Der 11 September hat die Welt warscheinlich für immer verändert, tausende Menschen sind bei einem Terroranschlag gestorben. Die Folge des 11. Septembers war der sogenannte Krieg gegen Terrorismus, ein “heiliger Krieg” wie George Bush ihn nannte, Kriege gegen den Irak und Afghanistan. Weitere tausend Menschen starben durch Bomben der Nato-Truppen und durch Selbstmordattentate von Terroristen.
Die Opfer des 11 Septembers dürfen nicht vergessen werden, wie alle Opfer von Gewalt und Krieg. Kein Krieg wird ihr Leben wiederherstellen können und keine Erinnerungstafel wird dafür sorgen, dass die Menschen wieder leben. Die Gedenktafeln an die Opfer des 11 Septembers, die Opfer der Anschläge von London und Madrid, werden die Menschen immer an sie erinnern. Sie werden sie erinnern, an die barbarischen Anschläge, die von Radikalen durchgeführt wurden, mit dem Ziel Hass, Angst und Trauer zu streuen.
Was ist mit den Menschen in Afghanistan?
In Afghanistan sind mehr als 100.00 Menschen ermordet worden, von Nato-Bomben und afghanischen Selbstmordattentätern, von afghanischen Soldaten und den Truppen der Drogenbaronen. In den Zeitungen Westeuropas liest man über diese Menschen wenig, Ausnahmen wie die Bombardierung einer afghanischen Hochzeit durch die Bundeswehr, welche in Deutschland Schlagzeilen erregte, bleiben die Ausnahme!
Sie erhalten einen geringe Wiedergutmachung, in der Höhe von einigen Tausend Euro, wenn der bombardierende Staat gnädig ist, und müssen dann mit ihren Verlusten leben. Ihre Namen werden nur in Ausnahmefälle genannt und ansonsten schnellstmöglich verdrängt!
Die amerikanischen Toten werden von der Menschheit erwähnt und Politiker aus aller Welt bekunden, zu Recht , ihr Mitleid mit den Familien und ihre Trauer angesichts dieser Tat. Wieso aber schweigen die westlichen Medien und Politiker wenn Berichte über die Opferzahlen des vergangenen Jahres in Afghanistan und dem Irak bekannt werden.
Haben es die Afghanen und Iraker nicht verdient, dass man auch Mitleid mit ihren Familien hat? Sind ihre Opfer weniger wert?
Halten unsere Politiker es für weniger schlimm, wenn im Irak oder in Afghanistan Menschen durch Soldaten oder Terroristen ermordet werden? Ihre Namen werden nicht genannt und sie werden nicht gezählt, ihnen gedenken unsere Politiker nicht und bekunden selten ihr Mitleid, doch ihren Tod darf man nicht vergessen!
Der 11September muss ein Tag des Gedenks sein, einer an dem wir all den Opfern dieses Tages gedenken und den Opfern, die der “Krieg gegen den Terror” mit sich gebracht hat. Meine Gedanken waren am elften September in New York, aber auch in Kabul, Bagdad oder Kunduz. Wenn wir trauern, dann sollten wir um all die Opfer von Terror und Krieg trauern.