exkoelner

Euro Krise Währung Geldsystem

12.01.2012 | 22:19

Das kreditbasierte Währungs-System (Schuldgeld)

Hallo,

seit der Euro-Krise muß man sich ja weit mehr mit so "spannenden" Themen wie Geldsystem, Währungssystem, Wertschöpfung, Kreditzinsen, SWAPS blabla beschäftigen, um einigermassen nachvollziehen zu können was da so passiert, ätzend genug.

Die in der Politik seit Schröder mit "basta" und etwas höflicher von Merkel formuliert als "alternativlos" getroffenen Entscheidungen, zeigen ja bereits seit 10 Jahren und mehr - so schlau waren und sind die nicht, denn fast alles was von denen behauptet wurde und wird, traf und trifft nicht zu. Es ist eigentlich seit dem nichts wirklich besser geworden im Vergleich zu 1990, sondern durch Umschichtungen und dauerhaftem Krisenzustand, ob real oder nur gefühlt, die Gesellschaft darauf vorbereitet worden, maximal läst sich der status quo halten, aber wahrscheinlich selbst der wird nicht haltbar sein.

Man dachte doch mal, durch unsere hocheffiziente soziale Marktwirtschaft, dem Innovations-Gesellschaftsmodel mit sozialer Abfederung, wird es Stück für Stück besser, für fast alle. Das Gegenteil ist eingetroffen. Wieso eigentlich?

49 Millionen Amerikaner sind arm - und das bedeutet kaum Versorgung im Krankheitsfalle, stete Gefahr der Obdachlosigkeit, wohnen wenn in hochkriminalisierter Umgebung. Fällt uns bald nichts besseres ein, holen uns bald die amerikanischen Zustände auch hier in Europa ein - die extrem vielen Dicken, die Amokläufe an Schulen, die Zunahme an Waffen in der Gesellschaft etc.  haben wir auch bereits bei uns begrüssen dürfen. D.h. eine Änderung unseres Gesellschaftsmodells in Richtung Amerika, also eben keine soziale Marktwirtschaft, mehr Liberalisierung auf den Märkten ... als Alternative, na wunderbar! Würde das funktionieren, wäre ja gerade in den USA alles super - ist es aber nicht.

Also traurig, aber wahr? Wir haben die beste Ausgangsvorraussetzung seit dem 30jährigen Krieg hier in Europa und kriegen es nicht hin? Fast 100% aller Europäer haben eine Schulbildung, die weit über dem Niveau der preussischen Dorfschule des 18. Jahrhunderts liegt, selbst die Migrations-Jünglinge. Wir haben "noch" für alle zugängliche Universitäten, Krankenhäuser, Wohnraum, Frieden, Nahrung ... es waren noch nie soviele Menschen in Deutschland ehrenamtlich tätig und wir kriegen es nicht hin? Was für eine bescheuerte Gesellschaft ist das denn? Als Evolutionsgläubiger muß ich sagen, ja und dann ab dafür - so einen Mist braucht keiner!

Kann es sein, das alles mit einem fundamentalem Denkfehler zu tun hat?

Das Schuldgeld-System.

Habe ich bis vor 3 Tagen auch nicht gewußt, unser Geld das im Umlauf ist entsteht erst durch einen Kredit bei den Privatbanken - plakativ, würde morgen niemand einen Kredit aufnehmen, gäbs Übermorgen kein Geld mehr.

A geht zur Bank und leiht sich 100 Euro - die Bank bucht minus 105 Euro (bei 5% Zinsen) und schreibt an die Zentralbank, 100€ Kredit. Die drucken jetzt das Geld, 100€ damit man es ausgeben kann. Und jetzt ist die Geldmenge um 100€ reicher. Mit diesen 100€ wird jetzt wild spekuliert und A versucht noch diese erstmal zu verdienen, wie alle anderen Marktteilnehmer die Geld benutzen, denn diese 100€ gibts ja noch gar nicht. Irgendwann hat A die 100€ verdient und zurückgezahlt, reicht aber nicht, da Zinsen muss er 105€ zurück zahlen. Die Zentralbank hat aber nur 100€ gedruckt, woher bekommt er die fehlenden 5€? - Vom Konkurenten!

A muß besser sein (oder besser bewaffnet, oder trickreichere Anwälte haben, oder oder...) als B und nimmt es ihm weg. B geht insolvent, verliert alle seine Besitztümer und Rechte an Gesellschaftsteilhabe (s.a. Hartz IV), A hat die Banken befriedigt und es geht ihm gut - 1 Jahr. Dann kommt C. C ist schlauer als A und C wird zu A und C zu B und imPrinzip geht das Spiel von vorne los ... bei einem Geldsystem, das darauf aufbaut einen steten Mangel zu produzieren, egal wann und wo, wird es zwangsläufig alle Marktteilnehmer überfordern, ausser die Spiel-Bankbesitzer, die gleichzeitig auch noch die Regeln machen und während des Spiels verändern dürfen, also die heutigen Banken.

Also klar - so wird das nie was mit der Öko-Revolution. Nur warum hört man so wenig qualifiziertes über die Kritik am bestehenden Geldsystem? Zu kompliziert? Glaub ich nicht! Ein paar Links zum nachlesen / sehen / hören:

 

wien.orf.at/radio/stories/2515960/

www.youtube.com/watch?v=4gaMJ0wsxAM&;;;feature=related

www.sueddeutsche.de/geld/china-zentralbankchef-zhou-xiaochuan-viele-fragen-nach-kurzer-flucht-1.994813

www.wu.ac.at/taxmanagement/Institut/Mitarbeiter/Hoermann/new2006/vortraege/index.html

 

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 02:04
@exkoelner

Spannende Überlegung:

"A geht zur Bank und leiht sich 100 Euro - die Bank bucht minus 105 Euro (bei 5% Zinsen) und schreibt an die Zentralbank, 100€ Kredit. Die drucken jetzt das Geld, 100€ damit man es ausgeben kann. Und jetzt ist die Geldmenge um 100€ reicher"

Stimmt das so?
ist es nicht eher so, die Zentralbank, die EZB, läßt auf Anweisung von Notenbanken der Staaten der Eurozone, Geldmengen drucken, um dieses las Liquidität dem Finanzmarkt zur Verfügung zu stellen, Die Banken erhalten das Geld zum Zinssatz von gegenwärtig 1 % im Euoraum zugewiesen.
Kaufen die Banken nun Staatsanleihen, brauchen sie sich als Sicherheit nicht einmal anteilig Rücklagen als Eigenkapital zu hinterlegen. Nur wenn die Banken mit Privatkunden Kreditgeschäfte machen, werden sie von der Bankenaufsicht (Bafin) genötigt, prozentual der Kreditsumme Sicherheit als Eigenkapital zu bilden.

"Die Zentralbank hat aber nur 100€ gedruckt, woher bekommt er die fehlenden 5€? - Vom Konkurenten!"

Die Zentralbank druckt ständig, gemäß bestimmten M 3 Geldmengen Faktoren neues Geld, stellt altes Geld fällig und zieht altes wieder ein.

Der Kreditnehmer erhält nur Kredit nach Vorlage von Sicherheiten, dass das sind Einkommen u. a. Werte, ar Bürgschaften Dritter. D. h. auch der Kreditnehmer erhält monatlich neues Geld.

Frage ist vielleicht, brauchen wir ständig ein Kreditvulumen Wachstum, das ja auch bei der Berechnung des BIP in dieses Eingang erhält, damit der Geldfluss im Gange bleibt, Ist Verschuldung also an sich gar nicht das Problem?

Sollte es im Sinne einer Sicherung des volkswirtschaftlichen Wachstums ein Recht auf Schuldenaufnahme, Schuldenablösung für alle Verbachauer/innen, Unternehmen, Privathaushalte geben?

Hat Christian Wulff unwillentlich offen gelegt, wie es mit dem Geldfluss zum Wohle des Weltwährungssystem gehen könnte, wenn er da im ARD/ZdF Interview, cora Publikum, behauptet, er habe einen normalen Verbraucherkredit in Form eines Innerbanken Geldmarkkredites zu 0. 9 - 2. 1 % befristet auf 3 Monate Laufzeit erhalten?

Wenn das bei Christian Wulff so ging, warum sollte das für alle Bürger/innen nicht auch gelten?

"Wir wollen nur das, was der Christian Wulff gekriegt hat, Nicht mehr und nicht weniger."

Ist Christian Wullf ein finanzpolitisch verkannter Revolutionär, dem es nur an Traute, an Courage fehlt, sich offen dazu zu bekennen?
exkoelner schrieb am 13.01.2012 um 16:06
Zitat: "Ist Christian Wulff ein finanzpolitisch verkannter Revolutionär?"

Die Frage gefällt mir, haha, ich finde dem ganzen Untergangsszenario des Euro, - wenn der fällt, gibts in Europa wieder 100 Jahre Krieg - tut etwas Humor sowieso gut. ... obwohl, *denk* ... sein Vorgänger mußte zurück treten, als er dooferweise veriet, die Auslandeinsätze der Bundeswehr dienen ökonomischen Interessen, und das als von Angie ausgesuchter "Flachkopf", what a pitty. Ihre Berater aus der Finanzwelt hatten nicht berücksichtigt, das quasi-Rentner schon mal zur Renitenz neigen, meint wissen-denken-sprechen in schamloser Offenheit von sich geben. Könnte auch gut die Auswahl des nächsten, dem Herr Wulff erklären, auch ein "Flachkopf" aber diesmal mit Ambitionen, wenn auch bescheidenen, ein Spießerhaus im ländlichen ... das von dem nichts spannendes oder gar Revolutionäres ausgeht, da hatte sie wohl recht, aber Doofies an der Macht funktioniert eben auch nicht, ausser aus versehen - das ist ja meine Hoffnung! Dank noch rudimentärer Schulbildung wissen die Mehrheit der Bevölkerung, auch die albernsten Vertreter der Neoliberalen Hardline, der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Ich wünschte mir, wir müssen nicht immer alles zerkloppen wie Steinzeitmenschen um dann wie der Phönix aus der Asche neu zu entstehen. Sollte das mittlerweile nicht intelligenter gehen?

Nach meinen Recherchen im Netz bedeutet Geld nix anderes als ein Tauschmittel für etwas, was die Menschen sowieso tun - ihrem Leben mit befriedigender Tätigkeit einen Sinn geben, Holz zu hacken, wenn es kalt wird für den Ofen, ihrer Oma beim einkaufen helfen, weil die war ja auch helfend da, als man nen Baby war, etc. pp. Warum sollte man dieses Verhalten morgen einfach einstellen, nur weil Kanzler X mit Banker Y allen versuchen einzureden - Harmagedon steht morgen vor der Tür? Rosemary´s Baby muß bis Mitternacht getötet werden? Was fürn Quatsch!

1948 hat man sich einfach überlegt, das mit dem Brote gegen Ami-Kippen auf dem Schwarzmarkt tauschen in Berlin oder sonstwo, ist doch auf Dauer dummes Zeug ... tata, und es gab die D-Mark, jeder kriegte 40 Mark, klar Grundeigentümer, Fabrikbesitzer standen etwas besser da, aber dafür gabs das Lastenausgleichsgesetz. Hat dann 60 Jahre ganz gut funktioniert, also "so what?"

Wenn der ganze Mist der Finanzwirtschaft anfängt zu nerven - mal nen großen runden Tisch (kennen wir ja gerade in Deutschland sehr gut), alles auf null - und ich bin sicher, die Chinesen sind auch dabei. Denn alternativ, ne Menge Devisen von Währungen die nix mehr gelten im Depot zu haben oder ne bi-tri-multi-national ausgehandelte Quote von ab dann wieder funktionierenden Gegenwerten, ist denen auch allemal lieber.

Am Ende, alles eine Frage der Kommunikation ... und der Transparenz! Wenn jetzt alle Beteiligten nicht so dämlich sind, wie anno XY und sich mit dem "war against terror" oder wie es der Spiegel gerne immer macht, "der muslim, die gefahr!" gegeneinander aufhetzen lassen, sondern die vernunft waltet, ist die "verrechnungsgröße geld" doch nur ein albernes problem, oder sehe ich da was falsch?
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 17:22
@exkoelner

"1948 hat man sich einfach überlegt, das mit dem Brote gegen Ami-Kippen auf dem Schwarzmarkt tauschen in Berlin oder sonstwo, ist doch auf Dauer dummes Zeug ... tata, und es gab die D-Mark, jeder kriegte 40 Mark, klar Grundeigentümer, Fabrikbesitzer standen etwas besser da, aber dafür gabs das Lastenausgleichsgesetz. Hat dann 60 Jahre ganz gut funktioniert, also "so what?"

