„Manchmal kommen sie wieder“ ist der Titel einer Kurzgeschichte von Stephen King. Dass er damit Recht hat, lässt sich derzeit gerade in Mitteldeutschland hervorragend beobachten, denn ein Zombie, ein sogenannter Untoter kriecht durchs mitteldeutsche Mediendickicht. Immer in Deckung, kaum zu sehen, aber immer präsent. Und manchmal blitzt auch kurz die Zombie-Fratze auf.
Karl-Eduard von Schnitzlers „Schwarzer Kanal“, die indoktrinierendste Sendung, die das indoktrinierende DDR-Fernsehen zu bieten hatte, ist wieder erwacht und treibt als ganzer Fernseh- und Rundfunksender, als Medienanstalt des öffentlichen Rechts erneut sein Unwesen als indoktrinierendes Staatsfernsehen, als „Schwarzer Kanal 2.0“ quasi.
Ja, erst kürzlich war der Zombie wieder zu sehen. Es sollten Kanzlerkandidaten-Interviews gesendet werden.

Oh wunder, das mit dem CDU-Merkel VOR der Bundestagswahl, das mit „isch heisse Frank“-Walter Steinmeier (SPD) erst danach.
Nach heftigen – und eben leider öffentlichen – Protesten sah sich Indendant Reiter genötigt, zurück zu rudern. Die Aussendung beider Interviews wurde gestrichen.
Ein Schelm, der arges dabei denkt?
Einen schönen Wahlsonntag wünscht
G. Westerby
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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