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Lange war sie das Stiefkind der Hamburger Stadtväter. Nun entdecken sie die vergessen geglaubte Elbinsel als Lebensraum der Zukunft wieder: Wilhelmsburg. Eine Reportage von Felix Meschede.
Wilhelmsburg. Der Name. Er klingt heute anders als noch vor fünf Jahren. Vor fünf Jahren stand der Name für urbane Ausgrenzung, für sozialen Abstieg, für Gefahr. Heute klingt Wilhelmsburg nach Chancen, nach Potenzial, nach Abenteuerlust. Wilhelmsburg, das klingt doch wie Schanze oder Ottensen. Wie St. Georg oder St. Pauli. Oder nicht? Der Stadtteil, der seit 2006 dem Bezirk Hamburg Mitte angeschlossen ist, erstreckt sich auf 35 km² zwischen Norder- und Süderelbe. Über Hamburgs Grenzen hinaus ist Wilhelmsburg eher für seine Industrie- und Hafenanlagen bekannt. Noch in den 60er und 70er Jahren setzten Sturmflut, Hafenerweiterung und der Bau einer Giftmülldeponie den Bewohnern in Wilhelmsburg arg zu. Doch unter dem Motto „Sprung über die Elbe“ ändert sich nun die Senatspolitik. Nun soll alles besser werden. Geld strömt auf die Insel. Baugruben werden ausgehoben. Verträge geschlossen. Die Internationale Bauausstellung (IBA) hat hier ihre Zelte aufgeschlagen. Aufwertung nennen das die Politiker stolz. Gentrifizierung und Verdrängung die Kritiker. Wem nutzt die Entwicklung und wem schadet der Prozess? Und wer interessiert sich eigentlich dafür?
„Das neue Zentrum der Insel liegt genau hier“, erklärt Andreas Grünwald ein wenig skeptisch. Er ist Stadtteilaktivist und leidenschaftlicher Wilhelmsburger. Er muss laut sprechen. Das liegt daran, dass im neuen Zentrum an der Neuenfelderstraße, etwa auf Höhe des Schwimmbads, der Verkehr wie an einer Perlenkette über den Asphalt gezogen wird. Auf der Trasse der Reichstraße nebenan überqueren LKW und PKW die Insel. Und nur 100 Meter weiter östlich schneiden mindestens 10 Eisenbahntrassen die Insel in zwei Teile. Hier wird die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt – kurz BSU - ihr neues Büro errichten lassen. Hier wird die Internationale Gartenschau eine große Parkanlage bauen. 2013 soll alles fertig sein. 1.400 Angestellte der Behörde beziehen dann hier ihren neuen Arbeitsplatz. Das ist dann das neue Zentrum.
Herr Metin Hakverdi liebt diese Insel. Sein Vater kam aus der Türkei nach Deutschland. Er war Landarbeiter, hatte nicht viel zum Leben. Hamburg gefiel ihm. Hier fand er Arbeit und seine Frau. Ihr Sohn wurde in Wilhelmsburg geboren. Seit den letzten Bürgerschaftswahlen sitz Hakverdi als Abgeordneter für die SPD im Senat der Stadt. Damit ist er der Abgeordnete, der die größte Mehrheit hinter sich weiß, denn Wilhelmsburg ist nicht nur der größte Wahlbezirk, Hakverdi hat auch das beste Wahlergebnis erzielt. Warum? „Das lässt sich einfach beantworten. Ich habe einen türkischen Namen und auf dem Wahlzettel steht mein Beruf: Anwalt.“ Hakverdi ist Deutscher und irgendwie auch Türke. Die Menschen glauben an Hakverdi und Hakverdi glaubt an sie. Und an die Insel. An ihr Potenzial. An ihren Charme. Dabei haben es ihre Bewohner nicht leicht. Wilhelmsburg ist der ärmste Teil dieser Stadt. Trotz der Zugehörigkeit zum Bezirk Hamburg Mitte trennen Schiffsanleger, Freihafen und die Elbe die Bewohner vom Zentrum. Noch. Lange war das auch eine Art Puffer vor den Entwicklungen auf der anderen Elbseite, doch jetzt scheint dieser Puffer die Bagger nicht mehr aufhalten zu können. „Die Entwicklung überrascht mich nicht. Andere Stadtteile haben das schon hinter sich: St. Georg, die Schanze.“ Nun trifft es Wilhelmsburg. Und Wilhelmsburg trifft es besonders hart, denn das hier ist der letzte Ort für Menschen, die woanders kein Zuhause finden.
Grünwald hat hier ein Zuhause. Er schlendert durch die Straßen und Gassen. Vorbei an den türkischen Supermärkten, die an Basare erinnern, an den Imbissbuden und den Internetcafes. „Es gibt hier eine Armenküche direkt am Marktplatz und wohl nirgendwo anders ist es so normal sich in die Schlange einzureihen und Hilfe anzunehmen wie hier.“ Ob das so bleibt, wenn erst mal die Besserverdienenden die Wohnungen und Häuser im Reiherstieg bezogen haben bezweifelt Grünwald. „Dann wird sich hier viel verändern. Die haben ja schon gestaunt, als der erste Bioladen im Quartier aufmachte.“ Wie werden die Wilhelmsburger erst staunen, wenn die ersten Nobelboutiquen eröffnen.
„Gentrifizierung“, beginnt Prof. Michael Rothschuh, Sozialwissenschaftler von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, „Gentrifizierung ist ein Modewort, unter dem städtische Umstrukturierungsprozesse gerne vereinfacht zusammengefasst werden.“ Der Begriff, bezeichne im eigentlichen Sinne eine bauliche Aufwertung potenziell hochwertiger Gebäude, die dann eine soziale Umstrukturierung in diesem Gebiet nach sich ziehe. Das Problem ist, dass es diese potenzielle Baussubstanz in Wilhelmsburg eigentlich nur in der Fährstraße und in der Veringstraße gibt und das auch nur begrenzt. Aber: „Gentrifizierung läuft überall anders ab.“ Studenten und Künstler seien nach der klassischen Theorie die Siedlungspioniere, die „unbekanntes“ Terrain als erste betreten und einen sozialen Wandel einläuten. Folglich versuchen Städteplaner diesen Bevölkerungsgruppen Anreize zu bieten, um Gentrifizierungsprozesse zu initiieren. Aber Studenten, so Rothschuh, besitzen schon lange nicht mehr das innovative Potenzial der 70er Jahre. „Studieren war früher ein Lebensstil, heute ist es mehr eine Tätigkeit geworden. Das hat auch mit dem Bolognaprozess zu tun.“ Kürzere Studienzeiten, verschulte Curricula und gesteigerte Mobilität lassen junge Menschen sich nicht länger nur an einem Ort zu Hause fühlen. Die Folgerung, wer als Student eine Wohnung mietet, der suche sich auch später als Akademiker sein Eigenheim in dem Viertel, sei antiquiert.
Ob Pioniere oder Schatzsucher. Wilhelmsburg ist der Stadtteil in Hamburg, der die höchsten Wachstumsquoten in der Bevölkerungsstatistik aufweist. Und zu den Neuankömmlingen zählen nicht ausschließlich Immigranten. Tatsächlich lockt der Stadtteil Studenten, Künstler und junge Familien an. Wer hier herzieht, der tut es nicht nur, weil die Mieten kaum ein Drittel von dem betragen, was man nördlich der Elbe für eine Wohnung bezahlt. Wer hier herzieht, der will auch den exotischen Zauber eines städtischen Lebensraums spüren, in dem die Menschen in Eigenverantwortung ihr Leben führen. Not macht erfinderisch. Dieser Zauber scheint anderen Stadtteilen verloren gegangen. Wenn in St. Pauli die Menschen auf die Straße gehen, um mit „Bambule gegen Gentrifidingsbums“ zu demonstrieren, dann gleicht das dem Kampf Don Quijotes gegen die Windmühlen. In Wilhelmsburg gibt es keine Mühlen. Aber Mühlen sind derzeit in Planung. Und ein Don Quijote ist nicht in Sicht. Oder doch?
