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Es tut sich was an den deutschen Hochschulen. Denn, im Moment noch unbemerkt von der Öffentlichkeit, wird hinter den Kulissen schon am nächsten Bildungsstreik gefeilt. Fand im Sommersemester 2009 eher Protest nach Plan statt, von vornherein war klar, dass nur für zwei Wochen Protestaktionen stattfinden würden, war die Bewegung im Herbst und Winter schon radikaler. Hörsäle wurden massenweise besetzt und teilweise erst nach dreimonatiger Besetzung im Januar geräumt.
Dennoch ist es nach wie vor nicht gelungen die Masse oder gar nur eine qualifizierte Minderheit der Studentinnen und Studenten mitzunehmen. Nach wie vor wird der Bildungsstreik eigentlich nur von linken Gruppierungen getragen. Die Demonstrationen am bundesweiten Aktionstag waren zwar gut besucht aber in den Hörsälen fand sich meist nur ein kleiner Kreis an Aktivistinnen und Aktivisten, der auch immer weiter schrumpfte.
Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage, ob es überhaupt noch Sinn macht den Bildungsstreik auch noch im kommenden Semester zu forcieren. Schließlich könnte dies auch den unangenehmen Effekt haben, dass sich noch weniger Studentinnen und Studenten anschließen als bisher. Das alleine kann aber nicht überzeugen. Denn, ob eine Bewegung ein Top oder ein Flop wird, zeigt sich immer erst im nachhinein.
Außerdem gibt es viele gute Gründe weiter zu machen. Nach wie vor sind die Probleme an den Hochschulen noch nicht einmal im Ansatz gelöst. Die Bewegung ist bundesweit vernetzt und somit in der Lage sich gut zu koordinieren und es wäre fast fatal nun die aufgebauten Strukturen einschlafen und damit letztlich sterben zu lassen. Schließlich bleibt noch viel Aufbauarbeit zu leisten, um die große Chance, die sich dann bietet, wenn aufgrund des G8 die Unis aus allen Nähten platzen werden, zu nutzen. Besteht in dem Zeitpunkt bereits eine gute Infrastruktur an und zwischen allen Unis, werden Dynamiken freigesetzt werden, die man sich heute kaum vorstellen kann. Es lohnt sich also auch im kommenden Semester da weiter zu machen wo man im letzten aufgehört hat.
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Ich hoffe der Protest wird radikaler
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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