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"Bankenkritiker Wolfram Siener Hoffnungsträger der "Generation Occupy"
In Talkshows brilliert er, bei den Protesten in Frankfurt wird er gefeiert wie ein Popstar: Mit Wolfram Siener hat die Occupy-Bewegung eine charismatische Führungsfigur. Der 20-Jährige bewegt die Menschen - weil seine Wut aufrichtig erscheint."
Aufgeklärte Bürger führen und bewegen sich selbstdenkenderweise selbst.
Occupy your brain.
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Lieber Fro,
schließe mich an - ohne ein occupy your brain wird aus dem schönen Keimling nur ein sehr dröges, schnell verblühendes, selbst keimloses Unkraut. Dieser Versuch eine Gallionsfigur zu installieren zeugt nur von altem Denken. Klassischer Fall, wie dumme Lohnschreiberlinge das System erhalten, ohne dabei zu wissen was sie tun. Allerbeste Ullrich Läntzsch |
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schrieb am
16.10.2011 um 19:14
>>Klassischer Fall, wie dumme Lohnschreiberlinge das System erhalten, ohne dabei zu wissen was sie tun.<<
Normdebilität wird gut bezahlt. |
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Aber ja, es ist zu 99 Teilen Dummheit und nicht mal ein Prozent perfider Inteligenz, die das System zusammenhält.
Eigentlich sollte da auch ein Hebel anzusetzen sein. Einer ist sicher der, daß es zunehmend Blogs mit ihren Threads gibt, die wesentlich interessanter sind als das Medienkartell uns vorkauen will. |
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"...dass es zunehmend Blogs mit ihren Threads gibt,die wesentlich intteressanter sind als das Medienkartell uns vorkauen will."
Mag sein. Tatsache ist jedoch, dass diese Blogs - und dazu gehört auch der Freitag - vom Durchschnittsarbeitnehmer - so er/sie überhaupt noch eine Arbeit hat - überhaupt nicht gelesen werden. Darin mag auch ein Grund für die hier anderswo zum Teil recht hochnäsig beklagte geringe TeilnehmerInnenzahl an den Demonstrationen liegen: man hat nichts davon gewusst und hätte sowieso nur Sonntags auf eine Demo gehen können. |
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@ Ullrich Läntzsch
„Dieser Versuch eine Gallionsfigur zu installieren...“ Die FTD ist auch dabei: „Seit einem Auftritt in einer TV-Talkshow gilt der 20 Jahre alte Sprecher der bankenkritischen Bewegung Occupy Frankfurt als Anführer der Kapitalismusskeptiker.“ |
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schrieb am
17.10.2011 um 05:37
>>Eigentlich sollte da auch ein Hebel anzusetzen sein.<<
Sowohl auf der Montagsdemo als auch am Samstag, auch wenn die Zusammenkünfte kleiner sind als weiter nördlich, wurde der Hebel sichtbar, meine ich. Bürgerin freier Rede am Bürgermikrofon sagen Anderes als die Herrschaftsmedien vorbeten. Das zeigt, dass die verordnete Verblödung durchbrochen werden kann. Die Massenmedien werden allerdings erst dann auf unserer Seite stehen, wenn wir sie enteignet haben und in unserem Interesse als Informationmittel betreiben. Darüber sollten wir uns klar sein. |
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schrieb am
17.10.2011 um 06:14
Korrektur:
>>Bürgerin freier Rede am Bürgermikrofon sagen Anderes als die Herrschaftsmedien vorbeten.<< = Bürger in freier Rede am Bürgermikrofon sagen Anderes als die Herrschaftsmedien vorbeten. nicht dass noch ein beleidigtes Herrchen meckert. ;-) |
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dass massenmedien in privater hand sind, liebe claudia, ist wirklich ein misstand, durch nichts anderes gerechtfertigt als durch wildwuchs und meinungsmache.
demoktratisch ist daran nichts. öffentlich-rechtlich (in verbesserter auflage) ist die einzige mögliche rechtsform für massenmedien. |
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Hahaha, SPON hat wieder mal was Geiles abgesondert. "Bankenkritiker" ist ein Hammerausdruck... Litarturkritiker kenne ich... Restaurantkritiker kenne ich auch... aber Bankenkritiker?.. ham wir jetzt eine neue Nomination?
Was ist eigentlich Generation Occupy? Ich habe da mindestens drei Generationen gesehen... welche davon ist Occupy? Und das mit "weil seine Wut aufrichtig erscheint" ist auch mega Treffer... klar doch, alle andere haben es nur vorgespielt, dass sie verärgert sind. |
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...Ist schon etwas schräge drauf, der Redakteur:
"Er sagt das mit der Überzeugung eines 20-Jährigen, der die Welt aus den Angeln heben will. Man würde ihm wünschen, dass er es könnte." |
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schrieb am
17.10.2011 um 05:46
"Die Welt aus den Angeln heben" ja, so schwadronieren die Lohnschreiber der Obrigkeit.
Für uns geht es "nur" darum bestimmte Vorgänge auf der Erdoberfläche zu ändern im Sinne von gesellschaftlichem Fortschritt. Das hört sich bescheidener an als "die Welt aus den Angeln heben". Aber es ein mindestens so grosses Projekt wie die Überwindung der "Leibeigen"schaft. |
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Im Moment diskutieren die Demonstranten vorm Reichstag Moderatorengruppen zu bilden, wegen der Polizei. Hat wohl in Spanien ganz gut funktioniert. Im Live Stream kommt da ab und an jemand aus Spanien und erklärt wie sie das machen.
Spiegel titelte ja auch, dass 99% zu Hause geblieben seien. Auf Twitter wurde dazu aufgerufen den Spiegel zu boykottieren. Im Moment sieht es danach aus, als ob die Bewegung an sich nen Führer nicht braucht und will. Sogar Attac hat gestern Wind von vorn ekommen, weil sie ihre Banner nicht eingerollt haben. Die Medien brauchen immer ein Gesicht. Auch dieser Vorwurf, dass noch keine konkreten Forderungen da seien (was nicht stimmt, es gibt ein erstes Brainstorm Pad) zeugt von der alten Denke. Hier geht es darum beim gehen laufen zu lernen. Demokratisch denken und Handeln. Und wenn das nicht klappt, dann wurde es endlich mal wieder versucht. Alle hängen in ihren alten Schemata, dieselben absurden Reaktionen wie auf die Piraten. Weil sie nicht verstehen wollen, dass die Menschen Transparenz und Demokratie wollen. Das bedeutet auch mal Dinge nicht zu wissen, sich erst eine Meinung zu bilden, diese auch mal zu ändern. occupyreichstag.blogsport.de/ - da findet ihr auch den Brainstorm Pad www.livestream.com/undergroundreports Lange werden die Demonstranten heute wohl nicht mehr bleiben. Aber sie wollen morgen wiederkommen. twitter.com/#!/search/realtime/%23occupyberlin |
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Lieber Kalle,
großen Dank für Deine Informations-Arbeit! Allerbeste Ullrich *****4u |
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Ich bedanke mich auch, Kalle - immer hautnah dran am Geschehen...
„...noch keine konkreten Forderungen ..“ Das Interessante ist, dass sich hier die große Aufgabe auftut, eine Antwort geben zu müssen, auf die Frage, was nun zu tun sei seitens der Regierenden (oder der künftigen Wunschregierung) - welchen Kurs sie fahren soll. Und wenn nun ein Brainstorming beginnt, und da am Ende das Schlaueste herausgefiltert wird, kann das den allgemeinen Diskurs - auch den der Fachleute - nur beflügeln... |
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Ich finde es gut, dass Wolfram Siener den Interessen seiner Generation Gesicht und Stimme gibt. Mir gefällt seine Leidenschaft beim reden und dass er sich nicht in gequirlt schöne Sätze verliert. Er kann Vorbild sein. Ähnlich wie eine Hanna Poddig. Ich finde, dass man das Engagement einzelner Bürger nicht herabwürdigen sollte und ihre mediale Präsenz in den Medien als Chance sehen könnte.
