Wer braucht Beiträge über einen Schuhmacher? Oder über jedes Textchen von Tucholsky? Wikipedia-Mitarbeiter Friedhelm Greis findet Relevanzkriterien unverzichtbar>> mehr
Der nationalliberale Politiker Richard Witting, Bruder von Maximilian Harden, hatte entscheidenden Einfluss auf die Entstehung des Entwurfs zur Weimarer Verfassung>> mehr
Ein Museum zettelt einen Rechtsstreit mit Wikipedia an, weil diese Bilder von ihrer Website kopiert. Dabei könnte sie von einer Kooperation mit Wikipedia profitieren>> mehr
Eine Serie spektakulärer Botschaftsbesetzungen machte deutlich, dass die DDR-Führung gegenüber den Ausreisewünschen der Bevölkerung ohnmächtig war>> mehr
Um die Entführung eines Journalisten zu verheimlichen, wurde sein Wikipedia-Eintrag monatelang manipuliert. Hat Jimmy Wales gegen die eigenen Prinzipien verstoßen?>> mehr
Spekulationsblasen sind für die Finanzwirtschaft das, was Kriege für das Militär sind: die große Zeit. „Wie eine Badekur“ bekam dem Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg der Erste Weltkrieg. Zehn Millionen Menschen sind für diese Kur verblutet. Ebenso wie H...>> mehr
Die Kritik halte ich zum Teil für überzogen und unzutreffend. So wird beispielsweise das Werk nicht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers gemeinfrei, sondern erst mit Beginn des Folgejahres. Und diese Regel gilt nicht für "viele" Autoren, sondern für fast alle. Weltweit gibt es nur wenige Ausnahmen de.wikipedia.org/wiki/Regelschutzfrist Darüber hinaus ist diese Regel nicht nur vom Nachteil. So ermöglicht es das exklusive Verwertungsrecht der Erben auch, bei einigermaßen erfolgreichen Autoren mit dem Verkauf populärer Einzelbände auch aufwendige Forschungsausgaben zu finanzieren, die naturgemäß Zuschussgeschäfte sind. So zum Beispiel bei der Tucholsky-Gesamtausgabe in 22 Bänden. Gut möglich, dass es originellere Menschen als solche Herausgeber gibt. Aber bei einer wissenschaftlichen Aufbereitung von Texten sind Akribie und Gewissenhaftigkeit auch keine schlechten Qualifikationen. Im übrigen berührt der Urheberschutz überhaupt nicht den rechtlichen Status von Archiven. Denn die Archivmaterialien, wenn sie im Privatbesitz sind, sind dies nach 70 Jahren immer noch. Es ist nach Ablauf der Schutzfrist natürlich leichter, solche Texte zu publizieren, gegen deren Veröffentlichung sich die Erben vielleicht gewehrt haben. Falls es solche Texte gibt. Außerdem ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass literarische Gesellschaften das Urheberrecht der Autoren verwalten. Das ist nur selten der Fall, wie zum Beispiel bei Kurt Hiller, der keine eigenen Nachfahren hatte. Diese Gesellschaften als "monopolistische Nachlassverwalter" zu bezeichnen, hält keiner Überprüfung stand. Es steht schließlich jedem frei, eine solche Gesellschaft zu gründen.
Einen ausführlicheren Artikel zu Wörgl konnte man schon 2003 in brand eins nachlesen. Die wirklich interessante Frage, wo es Freigeld heute gibt und wie die Erfahrungen sind, wird gar nicht behandelt,...
Eine interessante Argumentation. Nur weil etwas vor Jahren schon einmal in einem anderen Medium gestanden hat, darf darüber im "Freitag" nicht mehr berichtet werden. Selbst wenn - anders als vor sechs Jahren - inzwischen wieder eine Wirtschaftskrise herrscht und eine Kreditklemme droht. Und der Artikel daher jetzt viel aktueller als 2003 ist. Natürlich könnte es auch sinnvoll sein, über aktuelle Freigeld-Projekte zu berichten, aber eine Zeitgeschichts-Seite ist erst einmal dazu da, den historischen Hintergrund zu liefern.
@MH120480 Die New York Times hat natürlich eingeräumt, dass die Publicity ein mögliches Lösegeld vermutlich in die Höhe getrieben hätte (Times executives believed that publicity would raise Mr. Rohde’s value to his captors as a bargaining chip). Aber ich denke nicht, dass das für die Zeitung der ausschlaggebende Grund war. Und für Jimmy Wales vermutlich auch nicht. @merdemeister Der Autor war nicht über Mail zu erreichen, weil er anonym den Eintrag vorgenommen hatte und daher nur seine IP bekannt war. Er kam wohl aus Florida. Mit der informationellen Selbstbestimmung ist es natürlich nicht weit her, wenn der Bericht schon in allen Zeitungen gestanden hätte. Wikipedia ist ja keine Primärquelle, sondern kann sich nur auf allgemein bekannte Fakten berufen. Der Fall Rohde war wohl deshalb etwas ungewöhnlich, weil er zum einen bekannt genug war, um einen Wikipedia-Eintrag zu haben (Pulitzer-Preisträger), zum anderen aber kein Promi, dessen Verschwinden vielleicht aufgefallen wäre.
Es steht jedem frei, solche Vorschläge in der Wikipedia zur Diskussion zu stellen und ein Meinungsbild einzuholen. Ich bin mir aber sich, dass sich keine Mehrheit für einen solchen "elitären Zirkel" von Admins fände, die allein über Löschanträge zu entscheiden hätten. Meiner Ansicht nach könnten ohnehin noch viel mehr Artikel als bisher gelöscht werden. Es ist ja kein erstrebenswertes Ziel, möglichst alles und jeden in eine gute Enzyklopädie aufzunehmen. Das Mitmachen kann ja sehr viele Aspekte haben. FG
Was für ein Artikel war das denn? Würde mich mal interessieren. Die Löschung müsste ja begründet und dokumentiert worden sein. Der DEFB-Artikel steht auf jeden Fall noch drin. FG
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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