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Getroffene Hunde bellen, sagt der Volksmund.
Getroffene CDU-Jungstars auch, so scheint es.
Die familienlose Familienministerin Kristina Köhler hat bemerkt, daß BILD über ihre Doktorarbeit recherchiert.
Und reagiert wie?
Mit einem anwaltlichen Drohbrief an Kai Diekmann, cc Springervorstand Döpfner, den Diekmann natürlich prompt in seinem Blog veröffentlicht.
Es mag dahingestellt bleiben, inwieweit ein Vergleich der Befindlichkeiten von CDU-Abgeordneten mit denen von CDU-Mitgliedern dem Anspruch an eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit genügt und mit welchen legalen, aber vielleicht fragwürdigen Praktiken dieses laut SZ 303 Seiten starke Opus zustande gekommen ist. Es soll auch nicht darüber spekuliert werden, welche zukünftigen Wohltaten sich ihr Doktorvater, Prof. Falter, für die Uni Mainz und/oder sich persönlich vom Wohlwollen einer extrem karriereorientierten CDU-Bundestagsabgeordneten erwartet haben könnte.
Die prompte und brutalstmögliche Reaktion Köhlers legt jedoch den Schluss nahe, daß da mehr sei, als nur Medienrauch. Zumal die BILD ja nun wirklich nicht in dem Verdacht steht, übermässig oft und gern CDU-Spitzen zu demontieren.
Was würde sich finden, wenn man da tiefer nachgräbt? Ein Ghostwriter vielleicht? Dann stünde wegen Ablegens der sogenannten Eigenhändigkeitserklärung bei Abgabe der Arbeit immerhin der Verdacht des Meineides im Raum.
Oder nur, huch wie langweilig, die Feststellung, daß Köhlers Doktorarbeit nur nach dem Zudrücken sämtlicher Hühneraugen des Promotionsausschusses als Dissertation durchgegangen sei?
Die ohne jeden berechtigten Anlaß erfolgte anwaltliche Drohung mit dem empfindlichen Übel von Schmerzensgeldforderungen in 6stelliger Höhe ist zumindest als Versuch der unzulässiger Beeinflussung der Presse zu werten, auch dann, wenn die Betroffenen in der BILD-Redaktion sitzen. Das Vorhandensein eines verinnerlichten Verständnisses des deutschen Grundgesetzes, insbesondere des §5 (Meinungsfreiheit) bei Frau Köhler muß daher bezweifelt werden.
Verwunderlich bleibt darüber hinaus, daß die von den Medien mehrfach als „Web 2.0-Ministerin“ apostrophierte Köhler noch nie etwas vom Streisand-Effekt gehört haben will. Oder hat sie ihn bloß (auch?) nicht verstanden?
G. Westerby
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@ G. Westerby
Was glauben Sie persönlich, was wird passieren? Wird die Presse jetzt durch ein Urteil zum Schweigen gebracht? |
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@chrisamar: Ich glaube erstmal garnix. Was ich sehe, ist, daß hier jemand richtig angestrengt daran arbeitet, sich so gut wie nur möglich zu blamieren. Wünschen wir der Dame "Viel Spaß" dabei.
GW |
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Informieren sie uns dann weiterhin in ihrem Blog über deren Blamagen?
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Kristina Köhler ist finde ich als Familienministerin fehl am Platze, sie hat keine Kinder, ist nicht mal verheiratet, was hat sie mit Familie am Hut?
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schrieb am
02.01.2010 um 13:52
In irgendeinem, aber berühmten Film heisst es immer "Familie". Dabei hatte der nur Patenkinder ...
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Aber sie hat ja gar nichts...
Ich glaube Merkel hat sie nur als Ministerin ausgewählt, weil Fräulein Köhler noch unerfahren ist, und Merkel sie an der kurzen Leitung führen kann! |
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ich sag's mal so:
wenn das öffentliche bezweifeln der qualitäten (oder auch nicht-qualitäten) einer dissertation die politische kritik ersetzt - dann ist das ein armutszeugnis! für den, der's anfängt. und für den, der's weiterträgt auch. |
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Welchen Teil des Abschnittes in meinem Beitrag, der mit "Es mag dahingestellt bleiben,..." beginnt, verstehen Sie denn nicht?
GW |
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da frag ich doch zurück: und welchen teil meines postings verstehen Sie nicht?
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Ich schließe in meinem Beitrag explizit aus, mich selbst über die Dissertation zu äußern und Sie meinen, mir das genaue Gegenteil ankreiden zu müssen.
Aber da Sie wohl so lesen, wie Sie schreiben, wundert mich das jetzt schon wieder nicht mehr. GW |
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dann sag ich's halt anders: Ihr blog ist parler chiffons. zu deutsch: tratsch.
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Ich hasse Kettenbriefe.
Schicke diese Nachricht innerhalb von 3 Stunden an 100 deiner Freitag-Freunde, sonst besucht dich Guido Westerwelle. |
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Lieber Rahab, ich weiß, das wird Sie jetzt hart treffen, aber ich schreibe hier nicht, um Ihnen zu gefallen.
Aus welcher Sprache wollen Sie übrigens den „Tratsch“ übersetzt haben? Jedenfalls nicht aus dem Französischem, da heisst das, soviel ich weiß, „papotage“ oder vornehmer „paroles oiseuses“. GW |
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ganz im gegentum. ich bin erleichtert, dass ich nicht zu Ihrer zielgruppe gehöre!
im übrigen: wie wär's mal mit einem etwas besseren wörterbuch? |
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schrieb am
02.01.2010 um 16:34
"Was würde sich finden, wenn man da tiefer nachgräbt? Ein Ghostwriter vielleicht?" - Graben ist viel zu anstrengend, zumal man dann vielleicht doch nicht das Erhoffte findet. Mutmaßen reicht doch...
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@Rahab: Schön, daß wir das soweit klären konnten. Auch wenn Sie erwartungsgemäß das einschränkende „soweit ich weiß“ in meinem letzten Posting übersehen (oder nicht verstanden?) haben. Ich darf mich für den Tipp mit dem Wörterbuch erkenntlich zeigen, indem ich meinerseits abschließend noch darauf hinweise, daß sich Beiträge und natürlich auch Kommentare, die in korrekter Groß-, Klein- und Rechtschreibung abgefasst sind, leichter lesen lassen.
GW |
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ach GW, Ihr leseverständnis ist bestimmt noch ausbaufähig. einfach weiterüben!
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Sie haben da ja wunderbare Arbeit geleistet mit ihrer rhethorischen Fragestunde. Da Ihr kompletter Beitrag "brutalstmöglich" nach Ablehnung Frau Köhlers riecht, nehme ich Ihnen "Ich glaube erstmal garnix" so ganz und gar nicht ab.
Sie wollten allenfalls mit der Verbreitung dieser Unsicherheiten tatsächlich dafür sorgen, dass der "Streisand-Effekt" tatsächlich nicht eintritt. Ihrer Grundeinstellung "Ich glaube erstmal garnix" haben Sie damit bereits einen Bärendienst erwiesen. Suchen sie einmal nach 'Köhler Doktorarbeit Ghostwriter' bei Google und schon haben sie denen die beim Graben nur Schürfen einen weiteren Hinweis geliefert auf dem sie Ihre Tratschartikel aufbauen können. Übrigens hat sich Frau Köhler nicht selber als Web 2.0-Ministerin bezeichnet. Das war - soweit ich das gerade recherchieren konnte - die Bild am Sonntag. Als Letztes bleibt mir nur zu sagen, dass ich gegenüber der BILD wohl ähnlich reagieren würde, dass sich dann gerade Herr Diekmann über einen Brief vom Anwalt lustig macht, erheitert doch sehr. Schließlich hat Herr Diekmann ja eine dicke Haut und lässt meist Verstand vor Anwalt walten, wie hier zum Beispiel: www.bildblog.de/14467/will-the-real-kai-diekmann-please-stand-up/ |
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Frau Köhler, die ja schon als Vorpubertierende Herrn Dr. Helmut Kohl glühend verehrte, wird sich daran erinnert haben, dass dessen Dissertation, nachdem diese zu Zeiten seiner Regierungstätigkeit als Kanzler öfter satirischem Hohn und Spott ausgesetzt war, aus den Uni-Bibliotheken verschwunden ist und damit nicht mehr zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen werden konnte. Das Thema der Dissertation lautete: „Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945", verfasst im Jahre 1958. Einige wenige Zitate aus dieser Arbeit, die Herrn Kohl zum Dr. phil. promovierte, sind noch im Umlauf:
„Die Pfalz beheimatet - soweit sich solche allgemeinen Feststellungen treffen lassen - einen fröhlichen und weltoffenen Menschenschlag, der viel Sinn für gesellschaftliches Zusammenleben und die Freuden der Zeit hat und dem dogmatischen Denken abgeneigt ist.“ Es ist zwar unwissenschaftlich, aus einem einzigen Satz auf das Gesamtwerk zu schließen, doch lässt dieser eine Ahnung erwachsen, auf welchem Niveau Dr. Kohl geschrieben hat, der übrigens großen Wert darauf legt, mit dem akademischen Grad angeredet zu werden. |
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"wird sich daran erinnert haben, dass dessen Dissertation, nachdem diese zu Zeiten seiner Regierungstätigkeit als Kanzler öfter satirischem Hohn und Spott ausgesetzt war, aus den Uni-Bibliotheken verschwunden ist und damit nicht mehr zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen werden konnte. Das Thema der Dissertation lautete: „Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945", verfasst im Jahre 1958. Einige wenige Zitate aus dieser Arbeit, die Herrn Kohl zum Dr. phil. promovierte, sind noch im Umlauf:"
