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Die Zeiten sind hart, die Hirne weich. Draußen ist SchweineFinanzKlimaTerrorAngstGrippeKriseKrieg. Wir werden ständig bedroht, sind immer alarmiert, gehen täglich unter und wöchentlich baden. Überall sehen wir Terroristen, Piraten, Gefährder und Falschparker. Das alles hat System, nein, es IST das System!
Zufriedenheit und Wohlgefühl wären anscheinend zu gefährlich für unser Gemeinwesen. Daher die ständige Bedrohungsberieselung in den Medien. Zeitungen und Fernsehsender leben von schlechten Nachrichten, Politik und Wirtschaft produzieren sie. Dabei leisten sie sich politische Pannen wie die geplante unkontrollierte BKA-Internetzensur, wirtschaftliche Pannen wie das Missmanagement bei Opel (GM) und Karstadt oder einfach nur Pannen wie Horst Köhler II.
Das politische Kabarett in Deutschland hat angesichts der viel besser ausgedachten Polit-Satire der Bundesregierung längst resigniert. So viele absurde Sätze und peinliche Auftritte kann man sich am Schreibtisch gar nicht ausdenken: zu Guttenberg vorm Times Square, Merkel als „Staatsoberhaupt“, ein Paintball-Verbot statt echtes Waffenverbot, die vorzeitige Verkündung der Wahl des Bundespräsidenten durch Saaldiener und Bläserchor...
Nur im ZDF macht ein Häuflein Unverzagter keine Anstalten, sich zu ergeben. Mit Kapitän Priol am Steuer schrammt man knapp am bundesdeutschen Wahnsinn vorbei, während die ehemals Ersten vom Satire-Gipfel stürzen und im flachen Comedy-Sumpf landen. Die bittere Medizin der Anstalt wird auf einem Zuckerstück der guten Laune serviert, das gerade so groß ist, dass es uns nicht im Hals stecken bleibt.
Denn wenn gar nichts mehr hilft, dann hilft nur eins: Lachen. Lachen wir uns einen Ast, einen ab, lachen wir, bis sich die Bäuche biegen, uns die Tränen kommen, uns die Luft wegbleibt. Lachen wir, bis uns das Lachen vergeht. Und dann lachen wir wieder von vorn los.
Oder kennt jemand ein besseres Rezept gegen diesen Wahnsinn?
...fragt Friedland...
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Klar! Einfach mitmachen. Rein in den Strudel und loslegen, Kohle ranschaffen, diese ausgeben (In die Binnenrinne schütten) und Vorsorgen (in den Riesterrechen kippen), was dann noch übrigbleibt kann man ja spenden (die Gewissensgrube füllen). Das hört sich nach Leistung an, und wer was leistet, kann sich's leisten, leider leisten die Meisten nicht genug bevor sie vergreisen und gehören zu den Leisen, die am Rande verwaisen.
Aber wir wollen klockern nicht kletzen und nix verwechseln, zur Not kann man Geldscheine häckseln und damit heizen. Dada fällt mir sonst nichts mehr zu ein... |
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Oh nein! merdeister ist des Wahnsinns kesse Bräute...nein, fette Beute geworden. Dr. Kurt Schwitters, bitte in den OP! Was, der ist schon tot und liegt in Re von nah? Wer oder was soll da noch helfen? Etwa Stephan Remmler?
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Hiermit plädiere ich auf vorübergehende Unzuverlässigkeit, nein; Unberechenbarkeit, egal, vorüber ist es gegangen. Hilfe von toten oder tot geglaubten Künstlern brauche ich nicht. Eher ein bisschen Valium und ein Kissen.
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Was meint ihr, warum Wahlen sonntags sind? Da haben wir immer noch ein bißchen Valium, Alkohol, oder andere Genussmittel im Blut.
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Eigentlich heißt es ja auch Wahlium!
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gratis zu jeder praxisgebühr.
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Ich fand Piraten immer schon gut.
Augenklappe, entern, Messer zwischen den Zähnen, verwegener Blick, tolle Frauen, schwarze Flagge ... Die Piraten kommen wieder. |
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Kleiner Tipp zum Üben für angehende Piraten: Öfter mal die Enter-Taste drücken!
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Ein verwegener Anfang.
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Zum "System" gehören mehr, als die meisten wahrhaben möchten. Die Qualität des Fernsehens, um ein beliebtes Beispiel zu nehmen, wäre nicht die, die sie wäre, würden nicht Millionen auf die entsprechenden Knöpfe drücken. Die BILD-Zeitung wäre nicht die, die sie ist, ... Die Politik wäre nicht die, die sie wäre, würden Hunderttausende Bürger (ja, Bürger müssten es sein, nicht Verbraucher) ihren Abgeordneten Auge in Auge gegenüberstehen (die meisten wissen weder, wie der ihre heißt, noch wann er Sprechstunden hat, was alle haben). So eine Reihe liesse sich recht lange fortführen. Ich fürchte, die deutschen Verbraucher mit ihren Haltungen, Neigungen, Interessen und vor allem Desinteressen haben sich ihr "System" durchaus mit-verdient. Dolf Sternberger würde sich im Grabe umdrehen, wüßte er, welche Bewandtnis heute sein Satz hat: "Ich wünschte, ein Bürger zu sein." Nein, er würde ihn umformulieren, könnte er es: "Ich fürchte, ein Verbraucher zu sein."
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Bei den momentan üblichen staatlichen Hilfsmaßnahmen möchte man dazwischenrufen: "Ich wünschte, kein Bürge zu sein."
Da die Politik ja weitestgehend verbirgt, für was sie sich (und uns) im Augenblick verbürgt, stehen dem Leidensdruckmesser noch allerhand Spitzenwerte bevor... |
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Was bleibt denn dann anderes übrig als lauthals zu lachen? Und wenn es nur das Lachen der Verzweiflung ist...
Dieses "System" laßt scih kaum durch "ernsthafte Bemühungen" ändern, verbessern, abschaffen, was auch immer. Also lachen, Leute, lachen! |
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Ein Leidensdruckmesser ist ein probates Mittel, wenn man kontrolliert ablachen oder abweinen will. Verschiedene Modelle am Lager.
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und wenn wir jetzt alle zu ende gelacht haben, dann...
...könnte man aufstehen und versuchen die sache selbst in die hand zu nehmen. mir fiel dazu ein, mich als einzelbewerberin zur bundestagswahl aufstellen zu lassen. wenn schon denn schon. was den anderen einfällt ist mir zu lasch. |
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Man könnte sich auch mit einem bestimmten Teil des Krisenwahns beschäftigen. Ich habe mir da studiumsbedingt die naturwissenschaftlichen Katastrophenwarnungen herausgepickt. Da bin ich dann schon mal weit weniger aufgeregt...
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Gibt's da schon erste Ergebnisse? Werden wir auch im Bereich Katastrophen-Warnungen künstlich in einem Zustand der Angst und Panik gehalten?
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Ich sag mal so: Katastrophen studieren ist jetzt noch nicht als eigener Studiengang etabliert, aber man das eine oder andere besser verstehen. Schönes Beispiel sind Statistiken. Wenn man sich mit deren Entstehung ein wenig asueinandersetzt, dann merkt man schon schnell, wie wahr die eigentlich sind. Für statistische Zusammenhänge gibt es ein schönes Beispiel: Störche und Geburtenrate beim Menschen...
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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