freiheitsliebender

Die Freiheitsliebe

25.01.2012 | 21:05

Ein europäisches Schiff sinkt und tausende aus Afrika

Vor wenigen Tagen sank vor der Küste Europas ein Schiff, einige Menschen starben und die Medien berichteten tagelang über dieses schreckliche Unglück. Die Passagiere des Schiffs hat eine Kreuzfahrt vor sich, die sie in verschiedene Häfen Europas bringen sollte, doch sie endete schrecklich, bevor sie wirklich begann. Politiker aus ganz Europa zeigten sich entsetzt und sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Auch wir trauern um die Gestorbenen, doch wir stellen uns eine Frage, die kein einziges Medium aufgriff. Wieso trauert niemand um die afrikanischen Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa sterben, warum nur um die Deutschen, die auf einem Passagierschiff starben?

Europa schottet sich ab

Tagtäglich versuchen Menschen aus Afrika nach Europa zu flüchten, die meisten nehmen dabei eine schreckliche Reise durch die lybische Wüste auf sich um in einem kleinen Bott nach Europa zu kommen. Viele sterben schon auf dem Weg zu den Häfen an der Küste Afrikas. Jene die diese schrecklichen Teil der Reise überstehen müssen dem Tod wieder in Auge blicken und sich auf unsicheren Gewässern nach Europa wagen. Viele überleben die Strömungen des Mittelmeers nicht oder sind gezwungen nach wenigen Kilometern umzukehren, die die es nahe an die Küsten Europas schaffen, werden von Frontex abgefangen und in menschenunwürdige Auffanglanger gesteckt. Nach jedem größeren Unglück eines Flüchtlingsschiffs sprechen die europäischen Politiker von dem notwendigen Schutz, den wir brauchen. Wieso aber trauern die Herrschenden nicht um die toten Flüchtlinge?

In welcher Welt leben wir, wenn wir tagelang über tote Europäer sprechen, afrikanische Flüchtlinge aber vor unserer Küste untergehen lassen? Ich kann nicht über das gesunkene Kreuzfahrtschiff nachdenken ohne an die tausendenen toten Flüchtlinge zu denken, die jedes Jahr vor unserer Küste sterben.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Alien59 schrieb am 26.01.2012 um 07:10
Nichts hinzuzufügen.
ebertus schrieb am 26.01.2012 um 08:00
Gedanken, wie von mir bereits vor einigen Tagen auf dem eigenen Blog niederscheschrieben wurden, sich eben auch musikalisch ein Stück weit verstehen und nachvollziehen lassen. Sorry daher, für die (ledigliche) Verlinkung:

notina.net/5q
Alien59 schrieb am 26.01.2012 um 10:22
Die taz ist anscheinend mal wieder einsamer Rufer in der Wüste:

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=a1&dig=2012/01/18/a0040&cHash=8be141d9d5

www.taz.de/Kommentar-Costa-Concordia/!85840/

Hatte ich nicht gesehen, bekam aber eine nette mail mit den links für FL.
Anchesa schrieb am 26.01.2012 um 22:23
"...In welcher Welt leben wir, wenn wir tagelang über tote Europäer sprechen, afrikanische Flüchtlinge aber vor unserer Küste untergehen lassen?"

Leider in einer Welt, in der 1000 umgekommene Afrikaner weniger wert sind als 1 toter Europäer !

"...Wieso trauert niemand um die afrikanischen Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa sterben, warum nur um die Deutschen, die auf einem Passagierschiff starben?"

Vielleicht weil jedes untergegangene Schiff für die Regierungen in Europa 100e weniger Probleme (Flüchtlinge) bedeutet ?
freiheitsliebender schrieb am 28.01.2012 um 01:03
Dein Fazit ist hart, aber einige Menschen hier scheinen wirklich so tatsächlich!
Muhabbetci schrieb am 27.01.2012 um 07:37
Danke für diesen sehr wichtigen Artikel, ich habe es in meinem Blog als Empfehlung mit unten angegeben, sofern du nichts dagegen hast.
freiheitsliebender schrieb am 28.01.2012 um 01:02
Gar kein Problem freut mich, dass er dir gefällt!
freiheitsliebender
Jung und politisch!
Mitglied seit:
2 Jahre 29 Wochen
Zuletzt aktiv:
26.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 161
Kommentare: 97
Mein Web:
Logbuch
00:12
Dreizehn hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:10
marvinius hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:58
brefcourte hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:52
koslowski hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
23:52
drhwenk hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG