Fro

Bürgeransichten

01.03.2011 | 19:12

SKANDAL ! Hochstapler gibt vor, er sei ein ehrenhafter Politiker.

Hier die Essenz (Zitate) der Rücktrittsrede Guttenbergs – Manipulation pur. 

"Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens...

Ich gehe ihn nicht allein wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit .....

Der Grund liegt im Besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann. ....

Wenn allerdings – wie in den letzten Wochen geschehen – die öffentliche und mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt, so findet eine dramatische Verschiebung der Aufmerksamkeit zu Lasten der mir Anvertrauten statt. ...

Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten. ...

Und deswegen ziehe ich – da das Amt, die Bundeswehr, die Wissenschaft und auch die mich tragenden Parteien Schaden zu nehmen drohen – DIE Konsequenz, die ich auch von anderen verlangt habe und verlangt hätte. ...

Wohl niemand wird leicht geschweige denn leichtfertig das Amt aufgeben wollen, an dem das ganze Herzblut hängt. Ein Amt, das Verantwortung für viele Menschen und deren Leben beinhaltet. ...

Nachdem dieser Tage viel über Anstand diskutiert wurde, war es für mich gerade eine Frage des Anstandes zunächst die drei gefallenen Soldaten mit Würde zu Grabe zu tragen und nicht erneut ihr Gedenken durch Debatten über meine Person überlagern zu lassen. ...

Angesichts massiver Vorwürfe bezüglich meiner Glaubwürdigkeit ist es mir auch ein aufrichtiges Anliegen, mich an der Klärung der Fragen hinsichtlich meiner Dissertation zu beteiligen. ...

Ich danke von ganzem Herzen der großen Mehrheit der Deutschen Bevölkerung, den vielen Mitgliedern der Union, meinem Parteivorsitzenden und insbesondere den Soldatinnen und Soldaten, die mir bis heute den Rücken stärkten, als Bundesminister der Verteidigung nicht zurück zu treten. ...

Es ist mir aber nicht mehr möglich, den in mich gesetzten Erwartungen mit dem mir notwendigen Maß an Unabhängigkeit in der Verantwortung gerecht zu werden.

Insofern gebe ich meinen Gegnern gerne recht, dass ich tatsächlich nicht zum Selbstverteidigungs-, sondern zum Minister der Verteidigung berufen wurde. ...

Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht. ..."

....

Was soll hängen bleiben?

Ein Minister, der stets Anstand und Aufrichtigkeit wahrte, der in seiner Politik höchsten Ansprüchen genügen will, und der sich menschlich mit den Soldaten und Bürgern verbunden fühlt, wird von seinen Gegnern, die er insbesondere in den Medien sieht, von seiner historisch wichtigen Arbeit abgehalten. Journalisten und Redakteure hielten es für wichtiger, Guttenberg fertig zu machen, als den tapferen Soldaten im Einsatz nahe zu sein und sich den künftigen Aufgaben der Bundeswehr zu widmen.
Die Hetzjagd auf ihn hat ihm soviel Kraft gekostet, dass er sich nun nicht mehr in der Lage sieht, seiner Arbeit zum Wohle der Soldaten und der Bevölkerung nachzukommen.
Er weiß, dass die Mehrheit hinter ihm steht. Aber für's Kämpfen fehlt ihm einfach die Kraft – dafür bittet er um Verständnis.
Vielleicht hätte er ja noch die letzten Reserven mobilisiert – aber „da das Amt, die Bundeswehr, die Wissenschaft und auch die ihn tragenden Parteien Schaden zu nehmen drohen“ (wegen der medialen Hetzjagd), hat er, ehrenhaft wie er ist, um Entlassung gebeten.

.......

Auf Guttenbergs Erklärung ließe sich eine „schöne“ Kampagne gründen....  Und es gibt sie auch schon: "Wir wollen Guttenberg zurück"
Die Guttenberg-Anhänger sind nicht zu erschüttern.

Aber das kommt auch noch:

"Verteidigungsminister zu Guttenberg rechnete offenbar schon seit vergangener Woche mit einem strafrechtlichen Verfahren. Der Ärger ist für ihn noch nicht ausgestanden.". mehr
Und die Bewertung seiner Dissertation durch die Uni Bayreuth, die ihn wahrscheinlich als Betrüger ausweisen wird, steht auch noch aus.

Möglicherweise Gründe für einen Rücktritt auch(!) als vorauseilende nicht mehr abzuwendende Konsequenz seiner Verfehlungen.

 


 

 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 02.03.2011 um 02:36
ktfb
Fro schrieb am 02.03.2011 um 18:37
Das könnte echt sein.
h.yuren schrieb am 02.03.2011 um 10:03
lieber fro, es sind aus der nahsicht interessante details. aber nach meiner meinung ist der sachverhalt klar. der personenkult ist das wirkliche problem. was ein moderator im radio die popkultur in der politik nannte, ist in wahrheit ein rückfall in alte schlimme schablonen, die in der demokratischen verfassung angelegt sind, aber dem demokratischen prinzip widersprechen. es geht stets weniger um sachfragen, die für die meisten wahlberechtigten zu schwierig bis unverständlich sind, also verlegt man sich aufs persolalisieren der politik. dafür ist der edelmann g. ein schönes beispiel. wie heißt es doch beim ollen weimarer: edel sei der mensch ... und mache krieg.
Fro schrieb am 02.03.2011 um 18:32
Ja Helder, der allgemeine Hang zum Personenkult ist ein großes Übel, das macht mir auch etwas Angst. Und Guttenberg bedient die Führersucher bewusst mittels aufwändiger manipulativer Inszenierungen – das ist der Skandal.
Aber es ist gelungen so eine „synthetische Lichtgestalt“ vom Sockel zu holen – gegen die BILD-Propaganda, das macht wieder etwas Mut.
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