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NEIN, ich spreche nicht von unserer Bundeskanzlerin.
Ich spreche von MIR.
Ich bin GEGEN eine Frauenquote - zumindest gegen eine, die nicht gründlich ausdifferenziert ist. Klar, es gibt Bereiche, aus denen werden Frauen relativ gezielt draußen gehalten, aber... es gibt genau so viele Bereiche, in die Frauen gar nicht wirklich hinein wollen oder eben Bereiche, in denen sich nur ganz wenige Frauen bewerben... die dann vielleicht auf dem Papier die gleichen Qualifikationen mitbringen, aber vielleicht rein subjektiv nicht ganz so viel Motivation - und es kann mir keiner sagen, dass ein Personaler nur nach dem entscheidet, was auf dem Papier steht ... das wäre ja auch schlimm!
Im Großen und Ganzen klingt für mich "Frauenquote" ganz stark nach Diskriminierung. Zugegeben, das ist etwas sehr Subjektives. Aber schließlich kennzeichne ich es ja auch als meine Meinung und poste es in meinem Blog...
Und wieso es für mich nach Diskriminierung klingt? Eine Frauenquote bedeutet eine Sonderbehandlung für die Frau und suggeriert irgendwie auch, dass wir Frauen es ohne Unterstützung "von oben" nicht gebacken bekommen. Das ist für mich nicht gerade zielführend... auf dem Weg zur Gleichbehandlung.
Überhaupt läuft einiges schief bei der Emanzipation von uns Frauen. Dieser Verdacht erhärtet sich in meinen Augen immer mehr.
Ein Mädchen, das sagt, dass es mal Hausfrau und Mutter werden mag, wird ausgelacht.
Ein Mädchen, das sagt, das es es gut findet, dass es [biologische] Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, wird als rückständig bezeichnet. (Dabei soll mir mal jemand sagen, dass die Brust einer Frau NICHT anders aussieht als die eines Mannes...)
Wo leben wir denn?
Emanzipation darf doch nicht Angleichung an den Mann bedeuten! Natürlich soll Chancengleichheit gegeben sein und ich bin überaus froh, dass ich auf´s Gymnasium gehen durfte und jetzt studieren kann, ohne mich gegen gesellschaftliche Widerstände durchsetzen zu müssen. Ich bin auch froh, dass ich mir meinen Mann (oder meine Frau) selbst aussuchen darf, meinen Beruf frei wählen (ja, dass ich arbeiten darf!) und mich nicht der Männerwelt unterordnen muss... (dass zum Beispiel auch das Ehegesetz dahingehend geändert wurde, dass ein Ehemann kein festes Anrecht mehr auf Sex hat.)
Und ich bin verdammt froh, in keinem Kulturkreis zu leben, in dem Praktikten wie das "Beschneiden" (bzw. eigentlich ja Verstümmeln) von Frauen üblich ist.
Mich nervt es ebenso, dass ich als Fotografin immer wieder von Männern belächelt werde und mir indirekt oder auch mal äußerst direkt klargemacht wird, dass viele der Herren Fotografen mir nicht zutrauen, dass ich weiß, wie meine Kamera funktioniert oder wie man eine professionelle Studioblitzanlage bedient...
Mich irritiert es, wenn es meine Zeitgenossen (und manchmal auch -genossinnen) irritiert, dass ich mehr an meinem Computer zustande bringe, als einen Text in Word zu formatieren.
Was ich sagen möchte, ist:
JA, ich habe etwas gegen Klischees und Vorurteile gegenüber Frauen
und
JA, ich bin absolut für Chancengleichheit von Mann und Frau, sofern man diese eben politisch und gesellschaftlich - also von außen - gewährleisten kann...
ABER ich bin absolut dagegen, einer Frau das (Klischee-)Frausein zu verbieten. Soll heißen: wenn eine Frau einem sog. "rollentypischen" Bild nachgehen mag, dann soll sie es auch tun dürfen!
