Fritz Teich

Ich hasse Fussball

26.05.2010 | 23:59

"Was ist links?" ist verfehlt

Die "Linken" gefallen sich darin links zu sein. Die Marke ist ein schoenes Gefuehl. Der SPD-Lehrer aus Bielefeld hat dazu schon Anmerkungen gemacht: Was heisst Links im Alltag? Grundsaetzlich muss eine Regel von Faellen ausgehen und nicht umgekehrt.  Man muss sagen, wofuer man sich einsetzt. Zum Beispiel fuer die Gerechtlichkeit zu kaempfen, ausgehend von konkreten Faellen. Die Marke muss ein Ziel sein. Gibt es keine Ziele mehr?

 

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Mit dem Lissabon-Vertrag wird die EU demokratischer und handlungsfähiger. Wir
werden gemeinsam mit unseren Partnern in der EU Initiativen anstoßen und kon-
krete Projekte auf den Weg bringen, etwa bei der Energiepolitik, der Bankenauf-
sicht und in der EU-Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

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www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf

 
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Kommentare
misterl schrieb am 27.05.2010 um 00:14
Das ist mit Verlaub ein unsinniger Ansatz und nicht etwa weil er nicht genügend links ist, sondern weil er auf grund von automatisch steigender Komplexität im Regelwerk am Ende das Gegenteil erzeugt.

"Zum Beispiel fuer die Gerechtlichkeit zu kaempfen, ausgehend von konkreten Faellen."

"Gerechtigkeit" (was immer das auch pauschal sein mag) für 80 Millionen Bürger (m/w) der BRD in Gesetztestext wird zu einem Monstrum, dass Ungerechtigkeit zementiert also individuelle Freiheiten auf den Nullpunkt einsargt. In einer Organisation wie unsere Gesellschaft eine ist, wird es im Einzelfall immer real oder individuell gefühlt ungerecht zugehen.

Materielle wie strukturelle Chancengleicheit, in jedem Alter die Option zu haben sich beruflich neu zu orientieren für alle und nicht nur für abtretende Juristen als Ministerpresidenten mit Vitamin-B in der Wirtschaft und ähnliches, dass wäre ein konkretes und pauschales Ziel als Marke, dass das Gerechtigkeitsempfinden des Einzelnen (m/w) enorm steigern würde.

Das ist der Unterschied zur CDU und das ist (amS) linkes Operationsfeld.
Fritz Teich schrieb am 27.05.2010 um 02:27
Immerhin eine inhaltliche Aussage, aber die Forderung nach G. war nur ein Beispiel, besser waere: Ende der Schichtarbeit fuer, irgendeine konkrete Auseinandersetzung. Man muss von den Faellen ausgehen und nicht erst eine Idee formulieren. Die Idee als solche ist nur ein Wort.

Abgesehen von der Finanzmarktregulierung nimm doch mal

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EU-Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
>>
Fritz Teich schrieb am 27.05.2010 um 02:32
<<
sondern weil er auf grund von automatisch steigender Komplexität im Regelwerk am Ende das Gegenteil erzeugt.
>>

Das weiss ich jetzt nicht einzuordnen. Vom Fall zum Recht ist roemisch.
Fritz Teich schrieb am 27.05.2010 um 02:39
<<
Materielle wie strukturelle Chancengleicheit,
>>

Das ist Freiheit. Und Vitamin B ist das Ergebnis von Arbeit.
misterl schrieb am 27.05.2010 um 09:05
Nimm als Beispiel das Steuerrecht, mit dem versucht wird Steuer-"Gerechtigkeit" zu erzeugen. Komplexität ungleich Transparenz und am Ende ungleich Gerechtigkeit.

