ericschreyer

Blog von ericschreyer

31.10.2009 | 12:15

Wie entwickeln sich die Märkte in den USA?

n seiner Ausgabe vom 29.10.09 schreibt das Handelsblatt unter der Überschrift

US-Wirtschaft kehrt auf Wachstumspfad zurück:

 

In den USA ist die schlimmste Rezession seit den 30er Jahren beendet. Nach einjähriger Unterbrechung ist die amerikanische Wirtschaft auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Bruttoinlandsprodukt legte sogar stärker zu als von Analysten erwartet.



Ferner verweist das Handelsblatt auf eine Mitteilung der Commerzbank, wonach die Struktur des US - Wachstums im dritten Quartal sehr ausgewogen ist. Nahezu alle Sektoren haben das Wachstum gestützt.

Der Artikel schließt mit den folgenden Worten des Coba - Experten:

Ein rapides Wachstum ist für die kommenden Quartale aber nicht zu erwarten.


Michael Spence, Nobelpreisträger für Ökonomie des Jahres 2001 und Emeritus der Stanford University, hat sich kürzlich ebenso vorsichtig geäußert. In seinem Artikel Wachstum erreichen in einer Welt mit neuem Gleichgewicht kommt er zu dem Ergebnis, dass eine Verbesserung der Wachstumsaussichten unwahrscheinlich ist. Er begründet dies auch mit einer schwachen Koordinierung zwischen den Regierungen, während die Welt ein neues Gleichgewicht sucht.

Zu den Risiken zählt er eine fiskalische Destabilisierung, die entsteht, wenn die Defizite nicht im Zaum gehalten werden, Inflation, der Widerruf der Autonomie der Zentralbank und der Verlust des Vertrauens in den Dollar, der weiterhin als Reservewährung für die Weltwirtschaft fungiert.

Spencer stellt sich die Frage, was getan werden kann, um die globale Gesamtnachfrage und die Wachstumsaussichten zu stützen und dabei gleichzeitig die wirtschaftliche Offenheit zu bewahren, von der große Teile der Entwicklungsländer in den letzten 30 Jahren stark profitiert haben.

Seine Antworten:

Erstens müssen die Länder mit Leistungsbilanzüberschüssen wie Deutschland, Japan und China erkennen, dass ihr eigenes Wachstum (und das der anderen) von einer Reduzierung des globalen Ungleichgewichts von Ersparnissen und Investitionen abhängig ist, was dazu führen wird, Defizite der Zahlungsbilanz anderswo zu verringern. Dies muss dauerhaft geschehen, nachdem die außergewöhnlichen steuerlichen Anreize gestrichen wurden.

Zweitens müssen alle erkennen, welches Interesse sie an einer optimalen und schnellen Wiederherstellung eines ausgewogenen Wachstums in den Industrieländern haben, um dem anhaltenden Gesamtnachfragedefizit entgegenzuwirken. Schließlich gehen zwei Drittel des globalen BIP auf das Konto der Industrieländer, daher behindert ein langsames Wachstum in diesen Ländern zwangsläufig das globale Wachstum und beschneidet das Wachstumspotenzial eines Großteils der Entwicklungsländer. Diese Herausforderung ist jedoch hochkomplex, da der Abbau der Fremdfinanzierung und die Findung eines neuen Gleichgewichts nicht über Nacht abgeschlossen werden können.
 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
mh schrieb am 31.10.2009 um 13:14
das bip-wachstum unerlag nem deflator von 2,85 bei 3,5% annualisiertem wachstum in der ersten schätzung .. die im verlauf der letzten zwei jahren nicht allzuselten um mehr als 1% nach unten gekürzt werden musste. alles allein auf basis der offiziellen daten...

...wer sich mal so richtig austoben will:

www.shadowstats.com

mfg
mh
mh schrieb am 31.10.2009 um 13:14
2,8% sollte das sein.
ericschreyer
Bankkaufmann und Dipl.-Ökonom. 1977 - 1995: Deutsche Bank Gruppe. 1995 - heute: Berater für KMU. Schwerpunkte: Unternehmensbewertung, Interim Change Management. Branchen: Biotechnologie, andere Hochtechnologien, Maschinenbau, Konsumgüterindustrie.
Ort:
Ballenstedt
Mitglied seit:
2 Jahre 29 Wochen
Zuletzt aktiv:
03.06.2010
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 2
Kommentare: 2
Logbuch
20:36
tlacuache hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:36
fahrwax hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:32
Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:31
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:29
fahrwax hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG