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Politik : Massenmorde und der chinesische Kapitalismus

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China bezeichnet sich selbst als kommunistischen Staat und wird von einer einzigen Partei regiert, die auch die einzige zugelassene Partei ist, der “Kommunistischen Partei Chinas”, doch mit Kommunismus hat das chinesische System absolut nichts gemeinsam, außer den Namen.

Vor wenigen Tagen kündigten über 300 Menschen an, dass sie gemeinsam von einem Dach springen würden, wenn sich die Situation der Arbeiter in chinesischen Fabriken nicht verbessert und diese nicht ein Gehalt erhalten, mit dem die eigene Familie ernährt werden kann und die Menschen keinen Hunger mehr leiden müssen. Sie forderten damit was Milliarden Menschen weltweit fordern, eine Forderung, die es im Kommunismus nicht geben sollte.

Armut in China

Die Bezeichnung Chinas als kommunistischen Staat ist lächerlich, wenn man einmal betrachtet wie viele Menschen in China arm sind, dann erkennt man, dass der Kommunismus nicht mehr als ein Wort ist, das die Regierung missbraucht. 700 Millionen Menschen in China leben von weniger als 2,50 Dollar am Tag und sind arm. Mehr als 150 Millionen Chinesen leben sogar von weniger als einem Dollar am Tag und damit unter der Armutsgrenze, die die Vereinten Nationen für die ärmsten Nationen festgelegt haben.

Millionen Menschen in China kämpfen tagtäglich um ihr überleben und die Situation hat sich in den letzten Jahren nicht verbessern, wenn die chinesische Regierung auch anderes behaupten mag. So kommt es jedes Jahr zu tausenden Selbstmorden, da die chinesischen Arbeiter ihre eigene Situation nicht mehr ertragen können. Armut wird in China zu einem immer größer werdenden Problem und die Menschen dort erkennen dies immer stärker.

Nicht nur die Armut ist in China ein Problem, sondern auch der Reichtum und der Einfluss den die reichsten Chinesen auf die Regierung hat oder in Chinas Fall, den die Regierung auf die Wirtschaft hat.

Jedes Jahr gibt es immer mehr Chinesen, die als Milliardäre gelten. Insgesamt 1.363 Personen haben ein Vermögen von über einer Milliarde Yuan, oder 108 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch tausend Personen gewesen – und vor zehn Jahren nur 24. 12 Prozent der chinesischen Milliardäre verfügen über hohe Ämter im Staat. Im Gegensatz zu vielena Staaten in der westlichen Welt, sind sie aber meist nicht wegen ihres Reichtums gewählt worden, sondern durch ihre Ämter reich geworden. So sind viele Kinder von Parteifunktionären mit wichtigen Ämtern in der Wirtschaft ausgestatt worden.

Die immer selbstbewusster werdende chinesische Elite sorgt für eine Absicherung ihres Kapitals und lässt sich und ihren Nachwuchs immer stärker in die Staatsgeschäfte einbinden, wodurch die Verbindung zwischen Staat und Kapital immer enger wird.

Wäre China ein kommunistischer Staat, dann hätten alle Chinesen die gleichen wirtschaftlichen Mittel und die gleichen Freiheit. China wird aber beherrscht von einer Partei, die den Staatskapitalismus verfeinert haben mag, in dem nun die Staatslenker die Kontrolle über das Kapital haben. Ein kommunistischer Staat ist China nicht, denn die Mehrheit der Menschen sind weder am wirtschaftlichen Reichtum beteiligt, noch sind sie frei ihre eigene Ansichten zu äußern und können die Freiheit ausleben, die der Kommunismus den Menschen bieten würde.

China nähert sich der westlichen Welt an, denn die wenigen Reichen werden immer ärmer und die Armen erhalten keine Aufstiegsperspektive. Das Wort “Kommunismus” und allen anderen Begrifflichkeiten sollen von Chinas Staatskapitalismus ablenken, doch tausende Arbeiter, die Jahr für Jahr Selbstmord begehen um nicht in Hunger und Elend zu leben, sprechen eine deutliche Sprache!

Erstveröffentlicht auf der Freiheitsliebe

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.