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Bereits im September trat Matthew P. Hoh von seiner Position als Senior Civilian
Representative in Afghanistan zurück. Bevor man sich jetzt fragt, was sich die Amerikaner da wieder für wohltönenden Unfug einfallen lassen haben, das ist eine NATO-Position, die wie folgt beschrieben wird:
”NATO created the position of a Senior Civilian Representative in October 2003, to represent the political leadership of the Alliance in Kabul.”
(Übersetzung: Die NATO schuf die Position des Senior Civilian Representative im Oktober 2003 als Repräsentanten der politischen Führung der Allianz (erklärg: also der NATO) in Kabul.)

Matthew P. Hoh
Es ist nicht so, daß Mr. Hoh aus Altergründen zurücktrat, oder weil ihm vielleicht das Klima am Hindukusch nicht bekam. Auch darf man erst einmal unterstellen, daß er als Amerikaner wohl eher kein Deutsch kann und demzufolge auch Westerby’s Beiträge zu Afghanistan wohl eher nicht gelesen hat.
Dennoch begründet er seine „resignation“ mit einem Brief, den die ZEIT hier übersetzt hat, unter dem Titel: „Ich sehe keinen Sinn mehr“.
Unter den Argumenten, die da einer vorbringt, der es genau und aus eigener Anschauung wissen sollte, sind auch alle die, die in den Afghanistan-Beiträgen in diesem Blog, zum Teil wiederholt, zu lesen waren.
Manchmal mag Westerby garnicht, daß er recht hat.
G. Westerby
(Beitrag ebenfalls erschienen in westerbys.blog)
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„Ich sehe keinen Sinn mehr“.
Wenn man davon ausgeht, dass Kriege für die , die davon betroffen sind, Soldaten und Zivilisten (fast)noch nie Sinn gemacht hat, kann man doch nur feststellen, das die Ideologie der Bushkrieger auch heute noch verfolgt wird. Neben den von dir genannten Argumenten in deinen Afghanistan-Beiträgen würde ich die Strategie der Destabilisierung von Staaten hervorheben. Schwache Staaten oder sich auflösende Staaten sind leichte Beute. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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