Nimm als Beispiel das gesamte Gesundheitssystem. Seine organisierte Komplexität mit dem Ziel von gerechter Kosten.-/Lastenverteilung verbunden mit kompletter Intransparenz macht es zu allem möglichen nur "gerecht" werden weder medezinische Leitungen verteilt noch die dort Beschäftigten bezahlt.
misterl schrieb am 27.05.2010 um 09:06
Vitamin B ist das Ergbnis und die Voraussetzung einer bestimmten Form von Wirtschaft (nicht wirklich gleich Arbeit) - der Günstlingswirtschaft.
misterl schrieb am 27.05.2010 um 09:08
Schichtarbeit wird sich nicht verhindern lassen. Sie fair zu bezahlen ist der Punkt.
Fritz Teich schrieb am 28.05.2010 um 00:27
"Links" zu sein ist jedenfalls noch kein politisches Ziel. Man sollte sich nicht fragen, wie man sein soll, sondern was zu tun ist.
misterl schrieb am 28.05.2010 um 12:53
Es gibt viel zu tun und es gibt viel zu lassen. Aber einfach tun oder lassen ist noch keine erfolgreiche Strategie oder ein Ziel. Es muss passen. Dort spielt dann die persönliche geistig/mentale Heimat die wesentliche Rolle die man für zum Ziel führend hält. Da ist das linke Herz halt doch der Taktgeber.
Fritz Teich schrieb am 29.05.2010 um 01:57
Ich glaube nicht an ein linke Strategie. Sowas ist mir zu allgemein. Es muss kleiner anfangen. Konkreter. In Einzelfaellen.
Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 08:50
Die Marke ist ein schoenes Gefuehl.>>Die Marke muss ein Ziel sein.
Beide Sätze finde ich richtig. - Zu den Guten gehören wollen, Indianer sein wollen, nicht Regimentskamerad, Mädchenretter sein wollen, nicht Rumstänkerer. - Ziel also das Schnitzen von Pfeil und Bogen, und eine paar Messer aus der Küchenschublade, Ziel also Mädcheneroberung ohne andere Waffen als die eigene Mädchenwahrhaftigkeit, Küss auf Schnüss. - Da kann einem Lissabon egal werden. Das nächste Reiseziel ist sowieso die Akropolis, bevor die aufgefressen wird von den Steinläusen.
Wolfram Heinrich schrieb am 27.05.2010 um 09:22
Die "Linken" gefallen sich darin links zu sein. Die Marke ist ein schoenes Gefuehl. Der SPD-Lehrer aus Bielefeld hat dazu schon Anmerkungen gemacht: Was heisst Links im Alltag? Grundsaetzlich muss eine Regel von Faellen ausgehen und nicht umgekehrt. Man muss sagen, wofuer man sich einsetzt. Zum Beispiel fuer die Gerechtlichkeit zu kaempfen, ausgehend von konkreten Faellen. Die Marke muss ein Ziel sein. Gibt es keine Ziele mehr?

Ich wundere mich doch sehr. Fritz Teich schreibt, wie er das öfter tut, einen Beitrag, in dem nichts, aber auch gar nichts drin steht. Einige wenige Zeilen, in denen Plattheiten aneinandergereiht sind. Der Mann hat sich nicht die mindeste Mühe gegeben, seine Gedanken (ich gehe mal davon aus, er habe welche) darzulegen.
Und trotzdem widerfährt ihm die Ehre, daß seine schlampig formulierten Nichtgedanken kommentiert werden.

Ob's nicht edler im Gemüt wär', die Ergüsse von Herrn Teich hinkünftig zu ignorieren?

Ciao
Wolfram
misterl schrieb am 27.05.2010 um 10:59
Wolfram.

Sich mit Null und/oder Fehlaussagen zu befassen ist Alltagsgeschäft inhaltlich politischer Arbeit. Erfolge sind selten - aber jeden sollte man deshalb feiern. ;-)
Fritz Teich schrieb am 28.05.2010 um 00:20
Irgendwie sein oder was tun ist ja doch ein Unterschied. Fuer mich ist das etwas.
Fritz Teich
Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
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