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Einst schrieb Kurt Tucholsky : "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!"
Dem kann man eigentlich nur noch zustimmen, denn der Mainstream hat sich festgesetzt in der Gesellschaft, das Besondere, das Individuelle wird gar nicht mehr unterstützt, gut ist nicht mehr was innovativ ist oder durch Qualität glänzt, nein, diese Zeiten der Kunst scheinen nun endgültig vorbei zu sein.
Aktuellstes Beispiel ist der Film "Zeiten ändern dich". Hier wird Bushidos angeblich hartes Leben gezeigt, wie er aufgestiegen ist und sich vom damaligen "Enfant terrible" der Medien gewandelt hat, sich sozusagen sein "Raison d'être" in den Medien und in der bürgerlichen Gesellschaft erkämpft hat. Das muss man ihm lassen, diesen Kampf hat Bushido mit Bravour bestanden, er hat die Medien auf seiner Seite, eine Leistung die vielen Politikern bis heute verwehrt bleibt. Bushido erfreut sich zur Zeit einem medialen Interesse, wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Man sollte auf gar keinen Fall Bushido unterschätzen, er ist durchaus ein kluger Kerl, denn er weiß was er sagen soll und er weiß ganz genau, dass er wegen den Medien ganz weit Oben steht, kurzerhand zum besten Rapper Deutschlands ernannt wird und sich das Hamburger Abendblatt, Bushido auch ganz gut als Politiker vorstellen kann. Auch wenn dieses Hirngespinst Bushido selbst zu verdanken ist, als er sich in einem Interview durchaus vorstellen konnte Bürgermeister in Berlin zu werden - was durchaus möglich wäre -, denn Bushido trifft politisch gesehen genau den Nerv der Zeit. In der Politik kommt es schon lange nicht mehr auf den Inhalt an - sonst wäre die FDP schon längst am prozentualen Nullpunkt angelangt - genauso inhaltslos ist die Gesellschaft geworden, davon wird auch nicht die Politik verschont bleiben. Nach dem Party-Jahrzehnt der 90er, dass es nur durch den Zusammenbruch der bipolare Welt geben konnte, sind wir nun im Jahrzehnt der Konzeptlosigkeit angekommen. Es ist das Jahrzehnt angebrochen, in dem politische Parteien entstehen, die sich nicht zu Politik äußern, die dann auch noch Erschreckenderweise die Jugend für sich gewinnen, ohne dem Sinn einer wirklichen Partei nachzugehen. Deshalb ist es nicht wirklich verwunderlich, wenn eine Stadt wie Berlin irgendwann einen Bürgermeister wie Bushido kriegt, ja super, warum auch nicht? Ist doch eh nicht mehr wichtig, wozu brauchen wir überhaupt noch Leute mit Fachwissen, lass die Leute ran, die die Medien so pushen, denn die Medien werden schon genau wissen was sie machen und das im doppelten Sinne! Es ist völlig in Ordnung in einer Zeit der großen Inhaltslosigkeit einen Bushido zu pushen, denn das ist angesagt, weil es die Medien so wollen. Der Film, "Zeiten ändern dich" ist nicht mal der Rede wert und das mein ich auch so wie ich es sage, er wird einfach nur sinnlos polarisierend dargestellt, da fragt man sich warum überhaupt polarisierend, was ist schon dran ein Film zu sehen, der nicht der Realität entspricht, sondern Bushidos Wunschvorstellungen, wie er gerne sein Leben hätte. Seine Texte sind immernoch chauvinistisch und Menschenfeindlich in Bezug auf Homosexuelle, aber das ist nicht schlimm, die Medien wollen es so haben, so sind sie nunmal unsere bürgerlichen Medien, so wie es Begriffe wie "gutmensch" und "der Ausländer ist schuld an unseren Problemen", in die Mitte der Gesellschaft geschafft haben, genauso ist Chauvinismus und Hass gegen andere gar kein Problem, ist doch eine gute Sache so meint man. Eigentlich ist es eine Entfremdung der Kunst, denn Filme sind Kunst, in genau dem selben Stil werden Filme wie "Avatar" hochgespielt, obwohl hier die filmische Kunst so gut wie gar nicht vorhanden ist, sondern eine Innovation in Form von einer neuen Technik ist vorhanden - immerhin eine Innovation, sowas vermisst man bei Bushido. Alles wirkt so inhaltslos und leer...
Fortsetzung folgt
*PROST*
Diese Kolumne ist schon wieder so Mainstream, das ich mich schämen sollte -.-, Bushido da, Bushido hier bäääh
Na was solls
*PROST* zum Zweiten!
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Hast ja recht, ganz klar, aber jetzt muss ich denn doch mal googlen um herauszufinden wer Bushido ist. So was wie ein deutscher Johnny Hollyday, diese alte abgefrackte Rockröhre aus Frankreich? Hört sich richtig grausam an was ich da las und hoffe das der Bohlen merdeister's "visionär" beim Wort nimmt. Also Gesundheit.
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Da muss ich schärfstens widersprechen - so kann man Jonny nicht beleidigen. Nee, echt nicht, es gibt Vergleiche, die hinken, und der hier sitzt schon im Rollstuhl, fürchte ich!
Rofl. Feilong, mit Absätzen läse es sich erheblich besser, bitte, bitte. |
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Ja, werd ich das nächste Mal beherzigen, hab es lediglich kopiert und dann gehen die Absätze halt flöten und ich hatte keine Lust, sie wieder einzufügen ^^
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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