An einem Montagmorgen schlug einst seine letzte Stunde. 
(Foto: de.wikipedia.org)
Am 21.08.2006 wurde das 4 x 14 Meter umfassende und über dreissig Tonnen schwere Relief „Aufbruch“, auch als „Marx-Relief“ bekannt, vom damaligen Hauptgebäude der Uni Leipzig, das einem Neubau weichen sollte, entfernt.
Der damalige Rektor befand, auf der Rückseite der Moritzbastei, also am Rande der Leipziger Innenstadt, sei der passende Platz für eine Wiederaufstellung. Der damalige Kulturdezernent fand dies hingegen garnicht adäquat, sondern konnte sich einen besser einsehbaren Ort vorstellen.
Der Grundstein für zwei Jahre Streit war gelegt.
Weil Boulevardzeitungen gegen die Wiederaufstellung schossen, verordnete die Landesregierung in Dresden erstmal einen Baustopp und auch in der Stadt waren die Meinungen arg geteilt.
„Marx“ wurde erstmal zwischengelagert.
Im Jahre 2008 war dann der Kompromiß gefunden und wurde das Relief doch wieder aufgestellt. Aus der Innenstadt Leipzigs wurde es allerdings verbannt und landete auf dem Campus der sportwissenschaftlichen Fakultät, früher bekannt als DHfK, neben der Mensa. 
(Foto: westerby 2010)
Eben diese Mensa wird derzeit gerade abgerissen. Zufall oder nicht? Geht doch irgendeine unheilvolle Ausstrahlung von dem Relief aus?
Wohl eher Zufall als Absicht, das Relief, das u.a. ein Porträt des Begründers der politischen Ökonomie zeigt, hat seinen neuen Platz in unmittelbarer Nähe zur HHL, die als erste deutsche private Hochschule für Betriebswirtschaftslehre gilt, gefunden. Na wenn mal dahin nicht was ausstrahlt.
Unklar ist jedenfalls, wohin die abgeschlossene Tür auf der Rückseite führen mag.

(Foto: westerby 2010)
Ideen? Vorschläge?? Wissen???
G. Westerby
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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