finn

Blog von finn

07.03.2010 | 16:20

Bildungsstreik reloaded?!

Es tut sich was an den deutschen Hochschulen. Denn, im Moment noch unbemerkt von der Öffentlichkeit, wird hinter den Kulissen schon am nächsten Bildungsstreik gefeilt. Fand im Sommersemester 2009 eher Protest nach Plan statt, von vornherein war klar, dass nur für zwei Wochen Protestaktionen stattfinden würden, war die Bewegung im Herbst und Winter schon radikaler. Hörsäle wurden massenweise besetzt und teilweise erst nach dreimonatiger Besetzung im Januar geräumt.

Dennoch ist es nach wie vor nicht gelungen die Masse oder gar nur eine qualifizierte Minderheit der Studentinnen und Studenten mitzunehmen. Nach wie vor wird der Bildungsstreik eigentlich nur von linken Gruppierungen getragen. Die Demonstrationen am bundesweiten Aktionstag waren zwar gut besucht aber in den Hörsälen fand sich meist nur ein kleiner Kreis an Aktivistinnen und Aktivisten, der auch immer weiter schrumpfte.

Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage, ob es überhaupt noch Sinn macht den Bildungsstreik auch noch im kommenden Semester zu forcieren. Schließlich könnte dies auch den unangenehmen Effekt haben, dass sich noch weniger Studentinnen und Studenten anschließen als bisher. Das alleine kann aber nicht überzeugen. Denn, ob eine Bewegung ein Top oder ein Flop wird, zeigt sich immer erst im nachhinein.

Außerdem gibt es viele gute Gründe weiter zu machen. Nach wie vor sind die Probleme an den Hochschulen noch nicht einmal im Ansatz gelöst. Die Bewegung ist bundesweit vernetzt und somit in der Lage sich gut zu koordinieren und es wäre fast fatal nun die aufgebauten Strukturen einschlafen und damit letztlich sterben zu lassen. Schließlich bleibt noch viel Aufbauarbeit zu leisten, um die große Chance, die sich dann bietet, wenn aufgrund des G8 die Unis aus allen Nähten platzen werden, zu nutzen. Besteht in dem Zeitpunkt bereits eine gute Infrastruktur an und zwischen allen Unis, werden Dynamiken freigesetzt werden, die man sich heute kaum vorstellen kann. Es lohnt sich also auch im kommenden Semester da weiter zu machen wo man im letzten aufgehört hat.

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
quarktasche schrieb am 07.03.2010 um 19:30
Ich hoffe der Protest wird radikaler
finn
mit lauter fragen im gepäck...
Ort:
Berlin
Mitglied seit:
2 Jahre 30 Wochen
Zuletzt aktiv:
01.04.2010
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 10
Kommentare: 12
Mein Projekt:
Logbuch
22:53
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:46
Calvin hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:45
Dreizehn hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:42
Meyko hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:37
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG