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Aufgrund der „Diskussion“ im Blog „....und der linke Antisemitismus“, habe ich mich einmal kundig gemacht, vor welchem Hintergrund da eigentlich der Vorwurf gegen einige Linke geführt wird - ihre heftige Kritik gegenüber Israels Politik, sei antisemitisch.
Hier eine kleine Auswahl der für mich interessantesten Funde. Diese Informationen haben mich bewogen, den Titel für diesen Blogbeitrag zu wählen.
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Etwas zur Geschichte und den israelischen Sperranlagen (nicht ganz aktuell – aber es verdeutlicht einiges):
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Der Gaza-Krieg.
Der Gaza-Krieg 2008/2009 wurde von Israel mit der Begründung geführt, die Hamas würde mit ihren Raketenangriffen, das Leben der Israelis im Grenzgebiet gefährden.
Den seit acht Jahren andauernden palästinensischen Feuerüberfällen, sind nach israelischen Angaben insgesamt 25 Israelis zum Opfer gefallen – ohne Zweifel eine Agression die niemand hinnehmen muss – aber ist da nicht auch die Verhältnismäßigkeit der Mittel geboten?
"Bei der Offensive, die am 18. Januar endete, waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und etwa 5000 weitere verletzt worden.
Die Offensive „Gegossenes Blei“ wird von Amnesty in ihrem Umfang und ihrer Intensität als bisher einmalig eingestuft. Etwa 300 Kinder und hunderte weitere unbewaffnete Zivilisten, die nicht an den Kämpfen teilnahmen, seien getötet worden. In den meisten Fällen habe Israel hochpräzise Waffen eingesetzt, häufig mit Hilfe unbemannter Flugzeuge (Drohnen). In anderen Fällen seien Zivilisten von Panzergranaten getötet worden. Erstmals habe Israel in dicht bewohnten Gebieten in Gaza auch Phosphorbomben eingesetzt.
Viele Zivilisten seien getötet worden, während sie sich in ihren Häusern aufhielten. „Der Tod so vieler Kinder und anderer Zivilisten kann von Israel nicht einfach als „Kollateralschaden“ abgetan werden“, sagte Rovera. „Viele Fragen über diese Angriffe müssen noch beantwortet werden.“ Focus
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Gregor Gysi legt den Standpunkt der Partei dieLinken zum Nahost-Konflikt anlässlich des Gazakrieges dar.
Der UN-Menschenrechtsrat hat Israel 2009 wegen Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Krieg verurteilt.
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Die Aufforderung eine sachliche Kritik an der Israelischen Politik gegenüber den Palästinensern zu üben, richtet sich in erster Linie an die Politik. Und ich wünsche mir als Erstes, dass die deutschen Waffenlieferungen an Israel eingestellt werden.
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Zum Thema Innenpolitik:
Hier schreibt die FR:
„Apartheid in Israel
Judentum und Rassismus
Avirama Golan
Seit Jahren schon wird von der Linken immer wieder der schwer zu akzeptierende Vergleich zwischen Israel und Südafrika gezogen, der uns besonders bei dem Wort Apartheid übertrieben und sogar gefährlich erschien, wenn es um einen so komplexen Sachverhalt ging. Aber seit einiger Zeit ist es unmöglich geworden, die Augen weiterhin zu verschließen.“ Mehr:
Zum Israelischen Innenminister lesen wir in der Spon:
„Einwanderer sieht er als Gefahr, Homosexuelle nennt er krank, die palästinensische Hamas möchte er "ausradieren": Israels Innenminister Eli Jischai fällt mit Attacken auf, für die andere Politiker hochkant aus dem Amt fliegen würden - doch Premier Netanjahu lässt ihn gewähren.“ Mehr:
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Ich will hier keine Werbung für die Linken machen, aber man muss anerkennen, dass sich die Abgeordneten der Partei dieLinken am eindeutigsten für eine Friedenspolitik im Nahen Osten und auch Afghanistan positionieren.
Zur Nachahmung an die Grünen und SPD empfohlen.
