Vorweg, erstens, die „Schweine-Grippe“ ist keine „Schweine-Grippe“, kein Schwein hat sie. Daher verwenden Behörden im offiziellen Sprachgebrauch die Bezeichnung „neue Grippe“ und schlagen Experten vor, sie „Mexiko-Grippe“ zu nennen, nach dem Land des ersten Auftretens. Analog zur „Spanischen Grippe“ von Anfang des 20. Jahrhunderts, die als Aufreger-Thema herhalten muss, um den bisher wenig spektakulären Verlauf der „Schweine-Grippe“ medial etwas anheizen zu können.
Vorweg, zweitens, Fakten:
Die gewöhnliche Grippe, die so in ein, zwei Wellen im Jahr durchs Land wandert, tötet dabei jährlich weltweit zwischen 250.000 und 500.000 Menschen. Die „Schweine-Grippe“ hat dagegen bisher (Stand 29.07.09) 1.012 Todesopfer gefordert. Wie sich das in eine Reihe stellen lässt mit den Opferzahlen von „normaler“ Grippe und „Spanischer Grippe“ (25 Millionen Tote von 1918 bis 1920 – in Zahlen: 25.000.000!) entzieht sich dem normalen Verständnis
Selbst Mediziner räumen ein, daß die Krankheitsverläufe der weltweit rund 170.000 an „Schweine-Grippe“ erkrankten Menschen überwiegend mild verlaufen, was durch die Zahl der Todesopfer (nur 0,6% aller Erkrankten) bestätig wird.
Der „Schweine-Grippe“-hoax – cui bono?
Trotz dieser eigentlich positiven Nachrichten (die aber niemand sehen will und die in den Medien auch kaum vorkommen) wird allenthalben Panik geschürt. Kein mediales Produkt, ob on- oder offline, TV, Radio oder Print, das da nicht gern mit Horrormeldungen zu der schrecklichen Epidemie, die über den Globus hinweg rollt, titelt. Only bad news are good news!
Die EU ruft auf zu einer beispiellosen Impfkampagne, während der 150 Millionen Bürger der EU-Staaten mit einem noch kaum erprobten Impfstoff behandelt werden sollen. Wobei diese Panik-Aktion von Experten als "Großversuch an der deutschen Bevölkerung" betitelt wird, wie SPIEGEL-online heute schreibt.
Und warum das ganze Theater? Oder besser wieder mal cui bono?
Eine unheilige Allianz ist da nur zum eigenen Vorteile am Wirken.
1.) Die Politik:
Eine von ihren Bürgern mehrheitlich ungeliebte und durch so idiotische Maßnahmen, wie Festlegungen zur Bananenkrümmung völlig entwertete Versammlung sogenannter europäischer Parlamentarier sieht eine großartige Gelegenheit zur Image- Politur. Nationale Gesundheits- und andere Politiker wittern Profilierungschancen vor anstehenden Wahlen und hoffen, daß damit Dienstwagen- und andere Affairen hinter dem „Schweine-Grippe“-Grusel ins Vergessen sinken. Beide Gruppen, die sich so gern als „Volksvertreter“ sehen wollen, nehmen dafür offensichtlich Menschenversuche mit ungenügend getesteten Arzneimitteln billigend in Kauf, bei denen es laut dem zitierten SPIEGEL-online-Artikel bei bis zu 250.000 Menschen allein in Deutschland zu ernsten oder gar lebensbedrohenden Nebenwirkungen kommen kann. Nette „Volksvertreter“ haben wir.
2.) Die Medien
Die „Schweine-Grippe“ ist ein Dauerbrenner und man kann in kurzer Folge neue Aufreger und Schlagzeilen für die Titelseiten produzieren. Da bläst man doch gern mal ein grippales Mäuschen zum Elefanten auf. Von den hehren Ansprüchen einer sogenannten „4. Gewalt“, als die sich die Schmierfinken gern sehen würden, ist solch die Fakten verdrehender Gossenjournalismus, der sich flächendeckend über alle, auch die sogenannten „ernsthaften“ Medien ausgebreitet hat, soweit entfernt, wie die Titelseite des „Neuen Deutschland“ vom 29.05.1958 von unabhängiger Berichterstattung. Demagogie im Dienste von Auflagen, Einschaltquoten, Webnutzerzahlen und des Profites.
3. Die Industrie
Heimlich, still und leise köcheln die Pharmagiganten ihre „Schweine-Grippe“-Impfungen und verdienen sich am steigenden Absatz von sogenannten „Grippe-Mitteln“ eine platinerne Nase nach der anderen. Keine Spur von „Wirtschaftskrise“. In Deutschland wird, falls diese wahnwitzige Impfkampagne durchgeführt werden sollte, allein nur der Pharmakonzern GlaxoSmithKline 410 Millionen Euro Umsatz mit den Impfstoffen machen. Da hält man sich natürlich erst recht dann bedeckt, wenn andere die mediale Drecksarbeit machen und die Politik einem geradezu diese Gelder quasi per Gesetz in die Kasse zwingt.
Der mündige Bürger wird im Interesse von Image, Profilierung und Profit betrogen und belogen und geht gegebenenfalls an den Nebenwirkungen der Impfungen drauf. Was macht das schon. Die paar Todesopfer liefern zum einen die nächsten Schlagzeilen. Und reduzieren, statistisch gesehen, wahrscheinlich die grösste Gruppe des „Stimmviehs“ am meisten. Die Nichtwähler!
Guten Abend!
G. Westerby
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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