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In der Ansiedelung von Rüstungsexporten zwischen wirtschaftlicher Vernunft und menschenfreundlichem Romantisieren geht eines unter – die Hardware ist mitten unter uns. Damit umzugehen, verlernt Deutschland gerade
Wer aufrüsten will, wird es auch tun. So einfach lässt sich aus Sicht des Käufers, dem Hause Al Saud, das Gezerre um den Erwerb von 200 Panzern aus Deutschland zusammenfassen. Daran ändert die politische Diskussion hierzulande, wie auch immer sie ausgehen mag, nichts. Im Gegenteil: Moralische Bedenken, gar die Postulierung einer Ingerenz in den „arabischen Frühling“ sind derart apolitisch und romantisierend, dass dem, was sich Realpolitik und damit reales Geschäft nennt, die geringste Gefahr droht.
Denn die geschäftliche Seite hat schon etwas früher begonnen. Etwa auf der Informationslehrübung (ILÜ) des deutschen Heeres im September 2010, wo der „2A7+“, die neueste Generation des Panzers Leopard, das absolute Highlight war. Originalton auf dem Platz: Das Gerät sei „zur Durchsetzung robuster Mandate befähigt.“ Die Erfahrung zeige, „dass bereits seine Präsenz lähmt und abschreckt“ und es damit „ein entscheidendes Mittel bei friedensschaffenden und friedenserhaltenden Einsätzen“ sei. Mit ihm „kann gezielt gegen besonders aggressive Demonstranten vorgegangen werden.“ Und natürlich versehen mit dem historisch anmutenden Gütesiegel „getestet und abgenommen vom deutschen Bundesverteidigungsministerium“.
Asymmetrie ist, wer am längeren Hebel sitzt
Besorgniserregend ist dabei nicht so sehr der Gedanke „Panzer gegen Menschen“ oder dies in den Händen von Potentaten. Mit dem 17. Juni 1953 in der DDR, dem 4. November 1956 in Ungarn und dem 4. Juni 1989 in Peking wissen wir, dass die Präsenz von Stahl den Impetus auf sämtlichen Plätzen der Welt lähmt; auch auf denen von Volks-, demokratischen und sonstigen Republiken. Im Gegenteil, eine Nichtauslieferung an Saudi-Arabien unter dem Gesichtspunkt misst den Exportwächtern die fragwürdige Tugend zu, darüber zu entscheiden, welcher Abnehmer wohl in der Lage sein wird, angemessen mit der Hardware umzugehen. Es ist die Kontinuation jenes arroganten Blickes einer sog. ersten auf eine sog. andere Welt.
Erschreckend ist vielmehr der Schritt, der der Werbeveranstaltung des Heeres in Munster und Bergen vorausgegangen war, nämlich die Überlegungen, die erst zu dem Upgrade des Panzers geführt haben. Und die lassen sich einfach umschreiben mit den Worten: „Wenn das Heer Polizeiaufgaben zu erfüllen hat, dann ....“. Es ist die stahlgewordene Realität in den Wunschträumen jener Sicherheitspolitiker, die seit 9/11 für einen Einsatz des Militärs auch im Landesinneren immer breitere Schneisen in den Rechtsstaat geschlagen haben. Was weniger die Frage nach Jahreszeiten auf einer anderen Seite der Welt aufwirft als dringend solche nach dem inneren Zustand im eigenen Land.
