Peter A Bruns

Blog von Peter A Bruns

26.01.2012 | 05:25

Kein Märchen - eine Vision

Im Jahre 2022, König Christian, schaut auf die alte Gästeliste und grummelt, „Graf Maschmeyer fehlt“. Er liebte ihn, besonders seit er adlig war. Guttenberg hatte ihn adoptiert. Das war ruck zuck gegangen, „ per copy and paste“.

Per Dekret hatte die Kanzlerin einst verfügt, die Amtszeit des Präsidenten auf unbestimmte Zeit zu verlängern und ihn zum Königspräsidenten ausrufen lassen. Auf die Frage der BILD am Sonntag, ob sie das denn dürfe, antwortete sie barsch: Das ist alternativlos, es gibt doch auch Königspinguine!"

Seit der im Volk längst vergessenen Stahlgewitter Affäre, ausgelöst durch den Geheimrat Geerkens,  waren 10 Jahre ins Land gegangen. Die Kanzlerin, immer noch die olle Merkel, langweilte sich gemeinsam mit König Christian  im Kanzleramt, wie einst mit Müntefering, beim Five O‘ Clock Tea den Paladin Pofalla servierte. Wenn Pofalla dem König Christian den Tee eingoß, zischelte er ihm, stets unhörbar für die Kanzlerin, zu: „Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen“! König Christian lächelte dazu, denn wenn er bei der Kanzlerin war, setzte er nie sein Hörgerät ein.

Müntefering, von Merkel wieder zum Arbeitsminister gemacht, hatte das Rentenalter auf 80 Jahre raufschrauben lassen, und war zum vierten Mal verheiratet, bekam aber einen burnout und war zurückgetreten. ZDF Intendant Hans-Joachim Heist, alias Gernot Hassknecht, wurde sein Nachfolger und Pressesprecher im Kanzleramt und löste Steffen Seibert unüberhörbar ab. Seibert zog mit Merkel in ihr Heim in die Uckermarck, wo sie zusammen mit Joachim Sauer in einer „Menage à droite“ lebten.

Ansonsten hatte die Merkel alle relevanten Köpfe rollen lassen. Sogar das Porträt von Schröder ließ sie abnehmen, wobei sie sein Lachen „ho, ho, ho“, nachäffte und ihn ihren Steigbügelhalter nannte. Denn sie schüttelte sich bei dem Gedanken einst neben ihm hängen zu müssen. Sie wollte, als "sein altes Mädchen“ neben Ziehvater Kohl hängen. Sie gründete einen Dart-Club im Kanzleramt, dem sie das Konterfei Schröders als Zielscheibe spendete. Sie selbst trat dem Club bei, der sich einmal die Woche im Kanzleramt traf. Sie gewann jedoch immerzu und einige Mitglieder hatten sich schon vor Frust in die Spree gestürzt.

Das Volk war in den Jahren langsam sauer auf beide geworden und occupy zettelte gemeinsam mit Ackermann, der von Merkel eine Art "Honecker-Gehirnwäsche" bekam, eine Revolution an.

Eine Abordnung von Revolutionären kam zum Königspin...äh, präsidenten, um ihn für abgesetzt zu erklären. König Christians Reaktion war - er und Graf Maschmeyer aßen grad‘ ihre Quiche Lorraine und tranken ihren Roten dazu, Alkohol trinken hatte Graf Maschmeyer ihm beigebracht, damit er sich mit dem Volk gemein mache - sein Hannoveraner Hochdeutsch hatte Christian verloren, denn die sächsische Mundart lag ihm mehr, denn er verehrte nun August den Sachsenkönig. Ungläubig antwortete er also der Abordnung:

„Wat? abjesetzt? Na derfen die denn das?“

König Christian wollte der Merkel simsen, aber ihr Handy war ausgestellt. Er war aber ohnehin nicht mehr an dieser Grußaugustschau interessiert und verabschiedete sich vom Grafen ohne Widerstand. Als ihn am „ICE König Christian", am Bahnhof eine Menschenmenge hochleben ließ, unter der sich auch seine verstoßenen Frau Bettina befand, sagte er zum Abschied:

„Na, ihr seid mir scheene Rebubliganer...“

Der alternde Kommerzienrat Glaeseke war auch erschienen - ihm gehörte die „Immobilie Berliner Bahnhof“ - persiflierte grinsend Kurt Tucholsky's Gedicht "Das Königswort", das mit folgender Strophe beginnt:

„Dies ist ergötzlich hoch die Fahn:
Für den edle König Christian,
Wulffens weiland von janz Balin,
Das Amt zum Hals heraus ihm hing
seinem Volk, das ihn geliebt,
so es Billig-Reisen gibt –
als der König, sag ich, merkte,
wie der innre Feind sich stärkte,
blickt er über die Heiducken,
und man hört ihn leise schlucken..
Und er murmelt durch die Zähne:
‚Macht euch euern Dreck alleene!‘“
Stieg ins Abteil, es war das seine...
In schneller Fahrt ging‘s an die Leine
Man schaut dem Zug noch lange nach
Das hat König Christian gut gemacht.

Nach Abdankung des Königs Christian, lebte er eine Weile anonym in Hannover, wo David McAllister noch regierte. Dann wurde er vom Hause Sachsen-Weimar adoptiert und wirklich adlig ohne Hilfe der Merkel.

Der Berliner Bahnhof, samt Bundesbahn, kam bald wegen Insolvenz unter den Hammer und wurde von der englischen „DCDH“ (David-Cameron Derivaten-Holding) ersteigert. Die Queen wird dort ihren 95?. Geburtstag feiern und die Merkel zum Ritter schlagen. Aufgrund ihres Alters, befürchten die Deutschen aber das Schwert könne ihr entgleiten und… nun ja, einige mögen es auch durchaus hoffen…, wenngleich – nun, die einen sagen so, die Andere so - warten wir es ab.

 
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