EtienneRheindahlen

Problem-Baer hebt Augenbraue

07.02.2009 | 20:00

Bauerfeind auf 3sat: die Moderatorin mit dem Fensterklick

Frl. Bauerfeind ist telegen - das steht ausser Frage. Sie wirkt jung, trendy und allein die Tatsache, dass sie ihren "media fame" einem (seinerzeit) innovativen Web-TV-Window verdankt, prädestiniert sie zu einem möglichen Anchor für die längst zum Internet abgewanderte "Gener@ion21". Kultur - egal ob "Hochkultur" (whatever that may be) oder Pop - ist aber ein glattes Parkett. Und auch im Kultur-Journalismus reicht es nicht, "irgendwie" zur Szene der Kultouristen zu gehören. Gut dran ist, wer in nach journalistischen Handwerksregeln (z.B. Recherche, Interviewtechnik, Empathie) geschustertem Schuhwerk sich festen Stand auf der glatten Kultur-Bühne verschafft. Vor allem, wenn er bzw. sie mit dem Anspruch, ebenso souverän wie faszinierend zu informieren und zu unterhalten, eine cross-mediale Freestyle-Performance auf's Parkett legt. So ist "Bauerfeind" (das Format) zwar optisch und strukturell ein durchaus faszinierendes Experiment. Wenn das Format aber nicht nach drei oder vier Ausgaben in "der Zielgruppe" (wie immer definiert) nach Quote und Relevanz durchfallen soll, dann wäre "der Bauerfeind" (der TV Personality) eine ebenso experimentierfreudige wie (kultur-)journalistisch kompetente Redaktionsleitung zu wünschen. Denn letztlich mag nur der Mix aus Credibility, Authentizität u n d Kompetenz die Akzeptanz sowohl bei Nerds, Kids & Culture Freaks ermöglichen. Liebe 3sat- und sonstige Programmdirektoren - lasst "Bauerfeind" (Format und Kopf) doch bitte lernen, reifen - und dann mit innovativen CrossFlips ganz vorne auf der Bühne landen.
 
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EtienneRheindahlen
Ex-DJS-Absolvent.Ex-Chefreporter.Jetzt-CorporateCommunication-Spezialist. Die interessantesten Beschreibungen sind immer nur so gut und wirklich interessant, wie sie das Gedachte, Gesagte, Geschriebene, Getane reflektierend bestätigen.
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