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Ich finde es wichtig, dass man als Deutscher gerade gegenüber Israel sehr vorsichtig ist – man sollte da höchste Sachlichkeit in der Kritik walten lassen - so schwer es auch angesichts des Unrechts ist. Aber auch klare Kante zeigen. Die Emotionen müssen aus der Diskussion herausgehalten werden – andernfalls kann das eben zu diesen antisemitischen „Entgleisungen“ führen. Aber auch zu antidemokratischen Ausfällen, wie zum Beispiel: „Du rechter Provokateur.“
Die Juden haben langes Leid erlitten und die Palästinenser haben langes Leid erlitten. Beide Völker sind Vertriebene und wollen zurück. Jeder weiß es: Israel hat den Palästinensern ihr Land genommen. Sie sollten sich dafür, nach 60 Jahren Unrecht, bei den Palästinensern entschuldigen und es als natürlich anerkennen, dass so etwas zu einer agressiven Gegenwehr führt – gerade sie müssten es eigentlich verstehen. Es gibt keinen Grund, weniger von Israel zu verlangen. Die Israelische Regierung und die Vertreter der Palästinenser sollten einen Plan entwickeln, der beiden Völkern ein Leben in Frieden und Wohlstand ermöglicht. Gleichberechtigt auf Augenhöhe. Das wäre auch unserem Allgemeinwohl dienlich und somit ein Auftrag an unsere Regierung, alles zu unternehmen, damit es soweit kommt. Die Gesamte Region würde sich entspannen – ein Irankrieg fände nicht statt. Einsparungen im Staatshaushalt. Endlich wieder freier Handel mit dem Iran. Ein lebendiger Kulturaustausch. Innerer Friede. Billigeres Benzin? |
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Der Grund, warum Deutschland manchmal auch einfach die Klappe halten sollte (zumindest in diesem Fall), ist die Tatsache, dass ohne gewisse Exzesse unsererseits vor nicht allzulanger Zeit, die Ansicht einer Notwendigkeit eines jüdischen Staates sich nicht in den jüdischen Gemeinden (oder was davon übrig blieb) durchgesetzt hätte.
Was sollen wir da jetzt groß machen? Den Palästinensern erklären, dass sie das schon verstehen müssten, dass Israel für die Juden in der Welt ein notwendiger, sicherer Hafen ist? Oder sollen wir den Israelis erklären, wie sie humane Sicherheitspolitik betreiben sollen? Ich möchte hier nicht die Verbrechen und Verbrecher der einen oder anderen Seite in irgendeinerweise in Schutz nehmen. Aber wegen Bedenken hinsichtlich des Deutschen Ethos in dieser Frage, lege ich es Nahe, sich ein Beispiel an der Schweiz zu nehmen: Gebt uns euer Geld und macht was ihr wollt. |
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Ich fuege mal die Bemerkung einer Palaestinenserin zum Thema an: warum sollen eigentlich die Palaestinenser mit ihrem Land fuer die Suenden der Deutschen bezahlen und Deutschland steht dann auch noch meist auf israelischer Seite?
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Hallo Calvin, bitte nicht die historischen Tatsachen verdrehen.
1. Das Ziel, die Gründung eines Staates Israel im gelobten Land ist erheblich älter als 100 Jahre uns somit nicht direkt auf die Folgen der Judenvernichtung im 3. Reich zurückzuführen. 2.Diese Vernichtung wurde von Dtsch. organisiert und durchgeführt. Historisch korrekt muß man aber auch feststellen, das dies ohne die tatkräftige Unterstützung der anderen Völker Europas in diesem Umfang nicht möglich gewesen wäre. 3. Die Handlungen der Generation unserer Urgroßväter befreien uns nicht von der Verantwortung unserer Zeit. Und gibt uns nicht das Recht durch Waffen-und Geldtransfers an beide Seiten einen Krieg zu schüren. Gerade weil wir mit unseren Steuergeldern Waffen für Israel und die Gehälter für die palästinänsischen Militärs finanzieren dürfen wir uns nicht aus der Sache heraushalten. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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