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Blog von finn

04.03.2010 | 13:46

Von Dresden nach Duisburg

Noch nicht einmal einen Monat ist es her als tausende Bürgerinnen und Bürger den größten Neonazi-Aufmarsch Europas erfolgreich verhinderten. Entscheidend dafür waren, dass ein breites und tragfähiges Bündnis geschmiedet wurde und dass eindeutig und entschlossen auf zivilen Ungehorsam gesetzt wurde. Von vornherein war klar, dass eine Eskalation von seiten der Gegendemonstrantinnen und -demonstranten nicht ausgehen würde. Der Erfolg hat viele überwältigt und macht einem, nach Jahren von Misserfolgen in Dresden, Mut.

Doch die NPD bleibt natürlich nicht untätig. Sie will sich offensiv in den wichtigen NRW-Wahlkampf einklinken und sucht den Kontakt mit der rechtspopulistischen Pro NRW. Offensichtlichster Ausdruck davon ist, dass beide am 27. und 28.3. Demonstrationen gegen die Merkez Moschee in Duisburg-Marxloh planen. Dies ist besonders infam, denn gerade diese Moschee, sie ist die größte in Deutschland, gilt als Integrationssymbol.

Natürlich ist hier wieder die Zivilgesellschaft auf den Plan gerufen und schon lange steht fest, dass man das Konzept, das auch in Dresden einwandfrei aufging, nämlich einzig und allein auf friedliche Massenblockaden zu setzen, wieder anwenden will. Erste Aktionskonferenzen finden bereits an diesem Wochenende in Duisburg statt. Es bleibt zu hoffen, dass gerade im Schmelztiegel Ruhrgebiet sich so viele Menschen wie möglich jeglicher Couleur und jeglichen Alters der Bewegung anschließen. Schließlich zeigt der Erfolg der Massenblockaden in Köln, Jena und nun auch Dresden schon erhebliche Wirkung aufseiten der Rechtsextremen. Dort herrscht nämlich seit dem 13. Februar ein hohes Maß an Verunsicherung und Irritation und schiere Ratlosigkeit wie man auf die, sich ändernde, Situtaion reagieren soll. Also: Auf ein Neues.

 
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