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Das Individuellste an einer Doktorarbeit ist die Einleitung. Hier erklärt der Autor, was seine Arbeit von vielleicht tausenden zum selben Thema unterscheidet. Und unterscheiden muss sie sich. Denn eine Doktorarbeit soll nicht schon Bekanntes zusammenfassen, sondern der Wissenschaft neue Erkenntnisse eröffnen, die der Autor erarbeitet hat.
Nun ist bekannt geworden, dass selbst die Einleitung der Doktorarbeit von Guttenberg über weite Strecken wörtlich aus einem Artikel der FAZ abgeschrieben ist. Damit kann selbst der Gutwilligste kaum mehr daran zweifeln, dass es sich um vorsätzliches Plagiieren handelt.
Einen Doktortitel zu kaufen ist unredlich. Fremde Texte als eigene Leistung einzureichen ist schlimmer. Zu der Täuschung kommt nämlich noch Diebstahl des geistigen Eigentums anderer hinzu. Eine Universität, die etwas auf ihre Reputation hält, wird wohl nicht umhin können, Guttenberg den Doktortitel zu entziehen.
Selbst, wenn das nicht passiert, vielleicht weil Guttenberg einen sehr guten Juristen engagiert, einen, der seine Doktorarbeit selbst geschrieben hat - als Minister ist er nicht mehr tragbar. Auf nichts hat er sich so viel zugute gehalten wie auf seine angebliche Redlichkeit, seine Geradlinigkeit. Und viele Menschen wollten ihm glauben, sahen in ihm einen anderen Politiker, der sagt, was er denkt und für den Ehre ein hoher Wert ist.
Wenn so ein Ritter in schimmernder Rüstung von seinem hohen Ross fällt, dann tiefer als andere. Deshalb kann man die Propezeihung wagen: Guttenberg wird nicht mehr sehr lange Verteidigungsminister sein.
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@JP
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Stimme voll zu. Seine Tage als Minister sind gezählt.
www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/lichtgestalt-guttenbergder-absturz-des-letzten-einhorns |
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Jeden Tag wird eine andere Kuh durchs Dorf getrieben. Ich mag ihn nicht, den Herrn von und zu, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt.
Soso, ein Plagiator. "Nun ist bekannt geworden, dass selbst die Einleitung..." reicht nicht. Wieso selbst? War es ein Zitat? Ohne Bestätigung und Belege ist so ein Plagiatsvorwurf ehrabschneidend. |
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Hallo GeroSteiner,
auf der Website der FAZ sind beide Texte (der FAZ Artikel und die Einleitung der Guttenberg-Diss) zum selbst vergleichen nebeneinander abgedruckt. Denke, das ist Beleg genug. |
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@starker Kaffee
Das ist eindeutig abgekupfert. Die Quellen in der Süddeutschen sind überzeugend. So wie ich den Herrn einschätze und nach dem, wie er sich beim Thema Kundus und Gorch Fock geriert hat, wird er nachvollziehbare Argumente liefern, wie es dazu kam, dass die abgeschriebenen Passagen nicht ordentlich gekennzeichnet sind. Und in Bayreuth? Da wird keiner der Professoren den Arsch in der Hose haben, unserem Vorzeigepolitiker den Titel abzuerkennen. Da könnte ja jeder kommen. In dem Zusammenhangf fällt mir ein, dass Senkrechtstarter nicht nur so starten. Sie kommen auch so runter. (Der letzte Satz ist sicher ein Plagiat Guttenbergschen Ausmaßes; aber ich bin zu faul danach zu suchen.) |
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@Faber
Habe es gesehen. Die Vorwürfe werden von unserem Guttenminister schwer zu entkräften sein. |
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Ah....schnurr....
Summa cum laude....Tübingen... Nicht so tragisch für unseren Minister. Für die Uni,....porch! Das ist die eigentliche Nachricht: Summa cum laude für so etwas in Tübingen...scheiß auf Guttenberg,..der war auch nie Geschäftsführer eines großen Unternehmens, wie es damals bei Antritt ins Wirtschaftsministerium hieß. |
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@Tycho 18:56
Summa cum laude Bayreuth. Die Uni wirbt auf ihrem Alumni-Portal mit einem Bild Guttenbergs. Der wird übrigens bestimmt nicht zurücktreten. Denn der Setzer war schuld und außerdem: «Die Vorwürfe gegen den Bundesverteidigungsminister sind ein politisch motivierter Angriff von ganz Linksaußen. Es geht darum, einen erfolgreichen Politiker persönlich zu beschädigen.» (Friedrich, CSU) |
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Hey, da fehlten einfach Fußnoten. Das geht schon in Ordnung. In der Neuauflage sind die dann drin.
Böse Presse, linkes Gesindel. Gewöhnliche. |
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In dieser Situation die Vorwürfe "abstrus" zu nennen, das hat schon italienische Grandezza.
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Guttenberg wird zurücktreten...
Hoffentlich! Hoffentlich! |
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Die Überschrift sollte wahr werden, früher oder später.
Einfach damit begründet, dass der Gutte per se "etwas ist", "so Manches hat"; vom Habitus, der Kaste und sicher auch in materieller Hinsicht. Er muss die Ochsentour nicht mitmachen und die kleine Lady auf ihrem medialen Privatfeldzug findet sicher andere Betätigungsfelder; das in Afghanistan war schon recht gefährlich, wenngleich vielleicht nicht ganz so nah' dran wie dieser englische Prinz. Kurz, er muß bzw. er wird sich "das" (diese Wadenbeisser) nicht lange antun; oder hat wider Erwarten doch einen negativen Schufa-Score? |
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Ich finde jetzt nicht, dass bewusster Betrug und geistiger Diebstahl auf der gleichen Ebene sind wie ein negativer Schufa-Eintrag. Oder war das anders gemeint?
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Natürlich war es anders gemeint, sollte sich im Kontext meiner Schreibe dennoch erschließen.
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Zu jedem Berg in der Sonne gehört auch ein Tal. Das Tal des Schattens. Es kann durchschritten oder umkreist werden. Letzteres ist nur vordergründig einfacher.
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Naja, die Erschleichung akademischer Titel ist schon eine ernstere Angelegenheit. Man muss sich ja fragen, was an diesem Menschen überhaupt echt ist - hat er als Kind den "Felix Krull" verinnerlicht?
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@starkerkaffee
Die poitische Übung ist ja in den Parteien nicht das Erlangen von fundiertem Wissen, sondern das Vortäuschen von Wissen und Tatkraft. Da ist zu Guttenberg nachwievor Spitze und nun gerade dabei, sich seinen Ritterschlag zu holen |
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@JP
Genau! |
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@JP
Damit wäre meine These ja bestätigt: Die Kunst der Hochstapelei zu vervollständigen ist das Ziel... |
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Wenn er tatsächlich plagiiert haben sollte — es ist gängige Praxis, das erst dann im Indikativ hinzuschreiben, wenn es belastbare Beweise dafür gibt — dann gehört ihm der Doktor entzogen.
Nicht weil er Minister ist oder Guttenberg heißt, sondern weil er sich etwas erschlichen hat, was ihm nicht zusteht und worauf andere Leute, die ihre akademischen Grade redlich haben erwerben müssen, ihr Hirnschmalz verwandt haben statt abzuschreiben. Daß er im Falle dieser Peinlichkeit, sollte sie sich erhärten, als Minister von sich aus zurücktreten sollte, liegt auf der Hand. |
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Ich sehe die vor akademischer Entrüstung bebende Unterlippe des "Professors aus" (1) Bremen gerade bildlich vor mir; wie ihm gerade bei der zufälligen Gute-Nacht Lektüre die dreiste, offensichtliche Fälschung förmlich ins Gesicht springt. Natürlich hat er jeden Artikel zum Thema wörtlich präsent. Der Gedanke, dass da die politische Rolle des KT oder die des Herrn Professors eine Rolle spielt, ist natürlich völlig abwegig. Da fällt mir spontan nur ein:
"Der größte Lump im ganzen Land, dass ist und bleibt der Denunziant." (2) (1) nach Gerhard Schröder (2) von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben |
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Das ist eine sehr bequeme Art, sich von jeder Schuld freizusprechen. Sollen das die Bankräuber auch so machen: "Schuld ist der Schalterbeamte der mich wiedererkannt hat. Der mochte mich bestimmt nicht, weil ich seine Filiale ausgeräumt habe ..."
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schrieb am
16.02.2011 um 20:28
@Wiki
"Der größte Lump im ganzen Land, dass ist und bleibt der Denunziant." Genau, was erdeistet sich dieser Prof unseren Guttesten zu denunzieren, wo diesem doch keine Mühe zu groß ist, unsere Freiheit persönlich am Hindukusch zu verteidigen. |
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schrieb am
16.02.2011 um 21:21
@ Faber
Nicht bequemer als die Art, sich der politischen und persönlichen Auseinandersetzung zu entziehen und statt dessen vermeintliche Leichen aus dem Keller zu kramen. Sollte diese Sache nicht reichen, um KT kaltzustellen, wird sich doch noch ein uneheliches Kind oder eine Affäre mit einer Prostituierten finden. Amerikanisierung der Politik mal auf die andere Art. Einfach nur billig. |
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schrieb am
16.02.2011 um 21:25
Vielleicht macht sich ja mal jemand die Mühe, die Diplom- und Doktorarbeiten, die der Herr Professor durchgewunken hat, mal unter die Lupe zu nehmen. Würde mich doch mal interessieren, ob er da genauso päpstlich war.
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Soll das bedeuten, ein Politiker darf in seinem Privatleben betrügen wie er will, auf seine Karriere darf das keinen Einfluss haben? (Übrigens ist sein Doktortitel nicht einmal privat. Schließlich steht er mit Dr. auf dem Wahlzettel und gaukelt Kompetenz vor.)
Oder soll das heißen, Guttenberg ist heilig, wenn jemand feststellt, dass er was falsches getan hat, sollte er es mit ehrfurchtsvollem Schweigen übergehen? |
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schrieb am
17.02.2011 um 09:19
@ Faber
Nein, darf er nicht. Nur ist bis jetzt nichts erwiesen. Bislang gibt es nur die stramme Behauptung eines Professors, der mutmaßlich neben der Reinheit der Wissenschaft auch politisch motivierte Interessen verfolgt und getreu dem Motto "Stramme Behauptung ist besser als schwacher Beweis" das Ganze erstmal in die Medienlandschaft trötet. Sprechen wir hier noch von einem fairen Verfahren? Selbst wenn überzeugend dargelegt werden kann, dass es kein absichtliches Plagiat ist; ein bißchen was bleibt immer hängen... |
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Nun ja, die Stellen sind ja jetzt mit den Originalbelegen im Netz zu bewundern, und es kommen täglich noch welche dazu. Auch der Vorabdruck der Rezension, auf die die Medienberichte zurückgehen, sind online. Natürlich stürzt sich die Presse auf ihn, denn sie hat ihn ja auch hochgeschrieben - jetzt kann sie sich an seinem Niedergang weiden. Was der politische Gegner dazu sagt, hat bislang ja noch keine große Rolle gespielt.
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Das ist nun mal ein Fall, wo jeder die Wahrheit der Behauptungen selbst überprüfen kann. Ich kann mir jedenfalls nicht denken, wie man sich bei der Übereinstimmung in der Einleitung noch herausreden soll. Übrigens: Bisher wurde ja nach Übereinstimmungen mit Texten gesucht, die im Netz stehen. Es würde mich wundern, wenn sich nicht noch in Büchern was findet, die nicht online zu durchsuchen sind.
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schrieb am
17.02.2011 um 12:32
@ starkerkaffee
Natürlich hat jemand, der so im öffentlichen Interesse steht, wie Guttenberg damit zu rechnen, dass sich die Presse des Falls annimmt. Und solange eine objektive Berichterstattung erfolgt, ist auch nichts dagegen einzuwenden. Was mich aber stört, sind die "Hängt ihn höher" - Forderungen, bevor das offizielle Verfahren auch nur richtig begonnen hat. Für mich hat das Ganze bestenfalls zu 10 % mit Wissenschaftlichkeit zu tun und zu 90 % ist eine politische Schlammschlacht. Auffallend ist allerdings tatsächlich, dass sich die politischen Würdenträger der Opposition nicht mehr auf KT eingeschossen haben; vielleicht aus Angst, die eigene Dissertation könnte auf den Prüfstand geraten (wenn man denn je eine Doktorarbeit geschrieben hat). @ faber Wir reden hier über die (berechtigte oder unberechtigte) Demontage eines Bundesministers, da ist es nicht unbedingt von Belang, was Sie oder ich uns denken können, oder was uns wundern würde. Und wie viele ach so offensichtliche Wahrheiten haben sich schon als Fake herausgestellt? Sie beteiligen sich an einer Vorverurteilung; dass ist es, was ich kritisiere. Fordern Sie doch einfach KT´s Rücktritt, weil er Ihrer Meinung nach schlechte Politik macht. Warum reicht Ihnen das nicht? Ich schätze, Guttenberg wird in den nächsten Tagen mit seiner Urkunde und einem Medientross an der Uni Bayreuth auftauchen, dem Präsidenten die Urkunde auf den Tisch schmeißen und sich fortan nicht mehr "Doktor" nennen. Naja, vielleicht auch nicht. |
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Ich muss doch darauf bestehen: Eine Vorverurteilung ist das nicht, weil man es ja selbst überprüfen kann. Ich gehe jedenfalls nicht so weit, der FAZ zu unterstellen, dass sie die Fotos von der Guttenberg-Arbeit vielleicht gefälscht hat. Und Zitate, bei denen irgendjemand die Anführungsstriche vergessen hat, können das auch nicht sein. Schließlich müssen Zitata im Text ein- und ausgeleitet sein. Und einzelne Wörter ändern dürfte man dann auch nicht.
Kritik an seinem Handeln als Verteidigungsminister ist das eine. Aber persönliche Glaubwürdigkeit eines Politikers ist mir genauso wichtig. Außerdem: Bisher kann man es nicht beweisen, wird es vielleicht nie können - aber dieses Vorgehen bei der Dissertation erinnert zumindest sehr an die Arbeitsweise von (schlechten) Ghostwritern. Diese Andeutung können Sie gerne als Unterstellung werten. Ich glaube hier nicht so ganz an Zufall. |
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Was wollen Sie @Wikinger333 mit Ihrer Kritik an der sog. Vorverurteilung denn wirklich sagen?
Hier geht es weniger um unter Umständen strafrechtlich relevante Dinge, wie beispielsweise die Pflege der Landschaft dort in Kundus. Das hier infach niedriger hängen, auch wenn der Kaiser schon mal nackt ist. Die politischen Marionetten sind grundsätzlich nicht die Entscheidungsträger; sie pflegen lediglich den demokratischen Anschein, werden als Überbringer gern mal geköpft, was in der Regel nicht wirklich ihr Schaden dann ist. Anders natürlich bei dem Professor aus Bremen, diesem Denunziant, dem ebenfalls Überbringer der Nachricht; oder? Die von Karl-Theodor zu Googleberg (Quelle taz) zitierten, aber nicht genannten Autoren haben sich ja teilweise bereits gemeldet, alles andere ist nun formale Klüngelei unter mittelhohem Nivau, gern mit Nivea; wegen der kleinen Rötungen. Da wird "nichts" aberkannt, keine Urkunde auf den Tisch geknallt. Da wird Missverstehen attestiert und ohne Rechtsanspruch "nachgereicht". That's all... |
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schrieb am
17.02.2011 um 13:41
@ ebertus
Niemand hätte sich für seine Dissertation interessiert, wenn KTG so unscheinbar wäre wie Niebel oder so blass sein Vorgänger Jung. Und wenn irgendjemand aus der Opposition (meinetwegen auch von seinen Parteifreunden) persönlich und / oder politisch das Zeug hätte, ihn von seinem hohen Ross zu stoßen. Statt dessen holt man also eine Leiche aus dem Keller und tut so, als wäre alles längst erwiesen und zweifelsfrei geklärt, nur weil ein paar Artikel im Netz stehen. Deshalb nochmal: Die Untersuchung läuft und das ist gut so. Und dann sehen wir weiter. |
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Niemand hätte sich für seinen Doktortitel interessiert wenn er sein Amt als Bezirksrat in seinerm Heimatort angetreten wäre, oder wenn er Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins oder Opernsänger geworden wäre.
Möglicherweise versteht es auch Herr 333, daß ein Kandidat für wichtige politische Ämter, dem Millionen von Menschen ihre Vertrauen schenken sollen, ein bischen genauer geprüft wird. Und, wie schon in einem anderen Kommentar (von mir, kein Plagiat) bemerkt: wenn einem SPD-, oder am Ende gar Linken-Politiker so etwas geschehen wäre, wie würden dann Ihre Kommentare ausfallen ? |
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schrieb am
22.02.2011 um 12:41
>>...gar Linken-Politiker so etwas geschehen wäre, wie würden dann Ihre Kommentare ausfallen ?<<
Der wäre kein Baron und hätte nicht mehrere 100 Millionen € im Sparstrumpf. Und wäre für Prätorianer der besitzenden Klasse wie "wikinger 333" somit ohnehin eine Zielscheibe ihrer Schlammkanonen, ob mit oder ohne Dr., mit oder ohne Plagiate... |
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Ich meinte natürlich einen Linken-Politiker mit ähnlichem Charisma, jedenfalls einen, der dieser Klasse gefährlich werden könnte.
Sonst ist das denen natürlich egal. |
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Nebenbei: Hat sich eigentlich Frank Schirrmacher schon zur Sache geäußert?
»Meine Damen und Herren, wir freuen uns natürlich, daß unser Blatt mittlerweile in wissenschaftlichen Arbeiten von Bundesministeranwärtern abgekupfert wird. Das ist ein klares Signal dafür, daß unser Qualitätsmanagement funktioniert.« |
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Stimmt. eigentlich sollten die Zeitungen für die Gratiswerbung dem KT den Anwalt bezahlen.
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@ j-ap
Entsprechendes wurde schon via Leserkommentar vorgeschlagen. Ich schätze an einer entsprechenden Werbung wird schon gearbeitet. Tenor: FAZ. Auch für den dümmsten Kopf immer eine gute Vorlage. (Kann ich nach diversen Selbstversuchen bestätigen:) Aus dem ZDF tönt gerade ein passendes Mark Twain-Zitat, das ich hier schöpferisch plagiieren möchte: Gott hat den Affen erschaffen, weil er vom Menschen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. (Gefälscht und) geklaut von: www.zitate-online.de/literaturzitate/allgemein/5/gott-hat-den-menschen-erschaffen-weil-er.html |
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schrieb am
16.02.2011 um 20:13
Trotzdem war es auch damals war auch damals schon für Manche die einzige Möglichkeit...
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Guttenberg befindet sich jedenfalls in guter Gesellschaft. Habe kürzlich zufällig gelesen, dass der ehemalige Premierminister des Iran, Mohammad Mossadegh, seine Doktorarbeit in Jura komplett von einem Ghostwriter schreiben ließ. Bei ihm war jedoch selbst die Immatrikulation mit einem Trick erschlichen. Da muss Guttenberg noch etwas dazulernen, um da gleich ziehen zu können.
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schrieb am
16.02.2011 um 23:01
Wenigstens das Vorwort hat Mossaedegh jedoch noch selbst geschrieben.
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Putin soll ja seine Doktorarbeit zum Teil von einer amerikanischen Arbeit abgeschrieben haben. Wenigstens musste er sie noch übersetzen, was immerhin mehr ist als das, was KT gemacht hat.
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Nun ja.
Das Plagiate in Dissertationen keine Seltenheit sind, wissen wir. Es soll auch Anbieter geben, die komplette Dissen verhökern. Freie Marktwirtschaft. Dass hinter jedem Minister ein paar Hansel stehen, die auf den Posten scharf sind, wissen wir auch. Dass ein Nachfolger, wenn wirklich mal ein Minister gehen muss, genau so weiter macht wie sein Vorgänger, wissen wir ebenfalls. Die vielen Ministerialbeamten machen eh weiter wie immer. Würden die das überhaupt merken, wenn er nicht mehr aus Afghanistan zurückkäme? |
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@claudia
Alles richtig, nur bei Guttenberg ist alles noch ein Zacken verschärfter, weil er auch noch als strammer Junker ins Mediengetümmel geworfen wurde, um noch ein paar Stimmen aus der rosa Nostalgiker-Szene zu bedienen. |
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Ich sehe gerade, daß ich eine noch-Inflation habe. Leider gibt es keine edit-Funktion.
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schrieb am
18.02.2011 um 08:57
Macht ja nix, thinktankgirl. Dann nennen wir den schönen Herrn eben "Baron zu Noch und Nöcher", dann passt es wieder... :-)
Was die Stimmen für den Junker angeht: Ja, wir müssen uns halt grundsätzlich fragen, warum wir eigentlich dieser kleinen, extremistischen Minderheit von Junkern, Aktienbaronen, Konzernbaronen, Medienbaronen politsche Entscheidungsfunktionen zubilligen. |
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Schein und Sein.
Letztlich kommt es nicht darauf an, was du bist oder kannst - sondern es kommt nur darauf an, was die Menschen über dich denken und erzählen. Unabhängig vom Inhalt der Anwürfe sollte uns auch eine weitere wesentliche Frage beschäftigen. Cui bono? Wem nützt es, wenn unser volksnaher und allseits beliebter Edelmann, der als Senkrechtstarter durch geschickt lancierte und ausgearbeitete Publicity innerhalb kürzester Zeit zum Lieblingspolitiker der Deutschen avancierte, plötzlich so abrupt demontiert wird? So eine Kampagne zu diesem Zeitpunkt könnte ja auch gezielt initiiert sein. |
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Irgendwie glaube ich nicht an eine Verschwörung. Klar kommt vielen, auch in seiner Partei, die Sache ganz recht.
Aber dass die Doktorarbeiten von Prominenten aus Neugierde durchforscht werden, ist ein normaler Vorgang. Es gab auch schon Bücher mit den schlechtesten Stellen aus den Arbeiten von Kohl etc. Bloß: einen eklatanten Fall von Abschreiben und Betrug hat man dabei nicht gefunden. Bisher ... |
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Das Wort Verschwörung passt mit nicht. Schwören und Verschwören ist wie Eid und Meineid. Mein Eid ist dein Eid und dein Eid ist Meineid...
Intrige ist da sehr viel passender. Eine subtil und sauber gesponnene Intrige, um das Kräfteverhältnis so zu verändern, dass die Diskussion um den nächsten Bundeskanzler(!) im Keim erstickt wird. Ich kann mir nur sehr schwer - eigentlich gar nicht - vorstellen, dass es in Berlin ohne Intrigen zugeht. |
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Nachsatz.
Das schöne für den politischen Gegner an solchen Anwürfen ist ja, dass immer etwas hängen bleibt. Ganz egal, ob sich der Vorwurf als haltlos oder berechtigt herausstellt. Der hinter den Vorwürfen steckende Gedanke setzt sich fest und ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen - egal wie es ausgeht. |
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Ich bestreite nicht, dass alle möglichen Leute die Situation jetzt für ihre Zwecke nutzen. Aber ich glaube nicht, dass es da so was wie einen Masterplan gab. Dazu sind die Reaktionen dann doch zu chaotisch.
Übrigens zum Thema Meineid: Wenn man eine Doktorarbeit abgibt, muss man ja eine Versicherung an Eides statt unterzeichnen, dass man alles selber geschrieben und alle Übernahmen kenntlich gemacht hat. Da spielt das Thema Eid dann schon eine Rolle. |
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Jeder kann doch selbst feststellen, ob was an den Vorwürfen dran ist, durch einfachen Textvergleich.
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Ich glaube, die Seite ist im Moment überlastetet. Oder ist sie aus dem Netz verschwunden?
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Jetzt funktioniert es wieder.
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Herr zu Guttenberg war ja mit "Entfernen aus dem Dienst" bei seinen Leuten sehr schnell zur Hand. Man denke hier besonders an den Kommandanten der Gorch Fock. Das ist nicht die Aufgabe des zu Guttenberg, sondern Angelegenheit des Marinekommandos. Er ist sehr schnell dabei, über andere zu entscheiden, besonders wenn ihn noch eine gewisse Journallie zuarbeitet. Nach dem was jetzt alles vorgefallen ist, muß er zurücktreten. Dieses "Herumeiern" schadet der Politik und fördert die Politikverdrossenheit der Bevölkerung
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"Das Individuellste an einer Doktorarbeit ist die Einleitung. Hier erklärt der Autor, was seine Arbeit von vielleicht tausenden zum selben Thema unterscheidet. Und unterscheiden muss sie sich. Denn eine Doktorarbeit soll nicht schon Bekanntes zusammenfassen, sondern der Wissenschaft neue Erkenntnisse eröffnen, die der Autor erarbeitet hat."
