Fußballarena

Sport und so.

12.03.2010 | 11:49

Rudi Assauer empfiehlt schwulen Fußballern einen neuen Job

Rudi Assauer hat mal wieder den Mund nicht rechtzeitig zu bekommen, könnte man meinen. In den letzten Tagen machte in der Presse die Meldung die Runde, er hätte homosexuellen Fußballern (und sonstigen Beschäftigten im Biz) empfohlen, sich doch besser eine andere Branche zu suchen. Natürlich hat er selbst nichts gegen Schwule. Natürlich nicht. Nur wäre es schließlich Fakt, dass der Fußball seit eh und je mit gleichgeschlechtlicher Liebe nicht allzuviel anzufangen wisse. Tragische Beispiele gibt es genug.

 

Ist das die Universal Truth, oder gibt es noch eine Chance, dass auch in hiesige Fußballstadien so etwas wie Toleranz einkehrt? Darüber kann diese Woche in der Fußballarena diskutiert werden: "Rudi Assauer rät schwulen Fußballern, sie sollten sich einen anderen Job suchen. Hat er Recht?"

 
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Kommentare
Knüppel schrieb am 12.03.2010 um 12:40
"Sport und Schwule, das passt nicht zusammen?“

Quatsch! Es gibt etliche schwule Bundesligafussballspieler (die sich leider nicht outen, weil sie innerhalb eines absolut lächerlichen homophoben Umfeldes arbeiten).

Am 17.10.2008 brachte die taz (Die Tageszeitung) einen ganzseitigen Bericht über den schwulen Profifussballer Marcus Urban, der ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben hat („Versteckspieler“: Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban“ von Ronny Blaschke, Verlag: Die Werkstattt, 9,90 Euro).

Matthew Mitcham, der Goldmedaillen-Gewinner im 10 Meter-Turmspringen bei den olympischen Sommerspielen in Peking ist offen schwul und freute sich nach der Siegerehrung zusammen mit seinem Freund Lachlan vor den Fernsehkameras.

Neulich las ich eine "Hochrechnung" über die geschätzte Anzahl der aktiven Fussballspieler im Profi- und Amateur-Bereich. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr, es handelte sich jedoch um eine beeindruckende Zahl.

Assauer und andere "Übriggebliebene" aus unseligen Zeiten werden bald aus der Öffentlichkeit verschwunden sein. Ich setze auf einen Wandel im Selbstbewußtsein von schwulen Männern in allen Bereichen der Gesellschaft.

Vorschlag: Massen-Coming-Out und ... nichts wird mehr so sein, wie vorher. Wenn der Anfang gemacht ist (siehe Politik: Wowereit usw.), haben es nachfolgende Generationen leichter.

SexPower

www.taz.de/1/sport/artikel/1/kraftraubendes-versteckspiel/
www.taz.de/1/sport/artikel/1/comingout-nach-irrer-karriere/
www.taz.de/1/sport/artikel/1/umstrittenes-coming-out/
www.taz.de/1/nord/artikel/1/die-schwule-nebensache/
Deaktivierter Nutzer schrieb am 12.03.2010 um 20:04
Schlagzeilen, die nichts in sich haben:
Marx rät dem Proletariat, sich eine andere Klasse zu suchen.
Sokrates rät Platon, einen Handwerksbetrieb aufzumachen.
Homer rät Odysseus, eher nach Hause zu kommen, weil Penelope ist schon zornig.
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Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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