden geschützt. Proskriptionen, lieber Gero, waren schon immer effektiver als justizförmige Verfahren. Wie effektiv, demonstrierst auch Du mir, wenn Du schreibst: „Eine derartige Beschneidung der Freiheitsrechte in den Staaten der westlichen Welt wäre ohne dieses inszenierte Menetekel gar nicht möglich gewesen.“ Wir hatten es europaweit mit den Antiterrorgesetzen aus Anlass von RAF, Roten Brigaden, ETA (nur um die Bekanntesten zu nennen). Es ist mir nicht bekannt, dass derartige Gesetze je wieder abgemildert worden wären. Sie sind, im Gegenteil, weiter verschärft worden. Und doch diskutieren wir im vorliegenden Thread wiederum nicht über die konkreten Auswirkungen, sondern über hypothetische Abläufe. |
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@ j-ap schrieb am 12.09.2011 um 13:00
Meine knapp hingeworfene Frage hat einen recht fulminanten Erfolg gehabt, wie ich Deinen extra dafür angefertigten Formulierungen entnehmen kann. Wobei ich zu Deiner Ehrenrettung^^ anmerke: Das cui bono stellst Du als einer der Wenigen ans Ende der Betrachtung, erhebst es nicht zu einer Beweisfunktion und weist Spekulationen als solche aus. Aber wir sollten uns nicht zu oft gemeinsam in Foren sehen lassen. Sonst kommt jemand noch auf den Gedanken, wir zwei bildeten eine auf Teilhabe an der öffentlichen Willensbildung gerichtete Versammlung, die angezeigt, pardon: angemeldet gehört. Auf eine Diskussion darüber, wer nun Versammlungsleiter ist, würde ich mich mit Dir nur ungern einlassen ;) |
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@ed2murrow am 12.09.2011 um 15:08
"Es ist mir nicht bekannt, dass derartige Gesetze je wieder abgemildert worden wären. Sie sind, im Gegenteil, weiter verschärft worden." Die Notstandsgesetze sind nach wie vor in Kraft. Wenn man's genau nimmt, ist ja nicht der Terrorismus, sondern ein Satz von Schmitt (Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.) die wirkliche Bedrohung unserer Freiheit. Die Lehren jenes Herrn Schmitt werden zur Zeit in vielen Teilen der Welt, aber besonders in den USA sehr ausgiebig studiert. (In den USA wurde sein Gedankengut von Leo Strauss an der Universität von Chicago gelehrt, und hat excellente Schüler wie Wolfowitz und Shulsky hervorgebracht.) Demzufolge sei der Ernstfall des Rechts das Ausnahmerecht, ein "Feindrecht", das an die Stelle der Verfassung trete. Daraus abgeleitet kann der Staat von seinen Bürgern auch "Bürgeropfer" fordern, notfalls sogar das Leben, beispielsweise beim Abschuss von Verkehrsmaschinen, die von Terroristen gekapert wurden. Glück gehabt! Das Bundesverfassungsgericht hat es noch verhindern können. Da der Souverän unseres Staates das Volk ist, denn "alle Staatsgewalt geht vom Volke aus", was manche schon mal vergessen, ist es nur blöd, dass das Volk keine Möglichkeit hat, über den Ausnahmezustand zu befinden. Warum? Weil das demokratische Gesetzgebungsverfahren Regeln erstellt, keine Ausnahmen. Eine einzige Abweichung gibt es bislang, die ist allerdings (glücklicherweise) ohne gravierende Folgen geblieben: die oben erwähnten Notstandsgesetze vom 30. Mai 1968. Die Jünger des Hern Schmitt denken dagegen sehr rigoros: Wer den Ausnahmezustand verhängen kann, ist der Souverän. Und die Legitimation dafür ist der 11. September 2001. Der Staat nimmt sich was er braucht - als Beweis seiner Souveränität. Das genau ist die Logik aus der die amerikanischen Potentaten regieren. Der "Krieg gegen den Terror" ist lediglich der letzte Beweis dafür, dass die liberalen Spinner in Europa widerlegt sind. Bleibt die Frage, ob das jetzt nur eine Ironie des Schicksals ist, dass sie ihre Ideologie ausgerechnet auf dem Gedankengut des ehemaligen Chefjuristen der Nazis aufbauen. |
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Ich hatte den Eindruck gewonnen, dass, Schmitts frühe Thesen angewandt, heute China weitestgehend dessen Vorstellungen entsprechen würde. Was ganze Generationen von Rote-Bücher-Schwenker, vor allem die heute angegrauten, in arge Begründungsbredouillen stürzen würde.
Ganz interessant, weil an der Person selbst identifizierbar, ist in der Hinsicht Otto Schily. In seine Ägide als Bundesinnenminister fallen so Dinge wie biometrische Daten in Identifikationspapieren, wie die erste Fassung des Luftfahrtgesetzes mit Abschussgenehmigung und die Affäre al-Masri. Diese Vorgänge sind nicht nur durch seine ministerielle Unterschrift besiegelt, sondern von Herrn Schily in weiten Teilen initiiert. Es fehlt leider der ultimative Beweis, dass dies seine Wiederwahl als Abgeordneter verhindert hätte, denn er trat 2009 nicht mehr an, das Luftsicherheitsgesetz (das erste, das seit WKII expressis verbis die zielgerichtete Tötung einer nicht feststehenden Zahl von Zivilisten zur „Gefahrenabwehr“ vorsah) stammt aus 2005. Aber er war insgesamt für zwei „Sicherheitspakete“ verantwortlich Nun kann man sich fragen: Ist er mit seinen Handlungen einem „Wählerauftrag“ gefolgt und/oder hat er Schmitts These bestätigt/umgesetzt, wonach der Normalfall nichts, der Ausnahmefall dagegen alles beweise und/oder ist er genau der Normgeber gewesen, der gegen die Verfassung (und da, um mit Schmitt zu argumentieren: gegen den politischen oder den normativen Teil) verstößt, um eine (wie auch immer gedachte) Ordnung herzustellen? Ich glaube, lieber Gero Steiner, Nachbars Früchte mögen noch so verführerisch sein, aber ein bisschen Gartenpflege auf dem eigenen Obstanger täte gar nicht schaden. Dafür gibt es sogar eine eigene Kolumne auf der Freitag ;) |
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Gero und ed2murrow:
I. Was ist eine Verschwörung? Eine geheime Abrede von (mindestens) zwei Menschen zu Lasten eines Dritten. (Ich lasse hier mal aus schierer Zeitnot die Spezialfälle weg, die zB historisch das Heilige Offizium oder verschiedene Formen von Geheimpolizei betreffen. Um die gehts hier nicht vorrangig.) Schon nach dieser simplen Bestimmung fällt uns auf, daß wir das doch noch irgendwoher kennen, oder? Woher? Richtig: Genau so funktioniert die Konkurrenz im bürgerlichen Staat, sowohl nach innen als Konkurrenz der zu Subjekten formierten Staatsbürger als auch die Konkurrenz der Staaten untereinander! Das -- und nicht etwa heimlich-hinterkulissige Machtgier, "abuse of power" o. ä. Schmarrn -- ist der Grund dafür, daß eine Staatsgewalt, die sich nach innen prinzipiell als konkurrenzlos höchste Ordnungsmacht setzt und damit zum unhintergehbaren Prinzip aller nur möglichen gesellschaftlichen Verbindungen (Gewaltmonopol) macht (sogar noch bevor die so zur souveränen Behandlung durch den Staat ausersehenen Menschen überhaupt in die Verlegenheit kommen, welche einzugehen; in "zivilisierten" bürgerlichen Gesellschaften gibt es nämlich erst gar keinen anderen sozialen Verhältnisse als solche, die die Staatsmacht schon immer zur Voraussetzung haben!), nach außen, im Verhältnis zu anderen Staaten, aber zugleich auf die Schranke eben dieser Macht stößt, die sich mal nur theoretisch, mal auch praktisch mit der Reichweite auswärtiger Gewaltmittel vergleichen muß (Krieg), um Bestand zu haben. Genau diesen Gewaltzusammenhang erklärt aber keine einzige der gängigen Verschwörungstheorien, sondern verhimmelt ihn im Gegenteil, indem sie über die Macht des Staates -- Politik -- gar nichts kommen läßt, sich sogar noch einen Idealtypus der Staatsmacht als Hebel fürs soziale Interesse daneben und dazu erfindet, an dem gemessen der einzige Mangel der realen Verhältnisse der sein soll, daß sich das Herrschaftspersonal beständig an seinem Auftrag vergeht und so das "Volk" um die gute, wahre, schöne und gerechte Herrschaft betrügt. Das ist indiskutabel. II. Daß man bei solchen Überlegungen früger oder später auf Carl Schmitt stößt, liegt auf der Hand. Warum ihr die Diskussion aber genau am falschen Punkt beginnt, ist mir schleierhaft. Im Zentrum des Schmitt'schen Denkens stehen zwei Begriffe: 1. Souveränität; 2. "das Politische". Punkt 1 spielt im hiesigen Zusammenhang keine Rolle, denn die Souveränität trieb Schmitt lediglich um, weil er als Konstitutionstheoretiker des Staates mit der Frage beschäftigt war, wie die Souveränität, die zwar stets in allen Staatsapparaten präsent ist, ohne freilich ganz in ihnen aufzugehen und sich zu ihrem Begriff zu entfalten, gewißermaßen putschistisch aus einem dieser Staatsapparate herausspringen muß, damit in der spezifischen historischen Situation von Weimar aus (drei) verschiedenen und gleichrangigen "Hütern der Verfassung" einer wird, der kapabel ist, die letzte Entscheidung zu treffen. Um solcherlei Konstitutionstheorie geht es hier aber nicht. Beschäftigt euch wenn, dann lieber mit der Frage, warum Carl Schmitt mitten im Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 42/43 (da war er schon längst kaltgestellt, unter anderem von einem seiner Schüler, Hans Frank, dem Generalgouverneur von Krakau) zwei Aufsätze schrieb, die Die letzte globale Linie und Beschleuniger wider Willen hießen und die dann später in seine berühmte Theorie des Partisanen einmündeten. Um Partisanen im einen oder anderen Sinn geht's hier nämlich schon und ganz gewiß auch darum, was Schmitt sich von ihm erhoffte: der Partisan nach Schmitt ist der Retter des Politischen in einer Epoche, in der die staatliche Souveränität hergebrachter Art zuende geht. Hier hätte eine Schmitt-Diskussion anzusetzen. Ich muß jetzt aber leider weg. Grüße und bis bald! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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