Ich darf ergänzen: Ähnlich individuell und unterscheidbar sollten auch eigene Schlussbewertungen (Fazit / Conclusio) einer jeden, wissenschaftlichen Ansprüchen genügen wollenden Arbeit ausfallen. Und, man ahnt es schon, auch dort findet sich beim Herrn Dr. a. D. ein grandioser Klopper: Copy&Paste von Teilen eines Artikels aus der NZZ (s. Aufbereitung in der SZ). Ein von mir völlig aus dem Zusammenahng gerissenes Zitat Pepe Nietnagels: "Man fasst es nicht!" Mir fällt just der "Neues aus der Anstalt"-Kommentar von Georg Schramm zu dem wunderbaren Foto wieder ein, das den in herrschaftlicher Pose stehenden Grafen, in feinem Zwirn und himmelblauen Binder, umringt von sitzenden, ihn mitleidig ähnlächelnden Soldaten in einer Bundeswehr-Transall zeigt: "Früher hatte man sowas gemalt!" Nach den Schoten der letzten Tage auch noch? |
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Mittlerweile kann nun wirklich niemand mehr, der einigermaßen bei Trost ist, die Täuschungsabsicht bestreiten. Etwas fassungslos machen einen da manche Kommentatoren, die immernoch ein Versehen oder Schlampigkeit für möglich halten. Beispielsweise dieser ominöse Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jo Groebel gestern auf n-tv. Ich möchte nicht wissen, was der seinen Studenten in der Doktorarbeit durchgehen lässt. Oder, was er selbst sich in seiner Doktorarbeit (hat er eine geschrieben?) geleistet hat.
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Ui, muss am Sog des Themas liegen, habe Herrn Schramm falsch zitiert. Hier die Richtigstellung: "Sowas hat man früher gemalt!" Ich lege die Quelle offen:
www.youtube.com/watch?v=wGCfWOroCTg Traumhaftes Bild. |
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A. Folgendes möchte ich zu bedenken geben.
1. Meiner Meinung nach ist der Rücktritt als Minister eine nebenrangige Frage. Herr zu G. ist jung und kann jederzeit wieder zurückkommen. Der entscheidende Punkt ist, dass er bei den gutbürgerlichen Unterstützern und publizistischen Zuarbeitern nur schwer zu halten ist, wenn er regelrecht eines akademischen Betruges überführt wird; das tangiert ja auch den Status vieler anderer, die einen Doktortitel tragen. Daher ist die Doktorarbeit der entscheidende Punkt für den künftigen Verlauf der Karriere. 2. Herr zu G. ist für die CSU unersetzlich. Er bietet wie kein anderer das Potenzial, bundespolitisch und darüber hinaus Einfluss zu nehmen. Ein Ersatz ist nicht in Sicht. Herr zu G. ist ferner für die politische und wirtschaftlich bestimmende Klasse insgesamt von höchstem Wert. Jedenfalls ist niemand anders erkennbar, der der Plebs beispielsweise den Weg in einen Dauerweltwirtschaftskrieg und einen Status als Staatssklave und Tagelöhner so gut wie er und seine Gemahlin schmackhaft zu machen verspricht. Er verkörpert auf vulgärplatonische Weise die Synthese des Guten, Wahren und Schönen. 3. Aus diesem Grund wird man bestrebt sein, einen Ausweg zu finden, der politisch der breiten Masse vermittelbar ist, und sei es nur, weil ihr bürgerlicher Teil dann hört, was er gerne hören möchte, um sich zu beruhigen. Die sehr lasche Promotionsordnung der Juristischen Fakultät der Universität Bayreuth bietet hier gute Ansatzpunkte. Wir befinden uns überdies in Bayern. Man kann mit gutem Grund erwarten, dass ein Schiedsspruch ähnlich ausfallen wird wie der des Schlichters H.C.D.U. Geißler: im Prinzip ja, nur bitte nachbessern. Eine Kommission, deren Unabhängigkeit man wirklich vertrauen könnte, müsste m. E. an einer Universität außerhalb Bayerns, vielleicht einer ausländischen, angesiedelt sein. Daher steht meines Erachtens das Ergebnis der Prüfung bereits mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit fest (um das zu quantifizieren: ich würde mindestens 1:5 wetten). 4. Der Schaden für die Universität Bayreuth ist kalkulierbar, der für die deutsche akademische Landschaft fiktiv. Erstens vergisst die Öffentlichkeit schnell (wer erinnert sich noch an K. Schröder etc.), zweitens wird man mit Aplomb ankündigen, in Zukunft die Zügel anzuziehen. Das wird primär die Anforderungen an Ghostwriter und damit die Preise steigern, aber dies sollte für die Klientel, um die es geht, kein Hindernis sein. Man muss auch bedenken, dass die Universität Bayreuth Schaden nimmt, wenn sie von einem Extrem (summa cum laude, zu G. auf Internetseite usw.) ins gegenteilige wechselt. Daher bietet sich eine intermediäre Lösung an. 5. Selbstverständlich sollte eine Doktorarbeit den Ausweis wissenschaftlicher Befähigung dokumentieren, und zwar ganz unabhängig davon, was der Absolvent beruflich unternimmt. Das immer wieder gehörte Argument, der Absolvent werde ja nicht wissenschaftlich arbeiten und daher könnten die Anforderungen niedriger sein, ist ebenso albern wie es Symptom der Orden&Ehrenzeichen-Mentalität ist. Ebenso gut könnte man das Diplom über das Konzertexamen als Pianist verleihen (vorgespielt haben dann andere), mit dem Argument, der Betreffende würde ja ohnedies nicht auftreten. Ähnliches für die Meisterurkunde als Schuhmacher, er wird ja ohnedies keinen Schuh reparieren, usw. Diese Art von selbst in der „bürgerlichen“ Presse zu findendem Argument ist ein Indiz der Dekadenz und Hypokrisie seiner Urheber, wie man es besser nicht erfinden könnte. B. Die Verteidigungslinie dürfte entlang folgender Argumente gehen: 1. Herr zu G. hat nachweislich über 7 Jahre Dokumente gesammelt (wenn das nicht der Fall sein sollte, lässt sich das in Privatarchiven noch nachbessern). 2. Herr zu G. hat im Seminar hervorragend mitgearbeitet und eine hervorragende Bewertung durch den zuständigen, berühmten Professor erhalten (es ist sekundär, dass, wie jeder Lehrende weiß, zwischen Selbstdarstellung und Kompetenz/wahrem Interesse eine Lücke klaffen kann). 3. Herr zu G. hat sich immer wieder in hohem Maße für das Thema begeistert. 4. Herr zu G. hat weder summa cum laude abgelehnt (das geht) noch den Druck der Arbeit noch die herausgehobene Stellung auf der Internet-Seite usw. Bei betrügerischer Absicht hätte er nicht so die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt und unter den heutigen Bedingungen damit rechnen müssen, dass die Täuschung entdeckt wird. 5. Herr zu G. war in der gleichen Zeit vielen Verpflichtungen ausgesetzt, die naturgemäß eine Vermischung von Tätigkeitsbereichen begünstigt haben. So ist es u. A. aufgrund seiner multiplen beruflichen Verantwortung und seines Interesses an Außenpolitik erklärbar, wenn teils Dokumente eingeflossen sind, die hätten deklariert werden müssen. 6. Herr zu G. hat im Laufe der Jahre die Arbeit vielfach umgeschrieben; dies ist das Kennzeichen besonders sorgfältigen und gewissenhaften Arbeitens. Wie jeder weiß, können allerdings dabei Bezüge, Querverweise usw. versehentlich gelöscht oder nicht mitkopiert werden; die Textverarbeitung hat bekanntlich ihre Tücken. 7. Herr zu G. hat sich über lange Zeit mit Leidenschaft in die Materie hineingedacht und sie sich geistig zu Eigen gemacht. Es ist nachvollziehbar, wenn dabei Gedanken, mit denen man ganz und gar übereinstimmt, nach gewisser Zeit als eigene erscheinen und es nicht auffällt, dass Quellenangaben verlorengegangen sind. Dies gilt sogar für so exponierte Stellen wie Einleitung und Schlussfolgerungen. 8. Vor allem die Punkte 1-4. sprechen a) gegen eine betrügerische Absicht des Herrn zu G. und belegen b), dass eine echte Befähigung und ein eigenes Interesse vorhanden waren, eine Doktorarbeit zu erstellen. 9. Die Punkte 5.-7. sind bedauerlich und, wenn sie alleine für sich genommen werden, unverzeihlich vor allem in der Fülle ihres Auftretens. Sie tangieren den wissenschaftlichen Wert in wesentlicher Weise. 10. Bei der Bewertung muss man allerdings in Rechnung stellen, dass es a) eine plausible Erklärung für die unter 9. zusammengefassten Fehler gibt, dass b) der rein wissenschaftliche Ertrag der Arbeit, der sich ja nicht zuletzt in der Bereitschaft eines renommierten Verlages äußerte, diese zum Druck aufzulegen, von den Mängeln nicht berührt ist, und dass c) die guten Absichten des Kandidaten wie unter 8. dargelegt außer Zweifel stehen. 11. Aus diesem Grunde wird dem Kandidaten auferlegt, die Arbeit nachzubessern und dies von unabhängigen Experten überprüfen zu lassen. Die Note wird auf „rite“ herabgestuft. Der Kandidat wird verwarnt, dass im Wiederholungsfalle nicht mit derartigem Großmut zu rechnen sein wird. Es wird festgestellt, dass der Kandidat dem Ansehen der Universität sowie dem Ansehen des verdienten Emeritus H. Schaden zugefügt hat und diesbezüglich eine Rüge erteilt. Die Universität behält sich vor, eine Schadensersatzklage anzustrengen. C. Herr zu G. bedauert alle undeklarierten wörtlichen Textübernahmen und möchte noch einmal eigens betonen, wie sehr ihm die verschiedenen Autoren geholfen haben, seine eigenen Gedanken zum Thema zu finden und die Fülle der Aspekte zu einer eigenständigen Gesamtsicht zusammenzustellen. Voilà |
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Vielen Dank für diesen beeindruckenden Antizipationsversuch! Sein Ausdruck und der Abgleich mit den bevorstehenden Stellungnahmen könnte unterhaltsam sein. Schiffe versenken.
Aber, so darf man hoffen, "irgendwas" wird doch wohl hängen- und haftenbleiben (müssen!). Raubritter-Vorfahren hin oder her, nach dem medialen Sperrfeuer der letzten Tage kann die Guttenberg'sche Rüstung nicht mehr so funkelnd strahlen wie einst, nicht mal mehr für seine treuesten Jünger (*verzweifelt*: oder?). Der "Lichtgestalt" (O-Ton eines CSU-Politikers, dessen Name mir, zu Recht, wieder entfallen ist) droht die Abdimmung. In der Umgangsprache mag sich das Hängen- und Haftenbleibende vielleicht recht bald niederschlagen: aus "Abschreiben" wird "den-Guttenberg-machen"; die DozentInnen ermahnen zukünftig ihre StudenInnen / DoktorantInnen mit den Worten "Und vergessen 'se mir ja die Guttenberg-Erklärung nicht!"; aus "falsch zitieren" wird "guttenbergen"; ... Voilà? |
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Die Bayreuth hat in der Tat eine erstaunlich milde Promotionsordnung. Andere Universitäten verlangen selbst bei Magisterarbeiten eine Versicherung an Eides statt. Dennoch bezweifele ich so viel Nachsicht gegenüber Guttenberg. Denn das dürfte jedem klar sein: Wenn diese Dissertation kein Plagiat ist, dann ist es mit aller Anstrengung nicht möglich, eine Arbeit zu scheiben, die besagte Universität als Plagiat wertet.
Als Doktorand müsste man schnellstens aus Bayreuth fliehen. Welche Stiftung würde noch ein Stipendium für einen aus Bayreuth geben? (Gut Hans: Hans Seidel vielleicht.) Und wo hätte noch ein Bayreuth-Doktor Aussicht auf eine akademische Stellung? Deshalb wird, das ist meine Vorhersage, die Uni Bayreuth zähneknirschend den Doktorgrad aberkennen. |
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schrieb am
20.02.2011 um 20:56
Danke für Ihren Kommentar. Man wird sehen, auch wenn man glaubt, fast schon sehend zu sein. Selbstverständlich ist es immer noch möglich, ein "echtes" Plagiat abzugeben, nämlich ein Manuskript, das komplett und nicht nur teilweise aus zweiter Hand ist. Im Falle des Herrn zu G. wird man ungeachtet aller einzelnen Mängel die synthetische Gesamtleistung würdigen, jedenfalls scheint mir das der einzige Ausweg. Man kann auch aus lauter Zitaten einen Gesamttext zusammenbauen, der ein neuartiges Licht auf die Sache wirft. Unter Schriftstellern zumindest geht das. Also Dr. lit., wenn schon nicht Dr. phil. Der Schaden für Bayreuth wird sich in Grenzen halten, so etwas kann ja unter Umständen auch attraktiv wirken, sofern man nur den Titel benötigt und die Karriere ohnedies durch Vater gebahnt ist. Aber wie gesagt: man wird sehen. Nehmen Sie meine Überlegungen als Anregung, wie man argumentativ verfahren könnte.
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Stimmt, unter künstlerischen Gesichtspunkten sieht es anders aus, da nennt man so etwas Cento. Obwohl ich den ästhetischen Gewinn, den man aus KTs Arbeit ziehen kann, überschaubar finde.
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Freut mich, dass Sie Vergnügen daran finden, und der künftige Vergleich ist das, was die Sache eigentlich spannend macht. Ich habe es mir versagt, eine Kopie an das Dekanat der Juristischen Fakultät der Universität Bayreuth zu schicken (einen Dr. h.c. als Kompensation würde ich nicht unter allen Umständen ablehnen). Ihre sprachlichen Vorschläge sind eine ernsthafte Überlegung wert. Man könnte in fraglichen Fällen auch schreiben "Dr. jur. gutt?" oder einfacher "Dr. jurg.", analog in anderen Disziplinen.
Was die Hoffung aufs Hängenbleiben angeht - wir werden sehen. Bitte bedenken Sie, auf welch' dürftiger Basis dieser Mann hochgeschrieben wurde. Wenn Sie sich vor Augen führen, was er (sich) bislang geleistet hat, dann würden Sie vielleicht sagen: jeder Sparkassenangestellte hätte das besser gemacht (nichts gegen Sparkassenangestellte, es ist wirklich anerkennend!). Noch einige Nachträge, die Sie vielleicht ebenfalls erheitern: 1. Bei Besetzung der Kommission beispielsweise mit 5 Mitgliedern sollte es sinnvollerweise 3 Stimmen für Herrn zu G., 1 dagegen und 1 Enthaltung geben; bei anderer Besetzung analog. Auf diese Weise kann die Universität ihr Gesicht als kritisch-pluralistische Institution wahren. 2. Herr zu G. wird argumentieren bzw. durch seine sordidi adulatores argumentieren lassen, dass er zu denen in Deutschland gehört, die in höchstem Maße das Recht besitzen, den Doktortitel zu führen, denn keine Arbeit eines normal Sterblichen wurde so ausgiebig geprüft und am Ende für akzeptabel befunden. Verdächtig sind die Unverdächtigen, die nicht geprüft wurden. Daher halte man sich mit Kritik zurück. Rechtliche Schritte gegen solche, die die Berechtigung des Titels immer noch öffentlich anzweifeln, sind in einem späteren Konsolidierungsstadium möglich. 3. Es ist zweckmäßig, wenn sich Herr zu G. z. Z. nicht allzu zerknirscht, aber auch nicht allzu siegessicher aufführt. Im ersteren Falle erschiene das Akzeptieren der Doktorarbeit als Gnade, im zweiten als Produkt eines abgekarteten Machtspiels. Beides ist dem Image abträglich. Hoffentlich hält er die Balance. 4. Zentraler Punkt ist es, eine argumentative Brücke zu bauen, die auch dem konservativen Bürger die Rehabilitation des Herrn zu G. erlaubt. Die Verteidigungsstrategie der Vulgaristen, den Doktortitel abzuwerten und die Kriterien aufzuweichen, führt zu nichts, denn sie ist beispielsweise nicht mit der Rede von der Exzellenz usw. verträglich; nur Debilitanten und Debilisten verfolgen das, gleich ob sie selbst den Doktortitel führen oder nicht. Die Vulgärpresse ist wichtig, aber nicht entscheidend. |
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@RAJmue
Gute Analyse, überzeugende Prognose. |
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@Faber
"Guttenberg wird nicht mehr sehr lange Verteidigungsminister sein." Davon dürfte eigentlich auszugehen sein. Die Frage wird vielleicht sein - ausgehend vom einzig einleuchtenden Urteilsspruch der Uni Byreuth -, in welcher Reihenfolge die Dinge ablaufen werden. Nimmt KTG einen Rücktritt gar schon dem Entscheid der Uni vorraus und nimmt so den Wind aus den Segeln all derer, die in fallen sehen wollen? Sichert sich so einen noch 'ehrenhaften' Abgang, betonend, dass er angesichts eines "ungünstigen Klimas und Verstimmungen, sich nicht mehr in der Lage sieht, den überaus wichtigen verteidigungspolitischen Aufgaben, die ihm so am Herzen liegen, mit der gebührenden Ernsthaftigkeit erfüllen zu können". So könnte es dann lauten. Oder wartet er gar den Bescheid der Uni ab und/oder versucht, alles gerade zu biegen? Darin hat er ja, nicht zuletzt mit BILD an seiner Seite, einige Übung. Wenn ihm das gelänge, müsste man sich jedoch ernsthaft (endgültig) verzwifelnd fragen, wie die politische Meinungsbildung hierzulande zustande kommt. |
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Politische WILLensbildung gestern Abend:
Warum Guttenberg außerdem zurücktreten sollte |
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Ich glaube nicht, dass Guttenberg sich so einfach von der politischen Bühne entfernen wird. Er wird versuchen in einer gut inszenierten Pressekonferenz – nach nochmaliger Entschuldigung bei den Pressevertretern – das Ganze ungeschehen zu machen, indem er sagt, da wären im Stress einige Fehler passiert, er mache die Dissertation komplett noch einmal. Ist zwar bei genauerem Hinsehen sehr dünn, aber für die Tagesschaukonsumenten und Bildleser wird es reichen. Und wenn er sich entschuldigt, werden alle begeistert jubeln...Und die kritischen Journalisten werden überwältigt sein, ob der Dreistigkeit..... die Berlusconisierung geht weiter.... wenn man es denn zulässt.
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Und es wird etliche geben, die bewundernd schreiben werden, welch ein genialer Schachzug das wäre.
Leider aber ein Plagiat, weil ich das Szenario ja schon beschrieb.;-) |
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Ein Plagiat! Und so originell!
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Er sollte rausgeworfen werden, keine Frage.
Reicht der parlamentarische Druck nicht, ist die dann die Zivilgesellschaft gefragt. |
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schrieb am
21.02.2011 um 10:23
>>Reicht der parlamentarische Druck nicht, ist die dann die Zivilgesellschaft gefragt.<<
Die ist für Guttenberg, denn es gibt keinen anderen Kriegsminister in urbi et orbi, der im Fernsehen so promiglamourschickimässig rüberkommt wie Gutti. |
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KTzG verliert die Zuneigung seiner Anhängerschaft erst, wenn er seine Franken-Barbie wegen einer Bürgerlichen verläßt.
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Vielleicht verlässt sie ja ihn. Wenn sie eine Frau von Welt ist, muss sie doch nicht notwendigerweise die Frau ihres Ehemanns bleiben.
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Mit Wolfgang Kubicki setzt sich schon der erste schwarz-gelbe Politiker von Guttenberg ab. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt.
www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsaffaere-guttenberg-muss-durchhalten-1.1062846 Auch die öffentlichen Durchhalteparolen von Seehofer schwächen Guttenberg ja eher, als ihn zu stärken. |
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Kann eigentlich Zufall sein, daß es vom Weiler guttenberg im Frankenwald nur etwa 1,5 km Luftlinie bis zum Städtchen Kupferberg (tatsächlich!) sind?
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Kubicki-Bitte an Merkel: "Kanzlerin soll Guttenberg abberufen"
Als erster FDP-Politiker geht Vorstandsmitglied Kubicki auf Distanz zu Verteidigungsminister Guttenberg. FDP-Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wegen der Plagiatsvorwürfe vorübergehend von seinen Aufgaben zu entbinden. "Ich bitte Angela Merkel, den Minister zum eigenen Schutz und aus Respekt vor dem Amt des Verteidigungsministers abzuberufen, bis die Vorwürfe gegen Herrn zu Guttenberg endgültig aufgeklärt sind", sagte Kubicki der "Leipziger Volkszeitung". www.n-tv.de/politik/Kanzlerin-soll-Guttenberg-abberufen-article2663681.html |
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Zweifel in der CDU
Angesichts der neuen Vorwürfe fragten sich am Sonntag auch Unionspolitiker, ob sich Guttenberg noch lange im Amt werde halten können. Unionspolitiker sagten, Guttenberg hätte am Freitag versuchen sollen, mit einem klaren Schuldeingeständnis die Plagiatsaffäre zu beenden. Stattdessen habe er darauf beharrt, die Doktorarbeit selbst verfasst zu haben. Es sei "zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht" worden, hatte er erklärt. Im Laufe des Sonntags verdichteten sich die Gerüchte, Guttenberg wolle zurücktreten. Unklar war, ob der Minister von sich aus sein Amt niederlegen wolle oder ob er Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücktritt nur anbieten wolle. In diesem Fall läge die Entscheidung bei ihr. Merkel hatte am Freitag erklärt, sie habe volles Vertrauen, dass Guttenberg das Richtige tue. www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsaffaere-guttenberg-erwaegt-offenbar-ruecktritt-1.1062566 |
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CDU/FDP-Koalition: "Nicht eigenständig geschrieben"
Führende Koalitionskreise gehen nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" davon aus, dass Guttenberg seine Doktorarbeit trotz gegenteiliger Beteuerungen "nicht selbst geschrieben hat". Diese Vermutung lege sowohl das Ausmaß der plagiierten Stellen als auch die Tatsache nahe, dass die Einleitung des 475-Seiten-Werkes schon mit einem Plagiat beginne, heißt es demnach. Schließlich sei "die Einleitung das Persönlichste überhaupt". www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746518,00.html |
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Also, ich möchte noch einmal daran erinnern, weil es offensichtlich von niemandem so richtig wahrgenommen
wurde. Guttenberg hat am Mittwoch, den 26. Januar 201, den Bundestag und die Bevölkerung in einer Aktuellen Stunde nachweislich belogen. Seine Erklärung bezog sich unter anderem auf den "beim Waffenreinigen" erschossenen Soldaten. Ich habe die Presseberichte aus der Zeit des tragischen Unfalls sorgfältig geprüft und musste feststellen, dass Guttenberg vor dem Palament die Unwahrheit sagte und dies auch noch mit einem hübschen Versprecher unterstrich: Guttenberg:Minister Klartext belügt versehentlich Bundestag In Ergänzung zur Kunduz-Affäre, seiner Behauptung er habe beim "Verfassen" seiner Dissertation nicht getäuscht/plagiiert und dem "Aufpeppen" seines Lebenslaufes lässt mich der Eindruck nicht los, dass unsere Lichtgestalt ein notorischer Lügner ist. Das Fatale: Er kann es nicht verbergen: Die Augensprache des Karl-Theodor zu Guttenberg,Körpersprache: Warum Guttenbergs Pressekonferenz misslang |
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Aktuell üben sich die Parteifreunde KTG's ja redlichst im Feuerschutzgeben für den "hervorragenden Minister"; der erschlichene Doktor wird in seiner Bedeutung marginalisiert. Merkel ließ verlauten, sie habe "Karl-Theodor zu Guttenberg ja nicht als wissenschaftlichen Assistenten oder als Inhaber einer Doktorarbeit eingestellt" (tinyurl.com/6xmoq9d). Monika Hohlmeier beklagte gestern bei 'Anne Will' Hetze seitens Medien und Oppositionsparteien ... tja, so funktioniert der hochdotierte Kindergarten Politik.
Man spiele mal in Gedanken durch, wenn ähnliche Verdachtsmomente wie gegen KTG jetzt gegen, sagen wir, Klaus Ernst oder Gesine Lötzsch aufkämen. Dann würde es mal richtig laut werden!! |
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nun ja.
ich halte dieses argument, guttenberg habe sein muehsam aufgebautes image von redlichkeit und ehrlichkeit durch seinen (wie ich finde inzwischen unzweifelhaften) betrug (denn entweder hat er plagiiert oder einen ghostwriter angeheuert - es gibt nach lage der dinge keine andere erklaerung) verspielt fuer ein wenig realitaetsfern. denn offenkundig haelt die mehrheit der menschen in diesem land dieses image nach wie vor nicht fuer ein image sondern fuer die realitaet. und dieser eindruck wird sich auch nicht durch diese plagiats - oder ghostwritergeschichte veraendern. man kann das bedauerlich finden, aber man kann es auch akzeptieren. wenn er geht, was ich nicht ausschliesse, dann nicht, weil irgendjemand, der ihn vorher fuer besonders redlich hielt, dies jetzt nicht mehr tut, sondern weil ihn entweder "neider" als rivalen oder kanzlerinnen als potentielles sicherheitsrisiko loswerden wollen. |
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@john_mclean
Die Faktenanalyse stimmt soweit. Dass beim potentiellen Wähler zunächst nur ein Image ankommt; er sich auch seltenst wohl mehr Mühe macht, hinter dieses zu blicken, stimmt wohl leider so. Das kann man dann "bedauerlich" finden. Aber es zu "akzeptieren" - damit tue zumindest ich mich reichlich schwer. |
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was meinen sie, wenn sie sagen, dass sie sich schwer tun? welche alternative zur akzeptanz schwebt ihnen vor?
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Ich kann mich eben schwer damit abfinden, dass auch in der Politik nur das Blendwerk zählt.
Welche Alternative zur Akzeptanz? Na, keine Akzeptanz. |
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Wie realitätsfremd kann man eigentlich sein? Gerade hat Guttenberg wieder behauptet, unabsichtlich Fehler in seiner Doktorarbeit gemacht zu haben. Das glaubt ihm doch keiner mehr. Die Chance, aus der Sache noch mal rauszukommen, wird damit immer geringer für ihn.
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ja, und er wird das immer wieder behaupten.
er wird es vielleicht sogar noch behaupten, wenn man ihm den doktor entzogen hat. und vielleicht sogar noch nachdem man ihn rausgeschmissen hat. und zu jeder zeit wird es menschen geben, die ihm dies glauben. |
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schrieb am
21.02.2011 um 21:06
Guttenberg spinnt sich seine Dolchstoßlegende zurecht.
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Das muss er nicht selbst tun, dafür hat er seine Untertanen.
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schrieb am
21.02.2011 um 21:13
Je mehr ich drüber nachdenke... das passt alles zusammen. Guttenberg war gerade an der Front (Afghanistan) da bekommt er durch die Aufdeckung des Plagiats einen Dolchstoß von hinten von einem Sozialdemokraten- wie damals. OHA.
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Unabsichtlich Fehler in der Doktorarbeit?
War die Arbeit überhaupt Absicht oder doch in Gänze eher Zufall? |
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Hallo Leute, er muss zurücktreten. Wer als Saubermann und mit klarer Kante auftritt kann nicht weiter machen als sei nichts gewesen.
Ich verstehe garnicht die Diskussion. Den Maßstab den er bei Gorch Fock gesetzt hat muss er für sich selbst gelten lassen. Zudem ist er jetzt absolut nicht mehr glaubwürdig. Mir war der Herr aber schon vorher unglaubwürdig. Mag ja dem einen oder anderem gefallen haben wie er sich bei den Truppen ins Zeug legt, alledings sah das ziemlich nach Show aus. In einer Talkshow (ja, ich schäme mich die gesehen zu haben, ich sehe eigentlich kein Fernsehen) kam er kurz mal über sein gesetztes Limit an Emotion. Es ging um HarzIV Empfänger, um da brach mal aus was er wirklich denkt. Schätze dafür hat er sich schon einige male in den Allerwertesten gebissen. Also ganz kurz: Doktor geklaut, Ministeramt versaut! |
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Nee, kann man sich in diesem Wahljahr gar nicht erlauben.
Sein Auftritt in der letzten Wahlveranstaltung gab schon eine Linie vor. Sie heisst Kohl Diät, benannt nach ihrem Erfinder. Iss nur, was dir schmeckt. |
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Bleibt abzuwarten, ob die Stimmung kippt, wenn KT der Doktor offiziell aberkannt wird. Die Unterstützung in weiten Teilen der Wählerschaft hat ja auch damit zu tun, dass viele noch gar nicht an eine Täuschung glauben.
Interessant wird auch sein, wie sich die Medien bei der nächsten Ungereimtheit im Verteidigungsministerium verhalten. Sicher anders als bisher, jedenfalls was FAZ, SZ und Spiegel angeht. |
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Solange wir (teils sehr geachtete) Politiker haben, die Steuergelder zum eigenen Vergnügen eingesetzt haben, die Schwarzgeld angenommen haben, die für die Stasi gearbeitet haben oder die Steine auf Polizisten geworfen haben, solange steht ein Rücktritt Guttenbergs meiner Meinung nach in keinem Verhältnis.
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Es ist aber ein Unterschied, ob bei der Wahl schon bekannt war, dass der Politiker beispielsweise bei der Stasi war - dann ist der Wähler selbst schuld, wenn er trotzdem seine Stimme gibt. Oder ob die Missetat erst danach herausgekommen ist.
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schrieb am
22.02.2011 um 12:50
Ja , das stimmt. Deswegen können die Wähler doch einfach bei der nächsten Wahl entscheiden (auch wenn es natürlich um Inhalte gehen sollte und nicht Personen, aber wir wissen ja, wie das immer so ist...), ob sie ihm weiter vertrauen oder ob sie ihn bzw. die CDU/CSU dafür bestrafen.
Schließlich sind die anderen "Missetaten" logischerweise auch nach Wahlen herausgekommen, weil wir uns ja immer sowohl vor als auch nach Wahlen befinden. |
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ja, diese meinung teile ich.
die causa guttenberg erscheint mir gut fuer eine wahl zu sein. lassen wir doch die "wahlerinnen und waehler" entscheiden! obwohl es natuerlich einen nachteil haette: welche "waehlerinnen und waehler" sollten da eigentlich abstimmen? die in seinem wahlkreis? oder die in bayern(sollte alles planmaessig laufen, wird die naechste ltw in bayern am tag der bundestagswahl sein, wenn ich mich nicht irre) oder saemtliche wahlberechtigten in der bundesrepublik. argumente gaebe es fuer alle drei varianten - also das alles natuerlich nur unter der hypothetischen annahme, dass man dies ueberhaupt reglementieren koenne. aber grundsaetzlich faende ich die wahlloesung auch eleganter. dann koennte auch niemand behaupten, dass guttenberg von einer neokommunistischen kampagne hingemeuchelt worden sei. sofern er ueberhaupt abgewaehlt wuerde, was ich zu bezweifeln wage. |
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@GeroSteiner 21.02.2011 um 21:23
Danke. Ihre Gedanken über eine Intrige sind vielleicht insofern gar nicht so abwegig, als die politische Kunst, so wie sie Frau Merkel vermutlich versteht, darin besteht, mehrere Wege parallel zu verfolgen. Man kann sich ja für eine Ernte bereit halten, auch wenn man nicht beim Säen und Begießen geholfen hat. Offen sein fürs Beliebige ist alles, was man braucht. Und man stößt erst, wenn jemand schon fällt. Herr zu G. hat es ja der Universität Bayreuth insofern jetzt ein klein wenig leichter gemacht, als man ihm dort nun den Titel nicht mehr wird zusprechen können; das wäre ja ohnedies nur in einer Farce von Argumentation möglich gewesen. Ich finde es interessant, dass Herr zu G. einige meiner apologetischen Gedanken ebenfalls entwickelt (eher nicht plagiiert) hat, wie denjenigen, dass ihm halt die Quellen durcheinander gegangen sind. Die Frage ist jetzt: wird Bayreuth es bei einer ultragroben Fahrlässigkeit belassen oder eine bewusste Täuschungsabsicht annehmen? Fahrlässigkeit fällt auch auf Bayreuth zurück, schont aber Herrn zu G. Die Frage ist, ob das jetzt noch politisch benötigt wird, wenn sich herausstellt, dass Herr zu G. ein „Zugpferd“ ist ganz unabhängig davon, was er sich zuschulden kommen lässt. Falls es nicht benötigt wird, dann wird sich die Universität nach Möglichkeit zu salvieren suchen, die ja m. E. den kapitalsten Beitrag zu der ganzen Affäre geleistet hat, indem sie ein summa cum laude verlieh (es kostet dann ja politisch nichts mehr). Summa cum laude! Da kann man sich retten, indem man a) argumentiert, man habe so etwas Herrn zu G. nie und nimmer zugetraut und habe immer die Berechtigung zum unbeschränkten Vertrauen gefühlt. Zum anderen, b), könnte man den Weg wählen, eine besondere Heimtücke in der Täuschungsabsicht zu unterstellen; das ist aber nun schwierig, weil die Sache ja mit geradezu unglaublicher Plumpheit eingefädelt wurde, die Öse ist so groß, dass dies auch ein Nilpferd geschafft hätte. Daher liegt es nahe, a) zu wählen. Wie immer dem sei, es ist m. E. die kapitalste akademische Affäre der letzten Jahrzehnte, wenn nicht der Geschichte der Bundesrepublik, und die Dreistigkeit, a) zusammenzukopieren, b) ein summa cum laude zu akzeptieren, c) das Produkt als Buch zu publizieren, d) dies ungeachtet der modernen Internetmöglichkeiten zu tun, die findet nicht Ihresgleichen. Es erinnert von Ferne an eine histrionische Persönlichkeitsstörung. Mit freundlichem Gruß P.S.: aus Wikipedia der Einfachheit halber: Nach ICD-10 müssen mindestens vier der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen vorliegen: 1. dramatische Selbstdarstellung, theatralisches Auftreten oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen; 2. Suggestibilität, leichte Beeinflussbarkeit durch andere oder durch Ereignisse (Umstände); 3. oberflächliche, labile Affekte; 4. ständige Suche nach aufregenden Erlebnissen und Aktivitäten, in denen die Betreffenden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen; 5. unangemessen verführerisches Erscheinen oder Verhalten; 6. übermäßige Beschäftigung damit, äußerlich attraktiv zu erscheinen. Egozentrik, Selbstbezogenheit, dauerndes Verlangen nach Anerkennung, fehlende Bezugnahme auf andere, leichte Verletzbarkeit der Gefühle und andauerndes manipulatives Verhalten vervollständigen das klinische Bild, sind aber für die Diagnose nicht erforderlich. |
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Ich finde nicht, dass man abwarten und erst bei der nächsten Bundestagswahl die Wähler entscheiden lassen kann. Bei der letzten Wahl ist an die Union das Vertrauen einer Wählermehrheit delegiert worden - und das ist zunächst ein Auftrag und nicht ein bloßer Bonus. In diesem Auftrag handelnd wurde KTG zum Minister gemacht. Da nun offensichtlich dessen Vertrauenswürdigkeit infrage gestellt ist, muss ernsthaft an eine vorzeitige Entlassung aus dem Amt gedacht werden, sofern der Minister eben nicht selbst das Einsehen hat. Anderenfalls macht sich die gesamte Regierung unglaubwürdig und geht leichtfertig mit dem Wählervertrauen um. Politiker, d.h. Volksvertreter zu sein, verlangt nun einmal ein enorm hohes Maß an Integrität. Dass Politiker auch dann entsprechend handeln, dafür gibt es zunächst einen Vertrauensvorschuß, den sie sich beim Wähler erarbeiten müssen, und schließlich eine Menge an Vergünstigungen, vornehmlich finanzieller Art.
Wer jedoch auf derart drastische Weise Zweifel an seiner Integrität aufkommen läßt wie KTG, für den kann es kein Automatismus, kein einfaches 'Weiter so' geben. Es kann nicht heißen, gewählt ist erstmal gewählt und dann sehen wir weiter. @RAJmue "ultragrobe Fahrlässigkeit" und "bewusste Täuschung" - ist da noch ein Unterschied zu machen? Wie soll jemandem, der einen Doktor verdient, "ultragrobe Fahrlässigkeit" passieren? Ein gewisser Schaden, wenn auch bestimmt nur temporär, wird für die Uni so oder so rausspringen (wie Sie ja auch feststellen). Vielleicht hat man bei der Prüfung der Arbeit und deren Verteidigung eben nicht mehr so genau hingeschaut, weil sich so ein Baron und Abgeordneter eben gut in der Ahnenreihe überaus erfolgreicher Absolventen macht ... Und nun versucht KTG ja, mit der vermeintlich noblen Geste, den Titel auch gar nicht mehr führen zu wollen, bereits den Wind aus den Segeln einer Verurteilung seines Tuns zu nehmen. Er versucht, auf Fahrlässigkeit zu plädieren. Und lügt und täuscht damit im Grunde wiederholt. |
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Hoffen wir, dass wenigstens Einiges von den Konsequenzen eintritt, die Sie erwarten oder erhoffen. Ich bin mir da leider nicht mehr so sicher wie vor einigen Tagen. Vielleicht bewegen wir uns tatsächlich auf eine deutsche (gründlichere) Variante der Berlusconi-Mentalität zu (akademische Geschichten u.ä. statt Frauengeschichten u.ä.), sowohl bei den Anbietern von Politik als auch bei den Nachfragern von (Ersatz-)Politik.
Die Unterscheidung zwischen "ultragrober Fahrlässigkeit" und "bewusster Täuschung" macht natürlich keinen Unterschied, was das Endprodukt angeht, sie beinhaltet aber ein Unterschied der Wertung. Ob der so oder so für einen Minister schmeichelhaft ausfällt, lasse ich dahingestellt. Es ist eine Frage der Propaganda-Präferenz. Übrigens schlage ich vor, ab nun statt von "summa cum laude" von "summa cum fraude" zu sprechen. "Die Doktorarbeit wurde schlussendlich mit summa cum fraude bewertet", das liest sich doch gut und flüssig. |
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schrieb am
23.02.2011 um 16:52
Danke, ich sah inzwischen, dass andere bereits vor mir diese Idee gehabt haben, und möchte um so mehr vorschlagen, diese Bewertung und ihre Varianten, also "cum fraude, magna cum fraude, summa cum fraude" in den Diskurs einzuführen. Auch Kombinationen wie "cum fraude nec laude" oder im positiven Falle "cum laude nec fraude" usw.
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Eine Interessante Stimme aus dem Umfeld der Bundeswehr:
"Der frühere Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Bundeswehr-Universität in München, Prof. Dr. Rainer Elkar, hat wegen der Plagiatsaffäre die Führungsfähigkeit von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Zweifel gezogen. „Wer selbst etwas dienstrechtlich von seinen Untergebenen fordert, was er nicht zu leisten vermag, ist meiner Meinung nach zur Führung ungeeignet." www.handelsblatt.com/politik/deutschland/dem-grundsatz-der-wahrheit-verpflichtet/3867718.html |
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Liebe Community,
wir reden hier immerhin über den Verteidigungsminister der BRD! Etwas mehr Respekt bitte, sonst heißt es vielleicht bald: "Ab 5:45 wird zurückgetreten!". (hoffe, richtig zitiert zu haben) |
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Bohlen for Kanzler, wenns Gutti kann, kanns auch Dieter!
Ja: 01371-100001 Nein: 01371-100002 |
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also, wenn er nicht zuruecktritt, wonach es im moment aussieht, dann muss ich wirklich sagen:
wenn diese dissertation bei herrn zu guttenberg das resultat "muehevollster kleinarbeit" ist, dann moechte ich nicht wissen, wie bei ihm schlamperei aussieht! |
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also, wenn er nicht zuruecktritt, wonach es im moment aussieht, dann muss ich wirklich sagen:
wenn diese dissertation bei herrn zu guttenberg das resultat "muehevollster kleinarbeit" ist, dann moechte ich nicht wissen, wie bei ihm schlamperei aussieht! |
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Vielleicht muss man wirklich erst Minister und Familienvater sein, damit eine solche arge Täuschung zum Fehler - und wer ist schon fehlerfrei? - heruntergespielt werden kann.
In meinem Kommentar oben habe ich ja von der besonderen Erwartung an Intergrität geschrieben, die an einen Volksvertreter gerichtet sein muss. Das kann man freilich mit Blick auf die Realität als naiv bezeichnen. Deshalb aber nicht als lässliches Ideal. Aber, wenn man mal etwas zurückdenkt - Unaufrichtigkeit wird nicht bestraft in der Politik. Schäuble, ehedem tiefst verstrickt in die Spendenaffäre der CDU, ist heute wieder ranghoher Minister (welch Ironie: Finanzminister). Peter Hartz, zwar kein Politiker, durfte aber trotz seiner Veruntreuungen bei VW ganz oben in der Politik die Neugestaltung der Almosenvergabe an Arbeitslose entwerfen. Und dann sind wir auch ganz schnell beim Thema Lobbyimus - was ungerne zugegeben wird, nicht wirklich geheim aber geduldet und ebenso Unaufrichtigkeit ist. ... Gerade in den Tagesthemen gehört, KTG's Popularität habe nach einer jüngsten Umfrage der Tagesschau im Volk sogar noch gewonnnen ... Mir fehlen die Worte! Ich habe ich mich ja schon immer gefragt, woher seine Popularität kommt ... Aber nun? Blendwerk reicht offenbar vollkommen aus. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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