Professor Doktor Gerhard Schulze verbreitete in der WELT seine bescheidene Meinung zum Klimawandel (>>). Er war Soziologe. Damit mochte er gut aufgestellt sein, um etwas über die Gesellschaft zu sagen. Der Klimawandel hingegen gehörte vermutlic...>> mehr
Es gab eine Sache, die begriff ich nicht. Ich konnte mich auf den Kopf stellen wie ich wollte, grübeln, bis mir die Birne rauchte, nüchtern oder stockbesoffen sein, für mich allein oder in heißer Diskussion mit Freunden oder Feinden, aber ...>> mehr
No peace for the wicked: Die Meinungsmache ging ordentlich weiter, jetzt wieder im stern, worauf ja auch schon Albrecht Müller selbst auf den Nachdenkseiten hingewiesen hatte (>>). Den stern-Artikel gab es hier (>>): In ihm demontierte ein ge...>> mehr
Nachdem der FREITAG sich in dieser Hinsicht noch immer bitten ließ, hier ein unvollständiger Erfahrungsbericht zu Albrecht Müllers Buchpräsentation vorletzte Woche in Berlin.
Ein friedlicher Donnerstagabend in Berlin. Albrecht Mülle...>> mehr
Im zweiten Hinterhof ist noch das Eisentor, durchschossen von einer Kanonenkugel. Ich habe mich immer gefragt, ob das wohl die Russen oder die Amerikaner waren? Im Zweifelsfall, liebe Juliane, immer die Russen - nein, eigentlich grundsätzlich die Russen. Amerikaner kamen erst lange nach dem Ende des Krieges nach Berlin.
Großartig, das ist es, auf den Punkt gebracht. Naja, die Sache selber ist natürlich nicht großartig, die Analyse ist es. Wenn die sogenannten "Entscheider" systemisch denken könnten, dann sähe die Welt anders aus - da sie es offenbar nicht können, Prost Mahlzeit. Was kann man tun, um auf dieses Unvermögen hinzuweisen? Kann man überhaupt etwas tun?
Man kann sich eigentlich nur noch verzweifelt an den Kopf fassen, in welcher Parallelwelt Jörges lebt.
Frank Powers schrieb am 14.11.2009 einen herausragenden Kommentar über die Veranstaltung.
...
Mal Klartext: Letztendlich läuft es bei der ganzen Angelegenheit auf Folgendes hinaus, Burgeoises und Citoyens hin oder her: auf eine gesellschaftliche Solidarität oder ein "Jeder für sich selbst". ...
...Und hierauf wollte ich noch gerne hinweisen: die alltäglich-faschistischen Tendenzen, die man so zu haben pflegt... (Nein, ist nicht mein eigenes Blog.) ad-sinistram.blogspot.com/2009/11/menschliches-allzuaffisches.html
Mal Klartext: Letztendlich läuft es bei der ganzen Angelegenheit auf Folgendes hinaus, Burgeoises und Citoyens hin oder her: auf eine gesellschaftliche Solidarität oder ein "Jeder für sich selbst". Für jede der beiden Positionen gibt es Argumente, ob sie jeweils gut und schlüssig sind sei mal dahingestellt, das verlangte eher einen eigenen Artikel als einen Kommentar zu später Stunde. Letzten Ende ist es allerdings eine historisch immer wieder verifizierte Tatsache, dass (frei nach Abraham Lincoln) eine Gesellschaft, die in sich gespalten ist, nicht mehr allzu lange steht. Kündigt man den Gesellschaftsvertrag auf und überlässt einen jeden nach bestem Vermögen und Unvermögen nur noch sich selbst, mit Nachtwächterstaat, Wachdiensten, Gated Communities etc., dann ist der Kreislauf der Auflösung bereits betreten worden, und wir haben ihn schon seit einiger Zeit betreten. Und das ist sogar aus der Perspektive der Vertreter des "Jeder für sich selbst" ein großer Fehler, denn auch sie, die immer eine Minderheit der Bevölkerung sein werden (wenn auch die mit dem Geld), können letzten Endes nicht so tun, als seien sie allein auf der Welt. Der tumbe Unterschichtler verträgt und erduldet viel, sicherlich, und der "deutsche Michel" noch viel mehr, aber auch das nicht für unbegrenzte Zeit. Der Schlachtruf der Französischen Revolution war Liberté, Égalité, Fraternité, und nicht ohne Grund: Freiheit, in Ordnung; Gleichheit, diese auch, denn ohne eine wie auch immer geartete Gleichheit, einen Aus-Gleich, kann keine Gesellschaft existieren; und Brüderlichkeit, jene Auffassung vom anderen als Mit-Mensch, als Mit-Citoyen, als das Instrument, um Freiheit und Gleichheit miteinander zu versöhnen... Natürlich mussten für diese Ideale ein paar der "Jeder für sich"-Vertreter auf die Guillotine. Wie gesagt, sogar aus deren Perspektive sollte das, was sich derzeit abspielt, ein großer Fehler sein. Aber mit dem langfristigen oder auch nur mittelfristigen Denken ist das ja leider immer so eine Sache...