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Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Die Wahl schien schon vor der Wahl entschieden. Und doch fallen einem bei genauerer Betrachtung ein paar Aspekte auf, die so vielleicht nicht vorhersehbar waren. Die SPD hat sich auf 35,7% verbessert, die CDU hingegen ist auf 23,1% zurückgefallen. Obwohl doch beide Parteien gemeinsam in einer großen Koalition die Verantwortung im nordöstlichen Bundesland trugen.
Die FDP hat nur noch ein Drittel ihrer Stimmen, exakt 2,7%, behalten können und flog damit im hohen Bogen aus dem Landtag. Was erklärte Rösler nach der Ablösung Westerwelles als FDP-Chef noch vollmundig: "Jetzt müssen wir liefern!" Was sich die Blaugelben geliefert haben, waren hingegen Diadochenkämpfe und dann Westerwelle'sche Westernparodien! Diese Partei, die ja nun eigentlich gar keine Partei mehr ist, sondern eher ein Grüppchen banken- und wirtschaftstreuer Lemminge, wird sich selbst überflüssig machen, wenn sie nicht begreift, dass eine ausschliesslich neoliberale Ausrichtung bei vielen Wählerinnen und Wählern als zu einseitig und ungerecht empfunden wird. Das, was diese Partei unter Baum, Hirsch, Mischnik, Flach und Hamm-Brücher auch einmal ausgemacht hat, nämlich das Sozialliberale, ist unter die Räder des Guidomobils gekommen.
Sowohl Die Linke als auch die Grünen haben leicht zugelegt (Die Linke 18,4%; Grüne 8,4%). Bedauerlich ist, dass die rechtsradikale NPD 6,0% Wählerstimmen bekommen hat. Dafür verantwortlich scheinen in Mecklenburg-Vorpommern in erster Linie ein paar Wahlkreise zu sein, in denen viele Vertreter dieser Partei "zu Hause" sind.
Die Wahlbeteiligung war erschreckend niedrig: 51,9% - so wenig Menschen gingen im Nordosten noch nie wählen.
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So könnte man es - und manche können's ja [ ;-) ] - ausdrücken! ;-)
Guido, der Pudu, hat sich immer wie ein Elch gefühlt. Und manchmal, gegenüber Wolfgang Gerhardt z.B., hat er sich auch so größen-wahnsinnig benommen. Jetzt aber findet er langsam wieder zu seiner eigentlichen Größe zurück. Und Rösler, der lustige Tierpfleger, braucht nur noch 2,7% des eigentlichen Waldes in Mecklenburg-Vorpommern. Und sein Bonsai-Elchlein ist jetzt sogar handzahm geworden. |
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Naja, es war ja nicht nur das Guidomobil, das den Sozialiberalen in der FDP den gar ausgemacht hat. Das kam ja auch nicht aus dem Nichts das Guidomobil. Genscher hat es sanft begonnen mit der unsäglichen Wende (ja auch damals schon wurde dieser Begriff benutzt) zu Kohl. Es war der Anfang von Ende der Sozialiberalen, der sich aber in seiner vollen Blüte erst im Guidomobil materialisieren sollte. Und vergessen wir Möllemann nicht. Hamm-Brücher handelte konsequent und trat vor Jahren aus der Partei aus.
Jetzt, wo nur noch Frau Leuthheuser Schnarrenberger als letzte Alibi Sozialiberale mit auf der Brücke ist, frage ich mich immer wieder: Wo kommen diese ganzen Konfirmanden her? |
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"Wo kommen diese ganzen Konfirmanden her?"
KalleWirsch, das sind die blaugelben Romspatzen. Mit ihnen probt Matthias Matussek den "Gefangenenchor". M.M. will dem Papst während des Heimatbesuchs schliesslich "etwas bieten". Übrigens: So viel Stimmen wie der Romspatzen-Chor hat, bekam die FDP in Mecklenburg-Vorpommern nicht... |
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Ich muss da leider vehement widersprechen. Du glaubst doch nicht wirklich, dass das Sozialliberale, also dieses gelbe Rundumpaket auf zwei Beinen ohne Blindenhund auf die Straße gegangen ist.
Böse Zungen behaupten ja, man hätte einen Maderschaden vertuschen wollen. Grüße aus Bayern |
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Begründeter Widerspruch ist ein konstruktives Element unserer Demokratie. Insofern danke ich Dir erstmal, Corina!
Impetus des Aufbruchs Aber nun nähern wir uns mal den Inhalten Deines Kommentars. Sozialliberale Politik, wie es sie dereinst in der sozialliberalen Koalition unter Brandt und Scheel gab, habe ich nie als Rundumpaket begriffen. Ganz im Gegenteil! Hier hat sich Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre eine Koalition aufgemacht, die "mehr Demokratie" und "mehr Freiheit" versprach. Eine Regierung, die an den mündigen Bürger glaubte und mit verstaubten Paragraphen nicht mehr viel anzufangen wusste. Diesen Impetus des Aufbruchs vermisse ich sowohl bei Merkel als auch bei Westerwelle bzw. Rösler. Sie wägen nach wie vor zwischen "vielleicht" und "eventuell" ab. Und zwar tage-, wochen- und monatelang. In Mecklenburg-Vorpommern gab's dafür die Quittung. Ich bin sehr gespannt, was denn Rösler nun zu "liefern" gedenkt. Er steht mit seiner Partei zumindest in diesem Bundesland 2,8 Prozentpunkte vor der Bedeutungslosigkeit... vor dem Nichts! Nachfrage: War jetzt der Madenschaden gemeint? www.youtube.com/watch?v=iQkp6FG07gg Oder etwa der Marder? ;-) |
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Begründeter Widerspruch ist ein konstruktives Element unserer Demokratie. Insofern danke ich Dir erstmal, Corina!
Impetus des Aufbruchs Aber nun nähern wir uns mal den Inhalten Deines Kommentars. Sozialliberale Politik, wie es sie dereinst in der sozialliberalen Koalition unter Brandt und Scheel gab, habe ich nie als Rundumpaket begriffen. Ganz im Gegenteil! Hier hat sich Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre eine Koalition aufgemacht, die "mehr Demokratie" und "mehr Freiheit" versprach. Eine Regierung, die an den mündigen Bürger glaubte und mit verstaubten Paragraphen nicht mehr viel anzufangen wusste. Diesen Impetus des Aufbruchs vermisse ich sowohl bei Merkel als auch bei Westerwelle bzw. Rösler. Sie wägen nach wie vor zwischen "vielleicht" und "eventuell" ab. Und zwar tage-, wochen- und monatelang. In Mecklenburg-Vorpommern gab's dafür die Quittung. Ich bin sehr gespannt, was denn Rösler nun zu "liefern" gedenkt. Er steht mit seiner Partei zumindest in diesem Bundesland 2,8 Prozentpunkte vor der Bedeutungslosigkeit... vor dem Nichts! Nachfrage: War jetzt der Madenschaden gemeint? www.youtube.com/watch?v=iQkp6FG07gg Oder etwa der Marder? ;-) |
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Hallo Paulart,
politische Beiträge lassen immer viel Spielraum. „Aber nun nähern wir uns mal den Inhalten Deines Kommentars.“ „Annähern“ liest sich immer gut, auch im Bezug auf das Empfinden im Blick auf sozialliberale Politik inklusive Versprechungen. ;-) Noch "mehr Demokratie" und "mehr Freiheit“ wohlmöglich ein Wunschdenken vieler Politiker/innen, die heute agieren und schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn es darum geht, z.B. Gesetzeslücken zu schließen und an der bereits „gelebten“ Demokratie Verbesserungen vorzunehmen. Wie wäre es mit einem virtuellen Experiment? Wenn ja, dann lies bitte weiter. Wir blicken gemeinsam kurz in die politische Vergangenheit zurück und nun wieder ins Jahr 2011. Während dieser kleinen politischen Zeitreise denken wir wahrscheinlich spontan an die vielen Versprecher, auch Versprechungen bzw. Aussagen der Politiker/innen, die die letzten Jahrzehnte agierten bzw. heute noch aktiv am politischen Geschehen teilhaben. Rein rhetorisch betrachtet, müssten doch mittlerweile alle Menschen wie im Paradies leben. Stimmts? Was wurde dem einfachen Volk nicht schon alles versprochen und Augenwischerei folgte. „Diesen Impetus des Aufbruchs“, den Du u.a. bei der Bundeskanzlerin vermisst, diesen „Dornröschenschlaf in der Führungsriege“ empfinden wahrscheinlich viele Menschen in Deutschland als unangemessen. Es wird tatsächlich Zeit, dass jemand diese Damen und Herren, die unser Land vertreten, wach küssen. Leider fällt mir auf die Schnelle keine passende Märchenfigur, die dies tun könnte. Dir etwa? Bezüglich Deiner Nachfrage muss ich Dir mitteilen, dass mir da ein Tippfehler unterlaufen ist. Ich dachte in jenem Augenblick, als ich den Kommentar verfasste, spontan an einen Marderschaden und nicht an Maden, die sich überall breit machen, obwohl… www.nachhaltigleben.de/images/stories/News/Marderschaden300x200.jpg Liebe Grüße Corina |
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Korrektur
Leider fällt mir auf die Schnelle keine passende Märchenfigurein, die dies tun könnte. Dir etwa? |
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Korrektur
Leider fällt mir auf die Schnelle keine passende Märchenfigur ein, die dies tun könnte. Dir etwa? |
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Ja! Der Westerwelle.
Er könnte sich in unnachahmlicher Manier über die Kanzlerin beugen und sie, Clarke Gable nachahmend, wachküssen. Und Gesundheitsminister Bahr könnte auf der Pressekonferenz verkünden, das Küssen sei in dieser schwarzgelben Koalition an der Tagesordnung und es sei auch sehr gesund. Und Westerwelle kann dann voller Überzeugung auf der PK verkünden, es solle bitte niemand denken, er würde nun einfach jede Frau auf der Straße so einfach "anküssen". Philipp Rösler kann schliesslich verkünden: "Wir haben geliefert!" Und der Boulevard steht Kopf! |
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Da möchte man doch sofort ein kleines Bundestagmäuschen sein oder eine Berliner Schmeißfliege, vielleicht auch ein gut genährter Politikerfloh sein, der in so manchem Ohr haust, um diese Szenerie beobachten zu können.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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