Wer im Militär nur eine effizientere weil besser ausgerüstete Polizei erblicken will, ist bestenfalls naiv. Denn alleine die Ausbildungsziele divergieren grundsätzlich. Wo die einen trotz einer Gefahr für öffentliche Sicherheit und Ordnung angehalten sind, den Menschen zu dienen, gibt es für die anderen nur Feinde, die es in der Regel definitiv auszuschalten gilt. Daran ändert das derzeit exerzierte Cross-Over zwischen Ordnungskraft, Technischem Hilfswerk und Kampftruppe nichts, im Gegenteil: Gerade der postulierte humanitäre Aspekt des Einsatzes am Hindukusch verschwindet angesichts der Tatsache, dass die Truppe schießt, in der völligen Bedeutungslosigkeit. In dieser Logik ist es nur folgerichtig, dass Gerät entwickelt wird, das in puncto Ordnung definitiv ist, aber Menschen nicht dient, sondern sie einfach abräumt. Dass damit sog. asymmetrische Kampfführung erst richtig losgeht, etwas was gerade die Bundeswehr in Afghanistan lauthals beklagt, ist nur der bitter ironische Nebeneffekt.
Der Irrweg der „internationalen Gemeinschaft“
Der Paradigmenwechsel, der sich seit 10 Jahren stufenweise vollzieht, ist auf (zwischen)staatlichen Ebenen bereits umgesetzt worden. Die Intervention Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate im März dieses Jahres zur Niederschlagung der Proteste in dem winzigen Inselstaat Bahrain war keine Okkupation, keine Ingerenz, sondern als Lesart die Auslegung des bestehenden Vertragswerkes zur Peninsula Shield Force. Sie ist das militärische Bündnis des Golf-Kooperationsrates (GCC) und sah bislang einen Beistand nur im Fall einer Bedrohung von außen vor. Mit März 2011 ist der Bündnisfall auf innere Unruhen in einem Mitgliedstaat ausgedehnt worden.
Das ist keine Sonderheit. Denn was gemeinhin und bislang als Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines fremden Staates geächtet war, ist von der UNO praktiziert worden. Die Erlaubnis in der Resolution 1973, die Hoheit eines fremden Staates zu verletzen, gepaart mit der völkerrechtlichen Anerkennung einer wie auch immer beschaffenen Opposition in Libyen als „legitime Volksvertretung“ haben zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg vollbracht, was vorher bestenfalls ideologisch in Doktrinen verbrämt war: Die Gestattung durch die höchste supranationale Organisation, unmittelbar einer Parteiung innerhalb ihres Landes militärisch zum Sieg zu verhelfen.
Frieden schaffen? Nur mit Waffen!
Für Deutschland, für die Europäische Union stellt sich angesichts dessen die Frage, welche Auslegung die zweite Säule der EU, die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik erfahren wird. In Art. 42 Abs. 7 des EU-Vertrages heißt es dazu: „Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung, im Einklang mit Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen.“ Womit wir wieder bei „2A7+“ und den ILÜ wären: Welchen Beistand hätte sich etwa ein Land wie Griechenland zu erwarten, wenn dessen Bevölkerung nur hinreichend getriezt wird, um zu entscheiden, gewisse Aspekte der Souveränität in die eigene Hand zu nehmen? Oder sich der großmagyarische Traum eines „wiedererwachten“ Ungarns doch zu expansiv gebärdete, um noch von den Nachbarn hingenommen zu werden?
Aufrüsten ist nicht eine Frage des Exports, sondern welche Mittel dazu überhaupt in die Welt gesetzt werden. Existieren sie einmal, ist ihre Verwendung trotz pacta sunt servanda beliebig. Gerade Politik erweist, dass jene pacta nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen. Aber diese Erkenntnis scheint nur noch dem versprengten Häuflein Pazifisten vorbehalten, die mindestens dem gleichen Odium anheim fallen wie Gutmenschen, seitdem Deutschland nur von Freunden und Verbündeten umringt ist. In der Perspektive hilft vielleicht der Gedanke, dass Panzer auch nichts anderes sind als Menschen in Dosen. Und für Büchsenöffner gibt es ebenfalls einen weltweiten Markt. e2m
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d'accord
bis auf die art, wie Sie R2P kurzerhand abbügeln. als sei es nicht wert, weiter darüber nachzudenken, wie dies gehen kann ohne dass eine solche resolution zur erlaubnis, krieg zu führen, verkommt. |
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R2P, bedeutet was, bitte?
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responsibility to protect
hätte für Libyen beispielsweise auch bedeuten können, die bevölkerung Bengasis (oder anderer unmittelbar gefährdeter orte) zu evakuieren. |
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Woraus ergäbe sich denn Ihrer Ansicht nach eine "Verantwortung zum Schutz", ohne dass dies gleichzeitig ein Waffengang wäre? Ganz praktisch: Bei einer Evakuierung wäre ebenfalls Hoheitsgebiet Libyens verletzt worden; da nur Marine logistisch in der Lage wäre, eine solche Evakuierung zu bewerkstelligen (und deren Schutz zu garantieren!), wäre selbst diese Aktion ein kriegerischer Akt.
Ich meine, dass die neueren "Begriffsfindungen" derzeit eher auf eine Ausweitung von militärischem Interventionismus hinzielen als zur Krisenvermeidung beitragen. Und ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass das durchaus gewollt ist. |
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die responsibility to protect ist keine neuere begriffsfindung, sondern gehört zum menschenrechtlichen mantra (fulfil, respect, protect) seit begonnen wurde, mit der AEMR zu arbeiten.
neu daran ist allenfalls, dass sie nicht mehr nur den jeweiligen nationalstaat verpflichtet sondern eben auch die UN, die staatengemeinschaft. aber selbst das ist so neu nicht mehr... es fällt als 'neu' nur dann auf, wenn es so gewaltförmig daherkommt wie im falle Libyens bzw. so gewaltförmig ausgehebelt wird bzw. einzelne staaten oder staatenverbände und deren militärische 'arme' sich dieser menschenrechtlich begründeten schutzverpflichtung nicht unterordnen wollen. |
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Schön, daß mal einer klar und auch noch sachkundig ausspricht, was Sache ist.
Ciao Wolfram |
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Außergewöhnlich klarsichtig! Respekt!
Doch regt der Gedanke einer Rollkettendose meine Phantasie an … und es fallen mir vielfältige Dosenöffner ein. Ich werden den Gedanken sich setzen lassen. Kuni |
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vorschlag: lies es doch mal als 'dosierte menschheit'.
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merdeister schrieb am 07.07.2011 um 18:48
Möglicherweise nicht einmal das! Es drängt sich, in Anbetracht der Tatsache, das die Automobilindustrie autonome Fahrzeuge entwickelt und die Militärtechnik solchen Entwicklungen häufig schon 1-2 Jahrzehnte voraus ist durchaus der Gedanke auf, dass in diesen Panzern - zumindest hier im Inland - gar niemand mehr sitzt, sondern von einem Leitstand aus mit dem Joystick die Arbeit erledigt wird. |
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Beeindruckend klare Gedanken und Formulierungen.
