Peter A Bruns

Blog von Peter A Bruns

25.01.2012 | 15:04

...und wenn der Bundespräsident noch jahrelang bleibt...

Es scheint tatsächlich so, dass der BP das Bellevue für noch dreieinhalb Jahre besetzt halten wird. Er könnte uns gar eine weitere Amtszeit bescheren. Ob ich die noch erlebe? Das wäre mir dann wohl egal. Was bei alledem bemerkenswert ist, wir haben diese Leute gewählt und wiedergewählt, und zuletzt noch zusätzlich mit einer FDP am Hals, die ihres Namens nicht würdig ist. Der BP ist wie ein Besuch der nicht geht, obwohl wir ihn direkt angähnen, aber zu höflich sind ihm zu zeigen, wo der besagte Zimmermann das Loch gelassen hat.

Stimmt vielleicht mit unserem Wahlrecht was nicht? Die Lex Union etwa? Was ist das für ein hinterfotziges Verwirrspielchen das die CSU und CDU da treiben? Die eine wird nicht im Bund gewählt, die andere nicht im Land?! Verhältniswahlrecht und Listenplätze. Warum nicht ausschließlich Direktmandate? Was können wir in Zukunft dagegen tun? Wenig, aber doch etwas. Ich sage es mal so: Der Bundespräsident hockt also als Orakel von Bellevue im Amt. Missachten wir ihn dort als warnendes Beispiel und denken derweil nach.

Was für uns im privaten Leben gilt (drum‘ prüfe wer sich „ewig“ bindet) sollten wir möglichst auf das öffentliche Leben übertragen. Wählen wir nicht immer wieder den Bock zum Gärtner. Geben wir im Privatleben denn jedem Ar… die Hand? Nein, tun wir nicht. Haben wir nicht manchmal einen sechsten Sinn für jemanden oder für eine Sache? Warum folgen wir unserer Intuition nicht auch an der Wahlurne? Wovon lassen wir uns blenden? Sind wir Lemminge unserer Parteien?

Wir sollten schon in der Kommunalpolitik genau hinsehen, und recherchieren, wen wir in den Gemeinderat wählen wollen. Im Kleinen fängt es an. Und deshalb sollten wir unserem Gefühl und Verstand folgen und keinen Empfehlungen von Parteiführern.

In Australien muss der Bürger 100 A-Dollar Strafe zahlen, wenn er nicht wählen geht. Ob das weise ist? Wahlenthaltung gehört für mich zur freien Wahl. Warum, wie und ob ich mich der Wahl enthalte, bestimme ich selbst. Wir müssen die Menschen, an die wir unsere Stimmen delegieren, auch mit dem Herzen ansehen, „denn nur damit sieht man gut“. Welche Leute wählen wir denn? In Deutschland beherbergen wir über 11 Millionen Millionäre, aber nur 8 Millionen, die in einer Gewerkschaft organisiert sind – das zergeht mir auf der Zunge.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 25.01.2012 um 16:58
@Peter A Bruns

Herzlich Willkommen in der Freitag Community!

Anders als sonst in der Demokratie, wurde im Fall des Bundespräsidentenamtes scheinbar das Abwahlverfahren vergessen?
Peter A Bruns schrieb am 25.01.2012 um 17:50
Danke für den warmen Empfang Joachim. Gleich zu Anfang habe ich hier das Gefühl verspürt: hier menschelt es! Ich werde mich langsam an die Beiträge hier herantasten. Meine erster Eindruck jedenfalls ist richtig prickelnd. Danke!
Peter A Bruns
Die dunkle und die wilde Seite der Seele
Mitglied seit:
25.01.2012
Zuletzt aktiv:
15.04.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 8
Kommentare: 7
Logbuch
19:13
tlacuache hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:09
musica hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:05
Morayma hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:02
bertamberg hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:02
xtnberlin hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG