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Eurobonds, EU-Budget, Schengen-Regeln: Nach dem Ende der Sommerpause muss sich die EU-Kommission mit vielen heißen Eisen befassen. Kommissionschef Barroso will sich zudem für eine rasche Umsetzung des darbenden Euro-Rettungsplans vom 21. Juli einsetzen. Doch seit seinem Brandbrief von August ist Barroso in Berlin in Ungnade gefallen (siehe mein Blog "Der Bruch" vom 5.8.11). Auch seine Vorschläge zum künftigen EU-Budget stoßen auf Ablehnung. Die Brüsseler Behörde muss aufpassen, dass sie nicht ins Abseits gerät. Äußerlich ist es eine ganz normale „Rentrée“: Das Berlaymont, der Sitz der EU-Kommission in Brüssel, füllt sich wieder mit Beamten und Journalisten. Barroso hat seine Kommission versammelt und plant die Herbst-Agenda. Schon im Oktober will er eine Konferenz zur künftigen EU-Finanzierung organisieren,hieß es heute in Brüssel. Das klingt gut, doch die Verhandlungen sind festgefahren. Barrosos Vorschläge für eine leichte Erhöhung des Budgets und eigene EU-Steuer stoßen auf wenig Gegenliebe. Noch kritischer sieht es beim Thema Eurorettung aus. Seit seinem Brandbrief an die Staats- und Regierungschefs der Eurozone sieht sich Barroso dem Vorwurf ausgesetzt, „solo“ zu spielen und die Märkte zu irritieren. Zwar hatte der Portugiese in der Sache völlig recht: Die Beschlüsse vom 21. Juli gehen nicht weit genug; außerdem sind Deutschland und die anderen Euro-Staaten im Verzug bei der Umsetzung. Da sind sich alle Brüsseler Experten ausnahmsweise einmal einig. Doch Kanzlerin Merkel will ausgerechnet Barrosos Erzrivalen, Ratspräsident Van Rompuy, zum Chef der geplanten Wirtschaftsregierung machen. Zudem will sie die Eurogruppe weiter ausbauen - an der Kommission vorbei. Dies ist ein schwerer Schlag für die Brüsseler Behörde, die sich bisher - nicht ganz zu Unrecht - selbst als Wirtschaftsregierung fühlt. weiter auf lostineurope.posterous.com
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Die Beschlüsse vom 21. Juli gehen nicht weit genug; außerdem sind Deutschland und die anderen Euro-Staaten im Verzug bei der Umsetzung. Da sind sich alle Brüsseler Experten ausnahmsweise einmal einig.
Stimmt so nicht! Vornehmlich die Politiker und Experten von Pleiteländern sehen das so! |
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Wer sind denn die sogenannten Pleiteländer? De facto ist das nur Griechenland, alle anderen sind noch solvent. Was die Beschlüsse vom 21. Juli betrifft: sie werden in Deutschland wohl erst Ende September vom Bundestag abgesegnet. Berlin ist also zweieinhalb Monate in Verzug - und wer weiß, was sich die Märkte bis dahin noch alles ausdenken?
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schrieb am
01.09.2011 um 14:14
@EricB. schrieb am 01.09.2011 um 10:43
Wer sind denn die sogenannten Pleiteländer? Die Pleiteländer sind: P = Portugal I = Irland I = Italien G = Griechenland S = Spanien F = Frankreich Diese Länder werden den Kapitaldienst (Zins + Tilgung) für ihre Schulden niemals stemmen können! Deutschland ist auch ziemlich pleite, hat aber noch gewisse Chancen um die Schulden abbauen zu können. Mit Milliarden € Ausgaben für Rettungsschirme wird das allerdings ganz sicher auch nichts. Der IWF stuft deshalb die Euro-Anleihen von der EZB und der ESFS bereits als Wertlos ein. Die Finanzierungslücke beträgt z. Zt. ca. 200 Milliarden Euro. Hinzu kommen noch die Anleihen der Banken, welche im erheblichem Umfang wertlose Euroanleihen in ihren Bilanzen haben. Der Abschreibungsbedarf hierfür übertrifft die o. a. 200 Milliarden Euro bei weitem. Europa ist total pleite! Dadurch wird es absehbar bald durch soziale Schieflagen zu Tumulten kommen! |
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Nein, ich muss entschieden widersprechen. Nur Griechenland ist pleite. Alle anderen Länder können sich, wenn die Märkte nicht verrückt spielen, noch selbst refinanzieren. Selbst Japan schafft das - mit einem Schuldenstand von rund 200 Prozent! Auch UK und die USA stehen schlechter da als die meisten Euro-Länder... Was Deutschland betrifft: es profitiert sogar von der Krise, Details dazu auf meinen Blog: lostineurope.posterous.com/krisengewinner-deutschland
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schrieb am
01.09.2011 um 16:18
@EricB. schrieb am 01.09.2011 um 15:07
Nein, ich muss entschieden widersprechen. Nur Griechenland ist pleite. Alle anderen Länder können sich, wenn die Märkte nicht verrückt spielen, noch selbst refinanzieren. Selbst Japan schafft das - mit einem Schuldenstand von rund 200 Prozent! Sie sind ein (unverbesserlicher?;-)) Optimist! Wir werden hier in der Community schon bald erfahren, wer von uns beiden richtig lag! Japan ist übrigens ein ganz anderes Kaliber als die PIIGSF-Staaten! Die Menschen dort hatten viel Pech gehabt mit einem Erdbeben von 9,0! auf der Richter-Skala (Fukushima)! Aber die Menschen dort sind auch viel tüchtiger als die Menschen in den PIIGSF-Staaten und deshalb teile ich für Japan Ihren Optimimus! |
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schrieb am
01.09.2011 um 16:18
@EricB. schrieb am 01.09.2011 um 15:07
Nein, ich muss entschieden widersprechen. Nur Griechenland ist pleite. Alle anderen Länder können sich, wenn die Märkte nicht verrückt spielen, noch selbst refinanzieren. Selbst Japan schafft das - mit einem Schuldenstand von rund 200 Prozent! Sie sind ein (unverbesserlicher?;-)) Optimist! Wir werden hier in der Community schon bald erfahren, wer von uns beiden richtig lag! Japan ist übrigens ein ganz anderes Kaliber als die PIIGSF-Staaten! Die Menschen dort hatten viel Pech gehabt mit einem Erdbeben von 9,0! auf der Richter-Skala (Fukushima)! Aber die Menschen dort sind auch viel tüchtiger als die Menschen in den PIIGSF-Staaten und deshalb teile ich für Japan Ihren Optimimus! |
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Ich wage mal zu bezweifeln das Spanien noch solvent ist... Wenn der EU-Rettungsschirm und die Schuldenbremse nicht eingeführt werden wars das mit dem zu groß geratenen EU-Raum...
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Spanien steht noch am besten da! Der Schuldenstand ist niedriger als in Germany...
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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