"Es ist die stahlgewordene Realität in den Wunschträumen jener Sicherheitspolitiker, die seit 9/11 für einen Einsatz des Militärs auch im Landesinneren immer breitere Schneisen in den Rechtsstaat geschlagen haben. Was weniger die Frage nach Jahreszeiten auf einer anderen Seite der Welt aufwirft als dringend solche nach dem inneren Zustand im eigenen Land." So wirkt er immer noch, der Vater dieser Gedanken und Ideen unserer obersten Demokraten - Carl Schmitt, der auferstandene Superstar der Think-Tanks, Spindoctors und Staatsrechtler. Es gibt ein sehr einprägsames und lesenswertes Spiegel Essay dazu von Thomas Darnstädt: Der Mann de Stunde. Alles ist folgerichtig und kontinuierlich vorbereitet für den Einsatz des Militärs im Inland. Erschreckend. |
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Schoener Beitrag,
bleibt noch hervorzuheben, wie schwierig das mit der Doppelmoral zu haendeln ist, Arbeitsplaetze vs. Dosenoeffner. z.B. "Wir werden als IG Metall diesem Streichkonzert nicht tatenlos zusehen und deshalb dagegen mobilisieren und zu Aktionen aufrufen", kündigte Stiedl an. Würden die Einsparpläne des Verteidigungsministeriums umgesetzt, werde es in Zukunft in Deutschland keine militärische Luftfahrtindustrie mehr geben." www.tagesschau.de/wirtschaft/igmetallruestung100.html Guttiprogramm uebrigens, der alte Abschreiber... etc. etc. etc. Think "TANK 2A7+" vs. "SWAP-CDS-Hedge-Font" gef..... in Griechenland, Spanien, Portugal und bald anderswo? |
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general pfeiffer von der cdu hatte ja schon gelegentlich der aktuellen stunde im bundestag hervorgehoben, daß eine stornierung des rüstungsexports nicht im sinne der beschäftigten in der wehrindustrie sein könne, und hans-peter uhl auf die deutsche kernkompetenz in dieser sache (wir stellen in deutschland die besten panzer her) rekuriert - auch konversion bleibt eine frage, die oft genug an diversen "interessen" scheitert, am allerwenigsten jedoch an denen der beschäftigten (s. z.b. die strukturumbrüche in nrw und saarland - steinkohle ...)
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schrieb am
08.07.2011 um 09:39
>>"Wir werden als IG Metall diesem Streichkonzert nicht tatenlos zusehen..."<<
Da tut sich ein scheinbarer Antagonismus auf. Gewerkschaft als Kriegstreiber und Friedensgegner? --- Imperien brauchen Waffen. Das wusste zum Beispiel auch Otto v. Bismarck, als er vor 1870 die preussische Armee technisch hochrüsten liess. Damit bekam die industrielle Herstellung von Waffen einen heftigen Auftrieb im Lande, interessant für Investoren, aber auch für Leute, die nichts haben und vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben müssen. Nach dem gewonnen Krieg könnte das Imperium theoretisch die Produktion von Waffen und noch mehr von Munition wieder zurückfahren: Für ein Drohpotential muss man nicht so viel schiessen wie im Krieg selber. Dem steht aber die kapitalistische Betriebswirtschaft entgegen: Der Umsatz muss stetig wachsen. Sagt der Staat, "wir verbrauchen in der nächsten Zeit weniger von dem Zeug" dann ziehen die Investoren ihr Geld wieder ab und der Betrübswirtschaftler schmeisst die Arbeiter raus. (Und die könnten auf revolutionäre Gedanken kommen, wenns ihnen dreckig geht.)* Somit werden Waffenexporte irgendwann mal alternativlos und im ersten Weltkrieg war es schon ganz normal, dass die Fa. Krupp das deutsche und britische Militär gleichzeitig belieferte. --- Nach dem WK 2 sah dann erst mal richtig flau aus: Hersteller von Stahlhelmen versuchten es mit der Kochtopfproduktion, ein Hersteller von Flugzeugen mit "Kabinenrollern". In Konkurrenz zu anderen, schon vorhandenen Kochtopf- und Fahrzeugherstellern. Kann man so ein "Wirtschaftswunder" generieren? Das Wunder kam: Wieder wurde Kriegsgerät herstellt, und mit dem bekannten Wachstum, das im Kapitalismus halt nun mal so unverzichtbar ist wie das Salz in der Suppe, wurden Märkte erobert und attraktive Renditen produziert. Und es gibt gut bezahlte Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft versucht, dem Rest ihrer Mitglieder vor dem Absturz ins Hartz4-System zu ersparen. Es ist nicht nur Kraus-Maffei. Rheinmetall liefert die Haubitzen für die Panzer. MTU die Motoren, ZF die Getriebe. Siemens die Elektronik, ein Stahlwerk den Stahl und es gibt noch mehr Zulieferer. Ein grosser Wirtschaftszweig, und ohne die hohe Weltmarktposition des "Leo" würde die Verhartzung der Gesellschaft in der Tat weiter beschleunigt. Soweit hat die IG Metall recht, da beisst die Maus keinen Faden ab. An diesem Punkt könnte man resignieren: Jede Überlegung, wie die Welt friedlicher werden könnte, scheitert schon ganz einfach an "betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten", selbst wenn der Traum vom nichtkriegerischen Imperium irgendetwas Realistisches an sich hätte. --- Wir könnten allerdings versuchen, aus dem Wirtschaftssystem, in dem sich militärische Rohstoffsicherung und Wachstum der Umsätze so trefflich ergänzen, hinauszudenken. Von einer Gewerkschaft können wir das nicht erwarten: Ihr Gründungzweck war die Interessenvertretung der Arbeitskraftverkäufer auf dem kapitalistischen Markt, und nichts Anderes tut die IG Metall, wenn sie versucht, noch nicht verhartzte Tarifarbeiter vor dem ökonomischen Absturz zu retten. Es ist aber möglich, weiter zu denken: Über die Art, wie wir unsere Gesellschaft künftig organisieren wollen. Mit Rohstoffkreisläufen statt Verbrauchswachstum könnten die von Köhler dankenswerterweise mal ausgesprochenen Gründe für Kriege entfallen. Mit einem Kreislauf von Produzieren/Konsumieren, der nicht blosses Anhängsel der Kapitalrendite ist, brauchen wir kein Hartzsystem mehr: Es gibt keinen Grund, jemand von der Teilhabe auszuschliessen. Wenn Gründe für Kriege entfallen können und gleichzeitig die Angst vor Arbeitslosigkeit gegenstandslos wird: Wäre es nicht doch lohnend, mal über die Möglichkeiten sehr grundlegender gesellschaftlicher Fortschritte nachzudenken? Mit weniger Mühe und Stress nicht zuletzt deswegen, weil wir immer weniger Waffen herstellen müssen? Natürlich müsste erst ma der geistige Panzer geknackt werden, in wir hinkonditioniert wurden und uns zur endlosen Beschäftigung mit systemimmenenten Details zwingt. Dazu gehört auch die Frage: >>wehrindustrie<< gegen wen muss sich die Kriegsindustie wehren? |
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@ Claudia
"Wir könnten allerdings versuchen, aus dem Wirtschaftssystem, in dem sich militärische Rohstoffsicherung und Wachstum der Umsätze so trefflich ergänzen, hinauszudenken." Mir ist nicht bekannt, dass Rüstung je nur solche von Wirtschaftssystemen sind oder gewesen seien. Die Entscheidung für oder gegen Rüstung ist eine eminent politische und hat mit unmittelbarer(!) Machtentfaltung zu tun. Ihre insoweit rosarot eingefärbte Brille hilft insoweit keinen einzigen Schritt weiter. |
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ed2murrow 08.07.2011 um 10:02
Da muss ich ihnen Recht geben, bin zu faul jetzt zu recherchieren, man muesste iDog fragen, der zitiert Dir noch den Feldmarschall 4037 14.38 Uhr vor Christus vor der ersten Münze der hochgeruestet hat und obendrein noch Lobbyopfer war... |
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schrieb am
08.07.2011 um 20:47
@ed2murrow
Wenn man den Regelkreis "Kapitalrendite" <-> "Politik" konsequent ausblendet und "Wirtschaft" und "Politik" als voneinander abgeschottete Universen beschreiben muss, stimmt das. Militärausrüster sind in diesem Universum entweder irgendwie Behörden, oder sie beliefern, aus der "Wirtschafts"/"Exportweltmeister"- Perspektive gesehen, unbekannte Kunden. Man darf nur nicht versuchen, das in Deckung zu bringen. ;-) Besser allerdings orientiert man sich nicht gefärbten Brillen sondern versucht es mit einem direkten Blick auf die Dinge. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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