Denn was wäre sonst irgendwann mit den Kindern? Müssten alle Väter zu Hausmännern werden, damit ihre Frauen arbeiten gehen können? Ach nein, dann fühlen sich diese ja auch benachteiligt, weil ein Hausmann kein Gehalt bezieht... Aaah genau, man kann die Kinder ja auch einfach zu einer Tagesmutter und später in eine KiTa weggeben - super Sache, übertragen wir einfach die Kindererziehung an öffentliche Einrichtungen...
What the f*ck?
Geht das nicht ein bisschen zu weit?
Aber nein, ich will hier jetzt keine Themen vermischen. Zurück zur Essenz:
Eine Frau soll Hausfrau und Mutter sein dürfen, wenn sie es will. Ein Mann soll Vater und Hausmann sein dürfen, wenn er es will.
Eine Frau soll aber auch Karrierefrau und Single sein dürfen, ohne dann als frigide beschimpft zu werden. Ein Mann ebenso.
usw. usf.
Also, liebe Eltern: Lasst euer Mädchen mit Puppen spielen, wenn es die lieber mag als Autos! Nicht jedes Mädchen ist die geborene Klischee-Emanze (ups, schon wieder ein Klischee)... und es gibt auch in der heutigen Zeit noch glückliche Hausfrauen! (Nein, ich bin keine. Aber ja, ich kenne welche... und zwar gut genug, um die Freiwilligkeit des Ganzen beurteilen zu können... soweit das geht.)
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Klasse :) Sehe ich genauso.
Ich habe einen (eigentlich "typischen") "Männerberuf" gelernt. Als Maler- und Lackierergesellin auf dem Bau schlage ich mich jetzt seit 1991 durchs Leben. Am Anfang wars nicht einfach, den "Herren der Schöpfung" zu zeigen, dass ein Mädchen das auch kann. Aber nach 3 Monaten oder so haben sie es dann eingesehen. :) Mir ist dabei aber schon immer klar gewesen, dass ich diesen Beruf definitiv nicht bis zur Rente ausüben kann. Geht nämlich ganz schön auf die Knochen. Mein Zukünftiger ist der Meinung, dass es die Aufgabe des Mannes ist, für die Familie zu sorgen. :) Daraufhin haben mich alle für verrückt erklärt. Aber das ist dann doch letzten Endes meine Entscheidung. Ich habe 20 Jahre lang bewiesen, dass ich "es" kann. Jetzt möchte ich mich auch mal ausruhen und nur noch Ehefrau und Mutter sein. Nur weil ich die Freiheit habe, alles zu tun, bedeutet das doch nicht, dass ich das dann auch alles tun muss. Oder? |
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Danke für deinen Kommentar :-) und den Teil deiner Lebensgeschichte bzw. den beruflichen Werdegang.
Klar, wäre ja schlimm, wenn man alles tun MÜSSTE, was man tun kann. Und echt klasse, dass du in so einem Männerberuf "bestanden" hast! Kann mir vorstellen , dass das am Anfang nicht ganz leicht war... ABER wenn frau die Leistung bringt, überzeugt sie, wie deine Geschichte auch zeigt! :-) |
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Jaja, das ist schön schnucklig, sich dann mal so dezidiert gegen den vermeintlichen Strom zu wenden, Bittschön.
Ich finde: Wenn Frauen sich besonders gegen eine Quote aussprechen, verstärkt sich das Gefühl, dass die überhaupt kein Selbstbewusstsein haben. Männer hat das noch nie gestört, dass sie - manchmal - qua Geschlecht bevorzugt worden sind. Die nehmen das für selbstverständlich hin. Dieses - "Ich habe alles allein geschafft", diskeditiert außerdem andere Frauen", die möglicherweise über eine Quotenregelung in bestimmte Ämter gekommen sind. Viele der hier niedergelegten Erörterungen haben ohnehin kaum etwas mit Frauenpolitik oder mit der Quote zu tun, sondern sind ein ungerichtetes Herumwirtschaften in Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen. Gähn. Die Quote zwingt keine Frau, sich irgendwo zu bewerben, sie wird nicht diskriminiert, wenn sie es nicht tut. Aber manche Frauen, die bei gleicher Qualifikation bisher nicht berücksichtigt worden sind, hätten dann eine Chance. Im Grunde ist die Absage an die Quote eine spezifische Art von verweigerter Solidarität unter Frauen. Nichts Neues. |
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"Männer hat das noch nie gestört, dass sie - manchmal - qua Geschlecht bevorzugt worden sind."