Da fahren sie aber ganz schön Achterbahn mit der Wahrheit, Herr Achtermann. Wenn man bei Google nach "Helmut Kohl Doktorarbeit" sucht, findet man einen Artikel des Cicero (März 2005), in dem zu lesen steht, dass es sich zwar um eine nette Anekdote handlet, das mit dem verschwinden der Doktorarbeit, mehr aber auch nicht dran ist: "Im Juni 1983 wurde das Rektorat der Universität Heidelberg durch einen Anruf des Bundeskanzleramts aufgeschreckt. Das Anliegen der hohen Stelle: Man möge die Dissertation von Helmut Kohl – der Kanzler hatte 1958 in Heidelberg über „Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945“ promoviert – für einige Tage aus dem Historischen Seminar und der Universitätsbibliothek entfernen. Es gebe Hinweise, dass linksextremistische studentische Kreise planten, das Werk für eine Diffamierungskampagne zu missbrauchen. Kaum war das Rektorat der Bitte eilfertig nachgekommen, entpuppte sich der vermeintliche Anrufer aus dem Kanzleramt als freier Mitarbeiter des linken Studentenmagazins Rote Blätter. Die Presse wurde aufmerksam, die Universitätsleitung stand in keinem guten Licht da. Die Neugier der Studenten war geweckt. Kaum standen die Pflichtexemplare der Kohlschen Arbeit wieder in den Bücherregalen, setzte ein wahrer Ansturm auf sie ein. Von einem solch regen Interesse an seiner zeitgeschichtlichen Abhandlung hätte der Doktorand Kohl im Jahr 1958 sicherlich nicht zu träumen gewagt. Der Vorfall selbst ist längst vergessen. Hartnäckig gehalten hat sich aber bis heute das Gerücht, die Doktorarbeit von Kohl sei verschwunden. Und so schlummert das Werk weiter ungelesen in den Bibliotheken." www.cicero.de/97.php?item=496&ress_id=4 Wem das noch nicht reicht, der kann auch direkt in besagter Bibliothek aus der das Stück verschwunden sein soll suchen und wird fündig: tinyurl.com/ybxol3u |
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Schon seltsam, da will eine CDU-Ministerin die Presse zensieren, ein Blogger schreibt darüber und aus der Freitag-Community schallt es: "Tratsch".
Meine Theorie, woran das liegen könnte, behalte ich lieber für mich. Weiß ja eh jeder. Ich hielte es jedenfalls durchaus für erheblich, wenn eine Ministerin, die sich gerne als total straight und fleißig stilisieren lässt, bei Ihrer Doktorarbeit geschummelt haben sollte. Dass sie ihr leicht gemacht wurde, ist ja in der SZ nachzulesen. Und bei dem windigen und mediengeilen Professor Falter würde mich nichts wundern. Wer sich selbst zur "Elite" zählen möchte, sollte bei seiner Doktorarbeit die entsprechenden Maßstäbe anlegen. |
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@derDonnerstag: Ähm, hüstel, also hm. Nee! Ich weiß noch nichts über die Theorie, Würde mich aber schon interessieren.
GW |
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Ob sie nun geschummelt hat oder nicht, was mich eher erschreckte, war die Frage des Umgangs mit Mitgliederdaten der CDU. DAS Thema im Zusammenhang mit ihrer Dissertation würde ich eher von öffentlichem Interesse finden.
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Wie meinen Sie das?
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So Leute, jetzt brauche ich noch 5 Kommentare, dann habe ich ausreichend Material für MEINE Dissertation, und wenn die nüscht wird, dann zumindestens ;)) eine Doctorarbeit.
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Die Entdeckung der Spezies "DerDieDas Freitag-BloggerIn". (?)
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Ja, aber nur unter Anwendung der Adorno'schen Reflektionstheorie unter Beachtung der Kühnkonstante.
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Apropos Top Blogs:
In der Community Beletage so eine billige Kolportage? Hier wendet sich der Gast mit Grausen |
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"In der Community Beletage
so eine billige Kolportage" Ach schön, genau so ist es. Ist das nicht alles traurig, manchmal? Dabei könnte man die Köhler durchaus veralbern, aber auf diesem Niveau? Grausen ist angebracht. |
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Apropos Top Blogs:
In der Community Beletage so eine billige Kolportage? Hier wendet sich der Gast mit Grausen |
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was soll das geschrei? Diekmann kann doch weiter schreiben...
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ooooooh, der öffentliche Pranger! den erlauchten Bildungsbürgern ist Herr Westerby nicht niveauvoll genug, man rümft die eitle Nase.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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