G.Westerby

Eine Art Held

07.12.2009 | 22:17

Dänischer Basar

Der UN-Klimagipfel in Kopenhagen sei die Hoffnung der Menschheit, schrieben heute die einen, eine Konferenz zur Rettung der Welt, sagen die anderen.
Und fast alle Schreiberlinge an ihren „NewsDesks“ wurden und werden nicht müde, zu betonen, wie bedeutsam..., wie unglaublich wichtig... und vor allem, wie bewusst uns allen das alles ist.
Wie bewusst wem was ist, zeigt diese, natürlich nicht representative Umfrage, in der 64% der Teilnehmer bei der Frage: „Sind Sie bereit, etwas für den Klimaschutz zu tun?“ für „Nein, das alles ist übertrieben. Klimaschwankungen gab es immer.“ votierten. Sie werden wohl recht haben.
In dieser ideologieüberfrachteten Klimahysteriedebatte haben vernünftige Argumentationen (und seriöse Forschung – leider) doch schon lange jedwede Bedeutung verloren. Nicht umsonst versucht man ja medial, diese Panne mit den gehackten E-Mails unter den Tisch zu kehren. Selten deutlich kam dabei doch zum Vorschein, daß gemogelt wird und man sich noch die besten Mogeltricks zuschiebt, damit trotz abweichender Meßergebnisse die eigene Statistik noch schön zur Erwärmungshysterie passt.

Man sollte eben wirklich besser keiner Statistik glauben, die man nicht selbst gefälscht hat.

Mit dem gleichen Eifer wie jetzt die Konferenz in Kopenhagen, versuchen die „NewsDesk-Boys“ übrigens seit Monaten, die Panik vor der Schweinegrippe in die Hirne der Bürger zu prügeln. Mit, siehe Umfrage und die heute veröffentlichte Zahl von gerade mal 5% Geimpften unter der deutschen Bevölkerung, offensichtlich genauso mäßigem Erfolg. Nun, bei den Politikern, die für den Impfstoffeinkauf zuständig waren, hat es ja wenigstens funktioniert. 1,4 Milliarden Euro wurden für den Unsinn verbrannt.

Politiker? Ach ja, Konferenz. Klima-Konferenz in Kopenhagen. Die Rettung der Welt. Vor dem Klimawandel.

Dafür geht das Parlament der Malediven schon mal auf Tauchstation, um daraufhinzuweisen, daß diese Inseln schließlich als erste im Meer versinken werden.
Aus Oeko-Sicht ist das allerdings gar keine so schlechte Alternative. Schließlich kommt auf den Malediven wohl noch das letzte Amperechen Strom und das letzte Voltchen Spannung nur aus Dieselgeneratoren, und das bei rekordverdächtigen Zahlen von Sonnentagen. Außerdem fängt man dort Haie, schneidet ihnen die Flossen ab, exportiert diese, die Flossen, nicht die Haie, nach Japan und lässt die Haie ohne Flossen dann im Meer verrecken.
Also mal ehrlich, wenn sowas im Meer versinkt, dann ist das doch ein Spitzenbeitrag zur Verminderung des CO2-Ausstosses und eine dicke Nummer beim Kampf gegen das Artensterben! Man sollte glatt nochmal ´ne Runde um den Block fahren, um das mit den Malediven etwas zu beschleunigen.

China
kommt übrigens auch nach Kopenhagen. Zur Klima-Konferenz. Nur China hat keine Verhandlungsmasse. China hat eine heißlaufende Wirtschaft, deren Energiegewinnung auf Kohle basiert. Jeder kleinste Einschnitt in das chinesische Wirtschaftswunder würde viele kleine Glücke von Millionen Chinesen zerstören, die sich gerade auf den Weg gemacht haben in Richtung Mittelstand. Davor hat Chinas Führung mit Sicherheit mehr Angst, als vor einer kleinen Meerjungfrau. Und China hat rund 1,3 Milliarden Einwohner, also fast dreimal soviel, wie die gesamte EU. Von denen schweben noch die allerallermeisten in der Vorfreude auf ihr erstes Auto. Und das werden zumeist keine nigelnagelneuen BlueEFFICIENCY-Modelle, sondern uralte Toyota-Pickups werden. Natürlich nur, soweit dann von der Karosserie noch genug da ist, um das auch erkennen zu können. Auf jeden Fall aber mit entsprechenden Abgaswerten, wie ein T34.

Alle 192 Teilnehmer durchzugehen, würde den Rahmen sprengen. Übrigens, einer schwänzt, offiziell gibt es 193 Staaten auf der Erde.

Deutschland und das Oeko-Merkel haben sich ja auch toll eingeführt für die Konferenz. Oder wie soll man das nennen, wenn das Oeko-Merkel einen Atomlobbyisten zum Chefaufseher der Atomkraftwerke macht?

Nun ja, diese und alle anderen 189 Teilnehmerländer werden sich im winterlich verregneten Kopenhagen niederlassen und mit ihren mitgebrachten Experten und Helferlein, insgesamt mehr als 15.000, was im Durchschnitt ca. 78 pro Land ergibt, werden sie herumschwafeln und feilschen, wie im Basar.
Am Ende, am 18. Dezember werden sich ihre, die Staats-Chefs den Pressekameras stellen.
Das Oeko-Merkel wird ernst und gewichtig gucken.
Obama wird die Medaille des frisch abgeholten Friedensnobelpreises so lange am Bande vor sich kreisen lassen, bis ein kürzlich, also nach den Mohammed-Karikaturen, zum Islam konvertierter dänischer Streifenpolizist zu Fuß versuchen wird, ihn zu erschießen. Was natürlich nicht klappen kann, schließlich sitzt Obama in keinem Cabrio und der Streifenpolizist in keinem Schulbuchverlag.
Danach, und das Oeko-Merkel wird immer noch ernst und gewichtig gucken, wird man der Welt versichern, wie bedeutsam..., wie unglaublich wichtig... und vor allem, wie bewusst...

Erinnert sich eigentlich noch irgendwer der Inhalte des G8-Gipfels in Heiligendamm in 2007? Jetzt mal so außer Zaun und Merkel-mit-Bush-Bootfahren?
Genauso geht es dann den Dänen im Jahre 2011.

G. Westerby

 
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G.Westerby
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