Die Bewegung OWS hat ja viele Gesichter, da es ja nicht ausschließlich gegen Banken geht sondern auch um soziale Gerechtigkeit und Demokratie. Es können sich noch viele einzelene Themenkomplexe entwickeln. Mit vielen Gesichtern. Die Befürchtung, es könne sich sowas wie ein Revolutionsführer geben, teile ich nicht. Ich glaube auch kaum, dass unsere Bürger dem folgen würden. (Bauchgefühl) Außerdem müsste W.S. die Führer- Rolle ja auch erst mal annehmen. Schlimmer fände ich es, wenn Gewerkschaften, Parteien oder NGO´s den Privatmenschen keinen Raum für ihr Engagement ließen und die Bewegung an sich reißen würden. |
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Ich wollte Wolfram Sieners Engagement nicht miesreden. Und wenn er ein Mikro vor der Nase hat, soll er sagen, was er für richtig hält. Aber er kann immer nur für sich selbst sprechen – für das was ihm wichtig ist. Er kann kein herausgehobener Sprecher oder gar Führer einer Bewegung sein, die gar keine Sprecher und Führer will. Diese „Bewegung“ hat zigtausende Sprecher und führt sich selbst. Und so sollte es auch bleiben. Irgendwann wird aus dem kreativen Bürgerrauschen eine klare Ansage an die Abgeordneten ... ;-)
„Schlimmer fände ich es, wenn Gewerkschaften, Parteien oder NGO´s den Privatmenschen keinen Raum für ihr Engagement ließen und die Bewegung an sich reißen würden.“ Genau. Fähnchen einrollen ist angesagt. |
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Im Parlament wird man sehen, wer auf der Seite der Bürger steht.
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schrieb am
17.10.2011 um 06:11
>>Ich finde es gut, dass Wolfram Siener den Interessen seiner Generation Gesicht und Stimme gibt.<<
Das haben hier auch viele junge Menschen getan. Mit authentischen Aussagen und Antikaputalismus-Rap. >>Außerdem müsste W.S. die Führer- Rolle ja auch erst mal annehmen.<< Darauf kommt es an. Wenn Herrschaftsmedien sich einen herausgreifen und zu ihrem "Tribun" stililisieren wollen, dann wird er wohl Angebote bekommen. Man sollte einen Menschen dann beim Widerstehen nicht allein lassen. Es ist wichtig nicht schon wieder den Herrschaftmedien und ihrem "Anführer"-Geschwätz hinterherhampeln, darin stimme ich Fro zu. |
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»Siener nennt den zweiten und dritten Teil von Peter Josephs Filmreihe "Zeitgeist".« (SpOn)
Nicht schon wieder so ein Kohlrabiapostel. |
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Führer, Experten, Eliten, die drei Säulen der Unmündigkeit.
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naja, so ganz auf experten verzichten möchte ich nicht, wenn ich nur an den zahnarzt denke, lieber streifzug.
führerscheine austeilen möchte ich allerdings auch nicht, lieber fro. das räubenbanden- oder führerprinzip bestimmt das gesellschaftsbild seit jahrtausenden. es ist bronzezeitlich oder noch älter. der häuptling hat das sagen. eine verschwenderische und unmenschliche, um nicht zu sagen bestialische, gesellschaftsstruktur, wie die geschichte insgesamt und das milgram-experiment in nuce demonstrieren. |
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schrieb am
17.10.2011 um 09:19
>>...so ganz auf experten verzichten möchte ich nicht, wenn ich nur an den zahnarzt denke...<<
Menschen, die was Gscheids gelernt haben und ihre Kenntnisse anwenden? Menschen wie wir? Nein, auf uns verzichten wir nicht, im Gegenteil. Leute, die nichts Brauchbares gelernt haben und sich als "Experten" für Ausbeutung, als "Experten" für Krieg, als Experten für Volksverarschung in Massenmedien verdingen, all die Gaukler, Rosstäuscher, Mörder und Knallchargen im Hofstaat der herrschenden räuberischen Minderheit: Die brauchen wir genauso wenig wie ihre Auftraggeber. |
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ja, aber wohin mit all den ausgewachsenen embryonen, liebe claudia?
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schrieb am
19.10.2011 um 04:32
Erlauben wir ihnen einfach erwachsen zu werden.
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und wenn sie das permit nicht nutzen, liebe claudia, was dann?
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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