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Keine Angst liebe Stromkonzern-Aktionäre, "entmachten" heißt nicht enteignen.
Die Stromkonzerne sollen lediglich eine gemeinwohlorientierte Geschäftspolitik betreiben. Und dazu gehört auch, die Stromproduktion so zu gestaltet, dass sie das Leben auf diesem Planeten nicht beeinträchtigt. Die Katastrophen in Tschernobyl und Japan haben gezeigt, dass die Atomkernspaltung nicht als Energiequelle für die Stromproduktion geeignet ist. Die Atomkraftwerke müssen daher auch gegen den Willen der Betreiber abgeschaltet werden. Ein „Restrisiko“ ist ein nicht akzeptables reales Risiko.
Auch die Ausnutzung der Monopolstellung der Strom-Konzerne, um überhöhte Preise von den Verbrauchern abzukassieren, muss verunmöglicht werden. Hierfür wird eine Gewinnentnahmegrenze gesetzt. Investitionen zur Verbesserung der Produktion und des Services sind natürlich erlaubt und erwünscht.
Um all das zu gewährleisten, werden vertrauenswürdige wissenschaftliche Ökoinstitute und Verbraucherorganisationen mit dem Management oder einer weisungsbefugten Kontrolle der Konzerne beauftragt. Transparenz, die auch eine Kontrolle durch sachkundige Bürger oder Abgeordnete möglich macht, muss gegeben sein.
Es darf nicht sein, dass Gesundheit, Leben und Lebensqualität von kurzsichtigen und eigennützigen Gewinninteressen bestimmt werden.
Das Wohlbefinden der Bürger und Effizienz müssen höchste Priorität haben.
Mag sein, ein noch etwas unausgegorener Vorschlag - aber egal wie man es in Zukunft handhaben wird, die AKWs müssen so schnell wie möglich abgeschaltet werden !
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>>Mag sein, ein noch etwas unausgegorener Vorschlag...<<
Das ist ja kein k.o.-Kriterium, denn Unausgegorenes kann ausgegoren ein sehr bekömmlicher Wein werden... >>Keine Angst liebe Stromkonzern-Aktionäre,...<< Wenn ich viele einschlägige Aktien besässe, dann würde mich Foldendes aber doch beunruhigen, denn das Sein bestimmt halt das Bewusstsein: >>Hierfür wird eine Gewinnentnahmegrenze gesetzt.<< Das heisst ja, dass nicht die Dividende das betriebswirtschaftliche Hauptziel ist, sondern eher tolerabler ein Nebeneffekt, wenn alle Bedingungen zum Wohle der Allgemeinheit erfüllt sind? Eigner müssten, wenn man Art. 14 GG fogt, auch bei sofortigem Herunterfahren der AKW für die Entsorgungskosten aufkommen. Es könnte sich herausstellen, dass dafür und für die Bildung eines Fonds für "Restrisikofinanzierung" auf schon entnommene Gewinne zurückgegriffen werden müsste, weil die Bereitstellung der Mittel sonst allzu lange dauert oder durch hohe Kreditzinsen gemindert wird... Dann wäre eine Schonvermögensgrenze festzulegen. Mit dieser Anmerkung ist der Gärprozess natürlich nicht abgeschlossen :-) |
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Insbesondere bei Unternehmen, die eine Grundversorgung gewährleisten sollen, muss darauf geachtet werden, dass das erstes Kriterium ihrer Arbeit das Wohlergehen der Bürger ist. Ich glaube schon, dass das auch von den Aktionären leicht zu verstehen ist.
Die Bildung eines Fonds für "Restrisikofinanzierung" finde ich auch wichtig. Die Stromkonzerne müssen den Abbau und „Entsorgung“ der AKW selbst finanzieren - klare Sache. Für alle Schäden, die beispielsweise die AKW verursachen, müssen die Eigentümer also auch alle Aktionäre zur Kasse gebeten werden – soweit keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde. M.E. muss die Haftung auch über den Nennwert der Aktien hinausgehen. So würden sich die Aktieninhaber auch etwas intensiver mit der Firmenpolitik ihres Managements beschäftigen... |
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liebe claudia und lieber fro, ich versuch mal, den gärprozess ein wenig zu beschleunigen.
wenn die atomstromkonzerne entmachtet werden, an wen geht denn dann die verfügungsgewalt über? denkt bitte an die kriminelle energie! die ist noch gefährlicher als die atomenergie, weil sie überall zuschlägt und die biosphäre bedroht. zu denken ist an unser und aller welt selbstverständliches system der machtverteilung. wir frönen noch nach jahrtausenden der pleiten und untergänge dem führerprinzip. eine person an der spitze muss es reißen. das kriminelle hierarchisch strukturierte system ist durch die gewohnheit längst populär. siehe den wirbel um den lügenbaron. das grundmuster der zukunftsverhindernden hierarchie mit zentralgewalt liefert das militär. der oberbefehlshaber sagt, wos lang geht. marsch! in china mit dem einparteiensystem oder in der römischen kirche mit dem unfehlbaren typ an der spitze der hierarchie sind abbilder der mörderischen weltunordnung. aber jeder verein, jede partei, jeder verband etc. ist so organisiert. alle palastrevolutionen und historischen umstürze haben das völlig unbrauchbare system nicht angetastet. es wurden lediglich die köpfe ausgetauscht. solange aber der zentralismus bestehen bleibt, ist der untergang der menschheit wahrscheinlich, nachdem die technischen möglichkeiten zur zerstörung der gesamten biosphäre bereitliegen. fazit: meine empfehlung ist nicht bloß die entmachtung dieses oder jenes konzerns, sondern die zeitgemäße umstrukturierung der macht in allen regionen der welt und in allen bereichen der gesellschaft. macht schluss mit dem bronzezeitlichen system! oder aber es geschieht das gleiche wie beim erdbeben in japan: das fundament erschüttert die teuren aufbauten in einem einzigen augenblick. |
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schrieb am
14.03.2011 um 10:05
>>wir frönen noch nach jahrtausenden der pleiten und untergänge dem führerprinzip. eine person an der spitze muss es reißen.<<
Zustimmung. Solange wir die Erfahrung, dass genau diese Erwartung immer wieder in Katastrophen führt, nicht verarbeiten können werden wir uns nicht weiter entwickeln können. Wobei es keine Rolle spielt, ob das Heil von einer Person oder von einer Oligarchie erwartet wird. |
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besonders die oli(olie = öl im nl.)garchen machen uns zu schaffen. ehe sie das buddeln nach bodenschätzen lassen, machen sie einen großteil der erdoberfläche ziemlich bis ganz kaputt. neuerdings reizt die oligarchen der bessere ersatz für erdöl, nämlich erdgas, undzwar das noch reichlich vorhandene unkonventionell gelagerte flözgas, schiefergas etc.
in niedersachsen haben sie schon angefangen. in nrw soll es bald losgehen. texas haben sie schon großenteils mondlandschaftsähnlich umgestaltet. brunnen vergiftet etc. die methode heißt fracking. schon gehört? |
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Hallo Claudia und Helder, das Problem bestimmender eigennütziger „Eliten“ oder das gutgläubige Übertragen der Macht an vermeintliche Lichtgestalten, kann wohl nur durch Aufklärung und Erweiterung demokratischer Entscheidungsmöglichkeiten entschärft und einst beseitigt werden. Und wichtig wäre auch, dass man nur noch echte Demokraten ins Parlament wählt, die die Bürger fragen, was sie wollen.
Das Hinterzimmergemauschel zwischen Regierung und Lobbyverbänden und die Narrenfreiheit mächtiger Konzerne muss aufhören. Und eigentlich sollte es doch selbstverständlich sein, dass jede Aktivität, die eine Gefährdung von Leben und Gesundheit bedeuten könnte, verboten sein muss. Vorhaben, die die Lebensqualität beeinträchtigen könnten, sollten m.E. nicht ohne eine Genehmigung der betroffenen Bürger durch einen Bürgerentscheid möglich sein. Wichtig wäre dabei auch eine wissenschaftliche Begleitung durch unabhängige Fachleute – es darf da nicht um Glaubensfragen, sondern um die schlauesten Lösungen gehen. Die absolute Mehrheit der Bürger wollen keine AKW – das ist schlau - wer soll bestimmen, wenn nicht die, die hier leben? Vollkommener Irrsinn diese Entscheidung kurzsichtigen lobbyhörigen Politikern und profitinteressierten Managern der Stromkonzerne zu überlassen. |
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"Und eigentlich sollte es doch selbstverständlich sein, dass jede Aktivität, die eine Gefährdung von Leben und Gesundheit bedeuten könnte, verboten sein muss."
tja, eigentlich. "Die absolute Mehrheit der Bürger wollen keine AKW – das ist schlau - wer soll bestimmen, wenn nicht die, die hier leben?" und wenn die absolute mehrheit nicht weiß, wie sie die kreuzchen setzen muss, damit ihr votum in parlamentssitzen zum ausdruck kommt... da reden die realpolitniks gerne vom bohren dicker bretter, denken aber nicht an die bretter vor ihrem kopf. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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