Ähm. Das soll ein Argument sein? Soll das bedeuten, dass Emanzipation für dich bedeutet, dass sich die Frau an den Mann angleicht? Das würde das nämlich in diesem Fall bedeuten. Ist das nicht auch wieder eine Unterordnung? Wer sagt denn, dass es besser ist, das so zu machen wie Männer es in diesem Kontext tun? Zeugt nicht die weibliche Einstellung von mehr Realismus und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst? Also das "Selbstschaffenwollen"? Und sollte man nicht lieber Männer von diesem Standpunkt überzeugen oder gar einen Kompromiss irgendwo dazwischen finden? Als Prozess des voneinander Lernens also...? "Viele der hier niedergelegten Erörterungen haben ohnehin kaum etwas mit Frauenpolitik oder mit der Quote zu tun, sondern sind ein ungerichtetes Herumwirtschaften in Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen. Gähn." Zum "Gähn." - nun, wenn dich mein Blogbeitrag langweilt, warum liest du ihn dann? Ich erhebe nicht den Anspruch, dass das hier eine politische Abhandlung ist - wie ich auch sehr deutlich gemacht habe, handelt es sich schlichtweg um meine (begründete) Meinung. Und daher kann ich auch sagen: Ich wirtschafte nicht ungerichtet in Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen herum, sondern beziehe mich auf konkrete, wiederholt so gemachte Erfahrungen und so erlebte Situationen - bis hinein in den schulischen Kontext, in dem eine Lehrerin es nicht einsehen wollte, dass manche Mädchen eben auch eine Puppe haben wollen oder eine Diskussion an unserer Uni, die gerade mal eine Woche zurückliegt und an der äußerst unterschiedliche intelligente Personen beiderlei Geschlechts aus verschiedenen Kulturkreisen beteiligt waren. "Die Quote zwingt keine Frau, sich irgendwo zu bewerben, sie wird nicht diskriminiert, wenn sie es nicht tut." zeugt davon, dass du in einem anderen gesellschaftlichen Kontext aufgewachsen bist als ich es bin. Ich nehme an, du bist älter als ich? Und nicht in einer Zeit groß geworden, in der Mädchen regelrecht ausgegrenzt werden, wenn sie eben Hausfrau werden mögen oder einen sog. "frauentypischen" geringbezahlten Beruf ergreifen wie etwa Kindergärtnerin? Wenn sich dieses Phänomen verstärkt, kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass eine Frauenquote dazu führt, dass Frauen, die diese nicht "nutzen", belächelt werden. Ich leide nicht an mangelndem Selbstbewusstsein, wie du hier behauptest. Absolut gar nicht. Sonst wäre ich kaum Studentin UND Freiberuflerin zur gleichen Zeit... Ich bin Studentin an einer Eliteuni und zwar im frauenlosesten Studiengang dieser Universität und behaupte mich freiberuflich in einer ziemlichen Männerdomäne, in die zum Glück immer mehr Frauen einsteigen, um mit den Klischeebildern zu brechen... und keine von uns braucht dazu irgendeine Quote. Wie ich bereits schrieb, bin ich nur gegen eine nicht ausdifferenzierte Quote und sehe sehr wohl, dass es ein paar wenige Bereiche gibt, in denen eine solche vielleicht sinnvoll wäre. Nur sollte das dann auch so gehandhabt werden. |
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"Ich bin Studentin an einer Eliteuni und zwar im frauenlosesten Studiengang dieser Universität und behaupte mich freiberuflich in einer ziemlichen Männerdomäne, in die zum Glück immer mehr Frauen einsteigen, um mit den Klischeebildern zu brechen...
und keine von uns braucht dazu irgendeine Quote." Ja. Das entspricht eben jener "liberalen" Position - ich brauchte doch auch keine Quote um mich durchzusetzen. Das kann doch jede schaffen. Leistung = Leistungsträgerin. Das haben sich die Jugendlichen selbst aufgebaut ... Das ist übrigens eine sehr männliche Sichtweise auf die Dinge. Hier bedienst Du selbst ein sehr männliches Theorem und Verhaltensmuster. Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder Schmied hat Glück. |
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Ich kann deiner Argumentation wieder nicht ganz folgen bzw. sehe die Argumente nicht, denn irgendwie scheint es mir so, als widersprichst du dir.
Im Beitrag davor meintest du, es sei typisch männlich, wenn man sich nicht daran juckt, dass einem was in den Schoß fällt, nur weil man männlich ist... und nun sagst du, es sei typisch männlich, wenn man auf seine Eigenleistung pocht...??? Das liest sich für mich ziemlich widersprüchlich, um ehrlich zu sein ... Und während du in deinem ersten Beitrag meintest, die Frau solle sich das Verhalten vom Mann abgucken, stellst du es nun hier als negativ dar, dass ich eine dir zufolge "männliche" Sichtweise verdreht. ??? |
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In der Überschrift steht reißerisch, Du bist gegen Quoten, dann wirds wieder ein bisschen relativiert.
Da musst Du Dich nicht wundern, wenn man nachfragt . Ich kann in einer Quotenregelung keine Unterordnung sehen. Es gab schon immer eine unausgesprochene Männerquote. Wenn Dir der Begriff was sagt: Homosoziale Reproduktion nennt man das, wenn ein Chef immer ein ungefähr ähnliches Umfeld will, und dazu gehören oft auch nur Männer. Dass die Quote überall sein muss, habe auch ich nicht behauptet. Das behaupten ja auch nicht mal die Quotenverfechterinnen selbst. Über das "Elend" von Frauen, die nur Hausfrau und Mutter sein wollten, habe ich noch nie nachgedacht, ehrlich. Ja, ich bin älter. Und nun? Ich komme aus einem Umfeld, in dem immer gearbeitet wurde und wenig über Rollenzuweisungen nachgedacht. Das aber nur am Rande. Mein Gefühl ist, Du wolltest einen schön krawalligen Einstieg. Bitteschön, aber geklärt ist damit nichts, aber was über Dich gesagt. "Ich bin Studentin an einer Eliteuni und zwar im frauenlosesten Studiengang dieser Universität und behaupte mich freiberuflich in einer ziemlichen Männerdomäne, in die zum Glück immer mehr Frauen einsteigen, um mit den Klischeebildern zu brechen... und keine von uns braucht dazu irgendeine Quote." Herzlichen Glückwunsch. Fairtrade auch bei der Selbstvermarktung. |
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Zu Deinem BLOG und Magdas Kommentar fiel mir ein, was ich neulich im Deutschlandfunk aufgeschnappt habe. Ich bein übrigens entschieden für eine Frauenquote - als Mann. Nur deshalb genommen zu werden, weil man ein Mann ist, obwohl die Frau eventuell besser geeignet ist, hat uns Männer doch auch nie gestört. Im Gegenteil, dass ist selbstverständlich. Warum soll sich eine "Quotenfrau" dafür "schämen" über eine Quotenregelung an eine bestimmte Position gekommen zu sein? Das leuchtet mir nicht ein. Und das Kristina Schröder, die aus dem wohl reaktionärsten CDU-Verband des Landes, also Hessen, als Quotenfrau in die Regierung musste (für Franz-Josef Jung), aber gegen die Quote ist, verwundert auch nicht. Mit dem gleichen Argument, wie hier im BLOG, lustigerweise.
Jetzt aber zur Sendung im DLF: Der heimliche Rückzug der Frauen Bascha Mika: Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität Von Astrid Prange Bascha Mika, die ehemalige Chefredakteurin der taz, beklagt die weibliche Feigheit. Denn: so ihr Vorwurf: Die Frauen träumen von einem Reihenhaus statt die Chefetage für sich zu beanspruchen. Sie wollen kuscheln, nicht kämpfen. ... und hier geht es weiter: www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1382855/ |
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@mahung
Habe ich irgendwo geschrieben, dass sich eine Frau schämen MUSS, die über eine solche Quote irgendwo hineingekommen ist? Das wäre mir neu. Und zum Rest: wer genau liest, liest auch, dass ich schrieb, dass ich nur gegen eine nicht extrem ausdifferenzierte Frauenquote bin, da ich sehr wohl in ein paar wenigen Bereichen "sehen" kann, dass Frauen da gezielt "draußen" gehalten werden. |
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Ich bin ebenfalls gegen eine Frauenquote. Leider ist die Debatte darüber wohl nicht auf der sachlichen Ebene zu führen sondern ist sehr ideologiebeladen- genauso wie manch anderer gesellschaftlicher Diskurs beispielsweise über die Integration.
Zwei, drei Gedanken von mir noch dazu: - Beim Blick auf die herschenden Zustände wird oft der Fehler gemacht Chancengleichheit mit Ergebnisgleichheit zu verwechseln. Nur weil alle diesselben Chancen haben muss nicht dann auch das Ergebnis gleich sein. - Was dies bedeutet wird beim Blick auf die MINT-Studiengängen klar- also Mathematik, Informatik, Naturwissentschaften und Technik. Hier sind Frauen immer noch eine absolute Minderheit (10 bis 15%) und das obwohl sich hier raus nachweislich ein großer Anteil an Fachkräften speist. Von den Dax-Vorständen haben ca 40 % einen dieser Studiengänge belegt. Allein daraus lässt sich ableiten das ein niedriger Frauenanteil in den Vorständen die logische Folgerung daraus ist und zumindest für den MINT-Anteil der Vorstände nichts aber auch gar nicht mi Diskriminierung zu tun hat. - Überhaupt die Vorstände und die Studentenzahlen: Es wird immer argumentiert Frauen würden inzwischen die besseren Abschlüsse machen (das das oft in den falschen Fächern passiert wird dabei großzügig ausgeblendet). Die heutige Absolventenzahlen sind dabei aber irrelevant. Das Einstiegsalter für die Vorstände liegt bei 50+. Also muss man 20 bis 40 Jahre zurückgehen und nach den Frauen suchen die damals den entsprechenden Lebenslau feingeschlagen haben der sie befähigt in Führungspositionen zu gelangen. Man wird feststellen: Damals haben noch weniger Frauen MINT-Studiengänge belegt, viele Frauen haben nach dem Studium eher den Weg mit der Familie gewählt- es gibt strukturell einen Unterschied in den Lebensläufen. Das kann man beklagen, aber man kann es doch heute nicht mehr ändern. Gibt man der Entwicklung Zeit, wird es sich automatisch ändern. Mit "Zeit" sind aber nicht drei Jahre gemeint, sondern eher 30. - Zu guter letzt: Was mir bei der Diskussion zu kurz kommt, ist das eine Frauenquote immer nur eine temporäre Lösung sein kann. Man ändert damit nicht eine eventuelle Benachteiligung von Frauen, man zementiert sie eher in den Köpfen. Warum? Nun wir alle wollen doch in einer Gesellschaft leben in der nichts weiter als die Qualifikation zählt. Wenn das so ist, kann es gar nicht sein das alle Vorstände mit gleichen Anteilen Männer und Frauen besetzt sind. Das entspricht jeder statistischen Verteilung und funktioniert nur in den Köpfen von Hardcore Feministinnen die von sowas keine Ahnung haben. Nein, wenn nur die Qualifikation zählt, gibt es 50/50, 60/40, 70/30, 80/20, 90/10 und 100/0 Besetzungen- also sowohl Fälle in denen Frauen wie Männer die Minderheit darstellen oder vielleicht gar kein Mann oder Frau im Vorstand sitzt- und keinen stört es. Das muss das Ziel sein. Eine Gesellschaft in der nicht Geschlecht, Rasse, Aussehen, Behinderung oder sexuelle Orientierung über eine Einstellung entscheidet sondern allein die Qualifikation. Eine Quote läuft dem erstmal 180° entgegen, weil ja auf einmal Geschlecht der Einstellungs bzw- Nichteinstellungsgrund ist. |
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schrieb am
20.02.2011 um 16:16
Ich korrigiere: Es muss heißen: "Das WIDERSPRICHT jeder statistischen Verteilung und funktioniert nur in den Köpfen von Hardcore Feministinnen die von sowas keine Ahnung haben."
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DANKE für diesen Beitrag.
Dein Schlussargument ist genau das, was ich damit meine, wenn ich sage, dass sich "Frauenquote" für mich nach Diskriminierung anhört. Es fördert ja die Denkweise, dass Frauen irgendwie benachteiligt sind bzw. beruflich so anders... |
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schrieb am
20.02.2011 um 16:36
@ mandelbrot
Scheint mir ein bißchen kurz gedacht, was du über Chancengleichheit da schreibst. Eine Gesellschaft, in der alleine Qualifikation über eine Einstellung entscheidet, ist in meinen Augen nicht zwingend wünschenswert. Es gibt viele Faktoren, die die Startbedingungen (Chancengleichheit) beeinflussen. Je nachdem aus welchem Milieu man kommt hat man unterschiedliches kulturelles Kapital, das einem bei der Bewährung in den Bildungsinstititutionen einen besseren oder schlechteren Stand verleiht. Das läuft über so subtile soziale Mechanismen wie Benehmen, das den Lehrern gewisse Schüler aus der selben Schicht wie sie sympatischer macht. Nachzulesen bei Bourdieu. Behinderungen oder Krankheit sind ebenso krasse Verzerrungen der Chancengleichehti. Das einfach zu ignorieren erscheint mir unfair. Ein Frauenquote ist sicher ein Instrument, dass die Geschlechterunterschiede erst mal bestätigt, aber auf einem Weg zu einer Gleichberechtigung kann sie ein legitmies Mittel darstellen. Nebenbei, wer legt denn fest, dass MINT Studiengänge einen für Führungspositionen mehr befähigen? Oder ist das irgendwie objektiv zu begründen? |
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schrieb am
20.02.2011 um 17:08
@ fairtradefreak
Danke für das Lob. @ Mabli Sehen sie also positive Diskriminierung als die Lösung an? Also um eine Chancenungleichheit auszugleichen, die entsprechenden Personengruppen bevorzugt nehmen? Jetzt wird es schwierig. Also beispielsweise jemand der aus einer "bildungsfernen Schicht" kommt hat schlechtere Chancen irgendwann mal zu studieren, weil er schlechter in der Schule ist. Wenn er irgendwann mal studieren sollte, ist vielleicht sein Abschluss schlechter und er braucht länger für das Studium als jemand aus einem reichen Elternhaus. Er hat demzufolge schlechtere Ausgangsbedingungen gehabt und steht deshalb nun mit einem schlechteren Zeugnis/unvorteilhaften Lebenslauf da. Wie reagiert die Gesellschaft nun? Meinen sie nun, man sollte ihn bevorzugt einstellen um das Defizit bei der Chancengleichheit auszugleichen? Gleiches gilt für Behinderung oder Krankheit. Ich sehe nicht wirklich, das dies eine sinnvolle Idee wäre. Unternehmen haben als Hauptzweck die Wertschöpfung und sind nicht der Reperaturbetrieb für gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Die Lösung kann nur sein, weitesgehende Chancengleichheit anzustreben. Und das man jemanden mit körperlichen Defiziten also Menschen mit Behinderung als gleichwertig ansieht und ihnen die Chance gibt, wenn die Abschlüsse belegen das sie die Leistung erbringen können. Gleiches gilt für all die anderen Hinderungsgründe auch. Zu den MINT-Studiengängen: Natürlich ist das objektiv zu begründen. Sehen sie sich den Mittelstand an: Viele Unternehmen der Automobilzuliefererindustrie, Maschinenbau, Messtechnik usw... halt viele Betriebe wo Leute aus dem MINT-Bereich arbeiten. Wie läuft das nun ab? Jemand macht seinen Abschluss und fängt an dort als Ingenieur zu arbeiten. Er lernt das Unternehmen und den Produktionsablauf kennen und versteht auch fachlich was dort passiert. Nach und nach steigt er auf und landet irgendwann mal in einer Führungsposition. Hier leistet er mit seinen Vorkenntnissen durch das Studium bessere Arbeit als ohne. Weil er die Produktionsaubläufe versteht, auch fachlich versteht was da passiert. Beispiel: Der Leiter des Einkaufs versucht Geld zu sparen und kauft ein Teil günstiger ein weil es aus einem anderen Material besteht. Er muss nun eine Beurteilung treffen: Welche Auswirkungen hat das andere Material auf den Produktionsprozess? Welche Folgewirken kann es haben? Für Entscheidungen in diesem Bereich sind fachliche Kenntnisse zwingend erforderlich. Und das gilt für andere Betriebsbereiche ebenso. Als Leiter der Produktion/Leiter des Betriebs muss man reagieren wenn eine Anlage ausfällt. Man muss die Fachkenntnisse haben um zu verstehen was im Produktionsprozess schief läuft etc... Ich muss gestehen das ich diese Frage von ihnen auch ein bißchen für naiv halte. In etwa so, als ob bei jeder Neubesetzung einer Führungsposition erstmal extern eine Ausschreibung veranstaltet wird und man sich erst dann für jemanden entscheidet. Und man erst dann immer jemanden aus den MINT-Bereich nimmt. Nein, wie beschrieben, findet die Auswahl im Betrieb statt. Man schaut wer die entsprechenden fachlichen Kenntnisse hat. Und das sind dann oft Ingenieure die dort arbeiten. Und wenn das hauptsächlich Männer sind, kommt ein Mann in die Führungsposition. Welchen Sinn sollte es auch haben, zu diesem Zeitpunkt beispielsweise eine BWLerin zu holen? Die man lange einarbeiten muss? Die bestimmte Dinge einfach nicht wissen kann? Ich habe mich jetzt hauptsächlich bei dieser Betrachtung auf den produzierenden Teil der Wirtschaft konzentriert. Das ist aber schon wo etwas wie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Für andere Bereiche wie Dienstleistungsunternehmen, Telekommunikation, Werbung usw... gilt das in dieser Form nicht. Hier gibts natürlich keinen Grund warum jemand aus einem MINT-Studiengang besser geeignet sein sollte. |
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schrieb am
20.02.2011 um 21:07
Ich schrieb, dass eine Frauenquote auf dem Weg zu Gleichberechtigung ein legitimes Mittel sein kann. Und zwar solange eben eine bessere Qualifikation bei einer Frau nicht dazu führt, dass sie ingestellt wird aufgrund ihres Geschlechts. Irgendwann wird sie hoffentlich überflüssig sein.
Was Du ansonsten schreibst über Chancengleichheit ist bullshit. Ich bin absolut der Meinung, dass Leute die nicht auf den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können, nicht auf ein Abstellgleis abgestellt werden sollten, auf dem sie dann eventuell eine Arbeit machen müssen, für die es keine wirkliche Nachfrage gibt. Dagegen müssten die Rahmenbedingungen auf dem ersten Arbeitsmarkt so verändert werden, dass er mehr an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer angepasst wird und nicht umgekehrt. Eine Integration und Anerkennung dieser Gruppen sollte vor Wirtschaftlichkeit und Effizienz Priorität haben. Und was die MINT Studiengänge angeht. Du hast geschrieben, dass 40 % der Vorstände von Dax Unternehmen MINT Studiengänge absolviert hätten. Dass natürlich in einem Industrieunternehmen, das Reißverschlüsse herstellt, es von Vorteil ist einen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang absolviert zu haben, ist doch banal. Es gibt aber auch etliche andere Unternehmensbereiche. Und gerade Studiengänge wie Mathematik und Physik, wo analytische Problemlösungsfähigkeit auf hohem Abstraktionsniveau gefragt ist disponieren anscheiend auch für Führungspositionen in Werbung und Unternehmensberatungen nach dem was ich so gehört habe. Warum also auch nicht um gekehrt? Nebenbei gibt es mittlerweile in Mathematik nach meiner Erfahrung eine relativ hohe Frauenquote, ist aber nur eine subjektive Erfahrung nicht statistsich belegt. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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