„IBA zerschlagen“, steht auf einem Transparent über dem Hauseingang zur Fährstraße 10. Das klingt wie Mühlen zerschlagen. Dreimal die Woche treffen sich überwiegend junge Menschen aus der studentischen Szene in dem Infoladen des Vereins. Hier stehen ein altes Sofa und ein kleiner Tisch. An den Wänden hängen Plakate gegen das System und gegen den Kapitalismus. Hier wird Bio-Gemüse verkauft, gemeinsam gekocht und diskutiert. Heute hat Jana Infodienst. Lange sei sie auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung gewesen, bis sie in Wilhelmsburg fündig wurde. Sie mag das bunte Leben auf der Straße. Und den Kioskbesitzer um die Ecke. Der schenke ihr ab und zu eine Kleinigkeit, wenn sie vorbeikommt. Was ist falsch an der IBA? Das seien nur leere Worte. Rassismus, Verdrängung und Gentrifizierung unter dem Deckmantel der städtischen Aufwertung. Diesen Prozess will man hier aufhalten, zerschlagen. Ob sie den Rückhalt aus der Bevölkerung für ihr Anliegen genießen? „Das ist so ein Problem“, bemerkt Jana. Es sei schwierig die Menschen aus Wilhelmsburg ins Boot zu holen. „Punkerloch“ heißt der Infoladen unter den Anwohnern. „Vielleicht liegt das auch daran, dass es hier einfach zu szenig aussieht. Die Leute kennen das nicht.“ Jana und ihre Mitstreiter wehren sich aber auch gegen die vielen Studierenden, die von der SAGA mit niedrigen Mietpreisen geködert werden. Das klingt paradox. Ist sie nicht selbst erst kürzlich hierher gezogen? Und sind der Infoladen und der politische Aktivismus der Mitglieder nicht auch irgendwie Teil des Umstrukturierungsprozesses in diesem Stadtteil? Teil der Gentrifizierung? Schon, gesteht sie, es käme aber darauf an, sich seine Rolle in dieser Entwicklung nicht diktieren zu lassen.
Ein paar Häuser weiter sieht man es gelassener. Cemil Sen spendiert einen türkischen Tee, den er aus dem Samowar gekonnt in das kleine Glasgefäß gießt. Nebenan am Tisch spielen deutsche und türkische Hafenarbeiter Karten. Im Fernseher unter der Decke überträgt ein türkischer Sportsender das Spiel von Fenerbahçe Istanbul, während dicke Rauchschwaben in der Luft hängen. Sen betreibt seit 7 Jahren den Wilhelmsburger Rentnerverein im Vogelhüttendeich. Woher der Titel kommt bleibt unklar. Rentner sitzen an diesem Tag zumindest keine an den Tischen. „Die IBA“, sagt Sen nachdem am Nebentisch die letzte Karte gefallen ist, „interessiert mich nicht. Das Thema interessiert hier kaum jemanden der Leute, die ich kenne.“ Sen hat andere Sorgen. Sein Mietvertrag für das Lokal wurde gekündigt. Er war drei Monate krank und hat in der Zeit keine Miete überwiesen. Nun hat er alles nachbezahlt, aber die Kündigung will der Vermieter nicht zurücknehmen. „Die Vermieter sind Rassisten, die wollen uns nicht“, wettert er. Privat wohne er mit seiner Familie in einer SAGA-Wohnung. Das seien gute Leute. „Die kümmern sich um unsere Probleme, sind immer schnell da, wenn mal ein Wasserhahn kaputt ist oder die Tür nicht mehr schließt.“ Ob er Angst habe, Wilhelmsburg verlassen zu müssen? Nein, wieso? Sen staunt. Es scheint, als höre er diese Frage heute zum ersten Mal. Ein Bulgare, etwa 45 Jahre, betritt mit seinem Kollegen das Lokal und setzt sich zu Sen an den Tisch. Im gebrochenen Deutsch berichtet er stolz von seinem Abitur und dem Studium in Bulgarien. Nach langer Arbeitslosigkeit kam er vor drei Jahren mit seiner Frau und seinen Kindern auf die Elbinsel. Hier fand er eine günstige Wohnung. Zum Arbeiten hingegen fährt er in die Osterstraße. Dort ist er in einer deutschen Firma angestellt. Seine Kinder gehen in Wilhelmsburg zur Schule. Als Sen in die Küche geht um neuen Tee zu holen, lehnt der Bulgare sich vorsichtig über den Tisch. „In Wilhelmsburg sind zu viele Türken. Meine Kinder lernen kaum Deutsch an der Schule.“ Deswegen will er hier weg. Es sei schon auf der Suche nach einer neuen Wohnung. In Hammerbrook hofft er für seine Kinder auf eine bessere Zukunft.
Sabine Metzger kennt die Schwierigkeiten der Schüler in Wilhelmsburg - die Vorurteile, die gegen sie existieren. Seit vier Wochen ist sie die neue Pressesprecherin der Internationalen Bauausstellung. „Wilhelmsburg hat ein Imageproblem. Ein Jugendlicher aus Wilhelmburg muss später die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wie Gleichaltrige aus anderen Stadtteilen.“ Deswegen muss sich die Insel verändern. „Die Veränderungen, die wir anstoßen, sollen den Wilhelmsburger dienen.“ Aber wie nutzt der Bau der BSU den Schulkindern? Der Umzug der Behörde solle Kaufkraft auf die Insel holen. Die Angestellten kaufen nach Feierabend in Wilhelmsburg ein, erledigen ihre alltäglichen Besorgungen. Das schaffe Arbeitsplätze und Wohlstand. Hakverdi kann darüber nur schmunzeln. Wer wissen wolle, wie die BSU Kaufkraft mobilisiere, der möge sich doch einmal bitte in Rothenburgsort umschauen, empfiehlt er. Die Angestellten kaufen vielleicht ihren Coffee to Go am Bahnhofskiosk, wenn sie denn überhaupt mit der Bahn kommen, aber ansonsten hat sich da nicht viel getan. Auch Rothschuh zweifelt an der Idee dieses Bauvorhabens. „Der Gedanke ist veraltet. Verlängerte Ladenöffnungszeiten und erhöhte Mobilität haben die Lebensgewohnheiten der Menschen verändert.“ Der Angestellte fahre nach der Arbeit mit dem Auto nach Hause und kaufe unterwegs im Einkaufszentrum ein. Von dem Geld bleibe nur wenig vor Ort.
Die IBA will aufwerten ohne zu verdrängen. Dieses Credo wiederholt sie fast gebetsmühlenartig und versucht ihre Kritiker zu beruhigen. Aber kann man die Sozialstruktur eines Stadtteils nachhaltig verändern ohne dabei sich von seinen alten Bewohnern zu trennen? Und will man das wirklich? Eine soziale Mischung wäre vielleicht denkbar. Aber Wilhelmsburg ist eine Insel und Inseln haben nur begrenzt Platz. Und außerdem gibt es ja noch einen weiteren sehr mächtigen Akteur auf dieser Insel. Die Hamburg Port Authority. Die Hafenbehörde der Stadt hat in der Vergangenheit mit ihren realisierten und geplanten Hafenerweiterungen Unsicherheit und Zweifel bei den Wilhelmsburgern gesät. Viele Orte sind dem Hafen bereits zum Opfer gefallen. Ihre Strategie und Zielsetzung formuliert die Behörde folgendermaßen: „Ziele sind eine möglichst marktnahe Realisierung von Umstrukturierungs- und Erschließungsmaßnahmen, Verkehrswege- und Liegeplatzausbau sowie die rechtzeitige Inanspruchnahme und Vorbereitung von Hafenerweiterungsflächen.“ Das klingt wie eine Drohung und wenig bürgernah.
„Die können noch so viele Proleten und Yuppies nach Wilhelmsburg holen“, entrüstet sich Hakverdi, „die können uns nicht verdrängen. Wo sollen wir auch hin?“ Wilhelmsburg ist der ärmste Stadtteil Hamburgs, der Stadtteil mit den meisten Sozialhilfeempfängern, mit dem größten Anteil ausländischer Mitbürger. „Glauben Sie mir, die meisten Menschen würden von hier wegziehen, wenn sie denn die finanziellen Möglichkeiten hätten. Die haben sie aber nicht.“ Wilhelmsburg werde sich verändern, nur nicht so wie sich das die Planer vorstellen.
Dass sich Wilhelmsburg verändern wird, dass bezweifelt eigentlich niemand ernsthaft auf der Insel. Die IBA stelle daher auch eine Chance dar, diese Veränderungen gemeinsam anzugehen. Möglichkeiten der Partizipation an diesem Prozess sind vorhanden. Längst überfällige Maßnahmen könnten nun eingeleitet werden. Entwicklung geht selbstverständlich auch mit Veränderung einher, aber muss das unbedingt schlecht sein? „Städte verändern sich ständig“, sagt der Soziologe Rotschuh, „weil sich die Anforderungen an die Stadt als Lebensraum auch ständig verändern.“ Würden sie sich nicht verändern, dann wären es keine Städte, sondern Dörfer. Rothschuh grinst: „In der Hinsicht ist Wilhelmburg vielleicht tatsächlich ein Dorf.“
Es ist nun dunkel geworden. Rothschuh sitzt in seiner Küche und gießt schwarzen Tee nach. Er wohnt im Ilenbrook, im nördlichen Zipfel der Insel. Vor seiner Tür liegt der Hauptdeich und dahinter der Spreehafen. Auf dem Deich grenzt ein Zaun den Freihafen ein. Künstler haben mit weißer Farbe Scheren und eine gestrichelte Schneidelinie auf das Gitter gemalt. Lange wird sich der Zaun nicht mehr halten können. Am Horizont dreht sich das hell erleuchtete Riesenrad auf dem Hamburger Dom. Es scheint mit seinen bunten Lichtern im Dunkel der Nacht ganz nah. Zum Greifen nah.
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Sie haben das sehr schön geschrieben. Bei aller Lieber zur Floklore wurde aber übersehen, dass wohl jeder Künstler ( vermutlich jeder Bewohner von Wilhelmsburg ) lieber in Blankenese wohnen würden, als dort.
Es ist Armut was die Leute dort ausharren läßt. Sie schauen darüber weg, dass auf die Dinge welche Lebensqualität ausmachen, verzichtet wird. Und sie als Bewohner nicht durch Maßnahmen vor Umweltgiften geschützt werden. Damit meine ich z.B. die Gifte, welche 24h täglich durch ÖTV & Fahrzeugkolonnen über die Insel gejagt werden. Dazu zähle ich auch Lärm & Elektrosmog. Was die spezielle Situation der Hamburger Künstler betrifft, so kann man mir glauben, dass diese auf Capri mehr Lebensqualität & ein besseres Einkommen erwartet als auf Wilhemlsburg. Wilhelmsburg: Dieses Stadtteil ist berühmt-berüchtigt für jahrzehntelangen Renovierungsstau. Immer wieder sah man die orangen Schilder an den Haustüren der Wohnblocks, welche vor Rattengift warnten. Diese Ratten krabbelten durch die Kanalisation, in die Toiletten & dann durch die Wohnungen. Überhaupt, Hamburg & Ratten... Ein unapetitliches Kapitel für sich. Wenn man an manchen dunklen Tagen durch Wilhelmsburg fährt, dann ekeln mich die verfärbten Fassaden richtig an.Und diese Sache mit den Ratten fällt mir wieder ein. Ne, ist nix für mich. NIEMALS! Dann doch lieber Capri. |
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Sie sollten beim Abschreiben aus dem Spiegel-Text über Wilhelmsburg von vor zwei Jahren mehr Sorgfalt walten lassen...
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Liebe(r) charlierunkle,
ich muss Sie leider enttäuschen, was ihren Plagiatverdacht angeht. Ich kenne den Artikel nicht. Übereinstimmungen würden mich aber wundern, da in den vergangen 2 Jahren so einiges in Wilhelmsburg passiert ist. Sengül Bulut eröffnete ihren Laden im letzten Jahr und auch Metin Hakverdi sitzt erst seit der vergangenen Wahl im Hamburger Senat. Frau Metzger war bei meinem Interview eine Woche als Pressesprecherin der IBA tätig. Die BSU hat ihren Umzug im November diesen Jahres bekannt gegeben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir den SPIEGEL-Artikel zusenden könnten, denn ich kann ihn leider nirgends finden. Ansonsten freu ich mich immer über Sorgfalt beim Kommentieren und im Umgang mit Verdächtigungen. MfG |
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schrieb am
21.12.2009 um 13:02
@ Felix Meschede
Pardon, ich glaube er meinte mich! ;) |
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schrieb am
22.12.2009 um 00:07
@ Felix Meschede
Und dann "Hammerbrook". Da will der 45jährige Bulgare hinziehen? Wohin denn da? An den vermutlich größten Straßenstrich der Welt? Nämlich die Süderstraße? Oder als Hausmeister in einer Industriehalle an der Eiffestraße? Hammerbrook ist seit Jahrzehnten entwohnt. Darum halte ich diese Zeile im Text für wenig realistisch. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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