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Deutschlands Lieblings-Angie hielt ihre historisch genannte Rede vor dem US-amerikanischen Kongress und Senat. Zur gleichen Zeit wurde deutlich, was von dieser vielbschworenen Freundschaft zu halten ist, denn der US-VEB General Motors verkündete seine radikale Kehrtwende und möchte OPEL nun doch behalten.
Magna dürfte darüber fast fröhlich werden, denn spätestens in dem Moment, wo es wirklich zum Autohersteller geworden wäre, wären bei dem austria-kanadischem Unternehmen die Zulieferaufträge reihenweise weggebrochen. Was auch ein frühes Ende des OPEL-GAZ-Projektes bedeutet hätte, bei dem das OPEL-Knowhow wohl in Russland geblieben wäre. Nicht ganz unüblich, schließlich wurde schon einmal aus einem OPEL Kadett ein Moskwitzsch.
Hektische Betriebsamkeit in Politik und Gewerkschaften folgten der GM-Ankündigung genauso, wie sich auch die Häme der Medien über Deutschlands Lieblings-Angie ergoss.
Beides ist so verfehlt, wie die Meinung der FAZ, die den Verbleib OPELs bei GM als „Glücksfall“ bezeichnet und meint, für den deutschen Steuerzahler sei dies eben auch eine sehr gute Nachricht, da GM deutlich weniger Staatshilfen beanspruchen würde, als Magna.
Das kann man auch anders sehen.
GM’s Motivation ist klar. Seit SAAB weg ist, ist OPEL im GM-Konzern der einzige Technologieträger, der halbwegs das beherrscht, was nach dreissig Jahren Verspätung nun seit kürzlich auch im amerikanischen Markt nachgefragt wird. Kleine, treibstoffsparende Autos und alternative Energieträger, wie Elektroautos. In Detroit selbst kann man nur „große Spritschlucker“ und nichts anderes.
Natürlich wird auch GM in Europa nach weiteren Subventionen rufen, ganz besonders in Deutschland, dessen für den „Magna-Deal“ bereitgestellte 4,5 Milliarden Euro von der EU als für alle OPEL-Interessenten gültig beurteilt wurden.
Ganz soviel wird es nicht werden, GM spricht von 3 Milliarden.
Die werden sie, wohl auch von Deutschlands Lieblings-Angie, bekommen. Nach der Wahl ist schließlich vor der Wahl.
Die Millarden werden aber schon deshalb nicht für eine erfolgreiche OPEL-Sanierung reichen, weil ein Teil davon in Detroiter Taschen verschwinden wird.
Also ist eine OPEL-Insolvenz vorprogrammiert. Die hatte der Ex-Wirtschaftsminister zu Guttenberg schon im Mai gefordert. Sie wird kommen.
Schnell, falls sich die deutsche Politik den unmässigen Forderungen eines Unternehmens, das in den letzten 30 Jahren nur eines bewiesen hat, nämlich als angeblicher Weltkonzern keine weltmarktfähigen Autos bauen zu können, verweigert.
Später, sollte die deutsche Politik der „nach der Wahl ist vor der Wahl“-These folgen und Steuerzahlers Geld in dieses bodenlose Fass werfen.
Nach der Insolvenz gibt es dann NEO PEL. 
Dessen Vorzüge wurden hier schon vor drei Wochen erörtert.
G. Westerby
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Servus,
würde mich mal interessieren, ob es eine Terminabsprache zwischen Obama und den GM-Chefs gegeben hat, die GM-Entscheidung nach Merkels Rede zu veröffentlichen. Mit Wortschöpfungen bitte vorsichtig umgehen. Opel war begehrtes Objekt von FIAT. Wenn das geklappt hätte bekämen wir einen Fipel ;-)) |
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FIAT wäre ein suboptimaler Partner geworden. Von einer Fehler-In-Allen-Teilen-Produktpalette hatte man sich ja in Rüsselsheim nach den 90ern schon wieder entfernt.
GW |
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Ja aber man muss doch auch mal an die Werkstätten denken. Und an die hungernden Kinder der Kfz.-Schlosser. Und FIAT ist mehr als nur Ferrari..bbrrrummmmmm, oder RRRRRRRRRRööööHHhhRR.
Die Prinzen: jeder Popel fährt nen Opel... Wenn die das heute in Rüsselsheim trällern. Manomann. luggi |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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