Liest sich nett, vernachlssigt aber, dass 17 Millionen der damaligen Sowjetzone in die Röhre guckten, die sie sich noch nicht einmal eisten konnten.

!948 wie heute entfalten Währungsräume den hochgerüsteten Charme von monetär bewaffneten Festungen, die den Rest der Welt wirtschaftlich an den ssogenannten Enticklungs- Tropf legen oder ganz ausschließen?

Vielleicht sind ja die sogenannten ystemrelevanten Banken, Versicherungen längst die untauglichen Partner einer weltumspannenden Geld- , Finanz- und Währungspoltik, die diesen Namen verdient?

Vielleicht sind die natürlichen Partner dieser lokalen und globalen Währungspoltik die Privathaushalte in aller Welt, denen der Status von Unternehmen zugestanden wird?
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 17:55
Danke für die Inspiration für folgenden Blog:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/christian-wulff-der-verkannte-geldmarktprodukt--revoluzzer

13.01.2012 | 03:24
Christian Wulff, der verkannte Geldmarktprodukt Revoluzzer
alltag wulffschanze hilmar_kopper christian_wulff wulff weltwährungssystem staatsfond pensionsfonds hedgefonds eu eurozone euro ezb fed kreditesen geldmarktkredit geldfluss geldmenge

"Christian, Du unser verkanntes Finanz- und Darlehnsgenie, rette Dich, rette uns!"

Ist Christian Wulff seltsam laxes Gebaren in Geld- und Kreditangelegenheiten einem höheren Ziel geschuldet, die Rettung in höchster Euronot ums tägliche Brot in aller Welt herbeizuführen?, wenn ja , wie könnte das gehen, wie gelingen?

"Christian, Du unser verkanntes Finanz- und Darlehnsgenie, sag es uns!"
exkoelner schrieb am 13.01.2012 um 18:06
oh sorry, wollte nicht oberflächlich sein. mit meinem kommentar "brote gegen ami-kippen" etc. wollte ich nur zum ausdruck bringen, das sich der mainstream des okzidents keine sorgen machen muß, es wird immer wieder weiter gehen, so oder so. das eine währungs-turbulenz extreme härten bedeuten kann für viele sowieso schon unter mangel leidende, unbenommen!

nur auch da, ob ein afrikaner an hunger leidet, ein araber unter einer diktatur wegen den wirtschaftlichen interessen des "wohlstands" (westen kann man ja nach chinas aufholjagd nicht mehr allein sagen) leiden muß, ist diesen wahrscheinlich wurst, ob deren leiden in dollar, euro, d-mark oder in ecu abgerechnet wurde und wird.

und zum thema "hochburgen" - das ist es ja genau. würde eine währung den "echten" nutzen eines marktteilnehmers für das allgemeinwohl, also den interessen aller bewerten, würde eine krankenschwester 5000€ netto verdienen, weil deren hilfe und fähigkeiten benötigen wir alle einmal und hoffen auf das beste, ein Banker 1500 - denn der soll einfach nur das ihm anvertraute guthaben nicht veruntreuen, eine gemessen an den gesellschaftlich notwendigen aufgaben und forderungen an persönlichen fähigkeiten relativ niedrigschwelliger anspruch - nicht mopsen, keinen scheiß damit machen, deine kunden nicht belügen, rechnen können ... das wars bei dem schon so ungefähr.

also genau darum geht es, kann es sein das "fiktive" verrechnungsgrößen wie geld ganze funktionierende gesellschaften in den abgrund treiben? ich finde nein, wenn bestehende währungen diese tendenz zeigen, sollte man doch zwingend über diese diskutieren, oder?
Lukasz Szopa schrieb am 13.01.2012 um 12:18
Das Problem ist tatsächlich, dass Banken "aus dem Nichts" Geld "schöpfen"/"schaffen" können. Hätten wir eine Spar/Kredit-Parität (Summe der Einlagen in der Bank = Summe der vergebenen Kredite), hätten wir auch kein "Casino-Spiel", und auch keinen Zwang zum "Wachstum". Die Geldmenge würde zwar wachsen können - oder auch sinken - je nachdem, wieviel Gegenwert es als Zahlungsmittel hat. Wenn wir alle nun um 10% mehr arbeiten & verdienen - muss 10% mehr Geld im Umlauf sein. Wenn wir einen Kredit nehmen würden - würde die Geldmenge identisch bleiben, weil es ja ein existierendes Geld (Vermögen, Spareinlage) wäre.
Selbst die 5% Zins wären berechtigt - wenn es global gesehen dem finanziellen Risiko der Kreditgeber entsprechen würde. D.h. es würde bedeuten, für die Bank, dass statistisch 5% aller Kreditvolumina nicht zurückbezahlt werden können.
exkoelner schrieb am 13.01.2012 um 16:44
Und da muß ma ja jetzt leider aufpassen, wenn man sich auf die "denk-spielchen" der Banker einlässt, wirds gefährlich. Denn die sind darin Profis. Es gibt ne Menge zu hinterfragen, warum in der EU mit 2% "Sicherheit" 100% neues Geld von Privatbanken geschaffen werden kann ... wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat, ist das ja schon mal ne fette Kröte zum schlucken! Wieso von Privatbanken, wieso nur 2%?

Aber wenn man mal nachliest, warum 1971 - 1973 das Bretton Woods-Abkommen, beschlossen 1948 nach dem 2. Weltkrieg, von Richard Nixon aufgegeben wurde, wirds noch viel lustiger. Bis dahin war man der Meinung in der Finanzwelt und den Wirtschaftswissenschaften, so nen Geld, also ne Währung sollte doch eine Anbindung an etwas "reales", zb. Gold haben, den Gold-Standard. Also haben die das Fort Knox vollgestopft mit den Gold-Reserven des Dollars und vielen anderen Währungen, im Auftrag. Dann hat Richard mit seinen "Freunden" den Vietnamkrieg gemacht, und schwubsdiwubs hatte die USA Schulden Weltweit von ca. 60 Mrd. Dollar, aber als real-Gegenwert in Fort Knox nur 10 Mrd. Solange keiner quatscht, egal. In den 60ern hatten jetzt aber auch die Franzosen mit Krieg etwas Ärger und brauchten Geld - so kamen die "doofen" Franzosen und wollten ihre Mrd. Dollar-Devisen in echtes Gold aus dem Fort Knox umtauschen - wär gar nicht gegangen ... diplomatischer nerv, irgendwann traten sie aus der Nato aus, warum genau weiß heute keiner mehr ... und der Gold-Standard wurde dann von Richard aufgehoben ... ist ja eh quatsch, oder so - ne vernünftige Erklärung warum das goldene Kalb der Währungshüter von jetzt auf gleich nicht mehr wichtig ist, gabs nie ... frei nach Gertrude Stein: "a rose is a rose is a rose ..."
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 18:00
@Lukasz Szopa

"Das Problem ist tatsächlich, dass Banken "aus dem Nichts" Geld "schöpfen"/"schaffen" können. "

Stimmt das wirklich?
Ist es nicht eher so, dass Die Noten- , Zentralbanken, den Bankeen, Versicherungen säckeweise voller Geld nach dem Motto in die Hausflure stellen:

"Macht was, vor allem mehr daraus!, damit wir Wachstum an Geldmengen generieren können"?
exkoelner schrieb am 13.01.2012 um 18:31
auch dazu - es ist "nur" eine Verrechnungsgröße! Von mir aus kann Herr Ackermann 82trillionen Acker-Euros zu Hause im Privatkeller horten, die gesellschaftliche Macht, die damit verbunden ist alle zu steuern geben wir ihm! Sagt einfach nein, organisiert euch, solange es noch demokratie gibt wählt dementsprechend, handelt kooperativ und nicht konkurierend ... der Euro oder jede andere Währung ist kein "gottesgeschenk" aus dem Olymp - es ist das was ihr daraus macht! Eine Verrechnungseinheit oder ein subtiles Instrument moderner Sklavenhalter - übrigens eine überlieferte Umfrage aus dem Jahr 23 v. Chr. belegt eindeutig, die Mehrheit aller damals registrierten Sklaven war gegen eine allgemeingültige Befreiung. Die Begründung war, unsicherer Ölpreis, evtueller Feta-Käse-Mangel und massenhafter Homosexualität, weil die primäre Ernährerrolle des Mannes in Frage gestellt wurde ...
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 19:35
@exkoelner

Mich beschäftigt insbesondere die Existenz von diesen gigantischen Staatsfonds, Pensionsfonds und ihre Wirkung auf das Weltfinanzklima. Wenn ich da im Bild des Klimas bleibe, erleben wir da eine Aufheizung des Weltfinanzklimas mit der Folge, dass zuviel "Geldfeuchtigkeit" als dunkle Wolken, Orkane, Tornados, Hurrikans, Windhosen unheilschanger in der Atmosphäre hängt?

siehe dazu mehr in meinem Blog:

Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 17:55
Danke für die Inspiration für folgenden Blog:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/christian-wulff-der-verkannte-geldmarktprodukt--revoluzzer

13.01.2012 | 03:24
Christian Wulff, der verkannte Geldmarktprodukt Revoluzzer
alltag wulffschanze hilmar_kopper christian_wulff wulff weltwährungssystem staatsfond pensionsfonds hedgefonds eu eurozone euro ezb fed kreditesen geldmarktkredit geldfluss geldmenge
Lukasz Szopa schrieb am 13.01.2012 um 19:56
Die meisten Zentralbanken (FED, etc.) sind ursprünglich private Institutionen, die von Privatbanken geschaffen wurden. Somit erübrigt sich fast die Frage nach "Henne oder Ei". Fakt ist, dass Zentralbanken Privatbanken tatsächlich Geld "nachschmeissen", während die Privatbanken dies gerne nehmen. Wobei meiner Meinung nach die Entscheidungsträger und Aktionäre der Privatbanken eher als Chefs der Zentralbanken haben, Geld zu vermehren und somit Profite aus Zinsen zu ziehen (ohne dafür voll zu haften).
exkoelner schrieb am 14.01.2012 um 04:04
jaaaa - Henry Ford, die Firma gibts noch heute, hat gesagt “Würden wir Menschen begreifen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution” ... noch weitere Argumente?
claudia schrieb am 14.01.2012 um 05:06
>>Die in der Politik seit Schröder mit "basta" und etwas höflicher von Merkel formuliert als "alternativlos" getroffenen Entscheidungen, zeigen ja bereits seit 10 Jahren und mehr - so schlau waren und sind die nicht, denn fast alles was von denen behauptet wurde und wird, traf und trifft nicht zu.<<
Es trifft zu, dass die private Geldakkumulation einer extremistischen Minderheit enorm gewachsen ist und weiter wächst.
Mehr Zusagen gab es nie wirklich: Alle Aussagen von Regierungspolitikern sind so schwammig formuliert, dass diverse Wünsche hineininterpretiert werden können. Mehr nicht.

Die Polizei hat übrigens ausdrücklich nicht die Aufgabe Finanzterroristen dingfest zu machen.
exkoelner schrieb am 01.02.2012 um 14:31
und man liest und man liest ... und ist erstaunt:

Maastricht-Vertrag (EU-Konvergenzkriterien)

Der EU-Vertrag zur europäischen Währungsunion (EU-Konvergenzkriterein) sieht u.a. folgende Werte als Voraussetzung vor:

1. Die gesamte Staatsverschuldungsquote darf nicht 60% des BIP (Bruttoinlandsprodukt) überschreiten.
2. Die jährliche Neuverschuldung des Staates darf nicht 3% des BIP überschreiten

Aus: (www.wiwi.uni-muenster.de/insiwo/Download/Vorlesung/WuE/8._Staatsverschuldung.pdf)

"Die Maastrichter Stabilitätskriterien implizieren daher eine ganz bestimmte (nominale) Wachstumsrate im langfristigen Mittel:

60% = 3% = > w* = 3/ 60 = 5%

D.h nur bei dieser Wachstumsrate sind die beiden Kriterien
für das laufende Gesamtdefizit und die gesamte Staatsschuld
miteinander kompatibel."

Da die zurückliegenden Werte für die Euroländer zeigen, das diese Maximalwerte i.d.R. nicht nur erreicht, sondern häufig auch überschritten werden, ist realistisch anzunehmen, um einen gleichbleibende Staatsverschuldungs-Quote von annähernd 60% beizubehalten, eine jährliche Wachstumsrate von 5% benötigt wird.

D.h. im Klartext, wenn die Euro-Länder nicht jedes Jahr 5% Wachstum erreichen, werden automatisch die im Maastrichtvertrag festgelegten Werte des EU-Stabilitätspaktes nicht erreicht und somit kann auf Dauer dieser Vertrag gar nicht funktionieren.

Und das finde ich an der EU eben so schön, durch die Notwendigkeit sich mit vielen anderen Ländern, Kulturen en detail auseinander zu setzen, werden jahrzehntelang gehütete "Ungereimtheiten" offensichtlich = das kreditbasierte Geldsystem kann in der Euro-Zone nur auf Dauer stabil gehalten werden, wenn man davon ausgeht jährlich mindestens 5% Wachstum Euro-Zonenweit zu erreichen (basierend auf den Ist-Werten seit bestehen der Euro-Zone)

Und das erklärt für mich auch ganz wunderbar die immer absurder werden Vorgänge in der Politik und Finanzwelt.

Wir haben 2011 mit ach und krach 3% erreicht. Seit 1992 schwanken wir zwischen -4,6% und + 3,7%, d.h. in den letzten 20 Jahren haben wir nicht einmal die gemessen an der Staatsverschuldungsquote lt. Maastrichtvertrag nötige Wachstumsrate von 5% erreicht.

1. Deswegen auch der unnachvollziehbare Druck, ob sinnvoll oder nicht (Wasserwerke, Bahn, etc.) auf die Privatisierung von Staatseigentum - um damit Verpflichtungen, wie z.B. Infrastruktur, Rente, Krankenkasse, Energie, Bildung, etc. vom Staat weg auf die Privathaushalte umzulagern, so kann die Staatsquote nach unten gedrückt werden - die Kostenexpolsion des Schuldgeldsystems verlagert sich auf die Privathaushalte, und deren Schulden werden eben nicht bei den Maastricht-Kriterien miterfasst.

2. Die Unfähigkeit, die bisherigen Stabiltätskriterien einzuhalten und sich auf neue, sinnvolle Stabilitätskriterien zu einigen - es gibt gar keine!
Denn wenn das Zins-und Zinseszinssystem systemimanent ein Wachstum voraussetzt, das entwickelte Industriestaaten auf Dauer gar nicht erreichen können, wundert einen nicht mehr das man damals bei der Aufnahme Griechenlands darüber hinweg sah, Deutschland und Frankreich, die STABILEN!, als erste diese Kriterien gerissen haben. Und jetzt wurde wieder neu vereinbart - "Wenn ein Euro-Land in Zukunft aufgrund von Zahlungsunfähigkeit seinen Haushalt mit Krediten finanziert, bestraft man es mit Geldstrafen" ... ist doch nen Witz oder?

Ich bin überzeugt, das ganze alberne Jedöns um die Finanz-, Euro-, Staatsverschuldungs-Krisen erledigt sich spätestens dann von selbst wenn der Punkt erreicht wird, der in so einem System eben immer irgendwann erreicht wird - wenn die vom einzelnen zu tragende Last, Steuer und Abgaben 100% erreicht hat, sinkt die Staatseinnahme auf null, denn dann geht keiner mehr arbeiten!

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wann die "unterprivilegierten", also Lobbylosen dieses System von sich aus aufhören freiwillig weiter zu finanzieren - und dann gibts ne Währungsreform, alles Null und alles geht wieder weiter.
exkoelner schrieb am 03.02.2012 um 22:59
ich bin soooo glücklich, erstmal, frank schirrmacher von der faz hat ne serie zum thema esm-kritik gestartet, schon in 2011 ... zugegeben ist an mir vorbei gegangen, zb.

www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/euro-krise-die-luege-von-der-systemrelevanz-11537333.html

einige sehr lesenswerte artikel dabei.
exkoelner
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