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Politik : Wandern im Irak? Von amerikanischen Spionen und Haftstrafen

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Vor wenigen Tagen wurden zwei amerikanische Männer im Iran zu 8 Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf lautet auf Spionage und unerlaubte Grenzüberschreitung, was die beiden Männer abstreiten! Die Presse weltweit glaubt den beiden, dass sie nur zum wandern im Irak gewesen sein.

Die wenigsten Medien stellen die Frage, die sich jeder Mensch stellen sollte, welcher Amerikaner fliegt in den Irak um dort zu wandern? Der Irak ist eines der unsichersten Länder der Welt, besonders für Europäer und Amerikaner, die sich dort praktisch nicht ohne Schutz bewegen können. Nahezu alle Länder der Welt haben eine Reisewarnung für den Irak herausgegeben, auch die USA. Den Medien weltweit dürfte dies bekannt sein und warscheinlich kommt niemand auf die Idee auf die Idee erstmal nach Bagdad zu fliegen und von dort ohne Schutz in die Stadt Suleymania zu fahren, wenn er nicht beruflich dort ist!

Kein Grenzübertritt?

Bereits eine Woche nach der Verhaftung berichtete Wanderfreund Shon Meckfessel, der den Grenzerkundungstrip nicht mitgemacht hatte, sondern in seinem Hotelzimmer in der kurdisch-irakischen Stadt Sulaimaniya am Telefon sitzen blieb, der Öffentlichkeit von der Geschichte. Er sagte seine drei Wanderfreunde hätten keine Ahnung davon gehabt, dass sie im irakisch-iranischen Grenzgebiet wandern gingen, und zwar gerade dort, wo die Grenze wegen der gebirgigen Landschaft nicht markiert ist und sie sich deshalb grundsätzlich besonders gut für illegale Grenzübertritte eignet. Sie hätten nur zu dem beliebten Ausflugsziel “Wasserfälle von Ahmed Awa” gewollt und dann dort ein bisschen Wandern wollen.

Seiner Geschichte widerspricht sogar CNN das zuvor schon berichtet hatte, Mudhafer Mohammed, der Besitzer des Hotels in Sulaimaniya, in dem die vier Amerikaner abgestiegen waren, habe sie ausdrücklich davor gewarnt, im Grenzgebiet wandern zu gehen, weil sie dabei leicht aus Versehen die Grenze zum Iran überqueren könnten. Obendrein zitierte CNN dann auch noch Peshrow Ahmed, den Sprecher der Sicherheitskräfte von Sulaimaniya, die drei Wanderer seien im Grenzgebiet bei den Wasserfällen von Ahmed Awa nochmals von Polizisten angesprochen, die ihnen erklärt hätten, sie würden sich im Grenzgebiet zum Iran befinden und sie sollten sich vorsehen, da die Grenze dort nicht markiert sei.

Es scheint so als hätten die Amerikaner tatsächlich die Grenze überqueert, wovon sogar amerikanische Soldaten berichten. Die Verurteilung dürfte natürlich nicht zu einer Verbesserung der Bzeiehungen beitragen, allerdings sind die Strafen für Spionage überall relativ hoch!

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.